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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


5. Juli 2017

TUD: Bibelkunde

Protokoll 26.06.2017

Seminar: Grundorientierung Bibel

Dozent: Prof. Dr. Martin Pöttner

Protokollantin: Vanessa Brandes

Die Apostelgeschichte beginnt nach der Auferstehung Jesus und endet in Rom, dort sitzt Paulus in Gefangenschaft.

Ein Spannungsbogen beginnt, mit der Vorgeschichte im Lukasevangelium bis zum Apostel Paulus, der in Rom mit der ansässigen jüdischen Gemeinde einen streitigen Diskurs führt.

.Am Ende der Apostelgeschichte gehen die Verheißung Israels in Erfüllung.

Lukas erreicht die Heiden und erwartet, dass diese das Evangelium annehmen.

Erkennbar in Lukas 1.1 – 1.4 und Apostelgeschichte 1.1 f.

  • Zeigt, es gibt ein erstes und zweites Buch
  • Theophilus wird angerufen (steht evtl. für eine wirkliche Person, ein Publikum aus Männern und Frauen, die als Freundinnen und Freunde Gottes zu erkennen sind.)
  • Transformation Judentum ins Christentum (hat bereits im Lukasevangelium eine tragende Rolle gespielt.

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3. Juli 2017

TUD: Bibelkunde


TU Darmstadt, Institut für Theologie und Sozialethik

Veranstaltung: Grundorientierung Bibel

Dozent: Prof. Dr. Martin Pöttner

Datum: 27.06.2017, 09.50-11.30 Uhr

Thema: Das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte

Protokollführerin: CC

1. Organisatorisches

Das Seminar beginnt, Herr Pöttner fragt nach, ob es noch Fragen oder Anmerkungen zum Protokoll von der letzten Woche gibt. Es gibt keine Fragen oder Anmerkungen. Die Anwesenheitsliste wird herumgegeben.

Für das Vorwissen für diese Sitzung wurde von allen Studierenden das Kapitel 9 „Das Lukasevangelium“, aus dem Buch Bibelkunde von Lukas Bormann gelesen.

Herr Pöttner stellt den Zusammenhang des Lukas-Evangeliums und die Apostelgeschichte anders dar. Die zitierten Bibelstellen stammen aus der Lutherübersetzung 2017

Es wird gelesen:

Apostelgeschichte1,1-3

Die Apostelgeschichte des Lukas

Christi Himmelfahrt

1 Den ersten Bericht habe ich gegeben, lieber Theophilus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehrte 2 bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den Heiligen Geist Weisung gegeben hatte. 3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.

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2. Juli 2017

TUD: Bergpredigt

Einführung in die Exegese und Hermeneutik: Bergpredigt (TUD)

Am Dienstag 27.07.2017, 11:50-13.20 Uhr

Seminar: Einführung in die exegetischen Methoden und das wissenschaftliche Arbeiten

Thema: Matthäus 6,19-34 (Bergpredigt)

Protokollantin: Bettina Reichelt

Vom Schätzesammeln und Sorgen (Lutherbibel)

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. 20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. 21 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.    22 Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; (Lukas 11.34-36) 23 ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!    24 Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. (Lukas 16.9)    25 Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? 26 Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? 27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget?    28 Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins.
30 So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? 32 Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet.    33 Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. 34 Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

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30. Juni 2017

Ende einer Diskrimierung: die Ehe für Alle

Wer das Spektakel ab acht  Uhr im Reichstag verfolgen konnte, erlebte nur noch eine schwache Gegenwehr der Unionsfraktionsführung, wohl weil klar war, dass es innerhalb von CDSU eine beachtliche Minderheit gibt, die der #Ehefüralle zustimmt. 75 Unionsabgeordnete stimmten dann auch der Vorlage aus Rheinland-Pfalz zu, darunter Generalsekretär, Kanzleramtsminister und Verteidigungsministerin, sodass das Gesetz mit klarer Mehrheit verabschiedet wurde.

Damit kehrt Frieden ein, die Diskriminierung einer sexuellen Minderheit hat ein Ende gefunden.

Ob die evangelischen Landeskirchen die kirchliche Trauung vorsehen, wie es etwa schon die EKHN tut, werden wir sehen. Ohnehin entscheidet protestantisch letztlich der einzelne Kirchenvorstand.

Viele werden jetzt zum theologischen Nachdenken kommen. Eine Anregung findet sich hier.

28. Juni 2017

Uni Hd: Joh 19,25-30; 20,1-3


Zusammenfassung vom 26.06.

Die Sitzung sollte zeigen, dass das Johannesevangelium planvoll geschrieben ist. Das führte zu m. E. aufschlussreichen inhaltlichen und hermeneutischen Kontroversen. Segmentiert sieht Joh 19,25-30; 20,1-3 so aus:

19,25Εἱστήκεισαν δὲ παρὰ τῷ σταυρῷ τοῦ Ἰησοῦ ἡ μήτηρ αὐτοῦ

καὶ ἡ ἀδελφὴ τῆς μητρὸς αὐτοῦ,

Μαρία ἡ τοῦ Κλωπᾶ

καὶ Μαρία ἡ Μαγδαληνή.

26Ἰησοῦς οὖν ἰδὼν τὴν μητέρα

καὶ τὸν μαθητὴν παρεστῶτα

ὃν ἠγάπα,

λέγει τῇ μητρί·

γύναι,

ἴδε ὁ υἱός σου.

27εἶτα λέγει τῷ μαθητῇ·

ἴδε ἡ μήτηρ σου.

καὶ ἀπ‘ ἐκείνης τῆς ὥρας ἔλαβεν ὁ μαθητὴς αὐτὴν εἰς τὰ ἴδια.

28Μετὰ τοῦτο εἰδὼς ὁ Ἰησοῦς

ὅτι ἤδη πάντα τετέλεσται,

ἵνα τελειωθῇ ἡ γραφή,

λέγει·

διψῶ.

29σκεῦος ἔκειτο ὄξους μεστόν·

σπόγγον οὖν μεστὸν τοῦ ὄξους ὑσσώπῳ περιθέντες

προσήνεγκαν αὐτοῦ τῷ στόματι.

30ὅτε οὖν ἔλαβεν τὸ ὄξος

[ὁ] Ἰησοῦς εἶπεν·

τετέλεσται,

καὶ κλίνας τὴν κεφαλὴν παρέδωκεν τὸ πνεῦμα.


201Τῇ δὲ μιᾷ τῶν σαββάτων Μαρία ἡ Μαγδαληνὴ ἔρχεται πρωῒ

σκοτίας ἔτι οὔσης εἰς τὸ μνημεῖον

καὶ βλέπει τὸν λίθον ἠρμένον ἐκ τοῦ μνημείου.

2τρέχει οὖν καὶ ἔρχεται πρὸς Σίμωνα a

καὶ πρὸς τὸν ἄλλον μαθητὴν

ὃν ἐφίλει ὁ Ἰησοῦς

καὶ λέγει αὐτοῖς·

ἦραν τὸν κύριον ἐκ τοῦ μνημείου

καὶ οὐκ οἴδαμεν ποῦ ἔθηκαν αὐτόν.

Dass also der Schüler/Jünger, den Jesus liebte, beim Kreuz stand und die Mutter Jesu zur Mutter bekam, dazu auch Maria aus Magdala dabeistand, wird ab 20,1 fortgesetzt. Im Johannesevangelium liegt mithin eine planvolle Erzählung vor.
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24. Juni 2017

Zweiter Sonntag nach Trinitatis (Lk 14,15ff [EfG Griesheim])

Einer der mit Jesus eingeladenen Gäste hörte ihn und sagte zu ihm: »Glücklich (selig) ist, wer das Brot im Reich Gottes isst!«

16Jesus aber sagte zu ihm: »Ein Mensch veranstaltete ein großes Festessen und lud viele ein. 17Er schickte seinen Sklaven zur gegebenen Stunde aus, den Eingeladenen zu sagen: ›Kommt, denn jetzt ist es bereit!‹

18Und auf einmal fingen alle an, sich zu entschuldigen. Der Erste sagte: ›Ich habe ein Feld gekauft und ich muss es unbedingt ansehen gehen. Ich bitte dich, sieh mich als entschuldigt an!‹ 19Ein anderer sagte: ›Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu prüfen. Ich bitte dich, sieh mich als entschuldigt an!‹ 20Noch ein anderer sagte: ›Ich habe eine Frau geheiratet und kann deshalb nicht kommen.‹

21Der Sklave kam und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte seinem Sklaven:

›Geh schnell auf die Plätze und Gassen der Stadt und führe die armen Leute, die Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein!‹ 22Und der Sklave sagte: ›Herr, es ist geschehen, wie du aufgetragen hast, und doch ist noch Raum.‹ 23Da sagte der Herr zum Sklaven:

›Geh hinaus auf die Wege und zu den Zäunen und nötige die Leute, hereinzukommen, damit mein Haus sich füllt!‹ 24Ich sage euch: Keiner jener Männer, die eingeladen waren, wird mein Festessen zu kosten bekommen!« (Bibel in gerechter Sprache, z. St.)

Liebe Gemeinde,

eine Mahl-Szene in einem Haus eines Pharisäers. Jesus wird insbesondere im Lukasevangelium als geselliger Zeitgenosse dargestellt, man kann den Eindruck gewinnen, dass religiöse, soziale und politische Fragen am gemeinsamen Tisch kontrovers erörtert werden – man/frau also nicht eine Talk-Show anschaltete, sondern selbst mitdiskutierte. Und bei diesem Mahl im Haus eines Pharisäers gibt einer der Diskutierenden eine Sentenz, einen Sinnspruch zum Besten:
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TUD-Bibelkunde


Protokoll Grundorientierung Bibel vom 20.06.17 von MK

Die zitierten Bibelstellen stammen aus der Lutherübersetzung 2017

Thema: Synoptische Tradition und insbesondere das Markus-Evangelium

Pöttner erklärt es etwas anders als Bormann.

Synoptische Tradition: Die synoptischen Evangelien ist ein Begriff für die Evangelien nach Markus, Matthäus und Lukas. Es gibt eine Theorie, die davon ausgeht, dass diese aus kleinen Teilen zusammengestellt wurden. Dies ist immer noch eine gängige Theorie.

Herr Pöttner bezieht sich auf die Theorie von Bultmann:

Wundergeschichten wurden in der Mission verwendet. Davon ist jetzt nicht mehr viel übrig. Es wurde angenommen, dass die Texte als Gattungen sich auf regelmäßige Situationen beziehen.

Abendmahltexte beziehen sich auf eine regelmäßige Tradition, ebenso Passah und eventuell auch die Taufe. Bei allen anderen ist es unwahrscheinlich, dass die Texte situationsbezogen mit dieser Gattung zusammenhängen. (more…)

TUD: Bergpredigt

 

Protokollantin: Lorena Lorenz

Matthäus 6, 1-18


Vom Almosen

1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

2 Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

3 Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.

4 Dein Almosen soll verborgen bleiben und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“

In diesem Teil der Bergpredigt wird darauf eingegangen, dass man sich selbst und seinen Glauben nicht repräsentieren und zur Schau stellen sollte. Almosen sollte man nur geben, wenn man dies auch wirklich ehrlich möchte und nicht um ein hohes Ansehen in der Gemeinde zu erlangen. Angeblich war zurzeit Jesu dies in der Synagoge durchaus der Fall, was von Jesus kritisiert worden sei. Vers drei verweist klar darauf, dass man nicht stolz auf sich sein sollte, wenn man Almosen verteilt. In der Bergpredigt wird sich klar von diesem Verhalten abgegrenzt.
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21. Juni 2017

Joh 17 II (Uni Hd)

Zusammenfassung
vom 19.06.

 

Wir besprachen das in der letzten Sitzung offen Gebliebene. Der Text sieht ab V. 20 segmentiert so aus:

20a Οὐ περὶ τούτων δὲ ἐρωτῶ μόνον,

ἀλλὰ καὶ περὶ τῶν πιστευόντων διὰ τοῦ λόγου αὐτῶν εἰς ἐμέ,

21a ἵνα πάντες ἓν ὦσιν,

b καθὼς σύ,

c πάτερ,

d ἐν ἐμοὶ κἀγὼ ἐν σοί,

e ἵνα καὶ αὐτοὶ ἐν ἡμῖν ὦσιν,

fα ἵνα ὁ κόσμος πιστεύῃ

fβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας.

22aα κἀγὼ τὴν δόξαν

aβ ἣν δέδωκάς μοι

aγ δέδωκα αὐτοῖς,

bα ἵνα ὦσιν ἓν καθὼς ἡμεῖς ἕν·

23aα ἐγὼ ἐν αὐτοῖς

aβ καὶ σὺ ἐν ἐμοί,

bα ἵνα ὦσιν τετελειωμένοι εἰς ἕν,

cα ἵνα γινώσκῃ ὁ κόσμος

cβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας

cγ καὶ ἠγάπησας αὐτοὺς καθὼς ἐμὲ ἠγάπησας.

    24a Πάτερ,

b ὃ δέδωκάς μοι,

cα θέλω

cβ ἵνα ὅπου εἰμὶ ἐγὼ κἀκεῖνοι ὦσιν μετ‘ ἐμοῦ,

d ἵνα θεωρῶσιν τὴν δόξαν τὴν ἐμήν,

eα ἣν δέδωκάς μοι

eβ ὅτι ἠγάπησάς με πρὸ καταβολῆς κόσμου.

25a πάτερ δίκαιε,

b καὶ ὁ κόσμος σε οὐκ ἔγνω,

c ἐγὼ δέ σε ἔγνων,

dα καὶ οὗτοι ἔγνωσαν

dβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας·

26aα καὶ ἐγνώρισα αὐτοῖς τὸ ὄνομά σου

aβ καὶ γνωρίσω,

bα ἵνα ἡ ἀγάπη

bβ ἣν ἠγάπησάς με

bγ ἐν αὐτοῖς ᾖ

bδ κἀγὼ ἐν αὐτοῖς.
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15. Juni 2017

Joh 17 I Uni Hd


ZUSAMENFASSUNG VOM 12.06.

Wir sprachen zwar manches an, kamen aber über eine intensive und kontroverse Erörterung der anfänglichen Gebetspassage nicht bedeutend hinaus:

17,1b πάτερ,

cα ἐλήλυθεν ἡ ὥρα·

cβ δόξασόν σου τὸν υἱόν,

d ἵνα ὁ υἱὸς δοξάσῃ σέ,

2a καθὼς ἔδωκας αὐτῷ ἐξουσίαν πάσης σαρκός,

b ἵνα πᾶν ὃ δέδωκας αὐτῷ δώσῃ αὐτοῖς ζωὴν αἰώνιον.
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