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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


25. Oktober 2017

Joh 1,4-18 (Uni Hd 23.10.)

Der Übung gelang es Joh 1,4-18 zu über­set­zen und wich­ti­ge Aspek­te von 1,1-14 zu ver­ste­hen. Seg­men­tiert sieht der Text so aus:

4 a ν ατ ζων,

b κα ζων τ φς τν νθρπων·

5 a κα τ φς ν τ σκοτίᾳ φανει,

b κα σκοτα ατ ο κατλαβεν.

6 a γνετο νθρωπος,

b πεσταλμνος παρ θεο,

c νομα ατωννης·

7 aα οτος λθεν ες μαρτυραν

aβ να μαρτυρσ περ το φωτς,

b να πντες πιστεσωσιν δι‘ ατο.

8 a οκ ν κενος τ φς,

b λλ‘ να μαρτυρσ περ το φωτς.

9 a ν τ φς τληθινν,

b φωτζει πντα νθρωπον,

c ρχμενον ες τν κσμον.

10 a ν τ κσμν,

b       κα κσμος δι‘ ατογνετο,

c        κα κσμος ατν οκ γνω.

11 a ες τδια λθεν,

b       κα οδιοι ατν ο παρλαβον.

12 a σοι δλαβον ατν,

b      δωκεν ατος ξουσαν τκνα θεο γενσθαι,

c       τος πιστεουσιν ες τνομα ατο,

13 a ο οκ ξ αμτων

b       οδκ θελματος σαρκς

c         οδκ θελματος νδρς

d          λλ‘ κ θεογεννθησαν.

14 aα Κα λγος σρξ γνετο

aβ       κασκνωσεν ν μν,

b          καθεασμεθα τν δξαν ατο,

c           δξαν ς μονογενος παρ πατρς,

d            πλρης χριτος καληθεας.

15 aα ωννης μαρτυρε περ ατο

aβ        κα κκραγεν λγων·

b           οτος ν ν επον·

c            πσω μου ρχμενος μπροσθν μου γγονεν,

d           τι πρτς μου ν.

16 aα τι κ το πληρματος ατομες πντες λβομεν

aβ       κα χριν ντ χριτος·

17 a τι νμος δι Μωϋσως δθη,

b       χρις καλθεια διησο Χριστοἐγένετο.

18 a Θεν οδες ἑώρακεν πποτε·

bα     μονογενς θες ν ες τν κλπον το πατρς

bβ      κενος ξηγσατο.

Die Teilnehmer/innen waren sehr enga­giert, es ergab sich eine inten­si­ve und erfreu­li­cher­wei­se kon­tro­ver­se Sach­dis­kus­si­on.

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23. Oktober 2017

Seminarplan Flucht usf.

 

24.10. Ken­nen­ler­nen, Plan, Gen 12,10-13,1
07.11. Gen 41 ff.; Ex 1,1-2,10
14.11. Ex 20,2; 22,20; 23,9.12; Lev 19,33-35
21.11. Esr 9f; Neh 13
28.11. Jer 7,6; Jer 22,3; Ez 22,7; Sach 7,10; Mal 3,5
05.12. Jes 2,1-4; Mi 4,1-3
12.12. Jes 42,1-4; 49,1-6
19.12. Luk 2,1-15
09.01. Lukas 1,46-55
16.01. Mt 2,1-23
23.01. Mt 5,33-48
30.01. Gal 2,11-12
06.02. Röm 11,25-33

Die ers­te Sit­zung nahm auf­merk­sam die Behand­lung der Wirt­schafts­flücht­lin­ge Abra­ham und Sara in Ägyp­ten wahr.

17. Oktober 2017

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (Uni Hd)

 


Zusammenfassung vom 16.10.2017

Geplant ist, dass jeden Mitt­woch­abend spä­tes­tens eine Zusam­men­fas­sung der Sit­zung am Mon­tag­nach­mit­tag hier steht.

 

M. E. ist es wesent­lich, dass Sie ein sinn­li­ches Ver­hält­nis zum Text bekom­men. Wir muss­ten dazu frü­her den grie­chi­schen Text per Hand abschrei­ben. Wich­tig ist auch, dass Sie den Text hören, also für sich laut vor­le­sen. Denn die Lese­kom­pe­tenz war unter 20 %, sodass die Tex­te im Got­tes­dienst o. Ä. vor­ge­le­sen wur­den. Die rhe­to­ri­sche Gestal­tung der Tex­te zeigt das – und man/frau kann die­se mit Übung hören.
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14. Oktober 2017

Amerika 2 Bad Rappenau

US-VIZEPRÄSIDENT Pence, katho­lisch, Anhän­ger von Intel­li­gent Design

Zunächst möch­te ich fest­hal­ten, dass ich die Dis­kus­si­on zur Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung sehr gut fand:

  • Das Prin­zip des pur­su­it of Hap­pi­ness fand die gebüh­ren­de Auf­merk­sam­keit, lös­te aber auch Nach­denk­lich­keit aus, „Ego­is­mus“, „Indi­vi­dua­lis­mus“ o. Ä.
  • Es wur­de auch wahr­ge­nom­men, dass die­ses Prin­zip nicht zuletzt wg. der Ver­fol­gung pro­tes­tan­ti­scher Grup­pen durch reichs­re­li­giö­se (staats­kirch­li­che) Grup­pen im Ver­ein mit ter­ri­to­ria­len oder städ­ti­schen staat­li­chen Herr­schaf­ten phi­lo­so­phisch ver­tieft in die Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung auf­ge­nom­men wur­de.
  • Die Erklä­rung lässt sich zugleich reli­gi­ös („crea­tor“), aber auch phi­lo­so­phisch pan­the­is­tis­tisch inter­pre­tie­ren, weil eini­ge Auto­ren Frei­mau­rer waren („god of natu­re“), natur­recht­lich bild­li­che Inter­pre­ta­ti­on von Gen 1,26f. – Wider­stands­recht.

In der Dis­kus­si­on wur­de auf das Pro­blem krea­tio­nis­ti­scher Grup­pen in den USA hin­ge­wie­sen, wel­che die dar­win­sche Evo­lu­ti­ons­theo­rie wis­sen­schaft­lich über­bie­ten wol­len, was nicht nur bei pro­tes­tan­ti­schen Fundamentalist/inn/en beliebt ist, son­dern auch ent­spre­chen­den katho­li­schen, mus­li­mi­schen oder jüdi­schen Brü­dern und Schwes­tern.
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13. Oktober 2017

Bibelkunde Heidelberg: Psalmen

Psal­men

Über­sicht über die Samm­lun­gen inner­halb des Psal­ters

Name

Der Name „Buch der Psal­men“ (gr. βίβλος ψαλμν, bib­los psal­mon) ist bereits im Neu­en Tes­ta­ment (Apg 1,20) belegt, er stammt wohl aus der grie­chi­schen Text­über­lie­fe­rung. Abge­lei­tet ist die­ser Name von einem grie­chi­schen Sai­ten­in­stru­ment (ψαλτήριον, psal­tē­ri­on), die Psal­men gal­ten dem­nach als Lie­der.

In der hebräi­schen Tra­di­ti­on wird das Buch סֵפֶר
תְּהִלִּים, sefær tehil­lîm genannt, abge­lei­tet von תְּהִלָּה, tehil­lâ, Preis­lied. Inner­halb des Psal­ters (als Bezeich­nung für das Buch) zählt man 150 Psal­men, doch auch in ande­ren bibli­schen Büchern sind ent­spre­chen­de Lie­der zu fin­den, vgl. Ex 15; Dtn 32+33; 1.Sam 2 u. ö.

Zäh­lung

Die Zäh­lung der Psal­men vari­iert in den ein­zel­nen Tra­di­tio­nen, wobei die deut­schen Bibel­aus­ga­ben zumeist der Zäh­lung der Biblia Hebrai­ca fol­gen. Die Sep­tuagin­ta (LXX) hat dage­gen Psalm 9+10 und 114+115 zusam­men­ge­fasst, kommt aber durch Auf­tren­nung der Psal­men 116 und 147 wie­der auf eine Gesamt­zahl von 150. Danach fügt sie aber einen zusätz­li­chen Psalm 151 „außer­halb der Zäh­lung“ und eine Samm­lung von 14 Oden hin­zu, zusätz­lich bie­tet sie noch die eben­falls apo­kry­phen Psal­men Salo­mos. Auch in der gro­ßen Psal­men­rol­le aus Qum­ran sind Psal­men erhal­ten, die nicht zu den kano­ni­schen Lie­dern gehö­ren, teil­wei­se aber schon aus ande­ren Quel­len bekannt waren. Die­se kom­pli­zier­te Über­lie­fe­rung ist Hin­weis dar­auf, dass die end­gül­ti­ge Kano­ni­sie­rung des Psal­men­bu­ches erst ver­gleichs­wei­se spät (2. Jh. v. Chr.) erfolgt ist. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass auch die erhal­te­ne Abtren­nung der ein­zel­nen Psal­men nicht immer sinn­voll ist: So sind in Psalm 19 sicher zwei ganz ver­schie­de­ne Lie­der zu einem Stück zusam­men­ge­stellt wor­den. Ande­rer­seits fin­den sich Dop­pel­über­lie­fe­run­gen, so ist bei­spiels­wei­se Psalm 70 auch in Ps 40,14-18 erhal­ten, Ps 108 auf­ge­teilt in 57,8-12 und 60,7-14.

Gebrauch

Die Fra­ge, wes­halb die ein­zel­nen Psal­men zu die­ser Samm­lung zusam­men­ge­stellt wur­den, ist in der For­schung umstrit­ten. Wahr­schein­lich gal­ten die Psal­men zur Zeit der Kano­ni­sie­rung nicht als lit­ur­gi­sches For­mu­lar für die Lit­ur­gie des Zwei­ten Tem­pels. Sie dien­ten eher als Andachts- oder Erbau­ungs­buch, in bestimm­ten Krei­sen sicher auch als pro­phe­tisch ver­steh­ba­re Schrif­ten. Dies wird auch durch den neu­tes­ta­ment­li­chen Befund unter­stützt; hier wer­den die Psal­men am häu­figs­ten von allen alt­tes­ta­ment­li­chen Schrif­ten zitiert. Das ist bei einer Ver­wen­dung als Tem­pel-Gesang­buch schwer denk­bar.

Wachs­tum

Das Wachs­tum des Buches ist in Etap­pen erfolgt, die zum Teil noch erkenn­bar sind. So reich­ten frü­he­re, klei­ne­re Samm­lun­gen wohl von Psalm 2-72 oder 89, spä­ter wur­den die Tora-Psal­men 1 und 119 zur Rah­mung hin­zu­ge­fügt, noch spä­ter kamen die Lie­der 120-150 hin­zu, die ihrer­seits wie­der aus ein­zel­nen Samm­lun­gen bestehen. Dabei kamen in der End­fas­sung alte, vor­exi­li­sche Lie­der neben ver­gleichs­wei­se jun­gen Stü­cken zu ste­hen. Über­grei­fen­des Ord­nungs­merk­mal ist die spä­ter erfolg­te Ein­tei­lung in fünf Bücher [1-41; 42-72; 73-89; 90-106; 107-150], ana­log der Ein­tei­lung der Tora. Zu erken­nen ist die­se Ord­nung dar­an, dass an die letz­ten Psal­men der ein­zel­nen Samm­lun­gen jeweils sehr ähn­li­che Segens­wün­sche ange­schlos­sen wur­den, vgl. Ps 41,14: „Geprie­sen ist JHWH, der Gott Isra­els, von Ewig­keit bis in Ewig­keit! Amen, ja Amen.“

Alter

Das Alter der ein­zel­nen Psal­men ist kaum sicher zu bestim­men. Eini­ge sind wohl vor­exi­lisch (zumin­dest in Grund­be­stand­tei­len), so Ps 24+29 (auch Ps 2+110?), ande­re sind gewiss exi­lisch, Ps 50; 74+137. Die meis­ten ande­ren Lie­der sind wohl in ihrer jet­zi­gen Form nach­exi­lisch, wobei eine wei­ter­ge­hen­de Anga­be, etwa über älte­re Vor­stu­fen, kaum mög­lich ist.

Der Psal­ter ist bibel­kund­lich beson­ders schwer zu erfas­sen, ande­rer­seits sind hier für die eige­ne Fröm­mig­keit wich­ti­ge Tex­te gesam­melt. Die Psal­men spre­chen Lob, Hoff­nung und Kla­ge nicht nur für die dama­li­ge his­to­ri­sche Situa­ti­on aus, son­dern sind offen für jede Gegen­wart. Des­halb soll­te man sich dem Buch vor allem durch eige­ne, wie­der­hol­te Lek­tü­re nähern, mög­lichst ent­lang jeweils unter­schied­li­cher Ord­nungs­kri­te­ri­en. Hier wird kei­ne Inhalts­an­ga­be der ein­zel­nen Psal­men gebo­ten, son­dern als Ergän­zung zu dem The­ma-Kapi­tel „Psal­men­gat­tun­gen“ sol­len die ein­zel­nen alten Samm­lun­gen des Psal­ters und weni­ge wich­ti­ge Ein­zel­tex­te vor­ge­stellt wer­den.

Samm­lun­gen und Über­schrif­ten

Inner­halb des Psal­ters sind ver­schie­de­ne Unter­samm­lun­gen erkenn­bar, die oft Lie­der unter­schied­li­cher Gat­tun­gen ver­ei­nen. Die­se Samm­lun­gen sind vor allem an den Titeln zu erken­nen, womit aber ein wei­te­res Pro­blem der For­schung anzu­spre­chen ist: Die genaue Bedeu­tung der Psal­men­über­schrif­ten ist oft noch völ­lig unge­klärt. Es muss zudem davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Titel zumeist spä­ter hin­zu­ge­wach­sen sind. Die his­to­ri­schen Bezug­nah­men der Über­schrif­ten (Ps 3,1: „Von David, als er vor sei­nem Sohn Absa­lom floh“) sind im Regel­fall nicht als zutref­fen­de Anga­be über die Ent­ste­hungs­ver­hält­nis­se des jewei­li­gen Psalms zu wer­ten.

 Die ein­zel­nen Samm­lun­gen sind in der heu­ti­gen End­form aus ihrem frü­he­ren Zusam­men­hang genom­men und ver­mischt wor­den. Wahr­schein­lich stel­len sie in ihren Grund­zü­gen ursprüng­lich älte­re Samm­lun­gen dar, deren Her­kunft aber trotz der Titel­an­ga­ben unklar bleibt.

Tem­pel­sän­ger

Nach 1.Chr 6,24-28 war bei­spiels­wei­se Asaf Stamm­herr einer Gil­de von Tem­pel­sän­gern, eben­so waren die Kora­chi­ten am Tem­pel beschäf­tigt (2.Chr 20,19), als Sän­ger wie Tor­hü­ter (1.Chr 26,1). [Die Erzäh­lun­gen um die „Rot­te Korach“ in Num 16+17 spie­geln offen­sicht­lich Aus­ein­an­der­set­zun­gen um Sta­tus und Ansprü­che die­ser Grup­pe.] Es ist anzu­neh­men, dass die Psal­men mit die­sen Sän­ger­gil­den in Zusam­men­hang ste­hen. Die Auto­ren­schaft Davids ist sicher­lich nicht his­to­risch, hier wirkt die etwa in 1.Sam 16,14-23 beleg­te Tra­di­ti­on von David als Musi­ker nach. Aus wel­chen Grün­den die Psal­men inner­halb der Samm­lun­gen neben­ein­an­der zu ste­hen kamen, wird der­zeit inten­siv erforscht. An man­chen Stel­len leuch­tet die Logik der Abfol­ge unmit­tel­bar ein: Ps 23 äußert den Wunsch, im Haus des Herrn zu blei­ben. Der direkt fol­gen­de Ps 24 ist eine Ein­lass­lit­ur­gie, die den Zugang zu eben­die­sem Tem­pel regel­te.
Die Psal­men 42 bis 83 wur­den teil­wei­se zu einem unbe­kann­ten Zeit­punkt in der Wei­se über­ar­bei­tet, dass der Got­tes­na­me JHWH durch die all­ge­mei­ne­re Bezeich­nung
אֱלֹהִים, Elo­him ersetzt wur­de. Daher spricht man hier vom „elo­his­ti­schen Psal­ter“ ana­log zu der ver­mu­te­ten Pen­ta­teuch-Quel­le „Elo­hist“, deren Kenn­zei­chen eben­falls die Ver­wen­dung von אֱלֹהִים als Got­tes­be­zeich­nung ist.

In der heu­ti­gen Fas­sung wird der Psal­ter eröff­net durch den weis­heit­li­chen Psalm 1, der das Leben des Ein­zel­nen unter den Aspekt der Tora-Befol­gung stellt. Das Psal­men­buch läuft dann auf das beson­de­re Loben Got­tes hin­aus, der Hal­le­lu­ja-Psalm 150 ist nicht zufäl­lig Abschluss der Samm­lung.

Gat­tun­gen

Zur Ori­en­tie­rung im Psal­ter ist es not­wen­dig, eini­ge für bestimm­te Gat­tun­gen oder Inhal­te typi­sche Psal­men zu ken­nen, so Kla­ge­lie­der des Ein­zel­nen (22+69), Kla­ge­lie­der des Vol­kes (44, 60, 90), Lobpsal­men (30, 114, 136), Ver­trau­ens­lie­der (23), Hym­nen (8, 100, 113), Königs­psal­men (2, 20, 110), Alpha­be­ti­sche Psal­men (9/10, 119, 145), Zions­lie­der (46, 48, 76, 84+87), Weis­heit­li­che Psal­men (73, 133), Schöp­fungs­psal­men (8, 19A, 104). Für wei­te­re Anga­ben vgl. auch das The­ma-Kapi­tel.

Wich­ti­ge Ein­zel­tex­te

Über­sicht über wich­ti­ge Ein­zel­tex­te der Psal­men

Zum Musik­ver­ständ­nis vgl. hier.

8. Oktober 2017

Vhs Bad Rappenau: Unabhängigkeitserklärung — Philosophie

We hold the­se truths to be self-evi­dent, that all men are crea­ted equal, that they are endo­wed by their Crea­tor with cer­tain unali­en­ab­le Rights, that among the­se are Life, Liber­ty and the pur­su­it of Hap­pi­ness. — That to secu­re the­se rights, Governments are insti­tu­ted among Men, deri­ving their just powers from the con­sent of the gover­ned, — That whene­ver any Form of Government beco­mes dest­ruc­tive of the­se ends, it is the Right of the Peop­le to alter or to abolish it, and to insti­tu­te new Government, lay­ing its foun­da­ti­on on such princi­ples and orga­ni­zing its powers in such form, as to them shall seem most likely to effect their Safe­ty and Hap­pi­ness. Pru­dence, inde­ed, will dic­ta­te that Governments long esta­blished should not be chan­ged for light and tran­si­ent cau­ses; and accord­in­gly all expe­ri­ence hath shewn that man­kind are more dis­po­sed to suf­fer, while evils are suf­fera­ble than to right them­sel­ves by aboli­shing the forms to which they are accusto­med. But when a long train of abu­ses and usur­pa­ti­ons, pur­suing inva­ria­b­ly the same Object evin­ces a design to redu­ce them under abso­lu­te Des­po­tism, it is their right, it is their duty, to throw off such Government, and to pro­vi­de new Guards for their future secu­ri­ty.“

Mit die­sen berühm­ten Wor­ten beginnt die „ame­ri­ka­ni­sche Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung“, wel­che die recht­mä­ßi­ge Selbst­be­stim­mung der Kolo­ni­en gegen­über dem bri­ti­schen Mut­ter­land recht­fer­tigt. Für uns in die­sem Kurs ist wesent­lich, dass der Text grund­le­gen­de Ele­men­te des Ver­hält­nis­ses von Phi­lo­so­phie, Reli­gi­ons­sys­tem und Poli­tik­sys­tem bzw. Staat erken­nen lässt, die den Phi­lo­so­phie­teil des Kur­ses über zwei Semes­ter beglei­ten wer­den.

Kursprogramm

  1. 2017, 1: Ein­füh­rung in die Grund­struk­tur anhand der Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung
  2. 2017, 2: Pro­ble­me des Modells im Ver­gleich zu Art. 137 Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung (ins Grund­ge­setz über­nom­men)
  3. 2018, 1: Semio­ti­sche Pro­zessphi­lo­so­phie – Charles San­ders Peirce
  4. 2018, 2: Sym­bo­lisch-natur­phi­lo­so­phi­sche Natur­phi­lo­so­phie – Alfred North Whitehead

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7. Oktober 2017

WS 2017/18 TUD">Semesterplan WS 2017/18 TUD

24.10. Ken­nen­ler­nen, Plan, Gen 12,10-13,1
07.11. Gen 4,1 ff.; Ex 1,1-2,10
14.11. Ex 20,2; 22,20; 23,9.12; Lev 19,33-35
24.11. Esr 9f; Neh 13
01.12. Jer 7,6; Jer 22,3; Ez 22,7; Sach 7,10; Mal 3,5
08.12. Jes 2,1-4; Mi 4,1-3
15.12. Jes 42,1-4; 49,1-6
22.12. Luk 2,1-15
09.01. Lukas 1,46-55
16.01. Mt 2,1-23
23.01. Mt 5,33-48
30.01. Gal 2,11-12
06.02. Röm 11,25-33

 


6. Oktober 2017

Twitter-Antworten I

Islam und Ter­ror

Erinnerungen, die helfen sollen,  damit der Diskussionsprozess nicht in Banalitäten steckenbleibt.

Ich möch­te noch mal an eini­ge Punk­te erin­nern, die m. E. bes­ser nicht in der Flut von z. B. bana­len Ret­weets unter­ge­hen:

  • Falls ich nichts über­se­hen habe, reagiert nie­mand auf mei­ne Dar­le­gung der Struk­tur des IS, der näm­lich aus ehe­ma­li­gen Eli­te­trup­pen Sad­dam Hus­seins und Dschi­ha­dis­ten besteht.
  • Hier­an ist wesent­lich, dass die Baath-Par­tei z. T. auch athe­is­ti­sche oder agnos­ti­sche Aspek­te ent­hält.
  • Die Hin­wei­se zum euro­päi­schen Enst­ste­hen des Faschis­mus wer­den eben­falls tap­fer igno­riert.
  • Eben­so scheint das Enste­hen von Al Kai­da unbe­kannt zu sein. Vgl. den Bei­trag ein­gangs!
9. September 2017

Mord aus Missachtung (Gen 4,1ff [EfG Griesheim])

Dann erkann­te Adam Eva, sei­ne Frau; sie wur­de schwan­ger, gebar den Kain und sprach: »Ich habe einen Sohn gebo­ren – mit­hil­fe des Herrn.« 2Da fuhr sie fort und gebar sei­nen Bru­der, den Abel.

Abel wur­de ein Vieh­hirt, Kain aber war Acker­bau­er.

3Nach eini­ger Zeit brach­te Kain von den Früch­ten des Ackers dem Herrn eine Opfer­ga­be dar. 4Daraufhin brach­te auch Abel etwas von den Erst­ge­bur­ten sei­ner Her­de und von ihren Fett­stü­cken dar. Doch der Herr beach­te­te Abel und sei­ne Opfer­ga­be, 5Kain aber und sei­ne Opfer­ga­be beach­te­te er nicht. Das ließ Kain aufs Äußers­te ent­flam­men, sei­ne Gesichts­zü­ge ent­gleis­ten. 6 Da sag­te der Herr zu Kain: »War­um brennt es in dir? Und war­um ent­glei­sen dei­ne Gesichts­zü­ge der­art? 7Ist es nicht so: Wenn dir Gutes gelingt, schaust du stolz; wenn dir aber nichts Gutes gelingt, lau­ert die Sün­de an der Tür. Auf dich rich­tet sich ihr Ver­lan­gen, doch du – du musst sie beherr­schen.« 8Da woll­te Kain sei­nem Bru­der Abel etwas sagen – doch als sie auf dem Feld waren, erhob sich Kain gegen sei­nen Bru­der Abel und töte­te ihn. 9a Da sag­te der Herr zu Kain: »Wo ist Abel, dein Bru­der?« Der sag­te: »Das weiß ich nicht. Habe ich etwa die Auf­sicht über mei­nen Bru­der?« 10Daraufhin sag­te der Herr: »Was hast du getan? Laut schreit das Blut dei­nes Bru­ders zu mir vom Acker her. 11Also: Ver­flucht bist du, weg vom Acker, der das Blut dei­nes Bru­ders von dei­ner Hand geschluckt und auf­ge­nom­men hat! 12Wenn du den Acker bear­bei­test, wird er dir sei­ne Kraft nicht mehr geben. Hei­mat­los und ruhe­los musst du auf der Erde sein.« 13Da sag­te Kain zum Herrn: »Mei­ne Schuld ist zu groß, sie kann nicht auf­ge­ho­ben wer­den. 14Doch schau, du ver­treibst mich heu­te vom Ant­litz des Ackers, und auch vor dei­nem Ant­litz muss ich mich ver­ber­gen und soll hei­mat­los und ruhe­los auf der Erde sein dann kann jeder mich töten, der mich fin­det.« 15Da sprach der Herr zu ihm: »Also denn: Wer Kain tötet, soll sie­ben­fach gerächt wer­den.« Und der Herr mach­te ein Zei­chen für Kain, sodass nicht jeder ihn erschla­gen kann, der ihn fin­det. 16So zog Kain los, fort vom Ange­sicht ließ sich nie­der im Lan­de Nod, ›Unru­he‹, öst­lich von Eden. (Vgl. Bibel in gerech­ter Spra­che, z. St.)

Lie­be Gemein­de,

ein berühm­ter Text, der von der segens­rei­chen Kraft und Tie­fe der Sexua­li­tät spricht – und der von der durch Eva und Adam mit­hil­fe der Schlan­ge erwor­be­nen Fähig­keit, wie Gott sitt­lich han­deln zu kön­nen, mit­hin zwi­schen „gut“ und „böse“ unter­schei­den zu kön­nen, eine ers­te auf­schluss­rei­che Geschich­te erzählt.

Eva wird sexu­ell von Adam erkannt, Sexua­li­tät ist biblisch eine Form des per­so­na­len Erken­nens. Beim Sex erkennt sie oder er lust­voll die ande­re Per­son. (more…)

17. August 2017

Israelsonntag: Röm 11,25ff und (der Playmobil-) Luther (EfG Griesheim)

Der Play­mo­bil-Luther

Ich will euch, lie­be Schwes­tern und Brü­der, die­ses Geheim­nis nicht ver­heh­len, damit ihr euch nicht selbst für klug hal­tet: Ver­sto­ckung ist einem Teil Isra­els wider­fah­ren, so lan­ge bis die Fül­le der Hei­den zum Heil gelangt ist; 26und so wird ganz Isra­el geret­tet wer­den, wie geschrie­ben steht (Jesa­ja 59,20; Jere­mia 31,33): »Es wird kom­men aus Zion der Erlö­ser, der abwen­den wird alle Gott­lo­sig­keit von Jakob. 27Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sün­den weg­neh­men wer­de.« 28Im Blick auf das Evan­ge­li­um sind sie zwar Fein­de um euret­wil­len; aber im Blick auf die Erwäh­lung sind sie Gelieb­te um der Väter wil­len. 29Denn Got­tes Gaben und Beru­fung kön­nen ihn nicht gereu­en. 30Denn wie ihr zuvor Gott unge­hor­sam gewe­sen seid, nun aber Barm­her­zig­keit erlangt habt wegen ihres Unge­hor­sams, 31so sind auch jene jetzt unge­hor­sam gewor­den wegen der Barm­her­zig­keit, die euch wider­fah­ren ist, damit auch sie jetzt Barm­her­zig­keit erlan­gen. 32Denn Gott hat alle ein­ge­schlos­sen in den Unge­hor­sam, damit er sich aller erbar­me.

Lie­be Gemein­de,

die­ser Text aus dem Römer­brief heu­te in einer nur ganz wenig ange­pass­ten Form in der Über­set­zung Mar­tin Luthers, die ganz rich­tig ist, aber auch die Fra­ge auf­wirft, war­um er dies nicht als gül­tig für sich selbst aner­kannt hat – und im Ver­lauf sei­nes Lebens zu einem Juden­feind gewor­den ist.
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