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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


7. Oktober 2017

WS 2017/18 TUD">Semes­ter­plan WS 2017/18 TUD

24.10. Ken­nen­ler­nen, Plan, Gen 12,10-13,1
07.11. Gen 4,1 ff.; Ex 1,1-2,10
14.11. Ex 20,2; 22,20; 23,9.12; Lev 19,33-35
24.11. Esr 9f; Neh 13
01.12. Jer 7,6; Jer 22,3; Ez 22,7; Sach 7,10; Mal 3,5
08.12. Jes 2,1-4; Mi 4,1-3
15.12. Jes 42,1-4; 49,1-6
22.12. Luk 2,1-15
09.01. Lukas 1,46-55
16.01. Mt 2,1-23
23.01. Mt 5,33-48
30.01. Gal 2,11-12
06.02. Röm 11,25-33

 


9. September 2017

Mord aus Miss­ach­tung (Gen 4,1ff [EfG Gries­heim])

Dann erkann­te Adam Eva, sei­ne Frau; sie wur­de schwan­ger, gebar den Kain und sprach: »Ich habe einen Sohn gebo­ren – mit­hil­fe des Herrn.« 2Da fuhr sie fort und gebar sei­nen Bru­der, den Abel.

Abel wur­de ein Vieh­hirt, Kain aber war Acker­bau­er.

3Nach eini­ger Zeit brach­te Kain von den Früch­ten des Ackers dem Herrn eine Opfer­ga­be dar. 4Daraufhin brach­te auch Abel etwas von den Erst­ge­bur­ten sei­ner Her­de und von ihren Fett­stü­cken dar. Doch der Herr beach­te­te Abel und sei­ne Opfer­ga­be, 5Kain aber und sei­ne Opfer­ga­be beach­te­te er nicht. Das ließ Kain aufs Äußers­te ent­flam­men, sei­ne Gesichts­zü­ge ent­gleis­ten. 6 Da sag­te der Herr zu Kain: »War­um brennt es in dir? Und war­um ent­glei­sen dei­ne Gesichts­zü­ge der­art? 7Ist es nicht so: Wenn dir Gutes gelingt, schaust du stolz; wenn dir aber nichts Gutes gelingt, lau­ert die Sün­de an der Tür. Auf dich rich­tet sich ihr Ver­lan­gen, doch du – du musst sie beherr­schen.« 8Da woll­te Kain sei­nem Bru­der Abel etwas sagen – doch als sie auf dem Feld waren, erhob sich Kain gegen sei­nen Bru­der Abel und töte­te ihn. 9a Da sag­te der Herr zu Kain: »Wo ist Abel, dein Bru­der?« Der sag­te: »Das weiß ich nicht. Habe ich etwa die Auf­sicht über mei­nen Bru­der?« 10Daraufhin sag­te der Herr: »Was hast du getan? Laut schreit das Blut dei­nes Bru­ders zu mir vom Acker her. 11Also: Ver­flucht bist du, weg vom Acker, der das Blut dei­nes Bru­ders von dei­ner Hand geschluckt und auf­ge­nom­men hat! 12Wenn du den Acker bear­bei­test, wird er dir sei­ne Kraft nicht mehr geben. Hei­mat­los und ruhe­los musst du auf der Erde sein.« 13Da sag­te Kain zum Herrn: »Mei­ne Schuld ist zu groß, sie kann nicht auf­ge­ho­ben wer­den. 14Doch schau, du ver­treibst mich heu­te vom Ant­litz des Ackers, und auch vor dei­nem Ant­litz muss ich mich ver­ber­gen und soll hei­mat­los und ruhe­los auf der Erde sein dann kann jeder mich töten, der mich fin­det.« 15Da sprach der Herr zu ihm: »Also denn: Wer Kain tötet, soll sie­ben­fach gerächt wer­den.« Und der Herr mach­te ein Zei­chen für Kain, sodass nicht jeder ihn erschla­gen kann, der ihn fin­det. 16So zog Kain los, fort vom Ange­sicht ließ sich nie­der im Lan­de Nod, ›Unru­he‹, öst­lich von Eden. (Vgl. Bibel in gerech­ter Spra­che, z. St.)

Lie­be Gemein­de,

ein berühm­ter Text, der von der segens­rei­chen Kraft und Tie­fe der Sexua­li­tät spricht – und der von der durch Eva und Adam mit­hil­fe der Schlan­ge erwor­be­nen Fähig­keit, wie Gott sitt­lich han­deln zu kön­nen, mit­hin zwi­schen „gut“ und „böse“ unter­schei­den zu kön­nen, eine ers­te auf­schluss­rei­che Geschich­te erzählt.

Eva wird sexu­ell von Adam erkannt, Sexua­li­tät ist biblisch eine Form des per­so­na­len Erken­nens. Beim Sex erkennt sie oder er lust­voll die ande­re Per­son. (more…)

17. August 2017

Isra­el­sonn­tag: Röm 11,25ff und (der Play­mo­bil-) Luther (EfG Gries­heim)

Der Play­mo­bil-Luther

Ich will euch, lie­be Schwes­tern und Brü­der, die­ses Geheim­nis nicht ver­heh­len, damit ihr euch nicht selbst für klug hal­tet: Ver­sto­ckung ist einem Teil Isra­els wider­fah­ren, so lan­ge bis die Fül­le der Hei­den zum Heil gelangt ist; 26und so wird ganz Isra­el geret­tet wer­den, wie geschrie­ben steht (Jesa­ja 59,20; Jere­mia 31,33): »Es wird kom­men aus Zion der Erlö­ser, der abwen­den wird alle Gott­lo­sig­keit von Jakob. 27Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sün­den weg­neh­men wer­de.« 28Im Blick auf das Evan­ge­li­um sind sie zwar Fein­de um euret­wil­len; aber im Blick auf die Erwäh­lung sind sie Gelieb­te um der Väter wil­len. 29Denn Got­tes Gaben und Beru­fung kön­nen ihn nicht gereu­en. 30Denn wie ihr zuvor Gott unge­hor­sam gewe­sen seid, nun aber Barm­her­zig­keit erlangt habt wegen ihres Unge­hor­sams, 31so sind auch jene jetzt unge­hor­sam gewor­den wegen der Barm­her­zig­keit, die euch wider­fah­ren ist, damit auch sie jetzt Barm­her­zig­keit erlan­gen. 32Denn Gott hat alle ein­ge­schlos­sen in den Unge­hor­sam, damit er sich aller erbar­me.

Lie­be Gemein­de,

die­ser Text aus dem Römer­brief heu­te in einer nur ganz wenig ange­pass­ten Form in der Über­set­zung Mar­tin Luthers, die ganz rich­tig ist, aber auch die Fra­ge auf­wirft, war­um er dies nicht als gül­tig für sich selbst aner­kannt hat – und im Ver­lauf sei­nes Lebens zu einem Juden­feind gewor­den ist.
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25. Juli 2017

EFG Gries­heim])">Sechs­ter Sonn­tag nach Tri­ni­ta­tis (Act 8,26ff [EFG Gries­heim])


Ein Engel des Herrn sprach zu Phil­ip­pus: „Auf, mach dich auf Weg, der von Jeru­sa­lem nach Gaza hin­ab­führt!« Das ist eine ein­sa­me Gegend. 27Er mach­te sich auf und ging. Da war da ein Äthio­pi­er, ein Eunuch, ein Hof­be­am­ter der Kan­da­ke, der äthio­pi­schen Köni­gin, der über alle ihre Finan­zen gesetzt war. Er war nach Jeru­sa­lem gekom­men, um Gott anzu­be­ten. 28Nun saß er auf der Rück­rei­se auf sei­nem Wagen und las den Pro­phe­ten Jesa­ja. 29Der Geist sag­te zu Phil­ip­pus: »Geh her­an und hal­te dich an die­sen Wagen!« 30Philippus lief her­an und hör­te, wie er den Pro­phe­ten Jesa­ja las, und sag­te: »Ver­stehst du denn, was du da liest?« 31Der sag­te: »Wie soll­te ich es denn kön­nen, wenn mich nie­mand anlei­tet?« Und er bat Phil­ip­pus auf­zu­stei­gen und sich zu ihm zu set­zen. 32Der Schrift­ab­schnitt, den er las, lau­te­te so: Wie ein Schaf wur­de er zum Schlach­ten geführt; wie ein Lamm beim Sche­ren kei­nen Laut von sich gibt, so macht er sei­nen Mund nicht auf. 33In sei­ner Ernied­ri­gung wur­de sei­ne Ver­ur­tei­lung auf­ge­ho­ben; sei­ne Sip­pe wer kann von ihr erzäh­len? Wird doch sein Leben von der Erde weg­ge­nom­men. 34Der Eunuch sag­te zu Phil­ip­pus: »Ich bit­te dich, über wen sagt der Pro­phet das? Über sich selbst oder über jemand ande­ren?« 35Philippus begann zu spre­chen und von die­ser Schrift­stel­le aus­ge­hend ver­kün­dig­te er ihm Jesus. 36Wie sie so den Weg dahin­fuh­ren, kamen sie zu einem Gewäs­ser; und der Eunuch sag­te: »Da ist Was­ser! Was steht dem ent­ge­gen, dass ich getauft wer­de?« 38Da befahl er, dass der Wagen anhiel­te; und sie stie­gen bei­de hin­ab in das Was­ser, Phil­ip­pus und der Eunuch; und er tauf­te ihn. 39Als sie aus dem Was­ser stie­gen, ent­rückt der Geist des Herrn Phil­ip­pus. Der Eunuch sah ihn nicht mehr. Denn er zog froh sei­nes Weges. (Vgl. Bibel in gerech­ter Spra­che, z. St.)

Lie­be Gemein­de,

ein Text aus der Früh­zeit der christ­li­chen Mis­si­on von Jeru­sa­lem aus. Er ist in bibli­schen, pro­phe­ti­schen Far­ben geschrie­ben, wie wir sie aus Pro­phe­ten­er­zäh­lun­gen ken­nen.
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24. Juni 2017

Zwei­ter Sonn­tag nach Tri­ni­ta­tis (Lk 14,15ff [EfG Gries­heim])

Einer der mit Jesus ein­ge­la­de­nen Gäs­te hör­te ihn und sag­te zu ihm: »Glück­lich (selig) ist, wer das Brot im Reich Got­tes isst!«

16Jesus aber sag­te zu ihm: »Ein Mensch ver­an­stal­te­te ein gro­ßes Fest­essen und lud vie­le ein. 17Er schick­te sei­nen Skla­ven zur gege­be­nen Stun­de aus, den Ein­ge­la­de­nen zu sagen: ›Kommt, denn jetzt ist es bereit!‹

18Und auf ein­mal fin­gen alle an, sich zu ent­schul­di­gen. Der Ers­te sag­te: ›Ich habe ein Feld gekauft und ich muss es unbe­dingt anse­hen gehen. Ich bit­te dich, sieh mich als ent­schul­digt an!‹ 19Ein ande­rer sag­te: ›Ich habe fünf Joch Och­sen gekauft und gehe hin, um sie zu prü­fen. Ich bit­te dich, sieh mich als ent­schul­digt an!‹ 20Noch ein ande­rer sag­te: ›Ich habe eine Frau gehei­ra­tet und kann des­halb nicht kom­men.‹

21Der Skla­ve kam und berich­te­te dies sei­nem Herrn. Da wur­de der Haus­herr zor­nig und sag­te sei­nem Skla­ven:

Geh schnell auf die Plät­ze und Gas­sen der Stadt und füh­re die armen Leu­te, die Ver­krüp­pel­ten, Blin­den und Lah­men her­ein!‹ 22Und der Skla­ve sag­te: ›Herr, es ist gesche­hen, wie du auf­ge­tra­gen hast, und doch ist noch Raum.‹ 23Da sag­te der Herr zum Skla­ven:

Geh hin­aus auf die Wege und zu den Zäu­nen und nöti­ge die Leu­te, her­ein­zu­kom­men, damit mein Haus sich füllt!‹ 24Ich sage euch: Kei­ner jener Män­ner, die ein­ge­la­den waren, wird mein Fest­essen zu kos­ten bekom­men!« (Bibel in gerech­ter Spra­che, z. St.)

Lie­be Gemein­de,

eine Mahl-Sze­ne in einem Haus eines Pha­ri­sä­ers. Jesus wird ins­be­son­de­re im Luka­sevan­ge­li­um als gesel­li­ger Zeit­ge­nos­se dar­ge­stellt, man kann den Ein­druck gewin­nen, dass reli­giö­se, sozia­le und poli­ti­sche Fra­gen am gemein­sa­men Tisch kon­tro­vers erör­tert wer­den – man/frau also nicht eine Talk-Show anschal­te­te, son­dern selbst mit­dis­ku­tier­te. Und bei die­sem Mahl im Haus eines Pha­ri­sä­ers gibt einer der Dis­ku­tie­ren­den eine Sen­tenz, einen Sinn­spruch zum Bes­ten:
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26. Mai 2017

Der Geist der Wahr­heit und unser Stim­men­ge­wirr (Joh 14,15ff [EfG Gries­heim])

Cice­ro-Foto zu dem Anschlag von Man­ches­ter

15 »Wenn ihr mich liebt, dann wer­det ihr mei­ne Gebo­te hal­ten. 16Und ich wer­de Gott bit­ten und er wird euch einen ande­ren Trost geben, der immer bei euch sein soll: 17Der Geist der Wahr­heit ist etwas, das die Welt nicht erfas­sen kann, weil sie ihn weder schaut noch erkennt. Ihr erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. 18Ich las­se euch nicht als Wai­sen zurück, ich kom­me zu euch. 19Noch kur­ze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr, ihr aber seht mich, denn ich lebe und ihr wer­det leben. 20 An die­sem Tag wer­det ihr erken­nen, dass ich in Gott bin und ihr in mir seid und ich in euch. 21Alle, die mei­ne Gebo­te haben und sie hal­ten, lie­ben mich. Und die­je­ni­gen, die mich lie­ben, wer­den auch von Gott geliebt wer­den und ich wer­de sie lie­ben und mich ihnen zei­gen.« (Vgl. „Bibel in gerech­ter Spra­che“, z. St.)

Lie­be Gemein­de,

am nächs­ten Sonn­tag beginnt das Pfingst­fest, das Fest des Geis­tes Got­tes, der zu den Men­schen gesandt wird. Im Johan­nes­evan­ge­li­um beginnt die Pfingst­pha­se mit dem Ein­hau­chen des Geis­tes in die Schüler/innen oder dem Anbla­sen der Schüler/innen mit­tels des Geis­tes in 20,14ff, das in der grie­chi­schen Spra­che eine unüber­seh­ba­re Anspie­lung auf das Ein­bla­sen des Atems Got­tes in die Nase Adams in Gen 2,7 dar­stellt.

Der Geist weht, wo er will (Joh 3,8) –

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28. April 2017

Zwei­ter Sonn­tag nach Ostern (Joh 21,15-19 [EfG Gries­heim])

Als sie gefrüh­stückt hat­ten, sag­te Jesus zu Simon Petrus: »Simon, Sohn des Johan­nes, liebst Du mich mehr als die ande­ren?« Er sag­te zu ihm: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lie­be.« Er sag­te zu ihm: »Hüte mei­ne Läm­mer!« 16 Noch ein­mal sag­te er zu ihm: »Simon, Sohn des Johan­nes, liebst Du mich?« Er sag­te zu ihm: »Ja, Herr, Du weißt, dass ich Dich lie­be.« Er sag­te zu ihm: »Wei­de mei­ne Scha­fe!« 17 Er sag­te zum drit­ten Mal zu ihm: »Simon, Sohn des Johan­nes, liebst Du mich?«

Byzan­ti­ni­sche Iko­ne mit groß geschrie­be­nen grie­chi­schen Zei­chen (poi­men kal­os), die „guter Hir­te“ bedeu­ten. Der „gute Hir­te“ hat den Hin­ter­grund des Kreu­zes.

 Petrus war trau­rig, dass er ihn zum drit­ten Mal frag­te: ›Liebst Du mich?‹ Er sag­te zu ihm: »Herr, Du weißt alles, Du weißt, dass ich Dich lie­be.« Jesus sag­te zu ihm: »Hüte mei­ne Scha­fe! 18 Amen, amen, ich sage dir: Als du jung warst, hast Du Dir selbst den Gür­tel fest­ge­bun­den und bist gegan­gen, wohin du woll­test. Wenn Du aber alt bist, wirst Du Dei­ne Arme aus­stre­cken und jemand anders wird Dich fest­bin­den und Dich dort­hin brin­gen, wohin Du nicht willst.« 19Dies sag­te er, um anzu­deu­ten, durch wel­che Todes­art er Got­tes Glanz zei­gen wür­de. Und dann sag­te er ihm: »Fol­ge mir!«

Lie­be Gemein­de,

das Johan­nes­evan­ge­li­um ist ein Text, der den Glanz Got­tes in Jesus schau­en lässt – bzw. ver­sucht, die Leser/innen dazu anzu­re­gen, dass sie die­sen Glanz schau­en kön­nen. Petrus bekommt in unse­rer Erzäh­lung die Auf­ga­be zuge­wie­sen, ein Hir­te für die Gemein­de der Glau­ben­den zu sein – für jede/n einzelne/n Glaubende/n. Das Bild des Hir­ten ist für die Bibel typisch, wir haben den Psalm 23 als Schrift­le­sung gesun­gen. Das Hir­ten­bild ist zum Bild Got­tes gewor­den Im Johan­nes­evan­ge­li­um ist der Schutz und die Sor­ge des Hir­ten für sei­ne Scha­fe und Läm­mer genau bestimmt. Jesus ist der gute Hir­te, wie Joh 10 sagt.
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2. Februar 2017

TUD)">Geschlech­ter­ge­rech­te Rede (TUD)

Vie­le Teil­neh­me­rin­nen wünsch­ten sich eine Erör­te­rung der Inzest­sze­ne „Lots Töch­ter“ (Gen 19,30-38), die aber im Zusam­men­hang der Erzäh­lung einer beab­sich­tig­ten Ver­ge­wal­ti­gung und deren Fol­gen für Sodom und Gomor­rha steht.
Vor dem Hin­ter­grund eige­ner Fan­ta­si­en, Medi­en­kom­mu­ni­ka­ti­on usf. könn­te die Erzäh­lung von „Lots Töch­tern“ über­ra­schend wir­ken. Ver­sucht doch nicht der Vater, die Töch­ter zu ver­füh­ren oder zum Sex zu zwin­gen, son­dern die Töch­ter sind wg. Nach­wuchs­sor­gen und aus Part­ner­man­gel selbst aktiv. Sie mach­ten den Vater betrun­ken und schlie­fen an zwei Tagen mit ihm – ohne dass der Vater es bemerk­te. Gene­ti­sche Defek­te wer­den nicht erzählt, son­dern nur, dass aus die­sen Sex-Ereig­nis­sen die Moa­bi­ter und Ammo­ni­ter ent­stan­den, mit­hin eine eher zwei­fel­haf­te Her­kunft besit­zen.
Offen­bar hat­te Lot trotz Alko­hol hin­rei­chen­de Erek­tio­nen.
Damit ist in Isra­el Inzest zwar nicht gerecht­fer­tigt, aber bei ande­ren schon, was auch noch die heu­ti­gen Ver­hält­nis­se von Deutsch­land u. a. bestim­men dürf­te.
Für das Ver­ständ­nis der Bibel ist es wich­tig, dass der­ar­ti­ge abwei­chen­de Sach­ver­hal­te erzählt wer­den.

3. Januar 2017

Was kann aus Naza­reth (schon) Gutes kom­men? (Joh 1,43-51 [8.01.2017: EfG Gries­heim])

Marc Chagall: Jakobs Traum (Gen 28,12)

43Am nächs­ten Tag woll­te Jesus nach Gali­läa weg­ge­hen und fand Phil­ip­pus. Jesus sag­te zu ihm: »Fol­ge mir!« 44Philippus war aus Bet­sai­da, aus dem Dorf von Andre­as und Petrus. 45Philippus fand den Nat­anaël und sag­te zu ihm: »Wir haben den­je­ni­gen gefun­den, von dem Mose in der Tora  und die Pro­phe­ten schrie­ben: Jesus aus Naza­reth, Sohn von [Maria und] Josef.« 46Aber Nat­anaël sag­te zu ihm: „Was kann aus Naza­reth (schon) Gutes kom­men?“ Phil­ip­pus sag­te ihm: »Komm und sieh!« 47Jesus sah Nat­anaël zu sich kom­men und sag­te über ihn: »Hier ist ein wah­rer Israe­lit, in dem kei­ne Ver­stel­lung ist.« 48Natanaël sag­te zu ihm: »Woher kennst du mich?« Jesus ant­wor­te­te und sag­te zu ihm: »Bevor Phil­ip­pus dich rief, habe ich dich unter dem Fei­gen­baum [sit­zen] gese­hen.« 49Natanaël ant­wor­te­te ihm: »Rab­bi, du bist der Sohn Got­tes; du bist der König Isra­els!« 50Jesus ant­wor­te­te und sag­te zu ihm: „Weil ich dir gesagt habe, dass ich dich unter dem Fei­gen­baum sah, glaubst du? Grö­ße­res als die­ses wirst du sehen.« 51Und er sag­te zu ihm: »Amen, amen, ich sage euch: Ihr wer­det den Him­mel geöff­net sehen und [schau­en, wie] die Engel Got­tes hin­auf­stei­gen und hin­ab­stei­gen auf dem Men­schen­sohn .« (Vgl. Bibel in gerech­ter Spra­che zur Stel­le!)

Lie­be Gemein­de,

die ers­ten Tage des neu­en Jah­res füh­ren uns oft zum Nach­den­ken über grund­sätz­li­che Fra­gen, heu­te ist ein Text als Pre­digt­text vor­ge­se­hen, der den Anfang des Wir­kens Jesu im Johan­nes­evan­ge­li­um im Blick hat. Jesus hat schon Andre­as und Simon Petrus, die frü­he­re Schü­ler Johan­nes des Täu­fers waren, als eige­ne Schü­ler gewon­nen. (more…)

17. November 2016

TUD 15.11.)">Bil­der­ver­bot (TUD 15.11.)

Pro­to­koll Neu­es Tes­ta­ment

von Lisa Eckert

 

Abschnitt über die Gott­eben­bild­lich­keit

Das Bil­der­ver­bot, S. 173-187

 

Die Sit­zung am 15.11.2016 han­del­te vom Got­tes­bild­ver­bot.

 

Ein­lei­tend sind wir auf Exo­dus 32 ein­ge­gan­gen. Dort wird beschrie­ben, wie das israe­li­ti­sche Volk sei­nen aus Ägyp­ten mit­ge­brach­ten Gold­schmuck ableg­te, ins Feu­er warf, dar­aus ein Kalb form­te und schließ­lich anbe­te­te. Die­ses Jung­stier­bild stellt ein Bild für JHWH dar und das Kalb soll die Göt­ter dar­stel­len, die das Volk der Israe­li­ten aus Ägyp­ten her­aus­ge­führt haben.

Dies wur­de vom Herrn nicht für ,gut‘ emp­fun­den. Mose trat daher als pro­phe­ti­scher Ver­mitt­ler auf und ver­such­te den Herrn zu mäßi­gen.

 

Was soll das bedeu­ten? Mag­da­le­ne Frett­löh hat in ihrem Buch: „Gott Gewicht geben“, ver­schie­de­ne Ansät­ze dies­be­züg­lich ins Auge gefasst:

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