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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


9. August 2011

Wiedereingliederung

Da vie­le Men­schen Anteil an mei­nem Gesun­dungs­pro­zess neh­men – was ich sehr schön und berüh­rend fin­de – schrei­be ich heu­te die­sen klei­nen Arti­kel bzw. Blog­bei­trag. Ich war am Frei­tag­vor­mit­tag bei mei­ner Ärz­tin Sabi­ne Koschor­reck in Hand­schuhsheim und habe mit ihr einen Fahr­plan zur Wie­der­ein­glie­de­rung in den Arbeits­pro­zess als Bil­dungs­dienst­leis­ter, Über­set­zer und außer­or­dent­li­cher Pro­fes­sor in Hei­del­berg und Darm­stadt ver­ein­bart.

  • Haupt­re­gel muss sein, dass ich die Zeit habe, um bewusst das­je­ni­ge zu tun, was ich tue. Der Grund besteht dar­in, dass ent­spre­chen­de Umori­en­tie­rungs­pro­zes­se im Gehirn bzw. im Zen­tra­len Ner­ven­sys­tem geziel­ter beein­flusst wer­den kön­nen. Das gilt für das Gehen, aber auch für mei­ne Beein­träch­ti­gun­gen an der rech­ten Hand. Bei­des ist – Gott sei Dank! – schon erheb­lich bes­ser gewor­den. Das Glei­che gilt auch für mei­ne Ori­en­tie­rungs­schwä­che, auch die­se ist gerin­ger gewor­den.
  • D. h.: Der Wie­der­ein­glie­de­rungs­pro­zess beginnt am 28.09.2011. Das ist bei einem Selbst­stän­di­gen zu ver­ant­wor­ten, weil ich Arbeits- und Ruhe­pha­sen leich­ter selbst bestim­men kann. Von drei täg­li­chen Arbeits­stun­den wird dies in unge­fähr vier­wö­chi­gen Schrit­ten auf acht Stun­den erhöht, sodass ich am 24.10.2011 einen Norm­tag errei­che. Mehr als fünf sol­cher Norm­ta­ge pro Woche sind für mich vor­erst nicht denk­bar.
  • Den Phi­lo­so­phie­kurs Hei­del­berg bit­te ich für Sep­tem­ber um Ter­min­vor­schlä­ge. Dabei wäre es gut, wenn die Ter­mi­ne bis Weih­nach­ten bei mir im Büro statt­fin­den könn­ten.
  • Ins­ge­samt fehlt mir noch nicht der Glau­be dar­an, dass mei­ne Ehe ihr Halt­bar­keits­da­tum nicht über­schrit­ten hat.

 

6. Juli 2011

Mitteilung

Ver­ehr­te Damen und Her­ren, phi­lo­so­phisch und ethisch Inter­es­sier­te,

 

ich möch­te nach mei­ner Rück­kehr aus den Schmie­der-Kli­ni­ken-(http://www.google.de/search?q=schmieder+kliniken&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a)Heidelberg fol­gen­de Mit­tei­lung machen:

Am 11.04. hat­te sich wäh­rend eines Semi­nars im Öku­me­ne-Insti­tut ein Ereig­nis ein­ge­stellt, mit dem ich so nicht gerech­net hat­te. Dies hat­te zur Fol­ge, dass ich zwei Wochen in die „Kopf-Kli­nik“ muss­te, wor­an sich eine zwei­ein­halb­mo­na­ti­ge Reha­bi­li­ta­ti­ons­pha­se in einem „Zau­ber­berg“ namens Schmie­der-Kli­nik anschloss, die ich zunächst im Roll­stuhl ver­brach­te. In den letz­ten sechs Wochen habe ich all­mäh­lich wie­der lau­fen gelernt, wobei ich einen ähn­li­chen Pro­zess durch­lief wie es bei mei­nen Kin­dern unge­fähr im Alter von neun bis 13 Mona­ten der Fall war. Ich hat­te kei­ne halb­sei­ti­ge Läh­mung, son­dern am rech­ten Bein und am rech­ten Arm eine Ata­xie. Bei­des wur­de durch die Reha­bi­li­ta­ti­on „ganz­heit­lich“ erfreu­lich abge­mil­dert.
Ich bedan­ke mich für alle Zei­chen der Soli­da­ri­tät bei Ihnen. Im Juli fan­ge ich an, mich in der All­tags­rea­li­tät wie­der zu ori­en­tie­ren, die auf dem „Zau­ber­berg“ absichts­voll aus­ge­blen­det war. Im August fan­ge ich mit klei­nen Schrit­ten an, stu­fen­wei­se wie­der zu arbei­ten und hof­fe, im Okto­ber wie­der einen gewöhn­li­chen Arbeits­tag durch­ste­hen zu kön­nen.

Ab heu­te bin ich wie­der erreich­bar.

5. März 2011

Aristoteles (Vhs Neckargemünd [07.03.2011])

Aris­to­te­les hat mit den Stoi­kern, deren Phi­lo­so­phie noch in sei­ner Zeit begann, die Grund­la­ge für den abend­län­di­schen Dis­kurs über den „frei­en Wil­len“ gelegt. Wir sahen in der ers­ten Sit­zung zum The­ma vom 28.02., dass die Rät­sel ziem­lich über­schau­bar sind. Es lässt sich rela­tiv leicht fest­stel­len, dass die Pro­ble­me des „frei­en Wil­lens“ dann auf­tre­ten, wenn der Wider­stand zu groß scheint, den wir über­win­den müs­sen. Denn „Wil­le“ ist dadurch bestimmt, dass jemand etwas will, was prin­zi­pi­ell in der Zukunft liegt. Das kann rein instinkt­ge­steu­ert sein, wie Hun­ger und Sex, aber auch ein Ziel betref­fen, das wir errei­chen möch­ten. Weder instinkt­ge­steu­er­te noch gewähl­te Zie­le unse­res Wol­lens kön­nen ohne Hin­der­nis­se oder Wider­stän­de erreicht wer­den. (more…)

27. Dezember 2010

Jahresende – und Ausblick

Die Zeit ist ein Bett­ler http://static2.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/7/3/2/2125274/fe_bettler726apa080909.jpg

Lie­be Leser/innen,

ich dan­ke Ihnen für Ihre Besuchs­freu­de vor allem in der zwei­ten Hälf­te des Jah­res 2010! Sie stie­ßen dabei durch­aus an die 500 Besu­che pro Tag und gele­gent­lich über­schrit­ten Sie die­se Mar­ge sogar.

Ich habe fest­ge­stellt, dass ein gro­ßer Teil der Lesen­den aus dem angel­säch­si­schen Bereich kommt, daher wer­de ich im neu­en Jahr jedem Arti­kel eine kur­ze Zusam­men­fas­sung in ame­ri­ka­ni­schem Eng­lisch nach­stel­len!

I found a gre­at deal of readers are com­ing from the anglo-saxon world. The­re­fo­re, from the next year some arti­cles will have an abs­tract in Ame­ri­can English!

Hap­py new year – gutes Neu­es Jahr!

6. Dezember 2010

Cablegate und Wikileaks

Die Debat­te geht in eine pro­ble­ma­ti­sche Rich­tung. Natür­lich ist die US-Regie­rung sehr unglück­lich dar­über, dass ihre z. T. geheim­dienst­li­chen Prak­ti­ken deut­lich offen gelegt  wer­den. Die cables der embas­sy Ber­lin sind beson­ders pein­lich, weil sie teil­wei­se zei­gen, dass die USA in der deut­schen Haupt­stadt den einen oder ande­ren inof­fi­zi­el­len Mit­ar­bei­ter hat, der teil­wei­se sogar Minis­ter­rang ein­nimmt – und sich ger­ne brüs­tet.

Dies war nur mög­lich, weil es jeman­den oder eini­ge gege­ben hat, die per­sön­lich mit bestimm­ten Sach­ver­hal­ten und Hand­lungs­wei­sen nicht ein­ver­stan­den waren.

Wiki­leaks und Nach­fol­ge­un­ter­neh­men sind not­wen­dig, um den Bürger/inne/n kla­re Ein­bli­cke in das­je­ni­ge zu erlau­ben, was ihre Regie­rung oder auch bestimm­te Unter­neh­men jen­seits der Public rela­ti­on so tun.

Ob der jet­zi­ge „Chef“ Assan­ge nun straf­fäl­lig gewor­den ist, muss die Jus­tiz erwei­sen. Er kann sich sicher­lich einen Anwalt wie Kachel­mann leis­ten.

Wor­auf es ankommt, sieht man über den Ser­ver­zu­gang: http://46.59.1.2/ .

31. März 2010

SWR2 am 30.03.">Medienlink zu einer Sendung in SWR2 am 30.03.

Auf freund­li­chen Hin­weis von Herrn Deth­lef­sen wei­se ich auf fol­gen­de Sen­dung hin: http://www.swr.de/swr2/service/audio-on-demand/-/id=661264/did=6193514/pv=mplayer/vv=popup/nid=661264/138kt87/index.html . Es geht um die Sen­dung „Wie unfrei macht uns der freie Markt?“ um 17.05 bis 17.50. Sie kön­nen sich über den Link die Sen­dung anhö­ren.

14. Februar 2010

Wirtschaft und Ethik

The­men von Wirt­schaft und Ethik, VHS Neckar­ge­münd

(1)  Ken­nen­ler­nen, Plan, vier grund­le­gen­de Tex­te (Charles Peirce, Alfred Rus­sel Wal­lace, Karl Homann, Peter Ulrich) – 15.03.2010

(2)  Adam Smith und Fried­rich von Hay­ek – 29.03.2010

(3)  Karl Marx – 12.04.2010

(4)  Niko­lai Kond­rat­jew – 19.04.2010

(5)  John May­nard Keynes – 26.04.2010

(6)  Kri­tik­punkt: Alfred Rus­sel Wal­lace und Hans-Chris­toph Binswan­ger – 03.05.2010

(7)  Karl Homann – 10.05.2010

(8)  Die St. Gal­ler Schu­le, Ulrich, Ruegg-Sturm I – 17.05.2010

(9)  Die St. Gal­ler Schu­le, Ulrich, Ruegg-Sturm II31.05.2010

(10)   Abschluss – 07.06.2010

Die Tex­te, die ich ver­fas­se, ste­hen Ihnen stets eine Woche vor jeder Sit­zung hier im Blog zur Ver­fü­gung. Emp­feh­lens­wert zur beglei­ten­den und ver­tie­fen­den Lek­tü­re sind Peter Ulrich, Inte­gra­ti­ve Wirt­schafts­ethik, 2000 und meh­re­re neue Auf­la­gen; Karl-Heinz Brod­beck, Die Herr­schaft des Gel­des, 2009.

In jeder Sit­zung bit­te ich Sie in den letz­ten fünf Minu­ten, die Sit­zung mit­tels eines Fra­ge­bo­gens zu bewer­ten.

Ruegg-Sturm 2003, 22 Abb. 2
Gra­fik 1: Ruegg-Stürm 2003, 22 Abb. 2

Wegen beruf­li­cher Belas­tun­gen müs­sen die ange­kün­dig­ten phi­lo­so­phi­schen Vor­trä­ge im März 2010 ent­fal­len.

Neue Ter­mi­ne:

08. Mai 2010 – Grund­zü­ge von Tho­mas Fuchs, Ort: Sand­gas­se 13, 69207 Sand­hau­sen, 14.30 bis 19 Uhr, ein­schließ­lich klei­nem gesel­li­gen Bei­sam­men­sein. Kos­ten: 15 € pro Per­son.

12. Juni 2010 – Grund­zü­ge von Jesper Hoff­mey­ers bio­se­mio­ti­schen Ansatz, alles ande­re wie am 08. Mai 2010

3. Oktober 2009

Sanktionsmoratorium bei Hartz IV-Bezieher/innen

Emp­feh­le fol­gen­den Auf­ruf zu unter­schrei­ben, der von Politiker/inne/n, Gewerkschaftler/inne/n und Wissenschaftler/inne/n unter­stützt wird. Hoff­nungs­voll stimmt, dass hier poli­ti­sche, wis­sen­schaft­li­che und reli­giö­se Initia­ti­ven zusam­men­ar­bei­ten, um eine an den Gren­zen unse­rer Ver­fas­sung ange­sie­del­te Pra­xis der Behör­den zu been­den. Gefor­dert wird zunächst nur die z. T. mora­lisch anstö­ßi­ge Anwen­dung des § 31 des Sozi­al­ge­setz­bu­ches II aus­zu­set­zen.

Gene und Evolution – philosophisch betrachtet

Am 05.10. beginnt in Neckar­ge­münd im Prinz-Karl-Gebäu­de um 19.30 Uhr der neue phi­lo­so­phi­sche Kurs in der VHs.

Den Text zur ers­ten Sit­zung fin­den Sie hier.

28. August 2009

Aktuelle Veranstaltungen

Im Moment füh­re ich mit dem Phi­lo­so­phie­kreis Hei­del­berg eine Camus-Lek­tü­re durch („Der Mythos des Sisy­phos“, 112009). Hier geht es um das Absur­de ange­sichts der Deter­mi­na­ti­on des Men­schen, ist das aktu­ell, von vor­ges­tern – oder hat es etwas mit jün­ge­ren Debat­ten etwa im neu­ro­bio­lo­gi­schen Bereich zu tun?

Die Evan­ge­lisch-Frei­kirch­li­che Gemein­de in Darm­stadt-Gries­heim ver­an­stal­tet am 05.09. und 06.09. eine Tagung zum The­ma „Evan­ge­li­en und Rhe­to­rik“, die ich lei­te. Hier­bei geht es um eine den Ent­ste­hungs­um­stän­den ange­mes­se­ne Rezep­ti­on der Evan­ge­li­en­tex­te der christ­li­chen Bibel, die eine nicht­dog­ma­ti­sche Lek­tü­re im gegen­wär­ti­gen Lebens­voll­zug erlau­ben. His­to­risch-semio­ti­sche und reli­gi­ons-phi­lo­so­phi­sche Über­le­gun­gen kön­nen dazu posi­tiv bei­tra­gen.