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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


27. Januar 2017

EfG Griesheim: Mk 10,1-12 (29.01.)

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In diesem Semester wurde auch hier in Darmstadt am Institut für Theologie und Sozialethik über das Geschlechterverhältnis diskutiert. Und unser Predigttext für den heutigen Sonntag hat das auch ganz zentral zum Thema: hier weiterlesen!

23. Oktober 2016

Carolin Emckes Rede

Hier, sehr lesenwert! Vgl. auch das Zitat der Woche!

4. Juni 2016

Viruserkrankung

Leider muss meine Vorlesung am Montag wg. einer Viruserkrankung ausfallen.

 

Die Vorlesung über Bildlichkeit findet am 13.06. statt.

 

Sorry!

22. Dezember 2015

Schöne und gesegnete Feiertage!

                                                                                      Flüchtlinge

6. August 2013

Ankündigung

Ich habe meine Ponsblutung soweit überwunden, sodass ich mich nun dem zukünftigen Leben zuwenden möchte.

Sowohl in FAZ als auch im DLF gab es Hinweise auf Markus Gabriel. Er hat ein Buch geschrieben, das den aufregenden Titel trägt: Warum es die Welt nicht gibt (2013).  Die Qualitätsmedien sind begeistert, weil das Buch ein sogenannter Bestseller ist.

Es ist aber zudem philosophisch interessant und leitet eine Reihe ein, in der wesentliche Bücher oder Beiträge mit philosophischem Gehalt hier einmal monatlich vorgestellt werden.

Die Rezension zu Gabriel erscheint in der letzten Augustwoche 2013.

4. März 2012

Plädoyer für Joachim Gauck als Bundespräsident

Vgl. hier:  http://www.einspruch.org/community/?q=node/242

<p>Im politischen Diskurs sind stets mehrere Perspektiven präsent zu halten. Das ist nicht einfach, man sollte sich hierbei auch nicht von der Themenauswahl unserer Qualitätsmedien zu sehr beeinflussen lassen. Auch im Internet fand zu Joachim Gauck eine z. T. engagierte Debatte statt, die wir <a href=“http://www.einspruch.org/community/?q=node/235″>hier </a>auszugsweise gesammelt haben. Dem/der Leser/in ist es leicht möglich, dies durch Benutzen einer Suchmaschine zu ergänzen.</p>

<p>Im Medienrummel und im Getümmel des Internet wird eine ähnliche Methode sichtbar, um etwas diskursfähig zu machen. Es gibt bestimmte Themen, an denen das gemessen wird, bei Gauck etwa: Gauck ist neoliberal. Nach meiner Auffassung ist „Neoliberalismus“ mit der christlichen Moral bzw. Sittlichkeit nicht vereinbar. Da ich schon durchaus einige Texte von Gauck gelesen und einige seiner Äußerungen gehört habe, bin ich niemals auf diese Idee gekommen. Da ich außerdem weiß, dass er lange Zeit protestantischer Pfarrer war, kann ich dies nicht ausschließen, bin aber wegen einer solchen Behauptung eher skeptisch. </p>

<p>Bei den Rezeptionen Gaucks ist es zudem sehr hilfreich, Wissen und Erfahrung über die Jahre 1980 bis 1989 zu haben. Daran mangelt es einigen Rezipient/inn/en offenbar. Erfahrung der Eigenarten von Bürgerrechtlern, ihrer Gruppen und Kommunikationsweisen sind zudem hilfreich, um Teile der Debatte einschätzen zu können. So kommt der Vorwurf, Gauck sei kein „Bürgerrechtler“ gewesen von denjenigen, die innerhalb der oppositionellen Gruppen für den sogenannten „verbesserlichen Sozialismus“ eingetreten sind –, die durch den Ruf „Kommt die DM nicht hierher, gehen wir zu ihr!“ auf einigen Straßen von der Bewegung des gesamten DDR-Volkes <em>abgelehnt </em>wurde. Es war der dritte Slogan in den Demonstrationen 1989/90 nach „Wir sind <em>das </em>Volk!“ und „Wir sind <em>ein </em>Volk!“. D. h., es gab eigentlich in den Prozessen seit dem September 1989 keine <em>Mehrheit </em>für diese Position des „verbesserlichen Sozialismus“. Diese Auffassung war auch unter den damaligen Bürgerrechtler/inn/en keineswegs <em>Konsens</em>. Und einer dieser Bürgerrechtler ist Joachim Gauck. Er hat sich durchaus für eine Form der Demokratie entschieden, die mit „(sozialer) Marktwirtschaft“ (vgl. Joachim Gauck, Freiheit. Ein Plädoyer, 4. Aufl. 2012, 57.60) einhergeht, was durchaus auch von Beschlüssen der Evangelischen Kirchen in Deutschland befürwortet wird. Wie die Evangelischen Kirchen in Deutschland setzt Gauck dabei auf eine „verbesserliche Marktwirtschaft“ – ob das reicht, steht zur Diskussion. Gauck ist darin zuzustimmen, dass er die Demokratie- und Freiheitsfrage von der Frage des Wirtschaftssystems unterschieden wissen will. Ist die Freiheit des Einzelnen garantiert, gilt die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (51f) der UNO. Damit ist eine der Hauptfragen, die ich aufgrund seiner Äußerungen hatte, erledigt. Denn diese enthält die <em>sozialen </em>Menschenrechte des Einzelnen, welche eine soziale Entwicklung von Gesellschaften ermöglichen. </p>

<p>Der recht programmatische Text, auf den ich mich beziehe, fasst in einem Vortrag vor der Evangelischen Akademie Tutzing eine Reihe von Gedanken Gaucks zusammen – und präzisiert diese. Es spricht hier ein engagierter Protestant, der sich auf die Debatten im Protestantismus seit Ende der 1970er Jahre bezieht. Hier war der Diskurs zwischen Ost und West niemals ganz abgebrochen. Gauck kennt alle Positionen und verdammt auch diejenigen nicht, die er nicht teilt. Insofern setzt er seine <em>Autobiografie </em> „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ (14. Auflage, 2009) produktiv fort. Die Protestant/inn/en sind seit den 1960er Jahren darin vorbildlich gewesen, dass sie wesentliche Fragen wie „Entspannungspolitik“, „Friedensbewegung“, „Ökologiebewegung“, „Frauenbewegung“, „Dritte oder Eine Welt“ durchaus als politische relevante Themen des christlichen Glaubens kontrovers und friedlich erörtert haben. Diese Themen waren innerhalb der protestantischen Kirchen und auch unabhängig von diesen relevant. Insbesondere die Kirchentage traten hierbei hervor. </p>

<p>Der Stil des Vortrags ist hochinteressant, weil hier ein rhetorisch gebildeter Mensch spricht, der durch die Kanzelrede geprägt ist. Anders als in den Medien behauptet wird, ist beispielsweise Guido Westerwelle kein guter Rhetor. Vielleicht war er ein ganz guter Marketingstratege. Gauck jedenfalls nimmt seine Hörer/inn/en mit, thematisiert mögliche Gegeneinwände und versucht diese aus seiner Sicht zu widerlegen. Wesentlich ist, dass er sich an denjenigen philosophischen und theologischen Konsens anschließt, dass das individuelle und soziale höchste Gut das „<em>Glück</em>“ ist: </p>

<p> Denn geheimnisvollerweise ist das Glück dort, wo wir Bezogenheit leben – selbst in dem unspektakulären Tun des Alltags. (40f) </p>

<p>Diese Erfahrung habe ich auch – und daraus speist sich mein Engagement; auch dann, wenn zunächst kein großer Erfolg sichtbar ist. Gauck beobachtet mit Søren Kierkegaard, dass es trotz der Sehnsucht nach der Freiheit eine große Angst gibt, die ihre Realisierung begleitet. </p>

<p>Letztendlich sind es deutsche Bürgerinnen und Bürger gewesen, die auf den sächsischen Straßen eine Erkenntnis umgesetzt haben, die in Frankreich als kostbarstes Wort der Politikgeschichte längst in jedem Klassenzimmer hängen würde: „Wir sind das Volk!“ Dieser Satz hat uns gelehrt, dass wir, wenn wir unserer Sehnsucht glauben und ihr vertrauen, die Angst verlieren können. Eine Angst, welche die willfährige Dienerin jeder Art von nicht legitimierter Herrschaft ist, die uns ohnmächtig macht, die uns bindet. (10; stilistisch etwas angepasst) </p>

<p>In dem Augenblick aber, in dem wir unsere Angst als Angst benennen und Anpassung und Angst als Geschwisterkinder erkennen, sind wir möglicherweise bereit zu erproben: Können wir auch ohne sie leben? In genau diesem Augenblick wachsen uns jene Kräfte zu, die eine ganze Gesellschaft verändern können. (10f) </p>

</p>Es ist klar, dass hier unsere Gehirnforscher/innen ganz schweigen müssen. Hier spricht ein lebenserfahrener Mensch, der eben diesen Umschwung in der Bevölkerung der DDR (bei „den Staatsinsassen“) und bei sich selbst beobachtet hat, der auch die Trennung von seinen Söhnen und seiner Frau <em>erlitten </em>hat. </p>

<p>Gauck geht zwei weitere Aspekte der Freiheitsthematik durch, die Verantwortung und die Toleranz. Freiheit ist stets Freiheit <em>von</em> etwas, wie wir dies alle in der Pubertät erleben (11ff). Und sie ist jeweils Freiheit <em>zu </em>etwas, die „Freiheit der Erwachsenen“ (26), eben die „Verantwortung“. Hierzu gehört unsere soziale Tätigkeit. Bei der Toleranzproblematik thematisiert er die unterschiedlichen Lebensentwürfe und die Probleme der Fremdheit in der Gesellschaft, insbesondere natürlich werden die Muslime erwähnt. Es könne nicht so sein, dass man aufgefordert werde: </p>

<p>Ihr werdet bitte innerhalb einer festgesetzten Frist genauso wie wir. </p>

<p>Im Toleranzabschnitt diskutiert er seine eigene Position innerhalb der Evangelischen Kirchen in Deutschland, wobei er sich eher der Mehrheitsposition anschließt. Die „verbesserliche Marktwirtschaft“ hatte ich schon erwähnt. Wie viele Oppositionelle in der DDR kann er die Entspannungspolitik nicht nur positiv finden, weil sie jedenfalls auch die eigene Unterdrückung zu zementieren schien. Und wie Helmut Schmidt sieht er die Friedensbewegung nicht nur positiv, obgleich er weiß, dass die entsprechenden Texte im Neuen Testament durch die Friedensbewegung richtig interpretiert wurden. Zu wenig diskutiert er die Frage der UNO-Einsätze, wo sich nachhaltig gezeigt hat, dass die Haltung der Friedensbewegung, sofern sie einen gewaltlosen Widerstand einschloss, zumindest negativ bestätigt wurde: Durch Gewalt ist z. B. in Afghanistan kaum etwas besser geworden. Hier ist noch ein weites Feld zu beackern … </p>

<p>Schon vor zwei Jahren habe ich mich dafür eingesetzt, dass Joachim Gauck Bundespräsident werden soll. Die plakativen Entgegensetzungen zurzeit wie „Nazijägerin“ <em>vs.</em>Stasijäger für Beate Klarsfeld und ihn werden beiden nicht gerecht. Selbst wenn Klarsfeld ihre Informationen von der Stasi erhalten haben sollte, waren sie deshalb nicht <em>falsch – </em>und die Bundesrepublik stand vor der Frage, warum ein Mitglied der NSDAP Bundeskanzler sein durfte. Das hatte eine wichtige Funktion, es handelte sich um <em>Aufklärung </em>und einen unerlässlichen Beitrag zur Demokratie. </p>

<p>Der Beitrag Gaucks aber ist derjenige eines revolutionären Opas, der am eigenen Leib erfahren und unter Einsatz seines Leibes dazu beigetragen hat, dass ein tyrannisches System stürzte – und zwar friedlich stürzte. Letzteres spricht übrigens dafür, dass an der Theorie des gewaltfreien Widerstands einiges dran ist. Es waren nicht Gorbatschow oder Helmut Kohl, welche die Freiheit und Einheit herbeiführten. Sie zogen nur die Konsequenzen. Es sind nun einmal diese widerspenstigen Bürgerrechtlertypen gewesen, die diesen Prozess zum Slogan „Wir sind das Volk“ initiierten . Die Bundeskanzlerin ist wohlweislich sehr zurückhaltend damit gewesen, ihren etwaigen positiven Beitrag hierzu auszuführen. Sie war eben „angepasst“. Gauck hat vor allem das vorbildliche Stasiunterlagengesetz mitentworfen und dafür gesorgt, dass dies auch staatliches Recht der Bundesrepublik wurde. Dass „die Linke“ ihn deshalb nicht liebt, ist klar. Es zeigt aber auch, dass sie sich noch nicht entschlossen hat, eine eindeutig demokratisch-sozialistische Partei zu werden – daran besteht in Deutschland durchaus ein Mangel. </p>

<p> Natürlich zeigt der Sachverhalt, dass es Gauck nach zwei Jahre nun doch wird, den Zerfall der sogenannten <em>bürgerlichen Koalition </em>an, wobei es eine ironische Pointe ist, dass diesmal die FDP ihre Überlebenschance durch die Unterstützung Gaucks zu erhöhen sucht. </p>

<p> Er wird also nicht nur der „Präsident der Herzen“ bleiben wie Schalke 04 der „Meister der Herzen“ bislang geblieben ist. Dass Gauck Kandidat wird, war ganz unwahrscheinlich, wenn auch nicht ganz so unwahrscheinlich wie die „friedliche Revolution“. Gauck hat „selbst den Finger gehoben“ (23), will Verantwortung übernehmen – sein Glück finden. Ich kann mir vorstellen, dass dies zum Glück der Bundesrepublik beiträgt. Dass ist uns zu wünschen – wir bekommen einen Bundespräsidenten, der sich hoffentlich als diskursiv erweist – und man muss nicht ausschließlich den automatischen Sprechapparat aus der Uckermark hören.

18. Januar 2012

In eigener Sache

 

Ich habe seit Juli gelegentlich an dieser Stelle über mich selbst geschrieben und meine Leser/innen und Kund/innen über meinen Werdegang nach meinem Schlaganfall am 11.04.2011 informiert. Dies war ein deutlicher Einschnitt in meinem Leben, ich habe wie ein Kleinkind erst Krabbeln und dann ganz langsam Laufen gelernt. Neben der Begleitung in der Kopfklinik und den Schmieder-Kliniken (Heidelberg) habe ich schon bald versucht, Kontakt zu Osteopath/inn/en zu suchen. Zum Einen, weil ich in der Fertigstellung der Übersetzung von Margaret Sorrels Buch über Charlotte Weaver durch den Schlaganfall unterbrochen wurde. Hier traf ich auf großes Entgegenkommen. Da meine Genesung noch fortdauert, wird die Fertigstellung bis Ende Februar andauern – aber das Ende ist in Sicht. Zum Anderen, weil ich aufgrund meiner Beschäftigung vor allem mit Still und Littlejohn durchaus zu den Kennern der „klassischen Osteopathie“ zähle, erhoffte ich mir von Osteopathenseite wesentliche Unterstützung beim Rehabilitations- und Genesungsprozess. Denn die recht verstandene Osteopathie ist eine (auch pragmatistisch inspirierte) Theorie der Nervensysteme, welche diese zu beeinflussen unternimmt. Diese Hoffnung hat nicht getrogen, drei Behandlungen führten zu Anstößen für teils dramatische Verbesserungen. Sodass ich jetzt begründet hoffen kann, dass ich im Frühsommer 2012 wieder zu einem Menschen werde, der jenem stark ähnelt, welcher glaubte, im März 2011 am bisherigen Höhepunkt seines Lebens angekommen zu sein. Dies wurde am 11.04.2011 als wahrscheinliche Illusion entlarvt, zumal mir am Abend dieses Tages in der Kopfklinik deutlich wurde, dass meine Frau sich mit hoher Wahrscheinlichkeit scheiden lassen werde. Diese Abduktion traf zu, obgleich ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben habe.
Das führte im November 2011 zu einer starken Identitätskrise, die bis Mitte Januar anhielt. Seit einigen Tagen hat sich aber meine Wahrnehmung aufgehellt. Teilweise habe ich wieder ein normales Körpergefühl. Die Zeiten als disembodied spirit scheinen der Vergangenheit anzugehören. Mein Tageslauf ist mir wieder zugänglich, ich kehre zu selbstbestimmten Formen des Lebens zurück. Aber es hat erheblich länger gedauert, als ich im Mai/Juni 2011 selbst erwartet hatte.
Am 11. März 2011 wurde auch für weniger ambitioniert denkende Menschen deutlich, dass diejenigen seit Peirce und Russel Wallace, welche auf die möglicherweise desaströsen Rückkopplungsprozesse des technisch-wirtschaftlich-wissenschaftlichen Komplexes verwiesen hatten, im Recht waren. Wie Peirce wohl spätestens 1904 gezeigt hat, ist die Ethik der Logik wissenschaftssystematisch vorzuordnen. Dieser Gedanke beruht u. a. auf Ideen des  „Amerikanischen Transzendentalismus“, welcher die amerikanische Romantik darstellt. Und ohne diese ist auch die Osteopathie Stills nicht möglich gewesen. Ich werde diesen Zusammenhang hier Mitte Februar ausführlich darstellen. Mithin wird sich zeigen, warum Philosophie der Osteopathie so wichtig ist – und heute wieder Zukunft hat.

15. Januar 2012

Philosophische Ethik (Vhs Neckargemünd)

1.    Erinnerung an den letzten Kurs (27.02.)
2.    Die Entstehung des Begriffs der Ethik bei Aristoteles (05.03.)
3.    Moral – Ethik; Güter, Tugenden und Pflichten (Begriffsfestlegungen) (12.03.)
4.    Autonome Ethik (Kant) (19.03.)
5.    Prozess-Ethik (F. D. E. Schleiermacher) (26.03.)
6.    Diskurs-Ethik (Peirce u. a.) (02.04.)
7.    Utilitaristische Ethik (16.04.)
8.    Prinzip Verantwortung – Zukunftsethik (23.04.)
9.    Medizinethik – Public-Health-Ethik (30.04.)
10.    Abschlussdiskussion (14.05.)

31. Dezember 2011

Jahresabschluss – Predigt in Griesheim

Zum Jahresabschluss veröffentliche ich hier eine Predigt in der EfG Griesheim, einer Gemeinde, von der ich in diesem für mich nicht ganz leichten Jahr Unterstützung erfahren habe. Ich möchte dies auch zum Anlass nehmen, meinen Leser/inne/n zu danken, die sich so engagiert und interessiert gezeigt haben. Im nächsten Jahr geht es inhaltlich weiter – und ich habe mir vorgenommen, das Niveau dieses Blogs nicht abzusenken. Ich werde mithin hier philosophische und wissenschaftliche Aufsätze veröffentlichen, die ein breiteres Publikum ansprechen. Ende Februar beginne ich mit einem Aufsatz zur „Philosophie der Osteopathie“, in der ich meine „Alleinstellung“ in der Durchdringung der Literatur der klassischen Osteopathie nutze. Aber es geht auch darum, dieser Medizinform persönlichen Dank abzustatten. Dass ich aus dem Dämmerzustand, der mich nach meinem Schlaganfall vom 11. April 2011 erfasst hatte, wieder in eine gewöhnliche Helligkeit zurückgekehrt bin, geht nach meinem Eindruck auf Behandlungen zurück, die ich seit Mitte Juli erhalten habe. Mit diesem Aufsatz führe ich im Blog die Gewohnheit neu ein, dass einzelne Beiträge zwischen drei und fünf Euro kosten (PayPal). Da uns die hoch verehrte Piratenpartei bislang kein angemessenes Angebot unterbreitet hat, wie die Zurverfügungstellung qualitativ hochwertiger Informationen und Bildungsdienstleistungen entgolten werden soll, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen – und hoffe auf Ihre Nachsicht, besser noch: auf Ihr Einverständnis.

Und hier ist meine Predigt zum vierten Advent 2011.

 

Liebe Gemeinde,

 

Der heutige Text zum vierten Advent 2011 steht im zweiten Korintherbrief, in den VV. 18-22 des ersten Kapitels. (more…)

9. August 2011

Wiedereingliederung

Da viele Menschen Anteil an meinem Gesundungsprozess nehmen – was ich sehr schön und berührend finde – schreibe ich heute diesen kleinen Artikel bzw. Blogbeitrag. Ich war am Freitagvormittag bei meiner Ärztin Sabine Koschorreck in Handschuhsheim und habe mit ihr einen Fahrplan zur Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess als Bildungsdienstleister, Übersetzer und außerordentlicher Professor in Heidelberg und Darmstadt vereinbart.

  • Hauptregel muss sein, dass ich die Zeit habe, um bewusst dasjenige zu tun, was ich tue. Der Grund besteht darin, dass entsprechende Umorientierungsprozesse im Gehirn bzw. im Zentralen Nervensystem gezielter beeinflusst werden können. Das gilt für das Gehen, aber auch für meine Beeinträchtigungen an der rechten Hand. Beides ist – Gott sei Dank! – schon erheblich besser geworden. Das Gleiche gilt auch für meine Orientierungsschwäche, auch diese ist geringer geworden.
  • D. h.: Der Wiedereingliederungsprozess beginnt am 28.09.2011. Das ist bei einem Selbstständigen zu verantworten, weil ich Arbeits- und Ruhephasen leichter selbst bestimmen kann. Von drei täglichen Arbeitsstunden wird dies in ungefähr vierwöchigen Schritten auf acht Stunden erhöht, sodass ich am 24.10.2011 einen Normtag erreiche. Mehr als fünf solcher Normtage pro Woche sind für mich vorerst nicht denkbar.
  • Den Philosophiekurs Heidelberg bitte ich für September um Terminvorschläge. Dabei wäre es gut, wenn die Termine bis Weihnachten bei mir im Büro stattfinden könnten.
  • Insgesamt fehlt mir noch nicht der Glaube daran, dass meine Ehe ihr Haltbarkeitsdatum nicht überschritten hat.