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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


25. Oktober 2018

Johan­ne­s­pro­log und Joh 3

1,15 aα Ἰωάννης μαρτυρεῖ περὶ αὐτοῦ
aβ καὶ κέκραγεν λέγων·
b οὗτος ἦν ὃν εἶπον·
c ὁ ὀπίσω μου ἐρχόμενος ἔμπροσθέν μου γέγονεν,
d ὅτι πρῶτός μου ἦν.
16 aα ὅτι ἐκ τοῦ πληρώματος αὐτοῦ ἡμεῖς πάντες ἐλάβομεν
aβ καὶ χάριν ἀντὶ χάριτος·
17a ὅτι ὁ νόμος διὰ Μωϋσέως ἐδόθη,
b ἡ χάρις καὶ ἡ ἀλήθεια διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ ἐγένετο.
18 a Θεὸν οὐδεὶς ἑώρακεν πώποτε·
bα μονογενὴς θεὸς ὁ ὢν εἰς τὸν κόλπον τοῦ πατρὸς
bβ ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.
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18. Oktober 2018

Darm­stadt: weibliche/männliche Rede von Gott

Das The­ma des Semi­nars „weibliche/männliche Rede von Gott“ wird biblisch durch­ge­führt, weil zu unter­stel­len ist, dass dort nicht nur Bei­spie­le sol­chen Redens zu fin­den sind, son­dern auch her­me­neu­ti­sche Regeln, wie die­ses gesche­hen soll bzw. wie es nicht gesche­hen soll. Das Semi­nar fin­det des­halb statt, weil die femi­nis­ti­sche Theo­lo­gie hier bedeu­ten­de Bei­trä­ge geleis­tet hat, wir las­sen uns von Mag­da­le­ne Frett­löh anre­gen. http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/2016/05/28/einfuehrung-in-die-hermenutik-des-neuen-testaments-%c2%a7-5-magdalene-l-frettloeh/ (more…)

31. Januar 2018

Ver­an­stal­tun­gen Darm­stadt 30.01.

Flucht, Eth­nie usf.

Da ich zu einer KIKA-Sen­dung ver­linkt hat­te, ging es um die Fra­ge, wie der Bezug zu gewalt­lo­sen Kon­flikt­lö­sungs­stra­te­gi­en wie in Mt 5,38ff zu ver­ste­hen sei. Die Sen­dung zeigt ein jun­ges Paar, das mit­ein­an­der Kon­flik­te zu bear­bei­ten sucht, auch Eltern kom­men zu Wort. Die Sen­dung wur­de z. B. auf Twit­ter skan­da­li­siert, weil hier angeb­lich ein geflüch­te­ter Syrer eine jun­ge Deut­sche sexu­ell miss­braucht habe und sie wahr­schein­lich umbrin­gen wer­de. Im Video wird die Ver­schie­den­heit des Paars the­ma­ti­siert. Zu unse­rem Text passt, dass der Kon­flikt von bei­den aus­ge­spro­chen wird – und Fremd­heits­er­fah­run­gen offen­ge­legt wer­den. In der Fol­ge wur­den die Dif­fe­ren­zen katholisch/evangelisch und christlich/muslimisch, deutsch/syrisch erör­tert, eben­falls der Reli­gi­ons­un­ter­richt an öffent­li­chen Schu­len.
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24. Januar 2018

Ver­an­stal­tun­gen in Darm­stadt 23.01.

  1. 1. Theo­lo­gie: Fremd­heit usf.

Wir beschränk­ten uns auf Mt 5,38-48, ein Text, der Par­al­le­len in Lk 6 hat. Gezeigt wer­den soll­te, wie sich die Uni­ver­sa­li­tät von Juden­tum und Chris­ten­tum und Juden­tum nun dar­stellt. Jesus gilt als der­je­ni­ge, der Gesetz und Pro­phe­ten dyna­misch aus­legt, das ist der Sinn der For­mu­lie­rung: „… nicht auf­lö­sen … , son­dern erfül­len“ (Mt 5,17).

Der Text hat es beson­ders mit dem Phä­no­men von Fremd­heit, Anders­sein als … zu tun bzw. mit Kon­flik­ten, die dar­aus erwach­sen kön­nen.

Als wich­ti­ge Regel der Tora wird Ex 21,24f her­an­ge­zo­gen, die zu einem gleich­be­rech­tig­ten Aus­gleich auf­for­dert: „Auge um Auge, Zahn um Zahn …“ Es gab zwei Schwie­rig­kei­ten, das auf den fol­gen­den Text zu bezie­hen.

  1. Linke/rechte Wan­ge, bor­gen?
  2. Wie sol­len wir das machen? Ein Ver­trau­ens­pro­blem.

Gemeint ist eine Form des gewalt­lo­sen Wider­stands wie zuneh­mend seit Ende des 19. Jhdts. gesagt wird. Wir dis­ku­tier­ten Ghan­di, Bon­hoef­fer, die Ker­zen in der Leip­zi­ger Niko­lai­kir­che. Sowohl das römi­sche Lehr­amt als auch die offi­zi­el­le Hal­tung der EKD sind nach der erneu­ten Zunah­me von gewalt­tä­ti­gen, krie­ge­ri­schen Lösun­gen auf die­se Posi­ti­on zurück­ge­kom­men. Haupt­ar­gu­ment ist, dass alle krie­ge­ri­schen Lösun­gen seit eini­ger Zeit ein wei­te­res Infer­no aus­lö­sen.

Zu einem sehr aktu­el­len Pro­blem, das bei unse­rer Dis­kus­si­on eine Rol­les spiel­te, vgl. hier.

  1. 2. Urge­schich­te

Die Völ­ker­ta­fel in Gen 10 (vgl. hier) ent­wirft ein Bild der Völ­ker­welt, das wohl bis ins Neue Tes­ta­ment gül­tig sein dürf­te, Mar­kus Wit­te berück­sich­tigt m. E. zurecht den Bezug der Tafel auf Grie­chen­land.

Wir beschäf­tig­ten uns prag­ma­tisch mit 9,18ff, zumal der Dozent mit Stu­den­tin­nen zusam­men war.

Wie schon zuvor wird die Domi­nanz einer patri­li­nea­ren Betrach­tungs­wei­se offen­sicht­lich. Der Dozent ver­wies auf die sym­me­tri­sche Bestim­mung in Gen 1,26ff als eine Gegen­ent­wick­lung, sodass ein Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum ent­steht, der eigen­stän­di­ge Interpret/inn/en erfor­der­lich macht, um die Bibel kri­tisch und exis­ten­zi­ell enga­giert zu lesen.

Ein gutes Bei­spiel dafür war die Debat­te der Teil­neh­me­rin­nen, die das auf die eige­ne Lebens­welt bezo­gen.

22. Januar 2018

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Semi­nar: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Fremd­sein und Flucht im NT- Volk, Eth­nie
und Reli­gi­on im Welt­ho­ri­zont
Gele­se­ner Text: Mat­thä­us, Kapi­tel 2.1-23
Pro­to­koll vom 16.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: LW

In den Ver­sen eins bis drei beschreibt die Bibel, dass Jesus in Beth­le­hem in Judäa gebo­ren ist. Zu die­ser Zeit regiert der König Hero­des, ein Römi­scher König, das Land. Als Hero­des durch die Stern­deu­ter von der Geburt Jesus erfährt, erschrickt Hero­des und mit ihm ganz Jeru­sa­lem. Die Stern­deu­ter fra­gen Hero­des, wo sie den neu­en König der Juden fin­den kön­nen. Hier wird deut­lich, wie poli­tisch die­se Bibel­ver­se sind: Es geht pri­mär nicht um die Geburt Chris­ti, son­dern um Macht und Macht­über­nah­me. Auch die For­mu­lie­rung der Stern­deu­ter, die in bibli­schen Über­set­zun­gen fälsch­lich oft auch als Hei­li­ge Drei Köni­ge über­setzt wer­den, „sie wol­len sich vor dem neu­en König nie­der­wer­fen“, beschreibt deut­lich, wel­che Ehrung Jesus gebüh­ren wird.

Ab Vers vier ist Hero­des aktiv auf der Suche nach dem Jesus­kind, dem Ret­ter, der nach Aus­sa­gen der Pries­ter und Geset­zes­leh­rer das Volk Juda ret­ten und beschüt­zen wird, so wie der Pro­phet es geschrie­ben hat. Hero­des bit­tet die Stern­deu­ter heim­lich zu sich und fragt sie aus, ob sie wis­sen, wo der Ret­ter gebo­ren wur­de. Hero­des beauf­tragt die Stern­deu­ter mit der Suche nach Jesus – er möch­te auch das Kind auf­su­chen und sich vor ihm nie­der­wer­fen, so sagt er. Auch hier, in den Ver­sen vier bis acht, ver­deut­licht die Bibel, wie nah Macht und Intri­gen mit­ein­an­der ver­wo­ben sind, was Men­schen bereit sind zu tun, um in eine Vor­macht­stel­lung zu gelan­gen. Die Stern­deu­ter füh­ren in die­sen Ver­sen den Wunsch Hero­des aus, sie las­sen sich täu­schen und zie­hen los, um das Kind zu suchen.

In die­sem Kapi­tel nimmt der Him­mel und die Stern­bil­der einen beson­de­ren Stel­len­wert ein, ganz beson­ders, der Stern, der die Stern­deu­ter zur Geburts­stät­te von Jesus lei­tet. Durch die Ster­nen­kon­stel­la­ti­on, die zur Geburt Chris­ti am Him­mel stand, sind His­to­ri­ker immer wie­der mit der Auf­ga­be befasst, die genau­en Geburts- und Ster­be­da­ten von Jesus zu ermit­teln. Dabei treibt der Wunsch nach der Veri­fi­zier­bar­keit der Per­son Jesus die Men­schen immer wie­der dazu an, Fak­ten­wis­sen um Jesus zu ermit­teln. Gera­de mit den unter­schied­li­chen Geschich­ten der Bibel, die alle eine eige­ne Sicht­wei­se und eine eige­ne Rea­li­tät ver­mit­teln wol­len, hat Mat­thä­us 2 sowie Lukas 2 einen über­ge­ord­ne­ten Hand­lungs­strang, der uns ver­mit­telt wer­den soll. Es geht nicht um die eine Wahr­heit, um Recht und Unrecht, oder um das Sam­meln von Fak­ten. Viel­mehr lässt sich aus der unter­schied­li­chen Bericht­erstat­tung um Jesu Geburt ein Kern­punkt ermit­teln: Es geht dar­um, ein Ver­ständ­nis dafür zu ent­wi­ckeln, dass Men­schen unter­schied­lich wahr­neh­men, Situa­tio­nen unter­schied­lich erfah­ren und bewer­ten, ihre eige­nen Sicht­wei­sen auf Sach­ver­hal­te und Din­ge haben und dass all die­se Rea­li­tä­ten in der Sum­me ihrer Aus­sa­gen uns dar­an erin­nern sol­len, in einen Dis­kurs mit unse­ren Mit­men­schen zu kom­men. Nicht im Sin­ne von Recht und Unrecht, son­dern im Sin­ne eines inte­gra­ti­ven Aus­tau­schens. Dem­nach kann die Geschich­te von Mat­thä­us zwei auch in einen eso­te­ri­schen Kon­text gebracht wer­den: Der Stern, der zu Jesus Geburts­stät­te führt, hat eine mys­ti­sche Bedeu­tung. Im Zeit­al­ter der Anti­ke war Astro­no­mie, die auch zur Astro­lo­gie ten­dier­te, vor allem in Meso­po­ta­mi­en ein Ver­such, sich die Welt zu erschlie­ßen und als wis­sen­schaft­li­che Dis­zi­plin galt und aner­kannt war. (more…)

12. Januar 2018

Die Uni­ver­sa­li­tät von Juden­tum und Chris­ten­tum (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Jes 49,1-6 öff­net wie Jes 42,1-4 die Kon­zen­tra­ti­on auf „Isra­el“ auf alle. Im Vor­der­grund ste­hen wohl auch hier die Grie­chen als Inbe­griff der „Völ­ker“ (Luther: „Hei­den“). Der „Skla­ve“ des Herrn wird als „Licht der Völ­ker“ ver­stan­den, m. E. spricht der Pro­phet aus, wel­che Funk­ti­on Isra­el zukommt.

Lk 1,46ff spricht die Kon­se­quen­zen aus: Die Ver­hei­ßun­gen an Isra­el gehen jetzt in Erfül­lung, wobei Armut und poli­ti­sche Unter­drü­ckung the­ma­ti­siert wer­den. Im Blick­feld ist der römi­sche Kai­ser Augus­tus.
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15. Dezember 2017

Zusam­men­fas­sung Eth­nie usf.

The­ma der Sit­zung waren Jes 2,1-4 und 42,1-4.
Der Text der Völ­ker­wall­fahrt zum Zion (vgl. Mi 4) ist uni­ver­sal aus­ge­legt und zeigt bis Pau­lus eine zugleich israel­zen­tri­sche Kon­zep­ti­on. Der Zion ist der Tem­pel­berg in Jeru­sa­lem.
Zugleich ist der Gerichts­ge­dan­ke mit der Frie­dens­reichs-Idee ver­bun­den. Das wird in 42,1-4 noch gestei­gert. Denn jetzt agiert auch die mes­sia­ni­sche Figur, der Skla­ve JHWHs, der Knecht Got­tes gewalt­los. Er tritt nicht nach und bringt laut­los das Recht nach Grie­chen­land, gemeint sind wohl die Inseln in der Ägä­is.
Die Zeit bei­der Tex­te ist viel­leicht die Zeit Alex­an­ders des Gro­ßen oder sei­ner Nach­fol­ger. Bei­de Tex­te sind mono­the­is­tisch.
In der nächs­ten Sit­zung bespre­chen wir noch Jes 49,1-6

11. Dezember 2017

Flucht, Eth­nie, Reli­gi­on, Men­schen­rech­te (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Ver­an­stal­tung: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments
Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
Datum: 5.12.2017, 09.50 – 11.30 Uhr
Pro­to­koll: Bet­ti­na Rei­chelt

Vor­trag von Herrn Pött­ner:
Flucht, Eth­nie, Fremd­sein und bibli­sche Reli­gi­on – hat das etwas mit den Men­schen­rech­ten zu tun?

Der Vor­trag beginnt mit der Fra­ge­stel­lung: ob wesent­li­che Gehal­te der bibli­schen Reli­gi­on mit den Men­schen­rech­ten über­ein­stim­men und bezieht sich dabei auf die

  1. allg. Erklä­rung der Men­schen­rech­te von 1948 und 1951
  2. und die Gen­fer Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on

Zunächst wer­den eini­ge bibli­sche Geschich­te als Bei­spie­le für Flucht­er­fah­run­gen des Alten Tes­ta­ments von Herrn Pött­ner erzählt:

1. „Abra­ham und Sara“ flie­hen nach Ägyp­ten als sog. Wirt­schafts­flücht­lin­ge. Abra­ham macht unwah­re Anga­ben. Dies lässt sich auf unse­re Zeit über­tra­gen.
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26. November 2017

Die Para­die­s­er­zäh­lung (Tech­ni­sche Uni Darm­stadt)

Wir erkann­ten, dass der Text Gen 2,4b-3,24 offen­bar „flie­ßen­der“ als Gen 1,1-2,4a erzählt ist, der durch sei­ne Tagstruk­tur eine Art Lis­ten­ein­druck ver­mit­teln könn­te. Zur Aus­le­gungs­ge­schich­te vgl. hier. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis bemüh­ten wir uns, den Erzähl­bo­gen zu erar­bei­ten.

Nimmt man/frau Gen 1,1ff als Maß­stab, könn­te das Erzähl­te ab dem drit­ten Tag spie­len. Das sehen wir uns in der nächs­ten Sit­zung genau­er an.

2,4b erschien als ähn­li­che Über­schrift wie 1,1. Nach der Situa­ti­ons­schil­de­rung schafft Gott, der Herr, den Men­schen als Töp­fer aus Lehm – und bläst ihm gött­li­chen Atem in die Nase (2,7). Dann beginnt er mit Gar­ten­bau, die Strö­me deu­ten mög­li­cher­wei­se dar­auf­hin, dass der Gar­ten Eden, das Para­dies in Meso­po­ta­mi­en lie­gen könn­te.
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19. November 2017

Fremd­sein, Flucht, Eth­nie, Reli­gi­on

 
Semi­nar­pro­to­koll vom 14.11.2017
Bibel­stel­len: Exo­dus 20,2; Exo­dus 22,20; Exo­dus 23,9-12 und Levi­ti­kus 19, 33-35

FB 02: Geschichts- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten

Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozio­lo­gie

Ver­an­stal­tung: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Refe­ren­tin Ange­la Wenz

17.11.2017

Semi­nar­pro­to­koll

Zu Beginn des Semi­nars wer­den orga­ni­sa­to­ri­sche Details, wie die Anwe­sen­heit und die Erbrin­gung des Leis­tungs­nach­wei­ses einer Teil­neh­me­rin geklärt.

Im Rück­blick auf die letz­te Sit­zung fragt Herr Pött­ner, ob es noch Rück­fra­gen zum Pro­to­koll von der letz­ten Ver­an­stal­tung gibt. Dies ist nicht der Fall, wes­halb direkt zur Bespre­chung und Erläu­te­rung der Bibel­stel­len Exo­dus 20,2; Exo­dus 22,20; Exo­dus 23,9-12 und Levi­ti­kus 19, 33-35 über­ge­gan­gen wird. Die­se Stel­len sei­en zwar sehr knapp gehal­ten, dafür aber sehr tief­grün­dig. (more…)