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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


20. Juni 2018

Alfred North Whitehead (1861-1947) Bad Rap­penau

 

Dis­kus­si­ons­be­darf vom letz­ten Diens­tag

 

Um das Extra­va­ganz­mo­dell von Peirce zu ver­an­schau­li­chen, habe ich auf fol­gen­den Sach­ver­halt hin­ge­wie­sen:

Es gibt in der Bibel weder eine grie­chi­sche, hebräi­sche oder ara­mäi­sche Voka­bel für z. B. „Auf­er­ste­hung“ o. Ä. קוֻם (kum), ἀνίσταναι (anhi­sta­nai) und ἐγείρεσθαι (ege­i­rest­hai) bezeich­nen sowohl den all­täg­li­chen Vor­gang des Auf­ste­hens bzw. Auf­ge­weckt­wer­dens als auch den­je­ni­gen, wel­cher dem Tod folgt. Die glei­che Ambi­gui­tät liegt beim „Schla­fen“ (κοιμᾶν [koi­man]) vor, vgl. z. B. Dan 12,2f. Zur­zeit respek­tie­ren offen­bar nur eini­ge weni­ge der Übersetzer/innen der „Bibel in gerech­ter Spra­che“ die­sen bibli­schen Sach­ver­halt.

Neue Natur­phi­lo­so­phie bei Whitehead

Den umfas­sen­den Anspruch Whiteheads zeigt die­se Äuße­rung:

[…] es muss eines der Moti­ve einer voll­stän­di­gen Kos­mo­lo­gie sein, ein Sche­ma von Ide­en zu ent­wer­fen, in dem die ästhe­ti­schen, mora­li­schen und reli­giö­sen Inter­es­sen mit jenen Begrif­fen von der Welt in Ver­bin­dung gebracht wer­den, die ihren Ursprung in der Natur­wis­sen­schaft haben. (Pro­zess und Rea­li­tät, 22)

Es geht nach die­ser Äuße­rung daher dar­um, den Natur­be­griff bzw. das Natur­ver­ständ­nis so zu erwei­tern, um Ele­men­te des „Geis­tes“ bzw. der Kul­tur ein­be­zie­hen zu kön­nen. Damit folgt auch Whitehead dem Ame­ri­ka­ni­schen Tran­szen­den­ta­lis­ten Emer­son, der in sei­nem Essay „Natu­re“ die­ses Pro­gramm – roman­tisch inspi­riert – poe­tisch ange­deu­tet hat­te.
Ich ver­su­che, Whitehead vor allem vor die­sem prag­ma­tis­ti­schen Hin­ter­grund zu erläu­tern. Es gibt Ver­su­che, das Modell im Kon­text der Sys­tem­theo­ri­en zu beschrei­ben, was mir wie Ham­pe, Whitehead, nicht recht ein­leuch­tet. (more…)

6. August 2013

Ankün­di­gung

Ich habe mei­ne Pons­blu­tung soweit über­wun­den, sodass ich mich nun dem zukünf­ti­gen Leben zuwen­den möch­te.

Sowohl in FAZ als auch im DLF gab es Hin­wei­se auf Mar­kus Gabri­el. Er hat ein Buch geschrie­ben, das den auf­re­gen­den Titel trägt: War­um es die Welt nicht gibt (2013).  Die Qua­li­täts­me­di­en sind begeis­tert, weil das Buch ein soge­nann­ter Best­sel­ler ist.

Es ist aber zudem phi­lo­so­phisch inter­es­sant und lei­tet eine Rei­he ein, in der wesent­li­che Bücher oder Bei­trä­ge mit phi­lo­so­phi­schem Gehalt hier ein­mal monat­lich vor­ge­stellt wer­den.

Die Rezen­si­on zu Gabri­el erscheint in der letz­ten August­wo­che 2013.