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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


12. Mai 2017

TUD)">Grund­ori­en­tie­rung Bibel (TUD)

Protokoll für das Seminar Grundorientierung Bibel

Stundenprotokoll vom 9. Mai 2017

Julian Philipp Bergmann | 2859495

Bachelor of Education


Kapitel 3 (Bormann)

Man nimmt an, dass solche Erzählungen aus der sogenannten Geschichte Israels eben durch ein bestimmtes Schema vereinigt worden sind, dass in erster Linie dem 5. Buch Mose (Deuteronomium) entstammt, wovon wir am Ende der letzten Sitzung, Deuteronomium 30, Vers 15ff, uns angesehen haben. (more…)

7. Mai 2017

Bibel­kun­de Hei­del­berg

Esra, Nehemia und Ester

Die drei zu bespre­chen­den Bücher neh­men auf eine Zeit Bezug, in der Isra­el und Juda von Per­si­en in der Pro­vinz Jehud, aber auch wei­ter bestimmt wur­den. Es ist die Zeit nach dem Exil der judäi­schen Ober­schicht in Baby­lon. Wäh­rend die­ser Zeit wur­de Per­si­en zur Welt­macht und besieg­te Baby­lon. Das Buch Jesa­ja reflek­tiert in den Kap. 40-55 die­sen Pro­zess. Der auschlag­ge­ben­de Herr­scher ist Kyros (bzw. Cyrus). Eth­ni­en im Exil konn­ten in ihre Hei­mat zurück­keh­ren, so auch Judä­er.

Die durch Kyros erzeug­te Welt­macht­si­tua­ti­on des per­si­schen Groß­reichs

  1. Pro­ble­me des (als ursprüng­lich ange­nom­me­nen) Esra-Buches

Die Bücher Esra und Nehemia gehör­ten ursprüng­lich zusam­men, wur­den spä­ter aber geteilt. Zudem sind sie nur dann rich­tig zu ver­ste­hen, wenn man die heu­ti­ge Abfol­ge der Kapi­tel ver­än­dert. In der Sep­tuagin­ta wer­den die bei­den Bücher gemein­sam als (2.) Esra bezeich­net, in hebräi­schen Bibeln erfolg­te erst seit 1448 eine Tren­nung der Bücher. (more…)

TUD)">Grund­ori­en­tie­rung Bibel: Pen­ta­teuch (TUD)

Diens­tag 02.05.2017, 09:50-11:30 Uhr

Semi­nar: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

The­ma: 2. Sit­zung – Ein­füh­rung in die Bibel­kun­de

Pro­to­kol­lan­tin: Jes­si­ca Pla­te

  1. Orga­ni­sa­to­ri­sches
  • Per­sön­li­che Daten in eine Lis­te des Dozen­ten ein­tra­gen.
  • Ein­tra­gen in die Anwe­sen­heits­lis­te.
  • Dozent gibt uns ver­trau­lich die Zugangs­da­ten für eine Hei­del­ber­ger Web­site.
  • Rück­fra­gen zu dem Pro­to­koll von Frau Birn­bach. Alle waren mit ihrem Pro­to­koll ein­ver­stan­den. Es gab kei­ne Rück­fra­gen.

  1. Begrü­ßung des Semi­nars
  2. Für die­se Woche haben alle Teil­neh­men­den aus dem Buch „Bibel­kun­de“ von Lukas Bor­mann, Kapi­tel 2 „Gene­sis bis Deu­te­ro­no­mi­um: Der Pen­ta­teuch“ gele­sen.

  3. Semi­narin­hal­te

Es geht heu­te um die fünf Bücher Mose, die in der alt­tes­ta­ment­li­chen Wis­sen­schaft mit dem grie­chi­schen Wort „Pen­ta­teuch“ bezeich­net wer­den.

1. Gene­sis (1. Mose)

2. Exo­dus (2. Mose)

3. Levi­ti­kus (3. Mose)

4. Nume­ri (4. Mose)

5. Deu­te­ro­no­mi­um (5. Mose)

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26. April 2017

TUD)">Grund­ori­en­tie­rung Bibel (TUD)

Diens­tag 25.04.2017, 09:50-11:30 Uhr

Semi­nar: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

The­ma: Ein­füh­rung in die Bibel­kun­de

Pro­to­kol­lan­tin: Eike Birn­bach

1 Orga­ni­sa­to­ri­sches

1.1 Per­sön­li­che Daten in eine Lis­te des Dozen­ten ein­tra­gen.

1.2 Begrü­ßung des Semi­nars

1.3 Wir bezie­hen uns in die­sem Semi­nar auf die Lite­ra­tur „Bibel­kun­de“ von Lukas Bor­mann. Alle Stu­die­ren­den sol­len sich bit­te mit die­ser auf die kom­men­den Sit­zun­gen zuhau­se vor­be­rei­ten. Für die­se Woche haben alle Teil­neh­men­den das Kapi­tel 1 vor­ab gele­sen.

2 Semi­narin­hal­te

Der Dozent fragt zu Beginn, ob alle Anwe­sen­den die Lite­ra­tur von Lukas Bor­mann gele­sen und ver­stan­den haben. Am Ende eines Kapi­tels befin­det sich immer ein Leit­fa­den, wel­cher das Kapi­tel gut zusam­men­fasst.

Um das Chris­ten­tum genau­er zu ver­ste­hen, ist es wich­tig die Bezie­hung zwi­schen Koran (auch Qur’an geschrie­ben) und Bibel zu ana­ly­sie­ren. Es gibt oft Gemein­sam­kei­ten zwi­schen Bibel und Koran. Mus­li­me haben ent­schie­den, dass es nur einen Gott geben kann und somit der Gott der Chris­ten auch Ihrer ist. Die Ent­ste­hungs­ge­schich­te spie­gelt sich im Koran wie­der. Dies ist für Lehr­amts­stu­den­ten ein wich­ti­ges The­ma, da es bis heu­te noch kei­nen mus­li­mi­schen Unter­richt an (Berufs-)Schulen gibt!

Es gibt die hebräi­sche Bibel – die­se wird Tanach genannt – und es gibt die Sep­tuagin­ta (die grie­chi­sche jüdi­sche Bibel). Die Sep­tuagin­ta ist eine Über­set­zung und Erwei­te­rung der hebräi­schen Bibel in die dama­li­ge alt­grie­chi­sche All­tags­spra­che. In der hebräi­schen Bibel feh­len alle Tex­te, die nicht als hebrä­isch gal­ten oder als hebräi­sche bzw. ara­mäi­sche Ori­gi­na­le vor­la­gen. Im Koran las­sen sich aller­dings sol­che Tex­te fin­den! Der Dozent ist der Mei­nung, dass es Gesamt­aus­ga­ben gibt, bei denen man Zusam­men­hän­ge der Sep­tuagin­ta und des christ­li­chen Alten Tes­ta­ments erkennt. Er ist eben­so der Mei­nung, dass sich dies wohl auf Dau­er durch­set­zen wird.

Das Neue Tes­ta­ment war mehr von der Sep­tuagin­ta als von der hebräi­schen Bibel abhän­gig. Die Sep­tuagin­ta war ein Pro­jekt, wel­ches sich in der gan­zen Welt ver­brei­tet hat und auf Schrift­rol­len geschrie­ben wur­de. Mit dem Chris­ten­tum wur­de die Bibel als Buch her­aus­ge­ge­ben. In einer Syn­ago­ge fin­det sich die Schrift­rol­le „Tora“. Hier liegt ein wesent­li­cher Unter­schied zwi­schen Juden­tum und Chris­ten­tum. (Bei Mus­li­men sind kei­ne Schrift­rol­len bekannt).

Die Rab­bi­ner sag­ten, dass die grie­chi­sche Kul­tur mit der hebräi­schen Denk- und Sprech­wei­se nicht kom­pa­ti­bel sei. Sie bezo­gen sich auf hebräi­sche Tex­te, da sie die Sep­tuagin­ta als Altes Tes­ta­ment der Chris­ten betrach­te­ten (noch heu­te ist dies ein gro­ßer Streit­punkt).

Luther ver­lang­te, dass die Bibel in der Spra­che des jewei­li­gen Vol­kes zu lesen sein soll. Es gibt sehr vie­le Über­set­zun­gen ins Deut­sche.

(Um vie­le davon ein­se­hen zu kön­nen, wird uns der Dozent noch einen Zugang zukom­men las­sen à z. B. angel­säch­si­sche). Hier zunächst der grund­sätz­li­che Zugang. Am 02.05. dann Benut­zer­na­me und Pass­wort.

In dem Buch von Lukas Bor­mann sind auf Sei­te 28 eini­ge der übli­chen Glie­de­run­gen in deut­schen Bibeln ein­zu­se­hen (Gra­fik 1):
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23. Januar 2017

Königs­bü­cher (Bibel­kun­de Hei­del­berg)

 

Die Königs­bü­cher

Über­sicht über die Königs­bü­cher

Inhalt

Die Dar­stel­lung der bei­den Königs­bü­cher (die ursprüng­lich eben­falls nur ein Buch waren) reicht vom Beginn des König­tums Salo­mos bis zum baby­lo­ni­schen Exil. Wäh­rend die bei­den Samu­e­lis­bü­cher einen Zeit­raum von kaum mehr als 50 Jah­ren beschrei­ben, schil­dern die Königs­bü­cher also Ereig­nis­se aus 4 Jahr­hun­der­ten. Dabei ist wich­tig zu wis­sen, dass die Geschich­te immer aus dem Blick­win­kel des spä­te­ren Juda gese­hen wird. Die Ent­wick­lun­gen im inzwi­schen unter­ge­gan­ge­nen Nord­reich Isra­el wer­den oft nur kurz gestreift, auch wenn sie his­to­risch von hoher Bedeu­tung sind. An ver­schie­de­nen Stel­len wird wie­der­um auf älte­re, uns nicht erhal­te­ne Geschichts­wer­ke zurück­ge­grif­fen, so ver­weist 1.Kön 11,41 auf eine Chro­nik Salo­mos, 1.Kön 14,19 auf eine Chro­nik der Köni­ge Isra­els, V. 29 auf eine Chro­nik der Köni­ge Judas. Die Tren­nung der bei­den Bücher ist an nicht sehr ein­leuch­ten­der Stel­le voll­zo­gen wor­den, so dass hier bei­de Tei­le zusam­men­ge­schaut wer­den sol­len.

Pro­phe­ten

Auf­fäl­lig ist, dass in die­sem Text­kom­plex die Rol­le der pro­phe­ti­schen Gestal­ten deut­lich wich­ti­ger wird. 1.Kön 13+14+16 han­deln von pro­phe­ti­schen Gerichts­an­sa­gen, hin­zu kommt der gro­ße Zusam­men­hang der Eli­ja-Eli­scha-Geschich­ten in 1.Kön 17 bis 2.Kön 9. Die jeweils geschil­der­te geschicht­li­che Ent­wick­lung wird somit als durch Got­tes Wort kor­rek­tur­be­dürf­tig erwie­sen.

Köni­ge

Von Bedeu­tung für die Erar­bei­tung der Königs­bü­cher ist eine Über­sicht über die ein­zel­nen Köni­ge Judas und Isra­els, wie sie zum Bei­spiel in jeder Geschich­te Isra­els zu fin­den ist. (Vgl. auch das The­ma-Kapi­tel.) Die Anga­be der Jah­res­zah­len für die Regie­rungs­zei­ten ist dadurch mög­lich, dass nach dem Sys­tem des Königs­syn­chro­nis­mus die Regie­rungs­zei­ten der Köni­ge Judas und Isra­els mit­ein­an­der ver­bun­den sind (vgl. z.B. 2.Kön 14,23; 15,1), so dass in den meis­ten Fäl­len ein recht zuver­läs­si­ges Errech­nen der Jah­res­zah­len mög­lich ist. (more…)

12. September 2016

Rich­ter- und Samu­el­bü­cher (Bibel­kun­de Hei­del­berg)

Im Rich­ter­buch und den Samu­el­bü­chern wird zu schil­dern ver­sucht, wie aus einer eher seg­men­tä­ren[1] Stam­mes­ge­sell­schaft es all­mäh­lich zu einer stra­ti­fi­zier­ten Gesell­schaft kommt, mit einem König an der Spit­ze. Dazu wer­den ande­re Kräf­te genannt, die gesell­schaft­lich wirk­sam sind, näm­lich die Pries­ter, aber auch die Pro­phe­ten. Vor allem in 2Sam 12 kommt es zu einem Gegen­satz der Pro­phe­ten zum König­tum: die Batse­basto­ry. In die­sem Punkt unter­schei­det sich die israe­li­ti­sche Gesell­schaft von allen alt­ori­en­ta­li­schen Gesell­schaf­ten, man könn­te sagen, in der Grup­pe der Pro­phe­ten beginnt sich die Aus­dif­fe­ren­zie­rung der Reli­gi­on als eigen­stän­di­ges gesell­schaft­li­ches Sys­tem aus­zu­bil­den. In der Figur des Samu­el schei­nen die Pro­phe­ten zunächst sich dem König­tum anzu­nä­hern, sodass ein ambi­va­len­tes Bild ent­steht.

Die Königs­bü­cher wer­den dann vom Unter­gang des König­tums han­deln.

 

Rich­ter

 

Lis­te der gro­ßen und klei­nen Rich­ter Isra­els

Rich­ter­ge­stal­ten

Das Rich­ter­buch schil­dert die Situa­ti­on der zwölf Stäm­me Isra­els nach der Land­nah­me und vor dem Beginn einer Königs­herr­schaft in Isra­el. (more…)

22. Juni 2016

Ver­an­stal­tun­gen in Darm­stadt

1.   Johan­nes­evan­ge­li­um

Das Johan­nes­evan­ge­li­um hat ande­re Dar­stel­lungs­wei­sen in der Erzäh­lung,  z. B. geht Jesus drei Mal nach Jeru­sa­lem (wohl zum Pas­safest) statt ein Mal wie bei den Syn­op­ti­kern. Dazu kommt, dass es kei­ne Abend­mahl­tex­te wie bei den Syn­op­ti­kern gibt, statt­des­sen fin­det sich in Joh 13 das Ritu­al der Fuß­wa­schung beim letz­ten gemein­sa­men Mahl. (more…)

12. Juni 2016

TUD)">Ver­an­stal­tun­gen am (TUD)

Pro­to­koll vom 07.06.2016 geschrie­ben von Mar­tin Eber­lein

Zu Beginn der Sit­zung haben wir geklärt, ob es Rück­fra­gen zum Pro­to­koll der letz­ten Sit­zung gibt. Da dies nicht der Fall war, konn­ten wir direkt mit dem heu­ti­gen The­ma fort­fah­ren.

Da wir uns am Vor­ge­hen von Lukas Bor­mann ori­en­tie­ren, beschäf­tig­ten wir uns mit dem Luka­sevan­ge­li­um. (more…)

8. Juni 2016

Ver­an­stal­tun­ge­nin Darm­stadt (07.06.)

1.  Bibel­kun­de (Lukas-Evan­ge­li­um)

Nach all­ge­mei­ner Über­zeu­gung haben Mat­thä­us (Mt) und Lukas (Lk) das Mar­ku­sevan­ge­li­um (Mk) fort­ge­schrie­ben und mit ande­ren Tex­ten aus der Reden­quel­le (Q) und wei­te­rem Son­der­gut (Mt-S bzw. Lk-S) ver­knüpft. (more…)

5. Juni 2016

TUD)">Ver­an­stal­tun­gen am 31.05. (TUD)

Pro­to­koll vom 31.05.16 von Dora Wer­tag

Mar­ku­sevan­ge­li­um        

The­ma der Sit­zung ist das Mar­ku­sevan­ge­li­um, abge­kürzt auch Mk oder Mark. Es ist das zwei­te Evan­ge­li­um des neu­en Tes­ta­ments.

In Bor­manns Bibel­kun­de wer­den zunächst die For­men der syn­op­ti­schen Evan­ge­li­en beschrie­ben. Syn­op­ti­sche Tra­di­tio­nen sind kei­ne Augen­zeu­gen­be­rich­te, son­dern die ver­schie­de­nen Evan­ge­li­en lau­fen viel eher neben­ein­an­der her und las­sen sich gegen­über­stel­len. Wes­halb die Wur­zeln des Syn­op­ti­kers im Wort Syn­op­se liegt, was so viel bedeu­tet wie das ver­glei­chen­de Gegen­über­stel­len von Tex­ten. Sie fin­den sich bei den Syn­op­ti­kern des Mar­kus-, Mat­thä­us- und Luka­sevan­ge­li­um wie­der.

Im Mar­ku­sevan­ge­li­um geht es ins beson­de­re um drei bestimm­te For­men der syn­op­ti­schen Tra­di­ti­on.  Weis­heits­sprü­che, Pro­phe­ti­sche Wor­te und Geset­zes­wor­te und Gemein­de­re­geln.

Die Spra­che des Mar­ku­sevan­ge­li­um ist über­wie­gend von der rhe­to­ri­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wei­se geprägt. Heu­te meint man, dass die vier rhe­to­risch häu­fig ver­wen­de­ten Klein­g­at­tun­gen Para­bel, Gnome/Sinnspruch, Para­bel und mythos (fabu­la) den Hin­ter­grund der syn­op­ti­schen Evan­ge­li­en bil­den. Das Tei­le der Geschich­te his­to­risch rele­vant waren, war eher zweit­ran­gig. In der Schu­le in Grie­chen­land lern­te man Mythen wie bei­spiels­wei­se den Kampf um Tro­ja. Man lern­te im wei­te­ren Ver­lauf Mythen aus­zu­le­gen und wei­ter­zu­ge­ben. Evan­ge­li­en sind kei­ne his­to­ri­schen Erzäh­lun­gen, son­dern sie prä­sen­tie­ren Jesus unter­schied­lich um zu ver­deut­li­chen wie rele­vant die­ser Jesus ist. Jesus könn­te im ent­fern­tes­ten Sin­ne gleich­ge­stellt wer­den mit Sokra­tes. Er dien­te als Ver­mitt­ler von Weis­hei­ten und Wis­sen. Tra­di­ti­on nach Bult­mann: Bult­mann war der Mei­nung, dass Tex­te der urchrist­li­cher Tra­di­ti­on wich­tig sind, weil sie häu­fig  ver­wen­de­te Tra­di­tio­nen ein­schlie­ßen, außer­dem sei­en sie auf wie­der­keh­ren­de Situa­tio­nen zurück­zu­füh­ren.

Eini­ge wei­te­re ähn­lich gegen­über­stel­len­de Situa­tio­nen spie­geln sich im Kapi­tel der Sturm­stil­lund und der Kreu­zi­gung Jesus. Wäh­rend eines hef­ti­gen Sturms schläft Jesus auf dem Schiff, die Jün­ger sind ganz außer sich vor Angst und fle­hen nahe­zu um Hil­fe. Jesus, der die Ruhe selbst ist, ant­wor­te­te dar­auf­hin selbst­si­cher, ob die Jün­ger denn nicht glau­ben. Er mit sei­nem Glau­ben hat den Sturm gestillt. Vor der Kreu­zi­gung im Mar­ku­sevan­ge­li­um ist es Jesus der eine Todes­angst ver­spürt und die Jün­ger sit­zen beru­higt zu Tisch.

 

Der Glau­be der sich auf Jesus bezieht, trägt sich zwar in den drei ers­ten Evan­ge­li­en unter­schied­lich aus, den­noch gehen alle drei Evan­ge­li­en vom Tod des Jesus aus, um zu ver­deut­li­chen, wie wich­tig er für die­se Abhand­lung ist. Ohne den Tod wäre Jesus nicht in dem Aus­maß vor­stell­bar. Er beweist sei­ne Güte und sich selbst durch sei­ne posi­ti­ven Hand­lun­gen in Bezug auf die Kreu­zi­gung. Jesus gibt sein Leben sich für die Jün­ger, für die Men­schen. Jesus wird im Mar­ku­sevan­ge­li­um als mensch­li­che Gestalt dar­ge­stellt, wel­che den Men­schen dient, die belehrt und sich für die Mensch­heit.  Über­wie­gend wird das Leben Jesu und sein Tod ver­deut­licht. Die­ser Teil weist eine posi­ti­ve Wir­kung aufs Juden­tum auf. Im Mar­ku­sevan­ge­li­um wird deut­lich gemacht, dass Jesus von Naza­reth ein Jude war. Der Got­tes­glau­ben ist eine Fort­schrei­bung des Alten Tes­ta­ments.

Das Kapi­tel 16 des Mar­ku­sevan­ge­li­ums han­delt von der Auf­er­ste­hung des Jesus Chris­tus. Es beschreibt eine Sze­ne in der die Frau­en als treue Suche­rin­nen an den Ort der Auf­er­ste­hung gelan­gen um Jesus zu sal­ben. Als sie jedoch vor dem Grab ste­hen, erwar­tet sie einer eine leuch­ten­de Gestalt mit der Aus­sa­ge, Jesus sei auf­er­stan­den. Die Frau­en sind zu tiefst beängs­tigt.
An die­ser Stel­le endet das Mar­ku­sevan­ge­li­um in den ältes­ten Schrif­ten. Es wird ver­mu­tet, dass der ein wei­te­rer Teil des Mar­ku­sevan­ge­li­ums  ver­lo­ren ging und erst spä­ter ver­öf­fent­licht wur­de. Oder aber das der Teil der Kreu­zi­gung als Ende der Evan­ge­lis­ten genutzt wur­de um die Kreu­zes­theo­lo­gie zu unter­strei­chen.