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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


13. Oktober 2017

Bibelkunde Heidelberg: Psalmen

Psal­men

Über­sicht über die Samm­lun­gen inner­halb des Psal­ters

Name

Der Name „Buch der Psal­men“ (gr. βίβλος ψαλμν, bib­los psal­mon) ist bereits im Neu­en Tes­ta­ment (Apg 1,20) belegt, er stammt wohl aus der grie­chi­schen Text­über­lie­fe­rung. Abge­lei­tet ist die­ser Name von einem grie­chi­schen Sai­ten­in­stru­ment (ψαλτήριον, psal­tē­ri­on), die Psal­men gal­ten dem­nach als Lie­der.

In der hebräi­schen Tra­di­ti­on wird das Buch סֵפֶר
תְּהִלִּים, sefær tehil­lîm genannt, abge­lei­tet von תְּהִלָּה, tehil­lâ, Preis­lied. Inner­halb des Psal­ters (als Bezeich­nung für das Buch) zählt man 150 Psal­men, doch auch in ande­ren bibli­schen Büchern sind ent­spre­chen­de Lie­der zu fin­den, vgl. Ex 15; Dtn 32+33; 1.Sam 2 u. ö.

Zäh­lung

Die Zäh­lung der Psal­men vari­iert in den ein­zel­nen Tra­di­tio­nen, wobei die deut­schen Bibel­aus­ga­ben zumeist der Zäh­lung der Biblia Hebrai­ca fol­gen. Die Sep­tuagin­ta (LXX) hat dage­gen Psalm 9+10 und 114+115 zusam­men­ge­fasst, kommt aber durch Auf­tren­nung der Psal­men 116 und 147 wie­der auf eine Gesamt­zahl von 150. Danach fügt sie aber einen zusätz­li­chen Psalm 151 „außer­halb der Zäh­lung“ und eine Samm­lung von 14 Oden hin­zu, zusätz­lich bie­tet sie noch die eben­falls apo­kry­phen Psal­men Salo­mos. Auch in der gro­ßen Psal­men­rol­le aus Qum­ran sind Psal­men erhal­ten, die nicht zu den kano­ni­schen Lie­dern gehö­ren, teil­wei­se aber schon aus ande­ren Quel­len bekannt waren. Die­se kom­pli­zier­te Über­lie­fe­rung ist Hin­weis dar­auf, dass die end­gül­ti­ge Kano­ni­sie­rung des Psal­men­bu­ches erst ver­gleichs­wei­se spät (2. Jh. v. Chr.) erfolgt ist. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass auch die erhal­te­ne Abtren­nung der ein­zel­nen Psal­men nicht immer sinn­voll ist: So sind in Psalm 19 sicher zwei ganz ver­schie­de­ne Lie­der zu einem Stück zusam­men­ge­stellt wor­den. Ande­rer­seits fin­den sich Dop­pel­über­lie­fe­run­gen, so ist bei­spiels­wei­se Psalm 70 auch in Ps 40,14-18 erhal­ten, Ps 108 auf­ge­teilt in 57,8-12 und 60,7-14.

Gebrauch

Die Fra­ge, wes­halb die ein­zel­nen Psal­men zu die­ser Samm­lung zusam­men­ge­stellt wur­den, ist in der For­schung umstrit­ten. Wahr­schein­lich gal­ten die Psal­men zur Zeit der Kano­ni­sie­rung nicht als lit­ur­gi­sches For­mu­lar für die Lit­ur­gie des Zwei­ten Tem­pels. Sie dien­ten eher als Andachts- oder Erbau­ungs­buch, in bestimm­ten Krei­sen sicher auch als pro­phe­tisch ver­steh­ba­re Schrif­ten. Dies wird auch durch den neu­tes­ta­ment­li­chen Befund unter­stützt; hier wer­den die Psal­men am häu­figs­ten von allen alt­tes­ta­ment­li­chen Schrif­ten zitiert. Das ist bei einer Ver­wen­dung als Tem­pel-Gesang­buch schwer denk­bar.

Wachs­tum

Das Wachs­tum des Buches ist in Etap­pen erfolgt, die zum Teil noch erkenn­bar sind. So reich­ten frü­he­re, klei­ne­re Samm­lun­gen wohl von Psalm 2-72 oder 89, spä­ter wur­den die Tora-Psal­men 1 und 119 zur Rah­mung hin­zu­ge­fügt, noch spä­ter kamen die Lie­der 120-150 hin­zu, die ihrer­seits wie­der aus ein­zel­nen Samm­lun­gen bestehen. Dabei kamen in der End­fas­sung alte, vor­exi­li­sche Lie­der neben ver­gleichs­wei­se jun­gen Stü­cken zu ste­hen. Über­grei­fen­des Ord­nungs­merk­mal ist die spä­ter erfolg­te Ein­tei­lung in fünf Bücher [1-41; 42-72; 73-89; 90-106; 107-150], ana­log der Ein­tei­lung der Tora. Zu erken­nen ist die­se Ord­nung dar­an, dass an die letz­ten Psal­men der ein­zel­nen Samm­lun­gen jeweils sehr ähn­li­che Segens­wün­sche ange­schlos­sen wur­den, vgl. Ps 41,14: „Geprie­sen ist JHWH, der Gott Isra­els, von Ewig­keit bis in Ewig­keit! Amen, ja Amen.“

Alter

Das Alter der ein­zel­nen Psal­men ist kaum sicher zu bestim­men. Eini­ge sind wohl vor­exi­lisch (zumin­dest in Grund­be­stand­tei­len), so Ps 24+29 (auch Ps 2+110?), ande­re sind gewiss exi­lisch, Ps 50; 74+137. Die meis­ten ande­ren Lie­der sind wohl in ihrer jet­zi­gen Form nach­exi­lisch, wobei eine wei­ter­ge­hen­de Anga­be, etwa über älte­re Vor­stu­fen, kaum mög­lich ist.

Der Psal­ter ist bibel­kund­lich beson­ders schwer zu erfas­sen, ande­rer­seits sind hier für die eige­ne Fröm­mig­keit wich­ti­ge Tex­te gesam­melt. Die Psal­men spre­chen Lob, Hoff­nung und Kla­ge nicht nur für die dama­li­ge his­to­ri­sche Situa­ti­on aus, son­dern sind offen für jede Gegen­wart. Des­halb soll­te man sich dem Buch vor allem durch eige­ne, wie­der­hol­te Lek­tü­re nähern, mög­lichst ent­lang jeweils unter­schied­li­cher Ord­nungs­kri­te­ri­en. Hier wird kei­ne Inhalts­an­ga­be der ein­zel­nen Psal­men gebo­ten, son­dern als Ergän­zung zu dem The­ma-Kapi­tel „Psal­men­gat­tun­gen“ sol­len die ein­zel­nen alten Samm­lun­gen des Psal­ters und weni­ge wich­ti­ge Ein­zel­tex­te vor­ge­stellt wer­den.

Samm­lun­gen und Über­schrif­ten

Inner­halb des Psal­ters sind ver­schie­de­ne Unter­samm­lun­gen erkenn­bar, die oft Lie­der unter­schied­li­cher Gat­tun­gen ver­ei­nen. Die­se Samm­lun­gen sind vor allem an den Titeln zu erken­nen, womit aber ein wei­te­res Pro­blem der For­schung anzu­spre­chen ist: Die genaue Bedeu­tung der Psal­men­über­schrif­ten ist oft noch völ­lig unge­klärt. Es muss zudem davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Titel zumeist spä­ter hin­zu­ge­wach­sen sind. Die his­to­ri­schen Bezug­nah­men der Über­schrif­ten (Ps 3,1: „Von David, als er vor sei­nem Sohn Absa­lom floh“) sind im Regel­fall nicht als zutref­fen­de Anga­be über die Ent­ste­hungs­ver­hält­nis­se des jewei­li­gen Psalms zu wer­ten.

 Die ein­zel­nen Samm­lun­gen sind in der heu­ti­gen End­form aus ihrem frü­he­ren Zusam­men­hang genom­men und ver­mischt wor­den. Wahr­schein­lich stel­len sie in ihren Grund­zü­gen ursprüng­lich älte­re Samm­lun­gen dar, deren Her­kunft aber trotz der Titel­an­ga­ben unklar bleibt.

Tem­pel­sän­ger

Nach 1.Chr 6,24-28 war bei­spiels­wei­se Asaf Stamm­herr einer Gil­de von Tem­pel­sän­gern, eben­so waren die Kora­chi­ten am Tem­pel beschäf­tigt (2.Chr 20,19), als Sän­ger wie Tor­hü­ter (1.Chr 26,1). [Die Erzäh­lun­gen um die „Rot­te Korach“ in Num 16+17 spie­geln offen­sicht­lich Aus­ein­an­der­set­zun­gen um Sta­tus und Ansprü­che die­ser Grup­pe.] Es ist anzu­neh­men, dass die Psal­men mit die­sen Sän­ger­gil­den in Zusam­men­hang ste­hen. Die Auto­ren­schaft Davids ist sicher­lich nicht his­to­risch, hier wirkt die etwa in 1.Sam 16,14-23 beleg­te Tra­di­ti­on von David als Musi­ker nach. Aus wel­chen Grün­den die Psal­men inner­halb der Samm­lun­gen neben­ein­an­der zu ste­hen kamen, wird der­zeit inten­siv erforscht. An man­chen Stel­len leuch­tet die Logik der Abfol­ge unmit­tel­bar ein: Ps 23 äußert den Wunsch, im Haus des Herrn zu blei­ben. Der direkt fol­gen­de Ps 24 ist eine Ein­lass­lit­ur­gie, die den Zugang zu eben­die­sem Tem­pel regel­te.
Die Psal­men 42 bis 83 wur­den teil­wei­se zu einem unbe­kann­ten Zeit­punkt in der Wei­se über­ar­bei­tet, dass der Got­tes­na­me JHWH durch die all­ge­mei­ne­re Bezeich­nung
אֱלֹהִים, Elo­him ersetzt wur­de. Daher spricht man hier vom „elo­his­ti­schen Psal­ter“ ana­log zu der ver­mu­te­ten Pen­ta­teuch-Quel­le „Elo­hist“, deren Kenn­zei­chen eben­falls die Ver­wen­dung von אֱלֹהִים als Got­tes­be­zeich­nung ist.

In der heu­ti­gen Fas­sung wird der Psal­ter eröff­net durch den weis­heit­li­chen Psalm 1, der das Leben des Ein­zel­nen unter den Aspekt der Tora-Befol­gung stellt. Das Psal­men­buch läuft dann auf das beson­de­re Loben Got­tes hin­aus, der Hal­le­lu­ja-Psalm 150 ist nicht zufäl­lig Abschluss der Samm­lung.

Gat­tun­gen

Zur Ori­en­tie­rung im Psal­ter ist es not­wen­dig, eini­ge für bestimm­te Gat­tun­gen oder Inhal­te typi­sche Psal­men zu ken­nen, so Kla­ge­lie­der des Ein­zel­nen (22+69), Kla­ge­lie­der des Vol­kes (44, 60, 90), Lobpsal­men (30, 114, 136), Ver­trau­ens­lie­der (23), Hym­nen (8, 100, 113), Königs­psal­men (2, 20, 110), Alpha­be­ti­sche Psal­men (9/10, 119, 145), Zions­lie­der (46, 48, 76, 84+87), Weis­heit­li­che Psal­men (73, 133), Schöp­fungs­psal­men (8, 19A, 104). Für wei­te­re Anga­ben vgl. auch das The­ma-Kapi­tel.

Wich­ti­ge Ein­zel­tex­te

Über­sicht über wich­ti­ge Ein­zel­tex­te der Psal­men

Zum Musik­ver­ständ­nis vgl. hier.

16. Juli 2017

Das Buch Hiob (Bibelkunde Heidelberg)

Ijob / Hiob

Über­sicht über die poe­ti­schen Tei­le des Ijob­bu­ches

Name und Posi­ti­on

Der Name Ijob bedeu­tet (nach dem Akka­di­schen) „Wo ist der Vater“, die bekann­te­re Namens­form „Hiob“ ent­springt der Über­set­zung Mar­tin Luthers. In deut­schen Bibeln steht das gleich­na­mi­ge Buch in der Regel als ers­tes der Lehr­bü­cher vor dem Psal­ter, in der Hebräi­schen Bibel steht es an zwei­ter (oder an drit­ter) Stel­le nach den Psal­men.

Auf­bau

Wich­tig ist die Erkennt­nis, dass das Hiob­buch aus einer Rah­men­hand­lung und dahin­ein gestell­ten Reden in Vers­form (Poe­sie) besteht. Vgl. einen Über­blick über hebräi­sche Vers­for­men hier. Pro­log und Epi­log sind dage­gen in Pro­sa ver­fasst. Man muss davon aus­ge­hen, dass die­se Glie­de­rung dem ursprüng­li­chen Wachs­tum des Buches ent­spricht. (Zusätz­lich sind noch wei­te­re Wachs­tums­spu­ren inner­halb des Rede­teils fest­zu­stel­len.)
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6. Juli 2017

TUD Bibelkunde">TUD Bibelkunde


The­ma war das Mat­thäu­sevan­ge­li­um, das eine Rei­he merk­wür­di­ger Sto­rys auf­weist.

Wir sahen uns das an der Vor­ge­schich­te zunächst am Stamm­baum Jesu (Mt 1,1ff) und dann an der Bedro­hungs­ge­schich­te Jesu an (2,1ff). Im Stamm­baum wird die Pro­sti­tu­ier­te Rahab erwähnt, die den Kund­schaf­tern in Jeri­cho ermög­lich­te, die Stadt aus­zu­spio­nie­ren, damit sie erobert wer­den konn­te. Zudem fiel uns auf, dass der Stamm­baum auf Josef abziel­te, denn er stamm­te von David ab. Gleich­zei­tig ist Maria aber vom hei­li­gen Geist schwan­ger – und Josef möch­te sich von Maria tren­nen. Ein Engel des Herrn erscheint ihm im Traum, Josef wird wg. des Stamm­baums noch gebraucht …
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5. Juli 2017

TUD: Bibelkunde">TUD: Bibelkunde

Pro­to­koll 26.06.2017

Semi­nar: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Pro­to­kol­lan­tin: Vanes­sa Bran­des

Die Apos­tel­ge­schich­te beginnt nach der Auf­er­ste­hung Jesus und endet in Rom, dort sitzt Pau­lus in Gefan­gen­schaft.

Ein Span­nungs­bo­gen beginnt, mit der Vor­ge­schich­te im Luka­sevan­ge­li­um bis zum Apos­tel Pau­lus, der in Rom mit der ansäs­si­gen jüdi­schen Gemein­de einen strei­ti­gen Dis­kurs führt.

.Am Ende der Apos­tel­ge­schich­te gehen die Ver­hei­ßung Isra­els in Erfül­lung.

Lukas erreicht die Hei­den und erwar­tet, dass die­se das Evan­ge­li­um anneh­men.

Erkenn­bar in Lukas 1.1 – 1.4 und Apos­tel­ge­schich­te 1.1 f.

  • Zeigt, es gibt ein ers­tes und zwei­tes Buch
  • Theo­phi­lus wird ange­ru­fen (steht evtl. für eine wirk­li­che Per­son, ein Publi­kum aus Män­nern und Frau­en, die als Freun­din­nen und Freun­de Got­tes zu erken­nen sind.)
  • Trans­for­ma­ti­on Juden­tum ins Chris­ten­tum (hat bereits im Luka­sevan­ge­li­um eine tra­gen­de Rol­le gespielt.

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3. Juli 2017

TUD: Bibelkunde">TUD: Bibelkunde


TU Darm­stadt, Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozi­al­ethik

Ver­an­stal­tung: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Datum: 27.06.2017, 09.50-11.30 Uhr

The­ma: Das Luka­sevan­ge­li­um und die Apos­tel­ge­schich­te

Pro­to­koll­füh­re­rin: CC

1. Orga­ni­sa­to­ri­sches

Das Semi­nar beginnt, Herr Pött­ner fragt nach, ob es noch Fra­gen oder Anmer­kun­gen zum Pro­to­koll von der letz­ten Woche gibt. Es gibt kei­ne Fra­gen oder Anmer­kun­gen. Die Anwe­sen­heits­lis­te wird her­um­ge­ge­ben.

Für das Vor­wis­sen für die­se Sit­zung wur­de von allen Stu­die­ren­den das Kapi­tel 9 „Das Luka­sevan­ge­li­um“, aus dem Buch Bibel­kun­de von Lukas Bor­mann gele­sen.

Herr Pött­ner stellt den Zusam­men­hang des Lukas-Evan­ge­li­ums und die Apos­tel­ge­schich­te anders dar. Die zitier­ten Bibel­stel­len stam­men aus der Luther­über­set­zung 2017

Es wird gele­sen:

Apostelgeschichte1,1-3

Die Apos­tel­ge­schich­te des Lukas

Chris­ti Him­mel­fahrt

1 Den ers­ten Bericht habe ich gege­ben, lie­ber Theo­phi­lus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehr­te 2 bis zu dem Tag, an dem er auf­ge­nom­men wur­de, nach­dem er den Apos­teln, die er erwählt hat­te, durch den Hei­li­gen Geist Wei­sung gege­ben hat­te. 3 Ihnen zeig­te er sich nach sei­nem Lei­den durch vie­le Bewei­se als der Leben­di­ge und ließ sich sehen unter ihnen vier­zig Tage lang und rede­te mit ihnen vom Reich Got­tes.

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24. Juni 2017

TUD-Bibelkunde


Pro­to­koll Grund­ori­en­tie­rung Bibel vom 20.06.17 von MK

Die zitier­ten Bibel­stel­len stam­men aus der Luther­über­set­zung 2017

The­ma: Syn­op­ti­sche Tra­di­ti­on und ins­be­son­de­re das Mar­kus-Evan­ge­li­um

Pött­ner erklärt es etwas anders als Bor­mann.

Syn­op­ti­sche Tra­di­ti­on: Die syn­op­ti­schen Evan­ge­li­en ist ein Begriff für die Evan­ge­li­en nach Mar­kus, Mat­thä­us und Lukas. Es gibt eine Theo­rie, die davon aus­geht, dass die­se aus klei­nen Tei­len zusam­men­ge­stellt wur­den. Dies ist immer noch eine gän­gi­ge Theo­rie.

Herr Pött­ner bezieht sich auf die Theo­rie von Bult­mann:

Wun­der­ge­schich­ten wur­den in der Mis­si­on ver­wen­det. Davon ist jetzt nicht mehr viel übrig. Es wur­de ange­nom­men, dass die Tex­te als Gat­tun­gen sich auf regel­mä­ßi­ge Situa­tio­nen bezie­hen.

Abend­mahl­tex­te bezie­hen sich auf eine regel­mä­ßi­ge Tra­di­ti­on, eben­so Pas­sah und even­tu­ell auch die Tau­fe. Bei allen ande­ren ist es unwahr­schein­lich, dass die Tex­te situa­ti­ons­be­zo­gen mit die­ser Gat­tung zusam­men­hän­gen. (more…)

7. Juni 2017

TUD-Bibelkunde

  1. Sitzungsprotokoll

TU Darm­stadt, Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozi­al­ethik

Ver­an­stal­tung: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Datum: 06.06.2017, 09.50-11.30 Uhr

The­ma: Pro­phe­tie vom 7. bis zum 2. Jh. v. Chr.

Pro­to­koll­füh­re­rin: CG

In der heu­ti­gen Sit­zung wur­den die Pro­phe­ten vom 7. bis zum 2. Jh. v. Chr. behan­delt, dazu soll­ten alle Stu­die­ren­den im Vor­feld das Kapi­tel 7 aus dem Buch „Bibel­kun­de“ von Lukas Bor­mann gele­sen haben.

Nach Ansicht von Herrn Pött­ner ist die Dar­stel­lung der Pro­phe­ten bei Bor­mann etwas chao­tisch ange­ord­net: Im Buch wird ver­sucht, die geschicht­li­chen Ele­men­te mit der Ent­wick­lung der Pro­phe­ten­bü­cher zu ver­bin­den, und erst am Ende des Kapi­tels wird klar­ge­stellt, inwie­fern wel­che in das Zwölf­pro­phe­ten­buch ein­glie­dert sind.

Im Semi­nar betrach­te­ten wir daher ein­fach die Pro­phe­ten unab­hän­gig von­ein­an­der.

  1. Jeremia

Jere­mia ist der wich­tigs­te neue Pro­phet, für den bezeich­nend ist, dass er sein eige­nes Leben als aus­ge­spro­chen leid­voll emp­fin­det. (more…)

20. Mai 2017

TUD)">Grundorientierung Bibel (TUD)

Pro­to­koll: Frie­de­ri­ke Götz

  1. Orga­ni­sa­to­ri­sches

Grund­la­ge der heu­ti­gen Sit­zung ist das 4. Kapi­tel „Das chro­nis­ti­sche Geschichts­werk und ande­re nach­exi­li­sche Lite­ra­tur“ aus dem Buch „Bibel­kun­de“ von Lukas Bor­mann.

Zu Beginn des Semi­nars wird von Herrn Pött­ner die Mög­lich­keit gebo­ten Rück­fra­gen zum Pro­to­koll zu stel­len. Es wer­den kei­ne Rück­fra­gen gestellt. Die Teil­neh­mer­lis­te wird her­um­ge­ge­ben.

  1. Semi­narin­hal­te

Die Bücher Esra und Nehemia hän­gen mit der 1. und 2. Chro­nik eng zusam­men. Die Tex­te sind ab der Zeit der grie­chi­schen Vor­herr­schaft welt­weit ver­brei­tet wor­den.

Die Bücher Esra und Nehemia:

König Kyros wird in der Bibel erwähnt: Eine Wen­de tritt ein, in dem die Gefan­ge­nen im Baby­lo­ni­schen Exil nach Judäa zurück­keh­ren kön­nen. Die Bücher erzäh­len die­se Geschich­te bis zum Neu­bau des Jeru­sa­le­mer Tem­pels. In die­sen Erzäh­lun­gen wird auch von der Zer­stö­rung und Neu­errich­tung der Stadt­mau­er erzählt. Dies bil­det den Hin­ter­grund der Bücher Esra und Nehemia. (more…)

12. Mai 2017

TUD)">Grundorientierung Bibel (TUD)

Protokoll für das Seminar Grundorientierung Bibel

Stundenprotokoll vom 9. Mai 2017

Julian Philipp Bergmann | 2859495

Bachelor of Education


Kapitel 3 (Bormann)

Man nimmt an, dass solche Erzählungen aus der sogenannten Geschichte Israels eben durch ein bestimmtes Schema vereinigt worden sind, dass in erster Linie dem 5. Buch Mose (Deuteronomium) entstammt, wovon wir am Ende der letzten Sitzung, Deuteronomium 30, Vers 15ff, uns angesehen haben. (more…)

7. Mai 2017

Bibelkunde Heidelberg

Esra, Nehemia und Ester

Die drei zu bespre­chen­den Bücher neh­men auf eine Zeit Bezug, in der Isra­el und Juda von Per­si­en in der Pro­vinz Jehud, aber auch wei­ter bestimmt wur­den. Es ist die Zeit nach dem Exil der judäi­schen Ober­schicht in Baby­lon. Wäh­rend die­ser Zeit wur­de Per­si­en zur Welt­macht und besieg­te Baby­lon. Das Buch Jesa­ja reflek­tiert in den Kap. 40-55 die­sen Pro­zess. Der auschlag­ge­ben­de Herr­scher ist Kyros (bzw. Cyrus). Eth­ni­en im Exil konn­ten in ihre Hei­mat zurück­keh­ren, so auch Judä­er.

Die durch Kyros erzeug­te Welt­macht­si­tua­ti­on des per­si­schen Groß­reichs

  1. Probleme des (als ursprünglich angenommenen) Esra-Buches

Die Bücher Esra und Nehemia gehör­ten ursprüng­lich zusam­men, wur­den spä­ter aber geteilt. Zudem sind sie nur dann rich­tig zu ver­ste­hen, wenn man die heu­ti­ge Abfol­ge der Kapi­tel ver­än­dert. In der Sep­tuagin­ta wer­den die bei­den Bücher gemein­sam als (2.) Esra bezeich­net, in hebräi­schen Bibeln erfolg­te erst seit 1448 eine Tren­nung der Bücher. (more…)