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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


6. Oktober 2017

Twitter-Antworten I

Islam und Ter­ror

Erinnerungen, die helfen sollen,  damit der Diskussionsprozess nicht in Banalitäten steckenbleibt.

Ich möch­te noch mal an eini­ge Punk­te erin­nern, die m. E. bes­ser nicht in der Flut von z. B. bana­len Ret­weets unter­ge­hen:

  • Falls ich nichts über­se­hen habe, reagiert nie­mand auf mei­ne Dar­le­gung der Struk­tur des IS, der näm­lich aus ehe­ma­li­gen Eli­te­trup­pen Sad­dam Hus­seins und Dschi­ha­dis­ten besteht.
  • Hier­an ist wesent­lich, dass die Baath-Par­tei z. T. auch athe­is­ti­sche oder agnos­ti­sche Aspek­te ent­hält.
  • Die Hin­wei­se zum euro­päi­schen Enst­ste­hen des Faschis­mus wer­den eben­falls tap­fer igno­riert.
  • Eben­so scheint das Enste­hen von Al Kai­da unbe­kannt zu sein. Vgl. den Bei­trag ein­gangs!
9. Dezember 2016

Eine naive und arrogante Wahl: postfaktisch …

 

Die Wahl des Wor­tes „post­fak­tisch“ zum Wort des Jah­res 2016 ist eine trot­zi­ge, intel­lek­tu­ell hilf­lo­se Reak­ti­on. Sie senkt das Niveau der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che auf das Niveau von Medi­en wie der Zeit ab. Vgl. zur Begrün­dung Zitat der Woche, zwei­te Dezem­ber­wo­che. Sicher ist es für vie­le Men­schen unan­ge­nehm, dass Donald Trump die Prä­si­den­ten­wahl in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten gewon­nen hat. Was ich seit­dem beob­ach­te, ist der Sach­ver­halt, dass vie­le Men­schen, die sich dazu äußern, über das Wahl­män­ner-Sys­tem bei die­sem Wahl­typ nicht infor­miert sind.

Dass Trump gelo­gen hat, ist rich­tig. Aber was in der Begrün­dung der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che ärger­lich ist, ist der Gegen­satz von „Fak­ten“ und „Emo­tio­nen“ (iko­nisch durch den Alt-68er-Dual von „Kopf“ vs. „Bauch“ dar­ge­stellt).

Die Wähler/inn/en von Trump erle­ben für ihr Leben wesent­li­che Fak­ten, die bei ihnen Wut aus­lö­sen. Die­se Fak­ten wer­den aus ihrer Sicht in den Medi­en nahe­zu nicht reprä­sen­tiert. So ver­hält es sich auch mit PEGIDA und der AfD. Inso­fern ist die Ent­schei­dung der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che m. E. eine alber­ne Fest­le­gung, die von einem Gefühl der Arro­ganz aus­ge­löst sein dürf­te. Sie ist aber bezo­gen auf die gesell­schaft­li­chen Pro­zes­se wahr­neh­mungs­arm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26. September 2016

Sexismus in der Union?

Unse­re Gesell­schaft ist eine Kon­kur­renz­ge­sell­schaft, Jen­na Beh­rends gelang es, ein Man­dat in der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung Ber­lin-Mit­te zu erlan­gen. Die Vor­ge­schich­te hat sie inzwi­schen ver­öf­fent­licht, der Dis­kurs kann z. B. unter @Jenna_Behrends auf Twit­ter nach­voll­zo­gen wer­den, dort auch Hin­wei­se auf die Schlamm­schlacht, die jetzt erwar­tungs­ge­mäß tobt – und in der es auch Gerüch­te über Peter Tauber gibt. (more…)

25. September 2016

Der Mord, gerade im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

In die­ser Woche soll­te auf ein Phä­no­men auf­merk­sam gemacht wer­den, das tat­säch­lich in die Augen sticht: die gegen­über den 1970er Jah­ren dra­ma­ti­sche Ver­meh­rung der Sen­de­zei­ten für das Sujet Kri­mi, das in unse­ren All­tag ein­greift. Hier­zu als Anre­gung der Hin­weis auf eine Sen­dung,  in der das aus­führ­lich bespro­chen wird, sprach­lich viel­leicht etwas ver­bes­se­rungs­wür­dig, aber nach­denk­lich. Was besa­gen der­art vie­le Mor­de?

14. September 2016

Die „narzisstische“ Frau Merkel? (Alltagsphilosophische Kolumne I)

Der gest­ri­ge Tag hielt ab 9.37 Uhr eine posi­ti­ve Über­ra­schung bereit: Ob Poli­ti­ker Seelsorger/innen sein soll­ten, erör­ter­ten der Psy­cho­lo­ge Maaz und der Pfar­rer Gürt­ler im Gespräch mit Chris­tia­ne Flo­rin im DLF. Auch m. E. ist die Fra­ge berech­tigt, denn Gefüh­le bil­den einen Aspekt beim Ent­ste­hen von Hand­lun­gen und Kom­mu­ni­ka­tio­nen. Das ist seit der Anti­ke bekannt – und der seit eini­ger belieb­te Aus­druck „gefühlt“ im Unter­schied zu „fak­tisch“ zeigt, dass dies in den Medi­en oft ver­drängt wird. Die Fra­ge, die ges­tern erör­tert wur­de, hat­te frei­lich eine bestimm­te Aus­rich­tung, die m. E. eher pro­ble­ma­tisch ist. Das war des­we­gen erträg­lich, weil der für stei­le ver­all­ge­mei­ner­te (und empi­risch wenig bestä­tig­te) Hypo­the­sen bekann­te Maaz durch den aus der Bür­ger­rechts­be­we­gung stam­men­den Gürt­ler stark rela­ti­viert wur­de. Das war so stark, dass Maaz nicht dazu kam, sei­ne Hypo­the­se über den aktu­el­len „Gefühls­stau“ aus­zu­spre­chen, der die s. E. gefähr­li­che Ent­wick­lung seit einem Jahr aus­ge­löst hat. Ich ergän­ze das des­we­gen – und kann mir daher die Kri­tik zuzie­hen, dass er das alles schon mal gesagt hat, aber am 13.09. nicht wie­der­holt hat. M. E. macht sei­ne Dia­gno­se über Mer­kel und die­je­ni­gen, die mit ihr über­ein­stim­men, nur Sinn, wenn die­ser Hin­ter­grund unter­stellt wird. (more…)