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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


5. März 2017

VHS Bad Rappenau)">Konfuzianismus im neueren China (VHS Bad Rappenau)

Da phi­lo­so­phi­sche Kon­zep­te nur ver­stan­den wer­den kön­nen, wenn sie in dem gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hang betrach­tet wer­den, zu dem sie gehö­ren, skiz­zie­re ich die Ent­wick­lung seit der letz­ten Pha­se des 18. Jahr­hun­derts d. Z. Das ist auch schon als Grund­la­ge für den Diens­tag in einer Woche gemeint. Am 07. März steht das Ver­hält­nis von KP und Kon­fu­zia­nis­mus im Vor­der­grund, am 14. März wird das Ver­hält­nis von Dao­is­ten und Men­schen­rech­ten aktu­ell stär­ker beleuch­tet.
Wie schon Adam Smith 1776 im „Wohl­stand der Natio­nen“ fest­ge­hal­ten hat, war Chi­na im asia­ti­schen Groß­raum, der wirt­schaft­lich füh­rend war, die stärks­te Wirt­schafts­na­ti­on in der Manu­fak­tur­wirt­schafts­form. Die­ses Ver­hält­nis beginnt sich erst unter den kolo­nia­lis­ti­schen Ver­hält­nis­sen ab etwa 1850 all­mäh­lich umzu­keh­ren. Heu­te erle­ben wir offen­bar eher eine Rück­kehr zu den dama­li­gen öko­no­mi­schen Ver­hält­nis­sen, natür­lich sind dadurch auch die phi­lo­so­phi­schen Fra­gen mit­be­stimmt.
Chi­na fehl­te damals der Über­gang von den Ein­sich­ten der klas­si­schen phy­si­ka­li­schen Mecha­nik sowie der Che­mie zur tech­ni­schen Umset­zung und den dann mög­li­chen öko­no­mi­schen Inno­va­ti­ons­schü­ben wie durch Dampf­ma­schi­ne, Eisen­bahn und Elek­tri­zi­tät, Che­mie usf. In eins mit die­sen Inno­va­ti­ons­schü­ben ent­stand der kolo­nia­lis­ti­sche Wil­le in den euro­päi­schen Staa­ten, die ent­spre­chend ver­such­ten, auch Chi­na zu kolo­nia­li­sie­ren.
Die­se kolo­nia­lis­ti­sche Ent­wick­lung hat dann die Ten­denz bis heu­te bestimmt. Es kommt zu einer qua­si­eu­ro­päi­schen Selbst­in­ter­pre­ta­ti­on gera­de in intel­lek­tu­ell enga­gier­ten Grup­pen. So fin­det 1911 und 1912 eine repu­bli­ka­nisch ori­en­tier­te Revo­lu­ti­on gegen das maro­de Kai­ser­tum statt. Die Kuomin­tang ent­stand als ers­te moder­ne chi­ne­si­sche Par­tei, die mit der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei zeit­wei­se eine Alli­anz ein­ging. Die­se zer­brach 1927, was von der Kom­mu­nis­ti­schen Inter­na­tio­na­le nicht geschätzt wur­de. Einer der wich­tigs­ten Funk­tio­nä­re der KP war Mao Tse-Tung (1893-1976), der sich in einer Rei­he von Kämp­fen schließ­lich durch­setz­te, 1934 KP-Vor­sit­zen­der wur­de und in ers­ter Linie einen bäu­er­lich gestütz­ten Gue­ril­la­kampf gegen die Kuomin­tang, auch gegen die ein­ge­fal­le­nen Japa­ner führ­te, wobei es wie­der zu einer Alli­anz von Kuomin­tang und KP kam. Dabei wur­de die Rote Armee zu einer schlag­kräf­ti­gen Trup­pe und besieg­te 1949 schließ­lich auch die Kuomin­tang, die noch Tai­wan behielt. Innen­po­li­tisch grün­de­te sich Maos Dik­ta­tur auf Kam­pa­gnen im Stil per­ma­nen­ter Klas­sen­kämp­fe. (more…)

4. März 2017

Hochrüstungsdebatte

Donald Trump will die Rüs­tungs­aus­ga­ben noch­mals um etwa 10 % erhö­hen.

Die ande­ren Nato-Mit­glie­der haben sich ver­pflich­tet, je 2 % des BIP für Rüs­tung aus­zu­ge­ben. Wiki­Leaks zeigt an Zah­len von 2015 die unbe­ding­te Erfor­der­nis des­sen nach.

 

Wiki­leaks

24. Februar 2017

Karneval 2017

In den aktu­el­len tol­len Tagen und wohl auch in der sich anschlie­ßen­den Fas­ten­zeit ist es nicht sicher, ob der Schulz­zug an der End­hal­te­stel­le Kanz­ler­amt oder doch zuvor am Reichs­tag aus­rollt. Die Zah­len auf www.wahlrecht.de sind zumeist Pro­gno­sen – und daher logisch vage. Einen Ein­blick in die aktu­el­len Daten gibt die soge­nann­te „Stim­mung“ der For­schungs­grup­pe Wah­len. Danach wäre ein rot­grü­nes Bünd­nis (42/9 %) mög­lich, die AfD käme auf 6 %. Dass die Uni­on in hel­ler Auf­re­gung ist, ist klar.
Gabri­el hat also einen Coup gelan­det. (more…)

14. Februar 2017

Der Schulzzug – Schulzenbrothers

 

Jeden­falls für die Uni­on schre­cken­ser­re­gend, MEGA wie Trump … Aber sagt der nicht MAGA, kann ein Süd­ba­den­ser schon mal ver­wech­seln.

11. Februar 2017

2Kor 4,1ff (EfG Griesheim)

Leuch­ten auf dem Ange­sicht des gekreu­zig­ten Chris­tus Chagall, Frau­müns­ter Zürich

 

4 1Von daher und weil wir die­sen Dienst des Neu­en Tes­ta­ments bekom­men haben, ver­lie­ren wir nicht den Mut. Wir haben ja Barm­her­zig­keit erfah­ren. 2Von aller Art der Geheim­nis­tue­rei haben wir uns los­ge­sagt, sie ist ver­werf­lich. Wir gehen unse­ren Weg nicht mit Hin­ter­list, ver­fäl­schen auch nicht Got­tes Wort. Viel­mehr emp­feh­len wir uns selbst, indem wir die Wahr­heit für die Urteils­kraft aller Men­schen und in Ver­ant­wor­tung vor Gott offen legen. 3Wenn aber unse­re Freu­den­bot­schaft [unser Evan­ge­li­um] den­noch zuge­deckt ist, dann ist sie es bei den Ver­lo­re­nen, 4bei Men­schen, die ungläu­big sind und Gott nicht ver­trau­en. Ihr Ver­stand ist von der Gott­heit die­ses Zeit­al­ters ver­dun­kelt wor­den. So sehen sie das hel­le Licht der Freu­den­bot­schaft nicht, den Licht­glanz des Chris­tus, wel­cher das Bild Got­tes ist. 5 Wir ver­kün­den ja nicht uns selbst, son­dern dass Jesus Chris­tus Herr ist und uns selbst um Jesu wil­len als Men­schen, die für euch Skla­ven­ar­beit tun. 6 Denn Gott sprach: Licht soll aus der Dun­kel­heit auf­strah­len, und Gott hat ein hel­les Strah­len in unse­re Her­zen gege­ben, sodass wir das Leuch­ten des Glan­zes Got­tes im Ange­sicht des Chris­tus Jesus erken­nen. 7 Doch die­sen Schatz haben wir in zer­brech­li­chen Gefä­ßen. So stammt die über­flie­ßen­de Kraft von Gott und nicht von uns. 8Von allen Sei­ten wer­den wir bedrängt, doch wir haben Raum. Wir wis­sen nicht wei­ter, doch wir ver­zwei­feln nicht. 9Wir wer­den ver­folgt, doch nicht von Gott im Stich gelas­sen. Wir wer­den zu Boden gewor­fen, doch wir gehen nicht zugrun­de. 10Immer tra­gen wir das Ster­ben Jesu an unse­rem Leib mit uns. Genau­so erscheint an unse­rem Leib auch das Leben Jesu. 11Wir, die wir leben, wer­den ja wegen Jesus fort­wäh­rend dem Tod aus­ge­lie­fert. Somit erscheint Jesu Leben auch in unse­rer sterb­li­chen Exis­tenz. 12Daher ist in uns der Tod wirk­sam, aber das Leben in euch.

Lie­be Gemein­de,

ein schwie­ri­ger Text, bei des­sen Über­set­zung es schon Pro­ble­me gibt. Ich ste­he selbst jen­seits der pro­tes­tan­ti­schen Dif­fe­renz von „refor­miert“ und „luthe­risch“, aber Luther hat­te recht, wenn er über­setz­te: Dienst des „Neu­en Tes­ta­ments“ statt Neu­en Bun­des . Sowohl in der grie­chi­schen Über­set­zung der Hei­li­gen Schrif­ten der Ju/ü/d/inn/en als auch im Neu­en Tes­ta­ment ist mit διαθήκη (dia­the­ke) als Wie­der­ga­be von hebrä­isch berit eine schrift­lich nie­der­ge­leg­te oder fest­ge­hal­te­ne Wil­lens­ver­fü­gung Got­tes bezeich­net, in den Hei­li­gen Schrif­ten der Ju/ü/d/inn/en um die Tora kon­zen­triert, im Neu­en Tes­ta­ment auf das Evan­ge­li­um kon­zen­triert, die Freu­den­bot­schaft. (more…)

30. Januar 2017

TUD)">Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Pro­to­koll vom 24.01.2017
Vanes­sa Bran­des
Römer 1.18-32
Die heu­ti­ge Sit­zung the­ma­ti­siert die Pro­ble­ma­tik der Homo­se­xua­li­tät (Römer­brief 1.18-32)
Got­tes Zorn über die Unge­rech­tig­keit der Men­schen
18 Der Zorn Got­tes wird vom Him­mel her­ab offen­bart wider alle Gott­lo­sig­keit und Unge­rech­tig­keit der Men­schen, die die Wahr­heit durch Unge­rech­tig­keit nie­der­hal­ten.
19 Denn was man von Gott erken­nen kann, ist ihnen offen­bar; Gott hat es ihnen offen­bart.
20 Seit Erschaf­fung der Welt wird sei­ne unsicht­ba­re Wirk­lich­keit an den Wer­ken der Schöp­fung mit der Ver­nunft wahr­ge­nom­men, sei­ne ewi­ge Macht und Gott­heit. Daher sind sie unent­schuld­bar.
21 Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie ver­fie­len in ihrem Den­ken der Nich­tig­keit und ihr unver­stän­di­ges Herz wur­de ver­fins­tert.
22 Sie behaup­te­ten, wei­se zu sein, und wur­den zu Toren.
23 Sie ver­tausch­ten die Herr­lich­keit des unver­gäng­li­chen Got­tes mit Bil­dern, die einen ver­gäng­li­chen Men­schen und flie­gen­de, vier­fü­ßi­ge und krie­chen­de Tie­re dar­stel­len.
24 Dar­um lie­fer­te Gott sie durch die Begier­den ihres Her­zens der Unrein­heit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eige­nes Tun ent­ehr­ten.
25 Sie ver­tausch­ten die Wahr­heit Got­tes mit der Lüge, sie bete­ten das Geschöpf an und ver­ehr­ten es anstel­le des Schöp­fers – geprie­sen ist er in Ewig­keit. Amen.
26 Dar­um lie­fer­te Gott sie ent­eh­ren­den Lei­den­schaf­ten aus: Ihre Frau­en ver­tausch­ten den natür­li­chen Ver­kehr mit dem wider­na­tür­li­chen;
27 eben­so gaben die Män­ner den natür­li­chen Ver­kehr mit der Frau auf und ent­brann­ten in Begier­de zuein­an­der; Män­ner trie­ben mit Män­nern Unzucht und erhiel­ten den ihnen gebüh­ren­den Lohn für ihre Ver­ir­rung.
28 Und da sie sich wei­ger­ten, Gott anzu­er­ken­nen, lie­fer­te Gott sie einem ver­wor­fe­nen Den­ken aus, sodass sie tun, was sich nicht gehört:
29 Sie sind voll Unge­rech­tig­keit, Schlech­tig­keit, Hab­gier und Bos­heit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie ver­leum­den
30 und trei­ben üble Nach­re­de, sie has­sen Gott, sind über­heb­lich, hoch­mü­tig und prah­le­risch, erfin­de­risch im Bösen und unge­hor­sam gegen die Eltern,
31 sie sind unver­stän­dig und halt­los, ohne Lie­be und Erbar­men.
32 Sie erken­nen, dass Got­tes Rechts­ord­nung bestimmt: Wer so han­delt, ver­dient den Tod. Trotz­dem tun sie es nicht nur sel­ber, son­dern stim­men bereit­wil­lig auch denen zu, die so han­deln. (more…)

22. Januar 2017

TUD)">Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Pro­to­koll vom  17. 01. 2017, Sit­zung Num­mer 12 von [15]

Ver­fas­se­rin:  Tan­ja Mett-Bial­as

Zu Beginn der Sit­zung wur­de das Pro­to­koll vom 10.01.2017 geneh­migt. Es gab dazu kei­ne Anmer­kun­gen, Fra­gen und/oder Ergän­zun­gen. Der Dozent gab anschlie­ßend die Text­stel­len der nächs­ten Sit­zun­gen bekannt:

24.01.2017: Röm. 1, 18 ff.

31.01.2017: Gen. 1 (1. Mose) 19, Ver­se wer­den in der nächs­ten Sit­zung bekannt gege­ben.

07.02.2017: Semi­narab­schluss: Die Teil­neh­mer kön­nen Fra­gen stel­len, die sie zu die­ser  The­men­stel­lung schon immer inter­es­siert haben bzw. expli­zi­te Rück­fra­gen zum Semi­nar stel­len.  Text der heu­ti­gen Sit­zung: Ephe­ser 5, 21 ff.: Die­ser klas­si­sche Text, als expli­zi­ter Autor steht Pau­lus im Brief (Der Brief des Pau­lus an die Ephe­ser), ist als extrem wich­tig für die Geschich­te des Chris­ten­tums in Bezug auf die Bestim­mung des Ver­hält­nis­ses der Geschlech­ter ein­zu­stu­fen. Es han­delt sich hier­bei um einen Kata­log oder eine ‚Haus­ta­fel‘, wie es auch in der (im Ori­gi­nal­text nicht ent­hal­te­nen!) Über­schrift des Text­ab­schnit­tes benannt wird. Dies bedeu­tet, dass hier alle Gruppen/Personen/Schichten, die in einem Haus vor­kom­men (Män­ner-Frau­en, Eltern-Kin­der, Skla­ven-Freie etc.), ange­spro­chen wer­den, indem Ihnen dar­in expli­zi­te Regeln/Verhaltensvorschriften gemacht bzw. auf­er­legt wer­den. Im Mit­tel­al­ter bei­spiels­wei­se schrieb Mar­tin Luther (1483-1546) einen soge­nann­ten ‚Fürs­ten­spie­gel‘, der eine ähn­li­che Auf­ga­be ver­kör­per­te: Dabei wur­den Regeln für Ange­hö­ri­ge der Obrig­keit auf­ge­stellt. (more…)

Trump?

Donald Trump hat die Prä­si­den­ten­wahl auf­grund des Wahl­sys­te­mes gewon­nen, das man­chen hier­zu­lan­de unbe­kannt zu sein scheint. Eli­sa­beth Weh­ling hat­te schon vor­her pro­gnos­ti­ziert, dass auf­grund sei­ner rhe­to­ri­schen Stra­te­gie Trump die Wahl gewin­nen wer­de. So ist es gekom­men – und Trump hat ohne gro­ßen Anstren­gun­gen Hil­la­ry Clin­ton schla­gen kön­nen. Man muss nicht in vie­len Ein­zel­hei­ten dem neu­ro­lin­gu­is­ti­schen Modell Weh­lings zustim­men. Aber rich­tig ist, dass Trump ein kla­re­res Bild vie­ler für ihn ansprech­ba­rer Wäh­ler­grup­pen hat­te – wes­halb ich auch nicht über­zeugt davon war, dass sein Sexis­mus und Ras­sis­mus hin­rei­chend absto­ßend war. Heu­te macht er sich über die gest­ri­gen Demonstrant/inn/en lus­tig: Sie hät­ten ja zur Wahl gehen kön­nen …
Was an Trump inter­es­sant ist, ist der Sach­ver­halt, dass in sei­ner Kam­pa­gne kon­kur­renz­ge­sell­schaft­li­che Model­le sich für vie­le Men­schen als all­tags­taug­lich erwie­sen haben. Das ist auch ein erns­tes Pro­blem.

16. Januar 2017

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (Uni Hd)

Wir über­setz­ten Joh 2,1-12 und Joh 8,1-11, nach der alten form­ge­schicht­li­chen Betrach­tung eine Wun­der­erzäh­lung und ein Streit­ge­spräch. Heu­te bezieht man die seit der Rhe­to­rik des Aris­to­te­les übli­chen Gat­tungs­be­zeich­nun­gen für rhe­to­risch ver­wen­de­te Klein­g­at­tun­gen ein, dann han­delt es sich um einen Mythos und eine Chrie. Bei­de Tex­te führ­ten in der Übung zu ange­reg­ten Erör­te­run­gen.
Seg­men­tiert sieht das so aus:

 

21Καὶ τῇ ἡμέρᾳ τῇ τρίτῃ γάμος ἐγένετο ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας,

καὶ ἦν ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ ἐκεῖ·
2 ἐκλήθη δὲ καὶ ὁ Ἰησοῦς καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ εἰς τὸν γάμον.
3 καὶ ὑστερήσαντος οἴνου
λέγει ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ πρὸς αὐτόν·
οἶνον οὐκ ἔχουσιν.
4 [καὶ] λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς·
τί ἐμοὶ καὶ σοί,
γύναι;
οὔπω ἥκει ἡ ὥρα μου.
5 λέγει ἡ μήτηρ αὐτοῦ τοῖς διακόνοις·
ὅ τι ἂν λέγῃ ὑμῖν ποιήσατε.
6 ἦσαν δὲ ἐκεῖ λίθιναι ὑδρίαι ἓξ κατὰ τὸν καθαρισμὸν τῶν Ἰουδαίων κείμεναι, … χωροῦσαι ἀνὰ μετρητὰς δύο ἢ τρεῖς.
7 λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
γεμίσατε τὰς ὑδρίας ὕδατος.
καὶ ἐγέμισαν αὐτὰς ἕως ἄνω.
8 καὶ λέγει αὐτοῖς·
ἀντλήσατε νῦν
καὶ φέρετε τῷ ἀρχιτρικλίνῳ·
οἱ δὲ ἤνεγκαν.
9 ὡς δὲ ἐγεύσατο ὁ ἀρχιτρίκλινος τὸ ὕδωρ οἶνον γεγενημένον
καὶ οὐκ ᾔδει πόθεν ἐστίν,
οἱ δὲ διάκονοι ᾔδεισαν οἱ ἠντληκότες τὸ ὕδωρ,
φωνεῖ τὸν νυμφίον ὁ ἀρχιτρίκλινος
10 καὶ λέγει αὐτῷ·
πᾶς ἄνθρωπος πρῶτον τὸν καλὸν οἶνον τίθησιν
καὶ ὅταν μεθυσθῶσιν τὸν ἐλάσσω·
σὺ τετήρηκας τὸν καλὸν οἶνον ἕως ἄρτι.
11 Ταύτην ἐποίησεν ἀρχὴν τῶν σημείων ὁ Ἰησοῦς ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας
καὶ ἐφανέρωσεν τὴν δόξαν αὐτοῦ,
καὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτὸν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ.
12 Μετὰ τοῦτο κατέβη εἰς Καφαρναοὺμ αὐτὸς καὶ ἡ μήτηρ αὐτοῦ καὶ …

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TUD)">Geschlechtergerechte Rede von Gott (TUD)

Pro­to­koll vom 10.01.2017

Pro­to­kol­lan­tin: Ilknur Özcan

Im Semi­nar haben wir Bezug genom­men auf Mar­kus 10, 1-12:

Ein sehr wich­ti­ger Text, was will er uns sagen.

 

Was wol­len die Pha­ri­sä­er? Sie wol­len ihm eine Fal­le mit der Fra­ge stel­len. Hat Jesus, Mose rich­tig inter­pre­tiert? (5. Mose Kapi­tel 24 1-4) In der Tora, im Gesetz steht die Mög­lich­keit einer Schei­dung, indem ein Mann einer Frau einen Schei­de­brief schrei­ben kann, um sie zie­hen zu las­sen.

Wie geht Jesus vor, was sagt er?

Wie soll­te man den Text ver­ste­hen? Wenn das Herz hart oder ver­här­tet  ist, kann es  nicht auf ande­re ein­ge­hen. Auch in der ers­ten Schöp­fungs­ge­schich­te Gen 1 steht: Gott schuf sie als männ­lich und weib­lich. Dar­um wird er (bzw. sie) Vater und Mut­ter ver­las­sen und die zwei wer­den ein Fleisch sein (1. Mose Kapi­tel 2 Vers 24). Jesus ergänzt die ers­te durch die zwei­te Schöp­fungs­ge­schich­te.

Wie­so macht er das? (Das Gebot, das Mose gestat­tet hat, steht 5. Mose Kapi­tel 24 1-4)

Am Anfang der Bibel steht was ande­res, als das, was Mose gesagt hat. Mose hat sich nicht zu die­ser Posi­ti­on, die Jesus ver­tritt, ent­schlie­ßen kön­nen, weil er gewusst hat­te, dass die Pha­ri­sä­er hef­tig mit der Her­zens­här­te zu tun haben. So kann man alles zusam­men­fas­sen, das ist eine typi­sche Form der dyna­mi­schen Schrift-Aus­le­gung, die im Juden­tum mög­lich war, dass man Ele­men­te, die frü­her sind, gegen ande­re, die spä­ter gekom­men sind, aus­spie­len konn­te. Jesus hat recht, da der Sinn von Gen 2,24 so ist, wie er das meint. Schei­de­brief aus­stel­len ist in Gen 1 und Gen 2 nicht ange­mes­sen.

Wie­so ist es nicht ange­mes­sen, Jesus sagt nicht, dass es falsch ist. Wenn jemand sagt, der Schei­de­brief exis­tiert wegen eurer Her­zens­här­te.

Von den Leser/inne/n der Bibel wird erwar­tet, dass sie es mer­ken, wenn sie es lesen. Ein Mann und eine Frau las­sen sich auf­ein­an­der ein, des­we­gen wird die Tat­sa­che, dass sie als männ­lich und weib­lich erschaf­fen sind, betont. Jesus inter­pre­tiert, dass es ein sym­me­tri­sches Ver­hält­nis ist.

War­um blei­ben sie zusam­men? Ein-Fleisch-Sein ist eine sexu­el­le Meta­pher.

Dass Frau und Mann einen Bund schlie­ßen, steht in der Bibel über­haupt nicht.

Was bedeu­tet es mit der Her­zens­här­tig­keit?

Das Ein-Fleisch-Sein ist dann Lie­be, damit ver­ei­ni­gen die­je­ni­gen sich, die zuvor getrennt waren, in einem Paar wie­der. Löst sich auf, wenn man auf den ande­ren nicht ein­ge­hen kann. Es ist mög­lich eine Schei­dung zu ver­hin­dern, wenn die­se Pro­ble­me auf­tre­ten über ein wei­ches Her­zen, den ande­ren mit Ecken und Kan­ten zu akzep­tie­ren und das zu wei­te­ren Bezie­hun­gen füh­ren kann. Jesus legt es in die Ver­ant­wor­tung des Paa­res, kei­nes­wegs in die Hän­de der Kir­che.

Wie kann man zei­gen, dass Jesus das sym­me­trisch meint?

Die Her­zens­här­te kann von bei­den Sei­ten aus­ge­hen, falls es zur Schei­dung kommt, kann auch die Frau den Schei­de­brief aus­stel­len. Es gibt kei­ne Über­ord­nung des Man­nes, es ist eine abso­lu­te Gleich­be­rech­ti­gung gemeint. Wenn bei­de ein wei­ches Herz haben, sind sie in der Lage das Pro­blem der Schei­dung zu ver­mei­den.

Jesus ver­tritt ein roman­ti­sches Lie­bes­ver­ständ­nis, das Frau oder der Mann den einen gefun­den haben, an den/die sie sich bin­den und die Metho­de das Herz weich sein zu las­sen scheint zu rei­chen um die Schei­dung zu ver­mei­den.