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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


26. Mai 2017

TUD)">Bibel­kun­de hebräi­sche Poe­sie (TUD)


Semi­nar: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

Pro­to­koll der Sit­zung vom 23.05.2017

Pro­to­kol­lan­tin: Ann-Chris­tin San­der

1. Orga­ni­sa­to­ri­sches

Herr Pött­ner gibt zu Beginn die Mög­lich­keit Rück­fra­gen zu dem Pro­to­koll von dem 16.05.2017 zu geben. Es waren aller­dings kei­ne Fra­gen offen.

Für das Vor­wis­sen für die­se Sit­zung wur­de von allen Stu­die­ren­den das Kapi­tel 5 „Die Dich­tung Isra­els“, aus dem Buch Bibel­kun­de von Lukas Bor­mann gele­sen.

The­ma für die­se Sit­zung: Der drit­te Teil des hebräi­schen Kanons

Hier­bei wird von dem Buch Hiob, den Psal­men, den Spruch­weis­hei­ten, den Pre­di­gern und dem Hohe­lied gespro­chen.

2. Beschrei­bung der hebräi­schen Poe­sie

Als Grund­la­ge wird hier­zu das oben genann­te Buch auf den Sei­ten 116/117 auf­ge­schla­gen. Man kann wich­ti­ge Regeln auf­zei­gen, wel­che immer wie­der in den Tex­ten auf­tau­chen. Es wer­den die vier Vari­an­ten des Par­al­le­lis­mus mem­bro­rum näher erläu­tert:

2.1 Syn­ony­mer Par­al­le­lis­mus mem­bro­rum

Spr 11,25

a

b

Z 1

Einer, der gern seg­net,

wird gesät­tigt

a‘

b‘

Z 2

Und wer erquickt,

wird auch selbst gelabt.

Abb. 1: Bei­spiel: Syn­ony­me Aus­sa­ge über den Wohl­tä­ter.

Zu einer Beschrei­bung von bestimm­ten Sach­ver­hal­ten kann der syn­ony­me Par­al­le­lis­mus mem­bro­rum hilf­reich sein. Herr Pött­ner fragt, ob es von allen ver­stan­den wur­de. Es wur­de von allen Stu­die­ren­den ver­stan­den.
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19. Mai 2017

TUD)">Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments (TUD)


Pro­to­koll zur Sit­zung am 16.5. von MK

The­ma: Mt 5, 21-26 Du sollst nicht töten – Wor­um geht es?

Die ent­spre­chen­den Bibel­stel­len ent­stam­men der Luther­über­set­zung 2017.

Der ers­te Teil, Ver­se 21-22:

21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist (2. Mose 20,13; 21,12): »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schul­dig sein.

22 Ich aber sage euch: Wer mit sei­nem Bru­der zürnt, der ist des Gerichts schul­dig; wer aber zu sei­nem Bru­der sagt: Du Nichts­nutz!, der ist des Hohen Rats schul­dig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höl­li­schen Feu­ers schul­dig.

Der Text star­tet eine Rei­he in der Berg­pre­digt und wird bis 5, Vers 48 ähn­lich fort­ge­führt.

Die ers­te Idee zum Text: eine neue Aus­le­gung des Tötungs­be­griffs. (more…)

18. Mai 2017

Johan­ne­s­pro­log (Uni Hd)


Zusam­men­fas­sung vom 15.05.

Wir bespra­chen 1,15-18 und kamen dann zu einer nar­ra­ti­ven Gesamt­sicht des Johan­ne­s­pro­logs.

15 aα Ἰωάννης μαρτυρεῖ περὶ αὐτοῦ

aβ καὶ κέκραγεν λέγων·

b οὗτος ἦν ὃν εἶπον·

c ὁ ὀπίσω μου ἐρχόμενος ἔμπροσθέν μου γέγονεν,

d ὅτι πρῶτός μου ἦν.

16 aα ὅτι ἐκ τοῦ πληρώματος αὐτοῦ ἡμεῖς πάντες ἐλάβομεν

aβ καὶ χάριν ἀντὶ χάριτος·

17 a ὅτι ὁ νόμος διὰ Μωϋσέως ἐδόθη,

b ἡ χάρις καὶ ἡ ἀλήθεια διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ ἐγένετο.

18 a Θεὸν οὐδεὶς ἑώρακεν πώποτε·

bα μονογενὴς θεὸς ὁ ὢν εἰς τὸν κόλπον τοῦ πατρὸς

bβ ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.

Wir erör­ter­ten zunächst die Rede von der δόξα (1,14bc), zumeist in der LXX Über­set­zung von hebr. כּבוֹד ([kabod] Schwe­re, Gewicht, aber auch Glanz, was m. E. die bes­te Über­set­zung ist; vgl. auch M. Frett­löh, Gott Gewicht geben, 2005 u. ö.). Wesent­lich sind die Stel­len, die sich auf Mose bezie­hen, etwa im „Zelt der Begeg­nung“ (Ex 25ff). Der Pro­log scheint dar­auf anzu­spie­len. Es ist mög­lich, dass ἐσκήνωσεν in 1,14 aβ das tut. Der Logos hat mit­hin eine wahr­nehm­ba­re, sicht­ba­re, schau­ba­re Glanz­ge­stalt, die sei­ne Gött­lich­keit bezeich­net. Und jene Kin­der Got­tes haben sie geschaut. Das ist ein wich­ti­ges The­ma des Johan­nes­evan­ge­li­ums.

Mit 1,15 beginnt wie­der eine Johan­nes-der-Täu­fer-Pas­sa­ge. Es ist nicht aus­ge­schlos­sen, dass auch V. 16-18 dazu­ge­hö­ren (vgl. 3,27ff). Wahr­schein­lich hat aber die alte Hym­nus-The­se recht, dass dem Pro­log ein urchrist­li­ches Lied über die Weis­heit bzw. den Logos zugrun­de liegt, das die Kin­der Got­tes sin­gen – und dies mit der paläs­ti­ni­schen Situa­ti­on in Vv. 6-8 bzw. V. 15 ver­bun­den wird (Thy­en, z. St.), wobei auf die syn­op­ti­schen Evan­ge­li­en ange­spielt wird.
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5. Mai 2017

Uni-Logo

 

6. März 2017

Ein Kri­ti­ker der aka­de­mi­schen (evan­ge­li­schen) Theo­lo­gie

Die aka­de­mi­sche Theo­lo­gie ver­stol­pe­re das 500-jäh­ri­ge Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um: http://www.zeitzeichen.net/religion-kirche/kritiker-der-reformationsjubilaeums/.  So for­mu­liert Thies Gund­lach in „Zeit­zei­chen“ – und dis­ku­tiert das Bei­spiel eines Sys­te­ma­ti­kers, eben­so von zwei Kirchenhistoriker/inne/n, die auch mas­sen­me­di­al prä­sent sind. Prak­ti­sche Theolog/inn/en wer­den nicht erwähnt. Allein die Exeget/inn/en hät­ten etwas gelie­fert, die 2017er Vari­an­te der Luther­bi­bel.

Dazu ist aber anzu­mer­ken, dass die heu­te erkann­ten Über­set­zungs­pro­ble­me nicht bear­bei­tet wor­den sind. So wird Eva immer noch von Gott, dem Herrn, aus einer Rip­pe Adams gebas­telt, wo doch schon die Sep­tuagin­ta (grie­chi­sche jüdi­sche Bibel) Sei­te vor­schlug. (more…)

5. März 2017

VHS Bad Rap­penau)">Kon­fu­zia­nis­mus im neue­ren Chi­na (VHS Bad Rap­penau)

Da phi­lo­so­phi­sche Kon­zep­te nur ver­stan­den wer­den kön­nen, wenn sie in dem gesell­schaft­li­chen Zusam­men­hang betrach­tet wer­den, zu dem sie gehö­ren, skiz­zie­re ich die Ent­wick­lung seit der letz­ten Pha­se des 18. Jahr­hun­derts d. Z. Das ist auch schon als Grund­la­ge für den Diens­tag in einer Woche gemeint. Am 07. März steht das Ver­hält­nis von KP und Kon­fu­zia­nis­mus im Vor­der­grund, am 14. März wird das Ver­hält­nis von Dao­is­ten und Men­schen­rech­ten aktu­ell stär­ker beleuch­tet.
Wie schon Adam Smith 1776 im „Wohl­stand der Natio­nen“ fest­ge­hal­ten hat, war Chi­na im asia­ti­schen Groß­raum, der wirt­schaft­lich füh­rend war, die stärks­te Wirt­schafts­na­ti­on in der Manu­fak­tur­wirt­schafts­form. Die­ses Ver­hält­nis beginnt sich erst unter den kolo­nia­lis­ti­schen Ver­hält­nis­sen ab etwa 1850 all­mäh­lich umzu­keh­ren. Heu­te erle­ben wir offen­bar eher eine Rück­kehr zu den dama­li­gen öko­no­mi­schen Ver­hält­nis­sen, natür­lich sind dadurch auch die phi­lo­so­phi­schen Fra­gen mit­be­stimmt.
Chi­na fehl­te damals der Über­gang von den Ein­sich­ten der klas­si­schen phy­si­ka­li­schen Mecha­nik sowie der Che­mie zur tech­ni­schen Umset­zung und den dann mög­li­chen öko­no­mi­schen Inno­va­ti­ons­schü­ben wie durch Dampf­ma­schi­ne, Eisen­bahn und Elek­tri­zi­tät, Che­mie usf. In eins mit die­sen Inno­va­ti­ons­schü­ben ent­stand der kolo­nia­lis­ti­sche Wil­le in den euro­päi­schen Staa­ten, die ent­spre­chend ver­such­ten, auch Chi­na zu kolo­nia­li­sie­ren.
Die­se kolo­nia­lis­ti­sche Ent­wick­lung hat dann die Ten­denz bis heu­te bestimmt. Es kommt zu einer qua­si­eu­ro­päi­schen Selbst­in­ter­pre­ta­ti­on gera­de in intel­lek­tu­ell enga­gier­ten Grup­pen. So fin­det 1911 und 1912 eine repu­bli­ka­nisch ori­en­tier­te Revo­lu­ti­on gegen das maro­de Kai­ser­tum statt. Die Kuomin­tang ent­stand als ers­te moder­ne chi­ne­si­sche Par­tei, die mit der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei zeit­wei­se eine Alli­anz ein­ging. Die­se zer­brach 1927, was von der Kom­mu­nis­ti­schen Inter­na­tio­na­le nicht geschätzt wur­de. Einer der wich­tigs­ten Funk­tio­nä­re der KP war Mao Tse-Tung (1893-1976), der sich in einer Rei­he von Kämp­fen schließ­lich durch­setz­te, 1934 KP-Vor­sit­zen­der wur­de und in ers­ter Linie einen bäu­er­lich gestütz­ten Gue­ril­la­kampf gegen die Kuomin­tang, auch gegen die ein­ge­fal­le­nen Japa­ner führ­te, wobei es wie­der zu einer Alli­anz von Kuomin­tang und KP kam. Dabei wur­de die Rote Armee zu einer schlag­kräf­ti­gen Trup­pe und besieg­te 1949 schließ­lich auch die Kuomin­tang, die noch Tai­wan behielt. Innen­po­li­tisch grün­de­te sich Maos Dik­ta­tur auf Kam­pa­gnen im Stil per­ma­nen­ter Klas­sen­kämp­fe. (more…)

4. März 2017

Hoch­rüs­tungs­de­bat­te

Donald Trump will die Rüs­tungs­aus­ga­ben noch­mals um etwa 10 % erhö­hen.

Die ande­ren Nato-Mit­glie­der haben sich ver­pflich­tet, je 2 % des BIP für Rüs­tung aus­zu­ge­ben. Wiki­Leaks zeigt an Zah­len von 2015 die unbe­ding­te Erfor­der­nis des­sen nach.

 

Wiki­leaks

24. Februar 2017

Kar­ne­val 2017

In den aktu­el­len tol­len Tagen und wohl auch in der sich anschlie­ßen­den Fas­ten­zeit ist es nicht sicher, ob der Schulz­zug an der End­hal­te­stel­le Kanz­ler­amt oder doch zuvor am Reichs­tag aus­rollt. Die Zah­len auf www.wahlrecht.de sind zumeist Pro­gno­sen – und daher logisch vage. Einen Ein­blick in die aktu­el­len Daten gibt die soge­nann­te „Stim­mung“ der For­schungs­grup­pe Wah­len. Danach wäre ein rot­grü­nes Bünd­nis (42/9 %) mög­lich, die AfD käme auf 6 %. Dass die Uni­on in hel­ler Auf­re­gung ist, ist klar.
Gabri­el hat also einen Coup gelan­det. (more…)

14. Februar 2017

Der Schulz­zug – Schul­zen­bro­thers

 

Jeden­falls für die Uni­on schre­cken­ser­re­gend, MEGA wie Trump … Aber sagt der nicht MAGA, kann ein Süd­ba­den­ser schon mal ver­wech­seln.

11. Februar 2017

2Kor 4,1ff (EfG Gries­heim)

Leuch­ten auf dem Ange­sicht des gekreu­zig­ten Chris­tus Chagall, Frau­müns­ter Zürich

 

4 1Von daher und weil wir die­sen Dienst des Neu­en Tes­ta­ments bekom­men haben, ver­lie­ren wir nicht den Mut. Wir haben ja Barm­her­zig­keit erfah­ren. 2Von aller Art der Geheim­nis­tue­rei haben wir uns los­ge­sagt, sie ist ver­werf­lich. Wir gehen unse­ren Weg nicht mit Hin­ter­list, ver­fäl­schen auch nicht Got­tes Wort. Viel­mehr emp­feh­len wir uns selbst, indem wir die Wahr­heit für die Urteils­kraft aller Men­schen und in Ver­ant­wor­tung vor Gott offen legen. 3Wenn aber unse­re Freu­den­bot­schaft [unser Evan­ge­li­um] den­noch zuge­deckt ist, dann ist sie es bei den Ver­lo­re­nen, 4bei Men­schen, die ungläu­big sind und Gott nicht ver­trau­en. Ihr Ver­stand ist von der Gott­heit die­ses Zeit­al­ters ver­dun­kelt wor­den. So sehen sie das hel­le Licht der Freu­den­bot­schaft nicht, den Licht­glanz des Chris­tus, wel­cher das Bild Got­tes ist. 5 Wir ver­kün­den ja nicht uns selbst, son­dern dass Jesus Chris­tus Herr ist und uns selbst um Jesu wil­len als Men­schen, die für euch Skla­ven­ar­beit tun. 6 Denn Gott sprach: Licht soll aus der Dun­kel­heit auf­strah­len, und Gott hat ein hel­les Strah­len in unse­re Her­zen gege­ben, sodass wir das Leuch­ten des Glan­zes Got­tes im Ange­sicht des Chris­tus Jesus erken­nen. 7 Doch die­sen Schatz haben wir in zer­brech­li­chen Gefä­ßen. So stammt die über­flie­ßen­de Kraft von Gott und nicht von uns. 8Von allen Sei­ten wer­den wir bedrängt, doch wir haben Raum. Wir wis­sen nicht wei­ter, doch wir ver­zwei­feln nicht. 9Wir wer­den ver­folgt, doch nicht von Gott im Stich gelas­sen. Wir wer­den zu Boden gewor­fen, doch wir gehen nicht zugrun­de. 10Immer tra­gen wir das Ster­ben Jesu an unse­rem Leib mit uns. Genau­so erscheint an unse­rem Leib auch das Leben Jesu. 11Wir, die wir leben, wer­den ja wegen Jesus fort­wäh­rend dem Tod aus­ge­lie­fert. Somit erscheint Jesu Leben auch in unse­rer sterb­li­chen Exis­tenz. 12Daher ist in uns der Tod wirk­sam, aber das Leben in euch.

Lie­be Gemein­de,

ein schwie­ri­ger Text, bei des­sen Über­set­zung es schon Pro­ble­me gibt. Ich ste­he selbst jen­seits der pro­tes­tan­ti­schen Dif­fe­renz von „refor­miert“ und „luthe­risch“, aber Luther hat­te recht, wenn er über­setz­te: Dienst des „Neu­en Tes­ta­ments“ statt Neu­en Bun­des . Sowohl in der grie­chi­schen Über­set­zung der Hei­li­gen Schrif­ten der Ju/ü/d/inn/en als auch im Neu­en Tes­ta­ment ist mit διαθήκη (dia­the­ke) als Wie­der­ga­be von hebrä­isch berit eine schrift­lich nie­der­ge­leg­te oder fest­ge­hal­te­ne Wil­lens­ver­fü­gung Got­tes bezeich­net, in den Hei­li­gen Schrif­ten der Ju/ü/d/inn/en um die Tora kon­zen­triert, im Neu­en Tes­ta­ment auf das Evan­ge­li­um kon­zen­triert, die Freu­den­bot­schaft. (more…)