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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


15. Januar 2018

Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das Arbei­ten: Die Urge­schich­te
Gele­se­ne Tex­te: 1 Mose, Kapi­tel 6.1-6.22/Kapitel 7.1-7.24
Pro­to­koll vom 09.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: LW

In den Ver­sen eins bis vier beschreibt die Bibel, wie die Men­schen began­nen, sich zu ver­meh­ren und sich über der Erde aus­zu­brei­ten. An die­ser Stel­le der Bibel wer­den sehr vie­le Frau­en erst­ma­lig erwähnt, eben­so wie der seit Gen 2.24 prä­sen­te Geschlechts­akt ange­führt wird, der zur Zeu­gung von Kin­dern führt.

Die Frau­en wer­den als schön beschrie­ben, die Got­tes­söh­ne, mit ihrer Got­tes­gleich­heit kön­nen auch als Engel dar­ge­stellt wer­den, die gewal­tig und mäch­tig sind.

Die Got­tes­söh­ne such­ten sich die Frau­en aus, die ihnen jeweils am bes­ten gefie­len und zeug­ten mit ihnen Kin­der. Hier wird den Frau­en kei­ner­lei Selbst­be­stimmt­heit zuge­schrie­ben, denn sie wur­den von den Got­tes­söh­nen aus­ge­wählt. Auch lässt die Beschrei­bung der Schön­heit der Frau­en auf eine Objek­ti­vie­rung des weib­li­chen Geschlechts zurück­schlie­ßen. Eine Rol­le, mit der sich Frau­en bis heu­te aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. (more…)

3. Dezember 2017

Fremd­sein, Eth­nie (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Pro­to­koll Theo­lo­gie des Neu­es Tes­ta­ment vom 2811.17 von MK

Die zitier­ten Bibel­stel­len stam­men aus der Luther­über­set­zung 2017

The­ma: Pro­phe­ti­sche Tex­te

All­ge­mei­ne struk­tu­rel­le Hin­wei­se:

Nach Erzäh­lun­gen (Gene­sis und Exo­dus) und Geset­zes­tex­ten (Exo­dus und Levi­ti­kus) kommt jetzt eine Betrach­tung einer drit­ten Mög­lich­keit, die auch zeit­über­grei­fend ist.

Die behan­del­ten Bibel­stel­len wur­den ver­mut­lich zu unter­schied­li­chen Zei­ten geschrie­ben.

Jere­mia wur­de wahr­schein­lich vor dem Exil geschrie­ben. Eze­chiel wur­de recht sicher im Exil geschrie­ben.

Sacha­ria und Malia­chi sind Pro­phe­ten die in der nach dem Exil neu ent­wi­ckel­ten reli­giö­sen Kul­tur ent­stan­den sind (per­si­sche und grie­chi­sche Peri­ode).

Gemein haben die Pro­phe­ten ein kri­ti­sches Auf­tre­ten. Unab­hän­gig von der poli­ti­schen Macht bezie­hen sie sich auf die Reli­gi­on. (more…)

29. November 2017

Grie­chi­sche Lek­tü­re des Johan­nes­evan­ge­li­ums (Uni Hd)

Wir über­setz­ten 19,25-30; 20,1-18.

25Εστκεισαν δ παρ τ σταυρ τοησο

μτηρ ατο

καἡ αδελφ τς μητρς ατο,

Μαρα το Κλωπ

κα Μαρα Μαγδαλην.

26ησος ον δν τν μητρα

κα τν μαθητν παρεσττα ν γπα,

λγει τ μητρ·

γναι,


δε υἱός σου.

27ετα λγει τ μαθητ·

δε μτηρ σου.

καπ‘ κενης τς ρας λαβεν μαθητς ατν ες τδια.

 28Μετ τοτο εδς ησος


τι δη πντα τετλεσται,

να τελειωθ γραφ,

λγει·

διψ.

29σκεος κειτο ξους μεστν·

σπγγον ον μεστν το
ξους σσπ περιθντες

προσνεγκαν ατο τ στματι.

30τε ον λαβεν τ
ξος [] ησος επεν·

τετλεσται, κα κλνας τν κεφαλν

παρδωκεν τ πνεμα.
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24. November 2017

Zusam­men­fas­sung vom 21.11.

Wir nah­men eine eth­nisch zuge­spitz­te Form der jüdi­schen Reli­gi­on im per­sisch domi­nier­ten Judäa des 5. Jhdts. v. d. Z. wahr, wie sie durch Esr 8 und Neh 13 reprä­sen­tiert ist. Bei­de Tex­te sind an den Dis­kurs über die ande­ren Völ­ker in Kana­an ange­schlos­sen, der im Exo­dus beginnt und mit der Land­nah­me im Buch Josua dann bedeu­tend wird und bis zu 2 Kön reicht. Die mono­the­is­ti­sche Poin­te von Dtjes (z. B. Jes 45,4) ist hier unbe­kannt. Ver­ehrt wird in Jeru­sa­lem der eifer­süch­ti­ge JHWH, der unter­sagt, Hei­ra­ten mit Ange­hö­ri­gen sol­cher kana­a­näi­schen Eth­ni­en ein­zu­ge­hen, weil dadurch ande­re Göt­ter oder Göt­tin­nen ver­ehrt wer­den könn­ten.

Wir mach­ten uns klar, dass biblisch das Buch Ruth (Moab) und das Buch Esther (Per­si­en) Gegen­ent­wurf dar­stel­len, sodass bis zum heu­ti­gen Tag im Juden­tum kei­ne Einig­keit zu die­ser Fra­ge besteht.

22. November 2017

Grie­chi­sche Lek­tü­re des Johan­nes­evan­ge­li­ums (Uni Hd)

Auf­ga­ben zur nächs­ten Sit­zung

  1. Über­set­zen und seg­men­tie­ren Sie Joh 19,25-30; 20,1-18!
23. Oktober 2017

Semi­nar­plan Flucht usf.

 

24.10. Ken­nen­ler­nen, Plan, Gen 12,10-13,1
07.11. Gen 41 ff.; Ex 1,1-2,10
14.11. Ex 20,2; 22,20; 23,9.12; Lev 19,33-35
21.11. Esr 9f; Neh 13
28.11. Jer 7,6; Jer 22,3; Ez 22,7; Sach 7,10; Mal 3,5
05.12. Jes 2,1-4; Mi 4,1-3
12.12. Jes 42,1-4; 49,1-6
19.12. Luk 2,1-15
09.01. Lukas 1,46-55
16.01. Mt 2,1-23
23.01. Mt 5,33-48
30.01. Gal 2,11-12
06.02. Röm 11,25-33

Die ers­te Sit­zung nahm auf­merk­sam die Behand­lung der Wirt­schafts­flücht­lin­ge Abra­ham und Sara in Ägyp­ten wahr.

24. Juni 2017

TUD: Berg­pre­digt">TUD: Berg­pre­digt

 

Pro­to­kol­lan­tin: Lore­na Lorenz

Mat­thä­us 6, 1-18


Vom Almo­sen

1 Hütet euch, eure Gerech­tig­keit vor den Men­schen zur Schau zu stel­len; sonst habt ihr kei­nen Lohn von eurem Vater im Him­mel zu erwar­ten.

2 Wenn du Almo­sen gibst, lass es also nicht vor dir her­po­sau­nen, wie es die Heuch­ler in den Syn­ago­gen und auf den Gas­sen tun, um von den Leu­ten gelobt zu wer­den. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhal­ten.

3 Wenn du Almo­sen gibst, soll dei­ne lin­ke Hand nicht wis­sen, was dei­ne rech­te tut.

4 Dein Almo­sen soll ver­bor­gen blei­ben und dein Vater, der auch das Ver­bor­ge­ne sieht, wird es dir ver­gel­ten.“

In die­sem Teil der Berg­pre­digt wird dar­auf ein­ge­gan­gen, dass man sich selbst und sei­nen Glau­ben nicht reprä­sen­tie­ren und zur Schau stel­len soll­te. Almo­sen soll­te man nur geben, wenn man dies auch wirk­lich ehr­lich möch­te und nicht um ein hohes Anse­hen in der Gemein­de zu erlan­gen. Angeb­lich war zur­zeit Jesu dies in der Syn­ago­ge durch­aus der Fall, was von Jesus kri­ti­siert wor­den sei. Vers drei ver­weist klar dar­auf, dass man nicht stolz auf sich sein soll­te, wenn man Almo­sen ver­teilt. In der Berg­pre­digt wird sich klar von die­sem Ver­hal­ten abge­grenzt.
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3. Juni 2017

TUD">TUD


Semi­nar: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

TU Darm­stadt, Pro­to­koll vom: 30.05.2017

Pro­to­kol­lan­tin: Mai­ke Nadi­ne Beiß­wen­ger

Leh­ren­der: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

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Orga­ni­sa­to­ri­sches

Zu Beginn des Semi­nars gab Herr Pött­ner allen Semi­nar­teil­neh­mern die Mög­lich­keit, Rück­fra­gen zu dem Pro­to­koll von Ann-Chris­tin San­der vom 23.05.2017 zu stel­len. Hier­bei beton­te er, dass dies ein gutes Pro­to­koll sei, wel­ches die Poe­sie gut dar­stel­le.

Anmer­kung

Für die heu­ti­ge Semi­nar­sit­zung war aus dem Buch von Lukas Bor­mann „Bibel­kun­de“ das Kapi­tel 6 „Die Pro­phe­tie des 8. Jahr­hun­derts“ zu lesen.
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26. Mai 2017

TUD)">Berg­pre­digt (TUD)


  1. Sit­zungs­pro­to­koll

TU Darm­stadt, Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozi­al­ethik

Ver­an­stal­tung: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Datum: 23.05.2017, 11.50-13.10 Uhr

The­ma: Berg­pre­digt-Pas­sa­ge von Ehe­bruch und Schei­dung

Pro­to­koll­füh­re­rin­nen: CG und CA

In der heu­ti­gen Sit­zung wur­de der Teil der Berg­pre­digt bespro­chen, der von Ehe­bruch und Schei­dung han­delt (Mt 5,27-32) – hier zunächst der Text in zwei ver­schie­de­nen Über­set­zun­gen:

Luther-Bibel (revi­dier­te Fas­sung von 2017)

27 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst nicht ehe­bre­chen.«

28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begeh­ren, der hat schon mit ihr die Ehe gebro­chen in sei­nem Her­zen.

29 Wenn dich aber dein rech­tes Auge ver­führt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist bes­ser für dich, dass eins dei­ner Glie­der ver­der­be und nicht der gan­ze Leib in die Höl­le gewor­fen wer­de.

30 Wenn dich dei­ne rech­te Hand ver­führt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist bes­ser für dich, dass eins dei­ner Glie­der ver­der­be und nicht der gan­ze Leib in die Höl­le fah­re.

31 Es ist auch gesagt: »Wer sich von sei­ner Frau schei­det, der soll ihr einen Schei­de­brief geben.«

32 Ich aber sage euch: Wer sich von sei­ner Frau schei­det, es sei denn wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschie­de­ne hei­ra­tet, der bricht die Ehe.

Bibel in gerech­ter Spra­che (Über­set­zung von Lui­se Schott­roff)

27 Ihr habt gehört, dass Gott gesagt hat: du sollst nicht ehe­bre­chen.

28 Ich lege euch das heu­te so aus: Wenn jemand eine Frau durch sei­nen begehr­li­chen Blick ernied­rigt, hat er in sei­nem Her­zen mit ihr schon die Ehe gebro­chen.

29 Wenn dein rech­tes Auge dich in die Gefahr bringt, von Gott abzu­fal­len, reiß‘ es aus und wirf es von dir. Denn es ist bes­ser, dass eines dei­ner Kör­per­tei­le ver­lo­ren geht, als dass dein gan­zer Kör­per von Gott ver­ur­teilt wird.

30 Und wenn dei­ne rech­te Hand dich in die Gefahr bringt, von Gott abzu­fal­len, schlag‘ sie ab und wirf sie von dir. Es ist bes­ser, dass eines dei­ner Kör­per­tei­le ver­lo­ren geht, als dass dein gan­zer Kör­per von Gott ver­ur­teilt wird.

31 Gott hat gesagt: Wenn eine Frau gehen möch­te, gebt ihr einen Schei­de­brief.

32 Ich lege euch das heu­te so aus: Wenn jemand sei­ne Frau ein­fach nur gehen lässt, aus­ge­nom­men im Fal­le von sexu­el­len Bezie­hun­gen, die die Tora ver­bie­tet, ver­ur­sacht er, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Frau hei­ra­tet, die getrennt lebt, bricht ihre ers­te Ehe.
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TUD)">Bibel­kun­de hebräi­sche Poe­sie (TUD)


Semi­nar: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

Pro­to­koll der Sit­zung vom 23.05.2017

Pro­to­kol­lan­tin: Ann-Chris­tin San­der

1. Orga­ni­sa­to­ri­sches

Herr Pött­ner gibt zu Beginn die Mög­lich­keit Rück­fra­gen zu dem Pro­to­koll von dem 16.05.2017 zu geben. Es waren aller­dings kei­ne Fra­gen offen.

Für das Vor­wis­sen für die­se Sit­zung wur­de von allen Stu­die­ren­den das Kapi­tel 5 „Die Dich­tung Isra­els“, aus dem Buch Bibel­kun­de von Lukas Bor­mann gele­sen.

The­ma für die­se Sit­zung: Der drit­te Teil des hebräi­schen Kanons

Hier­bei wird von dem Buch Hiob, den Psal­men, den Spruch­weis­hei­ten, den Pre­di­gern und dem Hohe­lied gespro­chen.

2. Beschrei­bung der hebräi­schen Poe­sie

Als Grund­la­ge wird hier­zu das oben genann­te Buch auf den Sei­ten 116/117 auf­ge­schla­gen. Man kann wich­ti­ge Regeln auf­zei­gen, wel­che immer wie­der in den Tex­ten auf­tau­chen. Es wer­den die vier Vari­an­ten des Par­al­le­lis­mus mem­bro­rum näher erläu­tert:

2.1 Syn­ony­mer Par­al­le­lis­mus mem­bro­rum

Spr 11,25

a

b

Z 1

Einer, der gern seg­net,

wird gesät­tigt

a‘

b‘

Z 2

Und wer erquickt,

wird auch selbst gelabt.

Abb. 1: Bei­spiel: Syn­ony­me Aus­sa­ge über den Wohl­tä­ter.

Zu einer Beschrei­bung von bestimm­ten Sach­ver­hal­ten kann der syn­ony­me Par­al­le­lis­mus mem­bro­rum hilf­reich sein. Herr Pött­ner fragt, ob es von allen ver­stan­den wur­de. Es wur­de von allen Stu­die­ren­den ver­stan­den.
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