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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


6. Juni 2018

1Kor 8,1-13 – Uni Hd

2. Juni 2018

Pro­phe­ten

Wir beschäf­tig­ten uns mit der bibli­schen Pro­phe­tie vom ach­ten bis zum zwei­ten Jhdt. v. d. Z. und bespra­chen exem­pla­risch Jes 2,1ff, Jes 11,1ff, Jer 20,4ff und Ez 1,1ff.
Wir ent­deck­ten u. a. ange­regt durch die Dar­stel­lung bei Bor­mann, dass die Pro­phe­ten
• Kult­kri­tik und
• Sozi­al­kri­tik be-
trie­ben. In bei­den Fäl­len ste­hen sie mög­li­cher­wei­se – anders als z. B. in den meso­po­ta­mi­schen Gesell­schaf­ten – gegen das König­tum. Wir sahen das an der Kon­stel­la­ti­on David-Bath­se­ba-Nathan. Sie sind also eine genu­in reli­giö­se Grup­pe, m. E. kann ihr Auf­tre­ten als Aus­dif­fe­ren­zie­rung der Reli­gi­on in Nord-Isra­el und Juda als eigen­stän­di­ger Bereich der Gesell­schaft ver­stan­den wer­den. Wenn sie den Schutz der Wai­sen, Wit­wen und Armen for­der­ten, dann hat­te der König ver­sagt, des­sen Auf­ga­be das in den alt­ori­en­ta­li­schen Gesell­schaf­ten war.
Das Pro­phe­ten­buch ist der bedeu­tends­te Fall der Fort­schrei­bungs­pro­zes­se in der Bibel, Vor­aus­sa­gen muss­ten auf­ge­zeich­net, inter­pre­tiert und konn­ten offen gelas­sen wer­den. So ent­hält das Jesa­ja­buch Tex­te aus dem 8. (1-39), dem 6. (40-55), ab dem 5. (56-65), aber auch aus dem 2. Jhdt. v. d. Z., die soge­nann­te Jesa­ja-Apo­ka­lyp­se in 24-27.
Wir nah­men die Völ­ker­wall­fahrt zum Zion (2,1ff) wahr, die bis Röm 11,25ff eine rei­che Rezep­ti­ons­ge­schich­te auf­weist. Jes 11,1ff ist eine mes­sia­ni­sche Weis­sa­gung, die einen alter­na­ti­ven David­i­den erwar­tet, der ein Frie­dens­reich errich­tet, mit Gerech­tig­keit regiert. Das Frie­dens­reich hat para­die­si­sche Züge, denn der Tier­frie­de herrscht.
Jer 20,4ff zeigt eine typi­sche Gerichts­an­sa­ge an Juda, das ins Exil geführt wer­den soll. Dazu kommt eine der Kon­fes­sio­nen Jere­mi­as. In ihr beklagt der Pro­phet sein Schick­sal, sei­ne Ver­fol­gung usf.

Ez 1,1ff ist die ein­drucks­volls­te pro­phe­ti­sche Visi­on, der Schwe­re Got­tes, Luther: Herr­lich­keit Got­tes – mit Bil­dern der Uni­ver­sa­li­tät Got­tes.
Heu­te unter­stellt man, dass die ande­ren in einem Zwölf-Pro­phe­ten­buch orga­ni­siert sind. Wich­tig ist Sach 9f, weil dort das Bild des Frie­dens­kö­nigs ent­fal­tet wird, dazu Mal, der vor dem „Tag des Herrn“ Elia erwar­tet, im Chris­ten­tum: Johan­nes, der Täu­fer.

Mk und Mt am nächs­ten Diens­tag.

 

24. Januar 2018

Grie­chi­sche Lek­tü­re, Auf­ga­ben!

Am Mon­tag ist mir ein Feh­ler unter­lau­fen, sor­ry!

Auf­ga­ben zum 29.o1

1. Über­set­zen und seg­men­tie­ren Sie 1Joh 4(!),1-21!

 

15. Januar 2018

Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das Arbei­ten: Die Urge­schich­te
Gele­se­ne Tex­te: 1 Mose, Kapi­tel 6.1-6.22/Kapitel 7.1-7.24
Pro­to­koll vom 09.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: LW

In den Ver­sen eins bis vier beschreibt die Bibel, wie die Men­schen began­nen, sich zu ver­meh­ren und sich über der Erde aus­zu­brei­ten. An die­ser Stel­le der Bibel wer­den sehr vie­le Frau­en erst­ma­lig erwähnt, eben­so wie der seit Gen 2.24 prä­sen­te Geschlechts­akt ange­führt wird, der zur Zeu­gung von Kin­dern führt.

Die Frau­en wer­den als schön beschrie­ben, die Got­tes­söh­ne, mit ihrer Got­tes­gleich­heit kön­nen auch als Engel dar­ge­stellt wer­den, die gewal­tig und mäch­tig sind.

Die Got­tes­söh­ne such­ten sich die Frau­en aus, die ihnen jeweils am bes­ten gefie­len und zeug­ten mit ihnen Kin­der. Hier wird den Frau­en kei­ner­lei Selbst­be­stimmt­heit zuge­schrie­ben, denn sie wur­den von den Got­tes­söh­nen aus­ge­wählt. Auch lässt die Beschrei­bung der Schön­heit der Frau­en auf eine Objek­ti­vie­rung des weib­li­chen Geschlechts zurück­schlie­ßen. Eine Rol­le, mit der sich Frau­en bis heu­te aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. (more…)

3. Dezember 2017

Fremd­sein, Eth­nie (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Pro­to­koll Theo­lo­gie des Neu­es Tes­ta­ment vom 2811.17 von MK

Die zitier­ten Bibel­stel­len stam­men aus der Luther­über­set­zung 2017

The­ma: Pro­phe­ti­sche Tex­te

All­ge­mei­ne struk­tu­rel­le Hin­wei­se:

Nach Erzäh­lun­gen (Gene­sis und Exo­dus) und Geset­zes­tex­ten (Exo­dus und Levi­ti­kus) kommt jetzt eine Betrach­tung einer drit­ten Mög­lich­keit, die auch zeit­über­grei­fend ist.

Die behan­del­ten Bibel­stel­len wur­den ver­mut­lich zu unter­schied­li­chen Zei­ten geschrie­ben.

Jere­mia wur­de wahr­schein­lich vor dem Exil geschrie­ben. Eze­chiel wur­de recht sicher im Exil geschrie­ben.

Sacha­ria und Malia­chi sind Pro­phe­ten die in der nach dem Exil neu ent­wi­ckel­ten reli­giö­sen Kul­tur ent­stan­den sind (per­si­sche und grie­chi­sche Peri­ode).

Gemein haben die Pro­phe­ten ein kri­ti­sches Auf­tre­ten. Unab­hän­gig von der poli­ti­schen Macht bezie­hen sie sich auf die Reli­gi­on. (more…)

29. November 2017

Grie­chi­sche Lek­tü­re des Johan­nes­evan­ge­li­ums (Uni Hd)

Wir über­setz­ten 19,25-30; 20,1-18.

25Εστκεισαν δ παρ τ σταυρ τοησο

μτηρ ατο

καἡ αδελφ τς μητρς ατο,

Μαρα το Κλωπ

κα Μαρα Μαγδαλην.

26ησος ον δν τν μητρα

κα τν μαθητν παρεσττα ν γπα,

λγει τ μητρ·

γναι,


δε υἱός σου.

27ετα λγει τ μαθητ·

δε μτηρ σου.

καπ‘ κενης τς ρας λαβεν μαθητς ατν ες τδια.

 28Μετ τοτο εδς ησος


τι δη πντα τετλεσται,

να τελειωθ γραφ,

λγει·

διψ.

29σκεος κειτο ξους μεστν·

σπγγον ον μεστν το
ξους σσπ περιθντες

προσνεγκαν ατο τ στματι.

30τε ον λαβεν τ
ξος [] ησος επεν·

τετλεσται, κα κλνας τν κεφαλν

παρδωκεν τ πνεμα.
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24. November 2017

Zusam­men­fas­sung vom 21.11.

Wir nah­men eine eth­nisch zuge­spitz­te Form der jüdi­schen Reli­gi­on im per­sisch domi­nier­ten Judäa des 5. Jhdts. v. d. Z. wahr, wie sie durch Esr 8 und Neh 13 reprä­sen­tiert ist. Bei­de Tex­te sind an den Dis­kurs über die ande­ren Völ­ker in Kana­an ange­schlos­sen, der im Exo­dus beginnt und mit der Land­nah­me im Buch Josua dann bedeu­tend wird und bis zu 2 Kön reicht. Die mono­the­is­ti­sche Poin­te von Dtjes (z. B. Jes 45,4) ist hier unbe­kannt. Ver­ehrt wird in Jeru­sa­lem der eifer­süch­ti­ge JHWH, der unter­sagt, Hei­ra­ten mit Ange­hö­ri­gen sol­cher kana­a­näi­schen Eth­ni­en ein­zu­ge­hen, weil dadurch ande­re Göt­ter oder Göt­tin­nen ver­ehrt wer­den könn­ten.

Wir mach­ten uns klar, dass biblisch das Buch Ruth (Moab) und das Buch Esther (Per­si­en) Gegen­ent­wurf dar­stel­len, sodass bis zum heu­ti­gen Tag im Juden­tum kei­ne Einig­keit zu die­ser Fra­ge besteht.

22. November 2017

Grie­chi­sche Lek­tü­re des Johan­nes­evan­ge­li­ums (Uni Hd)

Auf­ga­ben zur nächs­ten Sit­zung

  1. Über­set­zen und seg­men­tie­ren Sie Joh 19,25-30; 20,1-18!
23. Oktober 2017

Semi­nar­plan Flucht usf.

 

24.10. Ken­nen­ler­nen, Plan, Gen 12,10-13,1
07.11. Gen 41 ff.; Ex 1,1-2,10
14.11. Ex 20,2; 22,20; 23,9.12; Lev 19,33-35
21.11. Esr 9f; Neh 13
28.11. Jer 7,6; Jer 22,3; Ez 22,7; Sach 7,10; Mal 3,5
05.12. Jes 2,1-4; Mi 4,1-3
12.12. Jes 42,1-4; 49,1-6
19.12. Luk 2,1-15
09.01. Lukas 1,46-55
16.01. Mt 2,1-23
23.01. Mt 5,33-48
30.01. Gal 2,11-12
06.02. Röm 11,25-33

Die ers­te Sit­zung nahm auf­merk­sam die Behand­lung der Wirt­schafts­flücht­lin­ge Abra­ham und Sara in Ägyp­ten wahr.

24. Juni 2017

TUD: Berg­pre­digt">TUD: Berg­pre­digt

 

Pro­to­kol­lan­tin: Lore­na Lorenz

Mat­thä­us 6, 1-18


Vom Almo­sen

1 Hütet euch, eure Gerech­tig­keit vor den Men­schen zur Schau zu stel­len; sonst habt ihr kei­nen Lohn von eurem Vater im Him­mel zu erwar­ten.

2 Wenn du Almo­sen gibst, lass es also nicht vor dir her­po­sau­nen, wie es die Heuch­ler in den Syn­ago­gen und auf den Gas­sen tun, um von den Leu­ten gelobt zu wer­den. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhal­ten.

3 Wenn du Almo­sen gibst, soll dei­ne lin­ke Hand nicht wis­sen, was dei­ne rech­te tut.

4 Dein Almo­sen soll ver­bor­gen blei­ben und dein Vater, der auch das Ver­bor­ge­ne sieht, wird es dir ver­gel­ten.“

In die­sem Teil der Berg­pre­digt wird dar­auf ein­ge­gan­gen, dass man sich selbst und sei­nen Glau­ben nicht reprä­sen­tie­ren und zur Schau stel­len soll­te. Almo­sen soll­te man nur geben, wenn man dies auch wirk­lich ehr­lich möch­te und nicht um ein hohes Anse­hen in der Gemein­de zu erlan­gen. Angeb­lich war zur­zeit Jesu dies in der Syn­ago­ge durch­aus der Fall, was von Jesus kri­ti­siert wor­den sei. Vers drei ver­weist klar dar­auf, dass man nicht stolz auf sich sein soll­te, wenn man Almo­sen ver­teilt. In der Berg­pre­digt wird sich klar von die­sem Ver­hal­ten abge­grenzt.
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