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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


3. Juni 2017

TUD


Seminar: Grundorientierung Bibel

TU Darmstadt, Protokoll vom: 30.05.2017

Protokollantin: Maike Nadine Beißwenger

Lehrender: Prof. Dr. Martin Pöttner

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Organisatorisches

Zu Beginn des Seminars gab Herr Pöttner allen Seminarteilnehmern die Möglichkeit, Rückfragen zu dem Protokoll von Ann-Christin Sander vom 23.05.2017 zu stellen. Hierbei betonte er, dass dies ein gutes Protokoll sei, welches die Poesie gut darstelle.

Anmerkung

Für die heutige Seminarsitzung war aus dem Buch von Lukas Bormann „Bibelkunde“ das Kapitel 6 „Die Prophetie des 8. Jahrhunderts“ zu lesen.
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26. Mai 2017

Bergpredigt (TUD)


  1. Sitzungsprotokoll

TU Darmstadt, Institut für Theologie und Sozialethik

Veranstaltung: Einführung in die exegetischen Methoden

Dozent: Prof. Dr. Martin Pöttner

Datum: 23.05.2017, 11.50-13.10 Uhr

Thema: Bergpredigt-Passage von Ehebruch und Scheidung

Protokollführerinnen: CG und CA

In der heutigen Sitzung wurde der Teil der Bergpredigt besprochen, der von Ehebruch und Scheidung handelt (Mt 5,27-32) – hier zunächst der Text in zwei verschiedenen Übersetzungen:

Luther-Bibel (revidierte Fassung von 2017)

27 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen.«

28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

29 Wenn dich aber dein rechtes Auge verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.

30 Wenn dich deine rechte Hand verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre.

31 Es ist auch gesagt: »Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben.«

32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

Bibel in gerechter Sprache (Übersetzung von Luise Schottroff)

27 Ihr habt gehört, dass Gott gesagt hat: du sollst nicht ehebrechen.

28 Ich lege euch das heute so aus: Wenn jemand eine Frau durch seinen begehrlichen Blick erniedrigt, hat er in seinem Herzen mit ihr schon die Ehe gebrochen.

29 Wenn dein rechtes Auge dich in die Gefahr bringt, von Gott abzufallen, reiß‘ es aus und wirf es von dir. Denn es ist besser, dass eines deiner Körperteile verloren geht, als dass dein ganzer Körper von Gott verurteilt wird.

30 Und wenn deine rechte Hand dich in die Gefahr bringt, von Gott abzufallen, schlag‘ sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser, dass eines deiner Körperteile verloren geht, als dass dein ganzer Körper von Gott verurteilt wird.

31 Gott hat gesagt: Wenn eine Frau gehen möchte, gebt ihr einen Scheidebrief.

32 Ich lege euch das heute so aus: Wenn jemand seine Frau einfach nur gehen lässt, ausgenommen im Falle von sexuellen Beziehungen, die die Tora verbietet, verursacht er, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Frau heiratet, die getrennt lebt, bricht ihre erste Ehe.
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Bibelkunde hebräische Poesie (TUD)


Seminar: Grundorientierung Bibel

Protokoll der Sitzung vom 23.05.2017

Protokollantin: Ann-Christin Sander

1. Organisatorisches

Herr Pöttner gibt zu Beginn die Möglichkeit Rückfragen zu dem Protokoll von dem 16.05.2017 zu geben. Es waren allerdings keine Fragen offen.

Für das Vorwissen für diese Sitzung wurde von allen Studierenden das Kapitel 5 „Die Dichtung Israels“, aus dem Buch Bibelkunde von Lukas Bormann gelesen.

Thema für diese Sitzung: Der dritte Teil des hebräischen Kanons

Hierbei wird von dem Buch Hiob, den Psalmen, den Spruchweisheiten, den Predigern und dem Hohelied gesprochen.

2. Beschreibung der hebräischen Poesie

Als Grundlage wird hierzu das oben genannte Buch auf den Seiten 116/117 aufgeschlagen. Man kann wichtige Regeln aufzeigen, welche immer wieder in den Texten auftauchen. Es werden die vier Varianten des Parallelismus membrorum näher erläutert:

2.1 Synonymer Parallelismus membrorum

Spr 11,25

a

b

Z 1

Einer, der gern segnet,

wird gesättigt

a‘

b‘

Z 2

Und wer erquickt,

wird auch selbst gelabt.

Abb. 1: Beispiel: Synonyme Aussage über den Wohltäter.

Zu einer Beschreibung von bestimmten Sachverhalten kann der synonyme Parallelismus membrorum hilfreich sein. Herr Pöttner fragt, ob es von allen verstanden wurde. Es wurde von allen Studierenden verstanden.
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19. Mai 2017

Theologie des Neuen Testaments (TUD)


Protokoll zur Sitzung am 16.5. von MK

Thema: Mt 5, 21-26 Du sollst nicht töten – Worum geht es?

Die entsprechenden Bibelstellen entstammen der Lutherübersetzung 2017.

Der erste Teil, Verse 21-22:

21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist (2. Mose 20,13; 21,12): »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.

22 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.

Der Text startet eine Reihe in der Bergpredigt und wird bis 5, Vers 48 ähnlich fortgeführt.

Die erste Idee zum Text: eine neue Auslegung des Tötungsbegriffs. (more…)

18. Mai 2017

Johannesprolog (Uni Hd)


Zusammenfassung vom 15.05.

Wir besprachen 1,15-18 und kamen dann zu einer narrativen Gesamtsicht des Johannesprologs.

15 aα Ἰωάννης μαρτυρεῖ περὶ αὐτοῦ

aβ καὶ κέκραγεν λέγων·

b οὗτος ἦν ὃν εἶπον·

c ὁ ὀπίσω μου ἐρχόμενος ἔμπροσθέν μου γέγονεν,

d ὅτι πρῶτός μου ἦν.

16 aα ὅτι ἐκ τοῦ πληρώματος αὐτοῦ ἡμεῖς πάντες ἐλάβομεν

aβ καὶ χάριν ἀντὶ χάριτος·

17 a ὅτι ὁ νόμος διὰ Μωϋσέως ἐδόθη,

b ἡ χάρις καὶ ἡ ἀλήθεια διὰ Ἰησοῦ Χριστοῦ ἐγένετο.

18 a Θεὸν οὐδεὶς ἑώρακεν πώποτε·

bα μονογενὴς θεὸς ὁ ὢν εἰς τὸν κόλπον τοῦ πατρὸς

bβ ἐκεῖνος ἐξηγήσατο.

Wir erörterten zunächst die Rede von der δόξα (1,14bc), zumeist in der LXX Übersetzung von hebr. כּבוֹד ([kabod] Schwere, Gewicht, aber auch Glanz, was m. E. die beste Übersetzung ist; vgl. auch M. Frettlöh, Gott Gewicht geben, 2005 u. ö.). Wesentlich sind die Stellen, die sich auf Mose beziehen, etwa im „Zelt der Begegnung“ (Ex 25ff). Der Prolog scheint darauf anzuspielen. Es ist möglich, dass ἐσκήνωσεν in 1,14 aβ das tut. Der Logos hat mithin eine wahrnehmbare, sichtbare, schaubare Glanzgestalt, die seine Göttlichkeit bezeichnet. Und jene Kinder Gottes haben sie geschaut. Das ist ein wichtiges Thema des Johannesevangeliums.

Mit 1,15 beginnt wieder eine Johannes-der-Täufer-Passage. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch V. 16-18 dazugehören (vgl. 3,27ff). Wahrscheinlich hat aber die alte Hymnus-These recht, dass dem Prolog ein urchristliches Lied über die Weisheit bzw. den Logos zugrunde liegt, das die Kinder Gottes singen – und dies mit der palästinischen Situation in Vv. 6-8 bzw. V. 15 verbunden wird (Thyen, z. St.), wobei auf die synoptischen Evangelien angespielt wird.
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5. Mai 2017

Uni-Logo

 

6. März 2017

Ein Kritiker der akademischen (evangelischen) Theologie

Die akademische Theologie verstolpere das 500-jährige Reformationsjubiläum: http://www.zeitzeichen.net/religion-kirche/kritiker-der-reformationsjubilaeums/.  So formuliert Thies Gundlach in „Zeitzeichen“ – und diskutiert das Beispiel eines Systematikers, ebenso von zwei Kirchenhistoriker/inne/n, die auch massenmedial präsent sind. Praktische Theolog/inn/en werden nicht erwähnt. Allein die Exeget/inn/en hätten etwas geliefert, die 2017er Variante der Lutherbibel.

Dazu ist aber anzumerken, dass die heute erkannten Übersetzungsprobleme nicht bearbeitet worden sind. So wird Eva immer noch von Gott, dem Herrn, aus einer Rippe Adams gebastelt, wo doch schon die Septuaginta (griechische jüdische Bibel) Seite vorschlug. (more…)

5. März 2017

Konfuzianismus im neueren China (VHS Bad Rappenau)

Da philosophische Konzepte nur verstanden werden können, wenn sie in dem gesellschaftlichen Zusammenhang betrachtet werden, zu dem sie gehören, skizziere ich die Entwicklung seit der letzten Phase des 18. Jahrhunderts d. Z. Das ist auch schon als Grundlage für den Dienstag in einer Woche gemeint. Am 07. März steht das Verhältnis von KP und Konfuzianismus im Vordergrund, am 14. März wird das Verhältnis von Daoisten und Menschenrechten aktuell stärker beleuchtet.
Wie schon Adam Smith 1776 im „Wohlstand der Nationen“ festgehalten hat, war China im asiatischen Großraum, der wirtschaftlich führend war, die stärkste Wirtschaftsnation in der Manufakturwirtschaftsform. Dieses Verhältnis beginnt sich erst unter den kolonialistischen Verhältnissen ab etwa 1850 allmählich umzukehren. Heute erleben wir offenbar eher eine Rückkehr zu den damaligen ökonomischen Verhältnissen, natürlich sind dadurch auch die philosophischen Fragen mitbestimmt.
China fehlte damals der Übergang von den Einsichten der klassischen physikalischen Mechanik sowie der Chemie zur technischen Umsetzung und den dann möglichen ökonomischen Innovationsschüben wie durch Dampfmaschine, Eisenbahn und Elektrizität, Chemie usf. In eins mit diesen Innovationsschüben entstand der kolonialistische Wille in den europäischen Staaten, die entsprechend versuchten, auch China zu kolonialisieren.
Diese kolonialistische Entwicklung hat dann die Tendenz bis heute bestimmt. Es kommt zu einer quasieuropäischen Selbstinterpretation gerade in intellektuell engagierten Gruppen. So findet 1911 und 1912 eine republikanisch orientierte Revolution gegen das marode Kaisertum statt. Die Kuomintang entstand als erste moderne chinesische Partei, die mit der Kommunistischen Partei zeitweise eine Allianz einging. Diese zerbrach 1927, was von der Kommunistischen Internationale nicht geschätzt wurde. Einer der wichtigsten Funktionäre der KP war Mao Tse-Tung (1893-1976), der sich in einer Reihe von Kämpfen schließlich durchsetzte, 1934 KP-Vorsitzender wurde und in erster Linie einen bäuerlich gestützten Guerillakampf gegen die Kuomintang, auch gegen die eingefallenen Japaner führte, wobei es wieder zu einer Allianz von Kuomintang und KP kam. Dabei wurde die Rote Armee zu einer schlagkräftigen Truppe und besiegte 1949 schließlich auch die Kuomintang, die noch Taiwan behielt. Innenpolitisch gründete sich Maos Diktatur auf Kampagnen im Stil permanenter Klassenkämpfe. (more…)

4. März 2017

Hochrüstungsdebatte

Donald Trump will die Rüstungsausgaben nochmals um etwa 10 % erhöhen.

Die anderen Nato-Mitglieder haben sich verpflichtet, je 2 % des BIP für Rüstung auszugeben. WikiLeaks zeigt an Zahlen von 2015 die unbedingte Erfordernis dessen nach.

 

Wikileaks

24. Februar 2017

Karneval 2017

In den aktuellen tollen Tagen und wohl auch in der sich anschließenden Fastenzeit ist es nicht sicher, ob der Schulzzug an der Endhaltestelle Kanzleramt oder doch zuvor am Reichstag ausrollt. Die Zahlen auf www.wahlrecht.de sind zumeist Prognosen – und daher logisch vage. Einen Einblick in die aktuellen Daten gibt die sogenannte „Stimmung“ der Forschungsgruppe Wahlen. Danach wäre ein rotgrünes Bündnis (42/9 %) möglich, die AfD käme auf 6 %. Dass die Union in heller Aufregung ist, ist klar.
Gabriel hat also einen Coup gelandet. (more…)