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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


13. April 2019

Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments I

§ 1: Hin­füh­rung zum Pro­blem

 

Ver­ehr­te Damen und Her­ren,

ich begrü­ße Sie in die­ser Vor­le­sung zu einer Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en  Neu­en Tes­ta­ments!

 

Inhalt

1 Pro­ömi­um
2 Über­blick
3 Das Pro­blem, das hin­ter der Her­me­neu­tik steht: die Fremd­heit der Zei­chen­ver­wen­dung ande­rer Men­schen
4 All­ge­mei­ne und spe­zi­el­le Her­me­neu­tik?

 

Wie Sie am  Inhalts­ver­zeich­nis sehen kön­nen, hat die heu­ti­ge Vor­le­sung vier Abschnit­te. Zunächst erläu­te­re ich im Pro­ömi­um bzw. der Vor­re­de skiz­zen­haft das­je­ni­ge, was ich vor­ha­be. Sodann gebe ich einen Über­blick über den geplan­ten Inhalt und bestimm­te for­ma­le Aspek­te die­ser Vor­le­sung. Wei­ter ver­su­che ich einen Anschluss­punkt für das her­me­neu­ti­sche Pro­blem im Neu­en Tes­ta­ment selbst zu fin­den, da in 1Kor 14 m. E. das zen­tra­le Pro­blem der Fremd­heit expli­zit erwähnt und mit der Metho­de der Über­set­zung ange­gan­gen wird.
Der letz­te Abschnitt the­ma­ti­siert das Pro­blem der all­ge­mei­nen und der spe­zi­el­len Her­me­neu­tik, wie es auch in Schlei­er­ma­chers Her­me­neu­tik und Kri­tik, 1977 (stw 211) for­mu­liert wird. (more…)

23. Februar 2019

Über­blick über die Her­me­neu­tik-Vor­le­sung im Som­mer­se­mes­ter

Abschnitt der Vor­le­sung und §:

I.  Pro­emi­um und his­to­ri­sche Expo­si­ti­on des Pro­blems

1: Hin­füh­rung zum Pro­blem (15.04)

Ostern

2: Die Ent­ste­hung der Schrift­re­li­gi­on im Juden­tum und ihre Bedeu­tung für das her­me­neu­ti­sche Pro­blem (29.04.)

II. Moder­ne

3: Das Modell Fried­rich Schlei­er­ma­chers in der „Kur­zen Dar­stel­lung“: „exege­ti­sche Theo­lo­gie“ und Her­me­neu­tik als Kunst­leh­re (06.05)
4: Das Pro­blem der im All­tag prä­sen­ten expe­ri­men­tel­len Metho­de in den Natur­wis­sen­schaf­ten und die Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung: Rudolf Bult­mann (13.05.)
5: Die Not­wen­dig­keit, die Geschlech­ter­fra­ge zu berück­sich­ti­gen (Mag­da­le­ne F. Frett­löh) (20.05.)

III. Vor­schlag: Bild­lich­keit und Nar­ra­ti­vi­tät berück­sich­ti­gen

6: Die Fra­ge der Bild­lich­keit reli­giö­ser Rede und Zei­chen­kom­ple­xe (27.05.)
7: Die (mög­li­che) Extra­va­ganz reli­giö­ser Bil­der, Charles Peirce u. a. (03.06.)

Pfings­ten

8: Pro­blem­ge­schich­ten: Mar­kus, Pau­lus und Johan­nes (17.06.)
9: Dua­lis­ti­sche Erzähl­wei­sen: Mat­thä­us, Hebrä­er­brief und Apo­ka­lyp­se des Johan­nes – sowie  „Ver­schwö­rungs­my­then“ ([Micha­el Blu­me] 24.06.)
10: Erfolgs­ge­schich­ten: Luka­ni­sches Dop­pel­werk, Her­aus­ge­ber der „Prä­ka­no­ni­schen Edi­ti­on“ (01.07.)
11: Die Berg­pre­digt (08.07.)
12: Extra­va­ganz in Para­beln Jesu (παραβολαί [para­bo­lai]) (15.07.)

IV. Epi­log

13:  Abschluss­dis­kus­si­on (22.07.)

Die Vor­le­sung prä­sen­tiert mit­hin her­me­neu­ti­sche Model­le – und führt in ihren Voll­zug ein, sodass Sie sich ori­en­tie­ren kön­nen. Das habe ich in Mar­burg und Zürich so gelernt, Her­me­neu­tik ist prak­tisch und kon­kret. In Mar­burg durch den Geist Ernst Fuchs’, der durch Wolf­gang Har­nisch und Gerd Schu­n­ack prä­sent war, vor allem aber durch Fuchs’ bedeu­ten­den Ver­such, der „Mar­bur­ger Her­me­neu­tik“. In Zürich durch Hans Weder, der eben­falls durch Fuchs und des­sen Schü­ler Eber­hard Jün­gel beein­flusst war. Dadurch wer­den Model­le stets an Tex­ten erprobt – und Sie kön­nen einen eige­nen Ein­druck gewin­nen, was die­se zu leis­ten ver­mö­gen. Neben­bei the­ma­ti­siert die­se Vor­le­sung daher das gesam­te Neue Tes­ta­ment.

Ich beschrän­ke die detail­liert erör­ter­ten moder­nen Posi­tio­nen exem­pla­risch auf die­je­ni­gen Fried­rich Schlei­er­ma­chers, Rudolf Bult­manns und der femi­nis­ti­schen Posi­ti­on Mag­da­le­ne Frett­löhs. M. E. sind damit alle Pro­ble­me zu bear­bei­ten. Ich unter­stel­le mit­hin, dass die Rede von Post- oder Spät­mo­der­ne wenig sach­hal­tig ist.

Zwei Punk­te sind für die Vor­le­sung wich­tig:

1. M. E. ist „Reli­gi­on“ nicht unver­nünf­tig. Daher erör­ter­te ich expli­zit Fra­gen der dua­lis­ti­schen Erzähl­mus­ter, die häu­fig mit Kon­tra­dik­tio­nen und logi­schen Wider­sprü­chen arbei­ten. All­ge­mein gehört zur Ver­nunft, dass wir uns nar­ra­tiv selbst ver­stän­di­gen. Und wir dür­fen das auch bild­lich tun.
2. Für das Chris­ten­tum gilt, dass unter­stellt wird, wir stün­den stän­dig in der Gefahr, uns reli­gi­ös zu ver­feh­len, mit­hin zu sün­di­gen o. Ä. Daher ver­tre­ten vie­le neu­tes­ta­ment­li­che Tex­te wie im Juden­tum die Idee einer Lebens­wen­de, den­ken Sie exem­pla­risch an die Para­bel von den „ver­lo­re­nen Söh­nen“ in Lk 15. M. E. reagie­ren eini­ge Tex­te im Neu­en Tes­ta­ment dar­auf – und bil­den „extra­va­gan­te Mus­ter“ aus, all­täg­lich Gewohn­tes wird zitiert, ver­frem­det und poe­tisch-rhe­to­risch wei­ter­ge­führt.

All­ge­mein gilt, dass z. B. gemes­sen an Aris­to­te­les Gefüh­le, Lei­den­schaf­ten, Argu­men­ta­tio­nen, Erzäh­lun­gen u. a. m. für Men­schen typisch sind. Wir ver­su­chen in der Vor­le­sung her­me­neu­tisch zu erar­bei­ten, wo die Gren­ze „vernünftig“/ „unver­nün­tig“ gezo­gen wer­den kann bzw. wo das erfor­der­lich sein könn­te.

20. Juni 2018

Alfred North Whitehead (1861-1947) Bad Rap­penau

 

Dis­kus­si­ons­be­darf vom letz­ten Diens­tag

 

Um das Extra­va­ganz­mo­dell von Peirce zu ver­an­schau­li­chen, habe ich auf fol­gen­den Sach­ver­halt hin­ge­wie­sen:

Es gibt in der Bibel weder eine grie­chi­sche, hebräi­sche oder ara­mäi­sche Voka­bel für z. B. „Auf­er­ste­hung“ o. Ä. קוֻם (kum), ἀνίσταναι (anhi­sta­nai) und ἐγείρεσθαι (ege­i­rest­hai) bezeich­nen sowohl den all­täg­li­chen Vor­gang des Auf­ste­hens bzw. Auf­ge­weckt­wer­dens als auch den­je­ni­gen, wel­cher dem Tod folgt. Die glei­che Ambi­gui­tät liegt beim „Schla­fen“ (κοιμᾶν [koiman]) vor, vgl. z. B. Dan 12,2f. Zur­zeit respek­tie­ren offen­bar nur eini­ge weni­ge der Übersetzer/innen der „Bibel in gerech­ter Spra­che“ die­sen bibli­schen Sach­ver­halt.

Neue Natur­phi­lo­so­phie bei Whitehead

Den umfas­sen­den Anspruch Whiteheads zeigt die­se Äuße­rung:

[…] es muss eines der Moti­ve einer voll­stän­di­gen Kos­mo­lo­gie sein, ein Sche­ma von Ide­en zu ent­wer­fen, in dem die ästhe­ti­schen, mora­li­schen und reli­giö­sen Inter­es­sen mit jenen Begrif­fen von der Welt in Ver­bin­dung gebracht wer­den, die ihren Ursprung in der Natur­wis­sen­schaft haben. (Pro­zess und Rea­li­tät, 22)

Es geht nach die­ser Äuße­rung daher dar­um, den Natur­be­griff bzw. das Natur­ver­ständ­nis so zu erwei­tern, um Ele­men­te des „Geis­tes“ bzw. der Kul­tur ein­be­zie­hen zu kön­nen. Damit folgt auch Whitehead dem Ame­ri­ka­ni­schen Tran­szen­den­ta­lis­ten Emer­son, der in sei­nem Essay „Natu­re“ die­ses Pro­gramm – roman­tisch inspi­riert – poe­tisch ange­deu­tet hat­te.
Ich ver­su­che, Whitehead vor allem vor die­sem prag­ma­tis­ti­schen Hin­ter­grund zu erläu­tern. Es gibt Ver­su­che, das Modell im Kon­text der Sys­tem­theo­ri­en zu beschrei­ben, was mir wie Ham­pe, Whitehead, nicht recht ein­leuch­tet. (more…)

13. Juni 2018

Bad Rap­penau, Phi­lo­so­phie in Nord­ame­ri­ka I: Peirce

Das Pro­gramm im Som­mer: Peirce und Whitehead

Der Phi­lo­so­phie­bei­trag knüpft an die Erwä­gun­gen im letz­ten Herbst an, die das us-ame­ri­ka­ni­sche Sys­tem von der Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung her erklä­ren und mit dem deut­schen Sys­tem nach Art. 137 WRV ver­glei­chen bzw. pro­fi­lie­ren woll­ten. In den bei­den phi­lo­so­phi­schen Bei­trä­gen in die­sem Semes­ter bespre­chen wir Charles Peirce und Alfred North Whitehead, bei­des Phi­lo­so­phen, die das Poten­zi­al der us-ame­ri­ka­ni­schen Ent­wick­lung deut­lich machen kön­nen. Bei­de Phi­lo­so­phen akzep­tie­ren die expe­ri­men­tel­le Metho­de in den Natur­wis­sen­schaf­ten, sind aber auch den Kul­tur­wis­sen­schaf­ten gegen­über offen. Die­se Offen­heit hängt u. a. damit zusam­men, dass in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jhdts. inner­halb der Mathe­ma­tik Ent­wick­lun­gen wie die Men­gen­leh­re, die Wahr­schein­lich­keits­ma­the­ma­tik und die Theo­rie der Rela­tio­nen ent­stan­den. Dadurch wur­de phi­lo­so­phisch man­ches neu denk­bar. Bei­de knüpf­ten an pro­zes­sua­le Vor­stel­lun­gen an, die im 19. Jhdt. bei Schlei­er­ma­cher, Schel­ling und Hegel ent­wi­ckelt wor­den waren.
Ein Aspekt der Kul­tur ist außer den Wis­sen­schaf­ten für bei­de Phi­lo­so­phen wesent­lich, der Aspekt der Reli­gi­on. Und daher liegt in bei­den Ent­wür­fen auch eine pro­zessphi­lo­so­phi­sche Got­tes­leh­re vor. Bei­de Phi­lo­so­phen sind Prag­ma­tis­ten, d. h., sie unter­stel­len, dass wir han­delnd auf die Wirk­lich­keit zugrei­fen – und dass die­ser Zugriff der Wirk­lich­keit nicht äußer­lich ist. Wir klä­ren die genaue Bedeu­tung von „Prag­ma­tis­mus“ sofort bei Peirce. (more…)

23. Juli 2016

§ 12 Schluss

1. Mk 4,26ff

2. The­sen

3. Dis­kus­si­on

  1. Die Para­bel von der selbst­wach­sen­den Saat (Mk 4,26-29)

Ich bin der Über­zeu­gung, dass man das Extra­va­ganz­kon­zept auf vie­le „Para­beln“ anwen­den kann. Har­nisch[1]beschränk­te es auf gro­ße Erzäh­lun­gen wie die Arbei­ter im Wein­berg, den barm­her­zi­gen Sama­ri­ta­ner, den Schalksknecht u. a. m.

Wir sehen uns heu­te exem­pla­risch die Para­bel von der „selbst wach­sen­den Saat“ in Mk 4,26-29 an. Mk erläu­tert in Kap. 4 für das Mar­ku­sevan­ge­li­um, wor­um es bei der Got­tes­herr­schaft bzw. dem Reich Got­tes geht – und wel­che Rezep­ti­ons­pro­ble­me es gibt, schließ­lich kön­nen die Schü­ler nach die­sen gan­zen para­bo­li­schen Beleh­run­gen den Sturm nicht stil­len – und Jesus muss es tun. (more…)

19. Juni 2016

VII">Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments VII

Charles San­ders Peirce (1839-1914)

Ver­ehr­te Damen und Her­ren,

ich begrü­ße Sie zum § 7.

  1. Das Pro­blem der Extra­va­ganz
  2. Die Rede vom „Auf­ste­hen des Men­schen­sohns“ im Kon­text von Mk 16,1-8: eine nar­ra­ti­ve Leer­stel­le als Raum für die Dar­stel­lung des Ver­trau­ens auf das Evan­ge­li­um
  3. Rück­fra­gen

1.  Das Pro­blem der Extra­va­ganz

Zunächst argu­men­tie­re ich für einen an Schlei­er­ma­cher ori­en­tier­ten Hin­ter­grund – und gehe dann auf den ver­wand­ten Ansatz von Charles Peirce ein, der dann m. E. einen plau­si­blen Vor­schlag macht, wie doch eini­ge reli­giö­se Zei­chen­kom­ple­xe zu ver­ste­hen sind. Es geht also her­me­neu­tisch um ein Pro­blem der Fremd­heit der Zei­chen. (more…)

22. Mai 2016

IV">Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments IV

Ich begrü­ße Sie zum § 4 der Vor­le­sung über die Ein­füh­rung in die neu­tes­ta­ment­li­che Her­me­neu­tik. Zunächst die Fra­ge, gibt es noch Rück­fra­gen zur letz­ten Vor­le­sung über Schlei­er­ma­cher?

 

Die heu­ti­ge Vor­le­sung über Rudolf Bult­mann hat drei Abschnit­te:

Inhalts­ver­zeich­nis

1 Ein­füh­rung

2 Exis­ten­zia­le Inter­pre­ta­ti­on – Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung

3 Fort­schrei­bung

4. Rück­fra­gen und Kri­tik

Das Han­dout der Vor­le­sung befin­det sich hier.

 

1               Ein­füh­rung

Rudolf Bult­mann ist wie Schlei­er­ma­cher ein außer­ge­wöhn­li­cher Theo­lo­ge, der welt­of­fen leb­te und dach­te. Vgl. Sie den Über­blick im Wiki­pe­dia-Arti­kel, wo auch wich­ti­ge Lite­ra­tur­an­ga­ben zu fin­den sind. Sowohl in sei­ner Schu­le und noch stär­ker bei sei­nen Geg­nern herrscht aber eine Lek­tü­re vor dem Hin­ter­grund von Über­ver­ein­fa­chun­gen vor, die sicht­bar macht, dass im evan­ge­li­schen Dis­kurs zu wenig Übung in wis­sen­schafts­theo­re­ti­schen und phi­lo­so­phi­schen Fra­ge­stel­lun­gen besteht. In bei­den Dis­zi­pli­nen war Bult­mann aber gut – und daher wird er m. E. auch heu­te noch in man­chen Aspek­ten falsch inter­pre­tiert und/oder auch falsch bewer­tet. (more…)

10. April 2016

Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments I (Uni Hd)

Her­mes der Bote der Göt­tin­nen und Göt­ter beglei­tet auch die­se her­me­neu­ti­sche Vor­le­sung

  • § 1: Hin­füh­rung zum Pro­blem

Ver­ehr­te Damen und Her­ren,

 

ich begrü­ße Sie in die­ser Vor­le­sung zu einer Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments!

Inhalt

1       Pro­ömi­um

2       Über­blick

3       Das Pro­blem, das hin­ter der Her­me­neu­tik steht: die Fremd­heit der Zei­chen­ver­wen­dung ande­rer Men­schen

4       All­ge­mei­ne und spe­zi­el­le Her­me­neu­tik?

5.     Hin­wei­se und Fra­gen der Teilnehmer/innen

(more…)

29. Juni 2014

Art. Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung (Dis­kus­si­ons­ent­wurf)

1             Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung

– gele­gent­lich auch: Ent­my­thi­sie­rung; amer: demy­tho­lo­gi­za­ti­on, demy­tho­lo­gi­ze; engl: demy­tho­lo­gi­sa­ti­on, demy­tho­lo­gi­se

 

Mar­tin Pött­ner

 

 

 

 

Rudolf Bult­mann

1Begriff und Ver­fah­ren.

1.1. Die expe­ri­men­tel­le Metho­de als „Objek­ti­vie­rung“ der Rea­li­tät

1.2. Die her­me­neu­ti­sche Reak­ti­on auf die expe­ri­men­tel­le Methode.3

1.2.1. Das kos­mo­lo­gi­sche, objek­ti­ve Welt­bild des Mythos

1.2.2. Die anthro­po­lo­gi­sche Poin­te des Mythos

1.2.3. Das im Mythos dar­ge­stell­te und exis­ten­zi­al inter­pre­tier­te Exis­tenz­ver­ständ­nis

Die Ver­kün­di­gung Jesu als Vor­aus­set­zung der Theo­lo­gie des NT.

1.3. Kri­ti­ken und Fort­schrei­bun­gen.

1.3.1. Kri­tik inner­halb der Bult­mann­schu­le.

1.3.2. Kri­ti­ken am „Mythos“-Begriff Bult­manns

1.3.3. Die Kri­tik am Supra­na­tu­ra­lis­mus­as­pekt in Bult­manns Ent­my­tho­lo­gi­sie­rungs­pro­gramm..

1.3.4. Die pro­zessphi­lo­so­phi­sche Fort­schrei­bung von Bult­manns Pro­gramm..

1.3.5. Die semio­ti­sche Fort­schrei­bung von Bult­manns Programm..8

2Literaturverzeichnis

1. Lexi­kon­ar­ti­kel

2. Wei­te­re Lite­ra­tur.

[Lei­der funk­tio­nie­ren die inter­nen Links nicht, eben­so ist die Zäh­lung noch etwas ver­wir­rend. Ich bit­te um Ent­schul­di­gung!]

 

 

Für Otto Mar­bur­ger

 

2             1               Begriff und Ver­fah­ren

Das Zei­chen „Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung“ (in der Fol­ge „E.“) bezeich­net einen Begriff (einen Inter­pre­tan­ten), der ein bestimm­tes her­me­neu­ti­sches Ver­fah­ren zum Aus­druck bringt, das von dem Mar­bur­ger Neu­tes­ta­ment­ler Rudolf Bult­mann (1884-1976) 1941 in dem Auf­satz „Neu­es Tes­ta­ment und Mytho­lo­gie“ vor­ge­schla­gen wur­de (Bult­mann 1951; vgl. 1952). Dabei geht es um die Inter­pre­ta­ti­on supra­na­tu­ra­ler (über­na­tür­li­cher) Auf­fas­sun­gen bei Schöp­fung und Erlö­sung.  Dar­ge­legt hat er die­ses Ver­fah­ren umfas­send 1949 in sei­ner „Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments“ (Bult­mann 1984). (more…)

12. Juni 2014

Ver­an­stal­tun­gen am 10.06.

 

2               Lk 10,25-37 (Bil­der der Erlö­sung im NT [TUD])

Zur The­ma­tik der grö­ße­ren Gleich­nis­se vgl. W. Har­nisch, Die Gleich­nis­er­zäh­lun­gen Jesu (UTB 1343), 1985ff (im Appa­rat im MIZ). Er ver­wen­det eben­falls ein Extra­va­ganz­kon­zept. Es ist der bedeu­tends­te Bei­trag zur Gleich­nis­for­schung im 20. Jahr­hun­dert und ent­hält eine aus­führ­li­che Lite­ra­tur­lis­te. Zu dem Extra­va­ganz­kon­zept von Peirce vgl. hier.

Wir star­te­ten mit Lk 10,25-37. Dabei wird die kom­mu­ni­ka­ti­ve Sze­ne zwi­schen Jesus und dem Schrift­ge­lehr­ten als Kon­text zum Ver­ständ­nis von 10,30-35 akzep­tiert. Anders Har­nisch, 271f. Für die Ana­ly­se im Semi­nar ist Aris­to­te­les, Rhe­to­rik II,20 (z. B. Reclam 1999) aus­schlag­ge­bend. (more…)