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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Mt 6,1ff

 

Mat­thä­us 6, Vers 1-18 (18.06.2019). Mar­cel Zopp (249236) Sozio­lo­gie B. A.

1 Habt aber acht, dass ihr eure Gerech­tig­keit nicht übt vor den Leu­ten, um von ihnen gese­hen zu wer­den; ihr habt sonst kei­nen Lohn bei eurem Vater im Him­mel. 2 Wenn du nun Almo­sen gibst, sollst du es nicht vor dir aus­po­sau­nen, wie es die Heuch­ler tun in den Syn­ago­gen und auf den Gas­sen, damit sie von den Leu­ten geprie­sen wer­den. Wahr­lich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. 3 Wenn du aber Almo­sen gibst, so lass dei­ne lin­ke Hand nicht wis­sen, was die rech­te tut, 4 auf dass dein Almo­sen ver­bor­gen blei­be; und dein Vater, der in das Ver­bor­ge­ne sieht, wird dir’s ver­gel­ten.

Die Ver­se 1-4 kön­nen als ein Leit­fa­den für das Geben von Almo­sen ver­stan­den wer­den. Dabei sol­len die hel­fen­den Gaben so dem Emp­fän­ger über­ge­ben wer­den, dass kein offen­sicht­li­cher Vor­teil für den Geben­den ent­steht. Die Spen­de soll still schwei­gend und ohne öffent­li­ches Prah­len getä­tigt wer­den. Dabei soll auf die Kennt­nis­nah­me von Gott ver­traut wer­den.
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Das anschlie­ßen­de Vater Unser von Vers 9-13 kann fol­gen­der­ma­ßen ver­stan­den wer­den.

Dein Reich kom­me. Dein Wil­le gesche­he wie im Him­mel so auf Erden

Der Anfang kann je nach Aus­le­gung der Bibel als kon­kre­te Lob­prei­sung für den Her­ren oder als Ankün­di­gung der End­zeit­schlacht oder auch „Har­ma­ge­don“ (Apk­Joh 16,16) genannt ver­stan­den wer­den. Die Aus­le­gung der Ver­si­on der End­zeit­schlacht ist vor allem bei Christ­li­chen Split­ter­grup­pen wie den Zeu­gen Jeho­vas ein Zen­tra­ler Bestand­teil des Glau­bens, aber auch bei vie­len Evan­ge­li­ka­len. Die Zeu­gen Jeho­vas inter­pre­tie­ren das Har­m­ag­ge­don als dra­ma­ti­schen Krieg zwi­schen Engeln und teuf­li­schen Wesen auf der Erde, bei dem alle Ungläu­bi­gen zurück blei­ben und die Gläu­bi­gen erlöst wer­den. Unter einem rea­lis­ti­schem Sze­na­rio des Har­ma­ge­dons kann der aktu­ell stark vor­an­schrei­ten­de Kli­ma­wan­del ver­stan­de­nen wer­den, wel­cher beweist, dass der Mensch in den Gang der Schöp­fung ein­grei­fen kann.
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Unser täg­li­ches Brot gib uns heu­te

Die Schöp­fung ver­sorgt unser täg­li­chen Bedarf.
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Und ver­gib uns unse­re Schuld, wie auch wir ver­ge­ben unsern Schul­di­gern

Bezie­hung von Schuld­fra­ge und Ver­ge­bung sowie die Ver­mei­dung von Hass und Bösem.
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Und füh­re uns nicht in Ver­su­chung, son­dern erlö­se uns von dem Bösen.

Die­ser Teil kann als bit­te um Ver­scho­nung vor dem Schick­sal des Hiobs ver­stan­den wer­den, der zum Opfer einer Wet­te zwi­schen Gott und dem Satan (Hi 1) gefal­len ist.
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Denn wenn ihr den Men­schen ihre Ver­feh­lun­gen ver­gebt, so wird euch euer himm­li­scher Vater auch ver­ge­ben.

Der 14. Vers kann als Auf­for­de­rung zum ers­ten Schritt sein. Wenn ich bereit bin mei­nen Fein­den zu ver­ge­ben bzw. ver­ge­ben habe wird mir Gott mei­ne Feh­ler auch verg

« Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments, neun­te Vor­le­sung – Zehn­te Vor­le­sung zur Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments »

Info:
Mt 6,1ff ist Beitrag Nr. 8135
Autor:
Martin Pöttner am 23. Juni 2019 um 09:15
Category:
Einführung in die Exegese und Hermeneutik,TU Darmstadt
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