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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Mt 5,13-20, Di 14.05.

 

 

Die Sit­zung ver­such­te Mt 5,13-20 zu bespre­chen.
5,13-16 bie­ten die direk­te Anre­de ans Publi­kum: Ihr sei das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt. Anhand der Über­schrift in der Guten Nach­richt erör­ter­ten wir, ob es Impe­ra­ti­ve sei­en? Dass das Salz salz­los wer­den könn­te, schien ein Argu­ment dafür zu sein.Doch der Hin­weis dar­auf, dass man/frau eine Stadt auf dem Ber­ge nicht ver­ber­gen kön­ne, ließ nach­denk­lich wer­den. Es scheint in den Erläu­te­run­gen, um Bezeich­nun­gen von Unmög­lich­kei­ten zu gehen.
Dann ist wei­ter zu über­le­gen, ob es um Aus­sa­ge­sät­ze geht, die einen Zustand beschrei­ben? Oder sind es kau­sa­ti­ve Anre­den, wel­che das Publi­kum zu dem machen, wovon die Rede ist, zum Salz der Erde bzw. zum Licht der Welt? Letz­te­res ist m. E. der Fall.
Das zeigt sich auch dar­an, dass die Men­schen Gott prei­sen, wenn sie die schönen/guten Wer­ke wahr­neh­men. Es scheint also nicht um Auf­for­de­rung zur Anstren­gung zu gehen. Man/frau sol­len ihr Licht schei­nen las­sen.
Rhe­to­risch han­delt es sich um eine cap­tatio ben­evo­len­tiae, das Publi­kum wird gelobt, um es güns­tig zu stim­men.

5,17-20 ver­su­chen, ein mög­li­ches Miss­ver­ständ­nis der fol­gen­den Rede aus­zu­schlie­ßen. Hier sahen wir, dass die Über­schrift in der Luther­bi­bel das The­ma auf das Gesetz ein­engt, wäh­rend in 5,17 von Gesetz oder Pro­phe­ten die Rede ist. Wir sahen dann, dass in Mt 7,12 erneut von Gesetz und Pro­phe­ten die Rede ist, die sich durch die Gol­de­ne Regel zusam­men­fas­sen lie­ßen. Es han­delt sich mit­hin um eine Bezeich­nung der Hei­li­gen Schrif­ten der Juden*.
Die­se sol­len nicht auf­ge­löst, son­dern erfüllt, im Sin­ne von voll­ge­macht, fort­ge­schrie­ben wer­den. Wir sahen uns eini­ge der Tex­te in 5,21ff an und kamen zu der Ein­sicht, dass Jesus in man­chen Fäl­len, die Hei­li­gen Schrif­ten der Juden wei­ter aus­legt.
Es scheint um die Gerech­tig­keit zu gehen, die bes­ser als die­je­ni­ge der Schrift­ge­lehr­ten und Pha­ri­sä­er ist.

« Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments, fünf­te Vor­le­sung – Reli­gi­ons­ge­schich­te Ber­pre­digt, Mt 5-7 »

Info:
Mt 5,13-20, Di 14.05. ist Beitrag Nr. 7996
Autor:
Martin Pöttner am 18. Mai 2019 um 11:58
Category:
Bergpredigt,Einführung in die Exegese und Hermeneutik,TU Darmstadt
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