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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Berg­pre­digt, Darm­stadt

Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten: Die Berg­pre­digt (Mt 5-7)

Semi­nar Eins:

Ver­schie­de­ne Men­schen behaup­ten, dass die Berg­pre­digt eine Gesin­nungs­ethik sei, vor allem im Anschluss an Max Weber.
Metho­den der Her­me­neu­tik sol­len in die­sem Semi­nar erlernt und ange­wen­det wer­den.

Glie­de­rung von Mat­thä­us 5, 1-12:
Die ers­ten zwei Ver­se las­sen sich als Ein­lei­tung zusam­men­fas­sen, hier wird die Situa­ti­on zu Beginn beschrie­ben. Jesus sah das Volk, stieg auf einen Berg und setz­te sich, wie für einen leh­ren­den Rab­bi in der Syn­ago­ge üblich, hin. Er stieg ver­mut­lich auf den Berg um bes­ser gehört zu wer­den.

Die Ver­se drei bis elf geben dann Jesu Wor­te wie­der.
Unter­glie­dern lässt sich der Text des Wwei­te­ren in Ver­se 3-10 und 11f.
Auf­fal­lend ist hier­bei der immer glei­che Satz­be­ginn in den Ver­sen drei bis zehn: „Selig sind …“, der sehr all­ge­mein gehal­ten ist und das Publi­kum nicht direkt adres­siert. Nach dem immer glei­chen Anfang steht eine Beschrei­bung des aktu­el­len Zustan­des, gefolgt von dem letz­ten Satz­teil, der den Grund für das Selig-/ Glück­lich­sein beschreibt. Die bei­den Satz­tei­le stel­len meist einen Gegen­satz dar, so wird das aktu­ell im Leben Domi­nan­te umge­kehrt, die­se Umkeh­rung wird posi­tiv dar­ge­stellt (Ver­se: 4, 6, 7,) z.B. Vers vier: „Selig sind, die da Leid tra­gen; denn sie sol­len getrös­tet wer­den.“ .
In den Ver­sen 3, 5, 8-10 wer­den posi­ti­ve Eigen­schaf­ten und die posi­ti­ve Kon­se­quenz der Aus­übung die­ser beschrie­ben.

Die Ver­se elf und zwölf sind eine direk­te Anre­de an die Zuhö­rer: „Selig seid Ihr …“. und stel­len als gan­zen Satz dar, was ein unan­ge­neh­mer, aber guter Ist­zu­stand wäre. Der Grund für das Selig­sein erfolgt im nächs­ten Satz, denn für die­sen unan­ge­neh­men Zustand, so Vers zwölf, wird man „im Him­mel reich­lich belohnt wer­den“. Des­we­gen soll man fröh­lich sein und jubeln, da es den Pro­phe­ten auch so ergan­gen ist.
Pro­phe­ten waren zu ihren Leb­zei­ten im Volk schlecht ange­se­hen, was ihnen auch oft zu schaf­fen mach­te (sie­he Jeremia/Jesaja).

 

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Info:
Berg­pre­digt, Darm­stadt ist Beitrag Nr. 7881
Autor:
Martin Pöttner am 2. Mai 2019 um 13:53
Category:
Allgemein
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