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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


25. Mai 2019

Mt 5,21-26, 21.05.

 

The­ma war Mt 5,21-26, der ers­te Text, der mit einer dyna­mi­schen Schrift­aus­le­gung beginnt und sich auf das gehör­te, got­tes­dienst­li­che vor­ge­le­se­ne Tötungs­ver­bot bezieht, Ex 20,13, vgl. Dtn 5,17. Bis zu Mt 5,43 wird das unge­fähr gleich wie­der­holt – und dann mit einem Aus­le­gungs­schritt wei­ter­ge­führt, ich aber sage Euch … bzw. ich lege Euch das heu­te so aus … (more…)

24. Mai 2019

Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments, sechs­te Vor­le­sung

 

Kin­der­zeich­nung von „Gott“

 

 

 

 

 

Vor­spruch

Ver­ehr­te Damen und Her­ren,

ich begrü­ße Sie zur sechs­ten Vor­le­sung zur Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments, die sich grund­le­gend mit dem Pro­blem der Bild­lich­keit bibli­scher Tex­te befasst – und dabei die Bedeu­tung iko­ni­scher Zei­chen für die Rede von Gott, den Men­schen und Jesus Chris­tus zu bestim­men ver­sucht. In der sieb­ten Vor­le­sung wer­den wir dies im Blick auf Peirce’ Extravg­anz-Kon­zept ver­tie­fen.

Haben Sie noch Fra­gen zur letz­ten Vor­le­sung? Zu kurz könn­te gekom­men sein, was zum Pro­blem der Sach­kri­tik all­ge­mein und zur femi­nis­ti­schen Sach­kri­tik in 1Kor 11,3ff inbe­son­de­re gesagt wur­de.

1 Kur­ze Hin­füh­rung

2 Gen 1,26f LXX als her­me­neu­ti­scher Aus­gangs­punkt für die Rede von „Bild­lich­keit“ in der Bibel
3 Der Hin­weis Witt­gen­steins
4 Der „auf­ge­weck­te Gekreu­zig­te‘‘ als Bild Got­tes und sei­ne Schwes­tern und Brü­der (more…)

21. Mai 2019

Reli­gi­ons­ge­schich­te Ber­pre­digt, Mt 5-7

Der reli­gi­ons­ge­schicht­li­che Hin­ter­grund der Berg­pre­digt (Mt 5-7)

Das Juden­tum im enge­ren Siinn hat sich erst nach dem Exil der judäi­schen Ober­schicht in Baby­lon aus­ge­bil­det. Um 500 v. d. Z. wird in der per­si­schen Pro­vinz Judäa ein neu­er Tem­pel errich­tet. In die­sem Kon­text setzt auch die Fest­le­gung der hei­li­gen Schrif­ten des Juden­tums ein, wie vie­le glau­ben, im Kon­text des Jeru­sa­le­mer Tem­pels. Die­ser Pro­zess hat viel­leicht schon vor dem Exil begon­nen und setzt sich bis unge­fähr in das ers­te Jahr­hun­dert v. d. Z. fort.
Dies geschieht nun nicht mehr unter per­si­scher Ober­ho­heit. An die Stel­le der Per­ser tre­ten zuerst die Grie­chen unter Alex­an­der dem Gro­ßen, dann sei­nen Nach­fol­gern. Im ers­ten Jahr­hun­dert v. d. Z. tre­ten schließ­lich die Römer auf. Pom­pei­us zieht in Jeru­sa­lem ein. (more…)

18. Mai 2019

Mt 5,13-20, Di 14.05.

 

 

Die Sit­zung ver­such­te Mt 5,13-20 zu bespre­chen.
5,13-16 bie­ten die direk­te Anre­de ans Publi­kum: Ihr sei das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt. Anhand der Über­schrift in der Guten Nach­richt erör­ter­ten wir, ob es Impe­ra­ti­ve sei­en? Dass das Salz salz­los wer­den könn­te, schien ein Argu­ment dafür zu sein. (more…)

17. Mai 2019

Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments, fünf­te Vor­le­sung

 

 

Streik katho­li­scher Frau­en vor Maria mit ange­deu­te­ter Vul­va

VOR­SPRUCH

Zu Schlei­er­ma­cher kön­nen Sie den ver­link­ten Text lesen.   Zu Bult­mann kön­nen wir noch die Abbil­dun­gen ab hier erör­tern, den Bezug auf Hans Jonas, Prin­zip Ver­ant­wor­tung, Mythos-Pro­blem, eben­so Extra­va­ganz, wel­che das Objek­ti­vie­rungs-Pro­blem zu unter­lau­fen ver­sucht.

1 Ein­füh­rung

Die theo­lo­gi­sche Bear­bei­tung der Benach­tei­li­gung der Frau­en begann pro­tes­tan­tisch bei Luther, der erkann­te, dass es nicht schlüs­sig sei, die Frau­en von der Pre­digt­tä­tig­keit aus­zu­schlie­ßen, allein ihre Stim­me sei zu schwach, sodass sie nur dann zum Zuge kämen, wenn kein Mann pre­di­gen kön­ne. Schlei­er­ma­cher sah in sei­ner Päd­ago­gik-Vor­le­sung seit 1814 vor, dass die Mäd­chen zur Schu­le gehen müss­ten, nur durch Bil­dung wür­den die Frau­en an allen Aspek­ten des orga­ni­sie­ren­den und bezeich­nen­den Han­delns par­ti­zi­pie­ren kön­nen. In Deutsch­land zeig­ten sich ers­te Erfol­ge in der Wei­ma­rer Repu­blik, im Wis­sen­schafts­sys­tem zuvor schon in der Schweiz. Intel­lek­tu­el­le Frau­en sind Rosa Luxem­burg und Han­nah Arendt, letz­te­re eine Schü­le­rin Rudolf Bult­manns. Die Posi­ti­on in den frü­hen 1970er Jah­ren, Bibel und Chris­ten­tum sei­en domi­nant patri­ar­chal geprägt, spi­ri­tu­el­le Frau­en müss­ten sich an Göt­tin­nen ori­en­tie­ren, lie­ßen in den 1980er Jah­ren nach. In den 1990er Jah­ren setz­te sich bei man­chen Femi­nis­tin­nen die Ein­sicht durch, dass ihre Zie­le wohl nur gemein­sam mit Män­nern durch­setz­bar wären. Die Frau­en sind heu­te genau­so gut oder bes­ser gebil­det wie bzw. als Män­ner, daher steht ihnen kirch­lich alles offen. (more…)

10. Mai 2019

Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments, vier­te Vor­le­sung

 

 

 

Ver­ehr­te Damen und Her­ren,

ich begrü­ße Sie zur zwei­ten Vor­le­sung über die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments in der Moder­ne, die anhand des Ansat­zes von Rudolf Bult­mann wich­ti­ge Aspek­te der künf­ti­gen Vor­ge­hens­wei­se skiz­ziert.

In der Schlei­er­ma­cher-Vor­le­sung kam es zu Rück­fra­gen oder auch Ein­wän­den bezüg­lich des Wesens des Chris­ten­tums im Blick auf aktu­el­le Erschei­nun­gen wie Pro­tes­tan­tis­mus­kri­tik oder auch Zuge­hö­rig­keits­be­haup­tun­gen der AfD, was man/frau sich etwa an Bea­trix von Storch oder Alex­an­der Gau­land, des­sen Toch­ter Pfar­re­rin der EKHN ist, klar­ma­chen kann. Es ist zu beto­nen, dass das alles fair und auf dem Weg des διαλέγεσθαι (dia­lé­ges­t­hai) gesche­hen muss, mit NT und phi­lo­so­phi­scher Theo­lo­gie als nor­ma­ti­vem Inter­pre­tant unter Ein­be­zug der Kir­chen­ge­schich­te seit dem letz­ten Drit­tel des 19. Jhdts, wobei es in der Wei­ma­rer Repu­blik hef­ti­gen Wider­stand gegen den Art. 137 WRV gab, der Tren­nung von Kir­che und Staat, dazu reli­gi­ös-welt­an­schau­li­chen Plu­ra­lis­mus ver­füg­te und über Art. 140 GG auch für die Bun­des­re­pu­blik gilt. Anhand des Pro­blems des Frem­den­has­ses dürf­te der Schlei­er­ma­cher­sche Bezug auf NT, auch die Bibel ins­ge­samt ein­leuch­ten. Trotz­dem bleibt das aktu­el­le Pro­blem der Aus­ein­an­der­set­zung bestehen. Bestimm­te the­ma­ti­sier­te Sach­ver­hal­te sind m. E. straf­recht­lich rele­vant, aber m. E. ist es bezo­gen auf die Jesus­tra­di­ti­on ange­mes­sen, das Gespräch zu suchen, was offen­sicht­lich anstren­gend ist – und man­chem* als aus­sichts­los erscheint.

Eine wei­te­re Rück­fra­ge galt mei­ner Ver­tei­di­gung von Schlei­er­ma­chers Modell gegen „Dog­ma­tik als Stück der Prak­ti­schen Theo­lo­gie“ (Wil­helm Gräb), weil dann NT und phi­lo­so­phi­sche Theo­lo­gie nicht mehr als nor­ma­ti­ver Inter­pre­tant fun­gie­ren. Das Chris­ten­tum hat m. E. nicht erst mit der Auf­klä­rung begon­nen.

Gibt es wei­te­re Rück­fra­gen zur letz­ten Vor­le­sung?

Ich bezie­he mich heu­te auf fol­gen­de Wer­ke und Auf­sät­ze häu­fig, die ich dann im Text nur mit Namen und Jah­res­zahl zitie­re:

Bult­mann 19511; Bult­mann 19522; Bult­mann 19673; Bult­mann 19844; Dew­ey 19345; Dew­ey 20086; Ditt­mer 20017; 8; Lin­de 20139; Pött­ner 199510.

Ich begin­ne mit einer Ein­füh­rung (1.), wen­de  mich sodann dem Ent­my­tho­lo­gi­sie­rungs­pro­gramm bzw. der exis­ten­zia­len Inter­pre­ta­ti­on (2.) zu und erör­te­re schließ­lich mög­li­che Fort­schrei­bun­gen von Bult­manns Posi­ti­on (3.).

1 Ein­füh­rung

Rudolf Bult­mann ist wie Schlei­er­ma­cher ein außer­ge­wöhn­li­cher Theo­lo­ge, der welt­of­fen leb­te und dach­te. Vgl. Sie den Über­blick im (https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann ) Wiki­pe­dia-Arti­kel, wo auch wich­ti­ge Lite­ra­tur­an­ga­ben zu fin­den sind. Sowohl in sei­ner Schu­le und noch stär­ker bei sei­nen Geg­nern herrscht aber eine Lek­tü­re vor dem Hin­ter­grund von Über­ver­ein­fa­chun­gen vor, die sicht­bar macht, dass im evan­ge­li­schen Dis­kurs zu wenig Übung in wis­sen­schafts­theo­re­ti­schen und phi­lo­so­phi­schen Fra­ge­stel­lun­gen besteht. In bei­den Dis­zi­pli­nen war Bult­mann aber gut – und daher wird er m. E. auch heu­te noch in man­chen Aspek­ten falsch inter­pre­tiert und/oder auch falsch bewer­tet. Die durch­schnitt­li­chen Feh­ler fin­den sich auch im Wiki­pe­dia-Arti­kel. (more…)

  1. Bult­mann, Rudolf, 1951, Neu­es Tes­ta­ment und Mytho­lo­gie, in: H. W. Bartsch (Hg.), Keryg­ma und Mythos. Ein theo­lo­gi­sches Gespräch, Ham­burg, 15-48
  2. Bult­mann, R., 1952, Zum Pro­blem der Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung, in: H. W. Bartsch (Hg.) Keryg­ma und Mythos. II. Band. Dis­kus­sio­nen und Stim­men zum Pro­blem der Ent­my­tho­lo­gi­sie­rung, Ham­burg, 179-208
  3. Bult­mann, R., 1967, Exege­ti­ca, E. Dink­ler (Hg.), Tübin­gen
  4. Bult­mann, R., 1984, Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments, 9. Aufl. Tübin­gen
  5. Dew­ey, John, 1934, A Com­mon Faith., new ed. 2013: Th. A. Alex­an­der (Hg.), New York
  6. Dew­ey, J., 2008, Logik. Die Theo­rie der For­schung, stw 1902, Frank­furt u. a.
  7. Ditt­mer, Johan­nes, 2001, Schlei­er­ma­chers Wis­sen­schafts­leh­re als Ent­wurf einer pro­zes­sua­len Meta­phy­sik in semio­ti­scher Per­spek­ti­ve. Tria­di­zi­tät im Wer­den, TBT 113, Ber­lin u. a.
  8. Ditt­mer, J., 2014: Dis­kus­si­ons­bei­trag zum Ent­my­tho­lo­gi­sie­rungs­ar­ti­kel: http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/2014/06/29/art-entmythologisierung-diskussionsentwurf
  9. Lin­de, Gesche, 2013, Zei­chen und Gewiss­heit. Semio­ti­sche Ent­fal­tung eines pro­tes­tan­tisch-theo­lo­gi­schen Begriffs, RPT 69, Tübin­gen
  10. Pött­ner, Mar­tin, 1995, Rea­li­tät als Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ansät­ze zur Beschrei­bung der Gram­ma­tik des pau­li­ni­schen Spre­chens in 1Kor 1,4-4,21 im Blick auf lite­ra­ri­sche Pro­ble­ma­tik und Situa­ti­ons­be­zug des 1. Korin­ther­briefs, Theo­lo­gie 2, Ber­lin u. a.
4. Mai 2019

Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments, drit­te Vor­le­sung

 

 

 

Ver­ehr­te Damen und Her­ren,

ich begrü­ße Sie zur ers­ten Vor­le­sung zum The­men­ab­schnitt „Neu­tes­ta­ment­li­che Her­me­neu­tik in der Moder­ne“, in der es aus­führ­lich um den Ent­wurf Schlei­er­ma­chers gehen soll. Viel­leicht über­rascht es Sie, dass ich Schlei­er­ma­cher und Bult­mann als wich­tigs­te Ver­tre­ter der Moder­ne anse­he und sie nur durch Mag­da­le­ne Frett­löh ergän­zen wer­de. Natür­lich set­ze ich mich bei der Dis­kus­si­on des Bild­be­griffs auch mit den Bei­trä­gen Phil­ipp Sto­ell­gers aus­ein­an­der, sodass Sie nicht befürch­ten müs­sen, ich beach­te­te aktu­el­le Bei­trä­ge nicht. Ich bin nur der Über­zeu­gung, dass man­ches schon gesagt ist – und dar­auf möch­te ich Sie hin­wei­sen.

1 Der Ansatz Fried­rich D. E. Schlei­er­ma­chers: Omnis deter­mi­na­tio est nega­tio – jede Bestim­mung ist eine Ver­nei­nung (alles ande­ren) – und die Kon­se­quen­zen der Gel­tung die­ser Regel

An Schlei­er­ma­cher ist beein­dru­ckend, dass er Theo­lo­gie vor dem Hin­ter­grund einer umfas­sen­den Bil­dung in dia­lek­ti­scher Gesprächs­füh­rung wie in man­chen pla­to­ni­schen Dia­lo­gen betreibt. Damit ist gemeint, dass er bestimm­te Posi­tio­nen oder Fest­le­gun­gen nie­mals iso­liert affir­miert oder behaup­tet, son­dern häu­fig den gesam­ten Pro­zess offen legt, wie er zu einer bestimm­ten Fest­le­gung gekom­men ist – und wel­che ande­ren Mög­lich­kei­ten es ansons­ten gibt 1 Das müs­sen oder soll­ten wir als aller­ers­tes ver­ste­hen. (more…)

  1. Zu Schlei­er­ma­chers Ansatz vgl. die bis­lang uner­reich­te Stu­die von Johan­nes Ditt­mer, Schlei­er­ma­chers Wis­sen­schafts­leh­re als Ent­wurf einer pro­zes­sua­len Meta­phy­sik in semio­ti­scher Per­spek­ti­ve. Tria­di­zi­tät im Wer­den, 2001 (TBT 113 Lit. !). Zum Leben Schlei­er­ma­chers vgl. Kurt Nowak, Göt­tin­gen, 2. Aufl. 2002 (UTB 2215).
2. Mai 2019

Berg­pre­digt, Darm­stadt

Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten: Die Berg­pre­digt (Mt 5-7)

Semi­nar Eins:

Ver­schie­de­ne Men­schen behaup­ten, dass die Berg­pre­digt eine Gesin­nungs­ethik sei, vor allem im Anschluss an Max Weber.
Metho­den der Her­me­neu­tik sol­len in die­sem Semi­nar erlernt und ange­wen­det wer­den.

Glie­de­rung von Mat­thä­us 5, 1-12:
Die ers­ten zwei Ver­se las­sen sich als Ein­lei­tung zusam­men­fas­sen, hier wird die Situa­ti­on zu Beginn beschrie­ben. Jesus sah das Volk, stieg auf einen Berg und setz­te sich, wie für einen leh­ren­den Rab­bi in der Syn­ago­ge üblich, hin. Er stieg ver­mut­lich auf den Berg um bes­ser gehört zu wer­den.

Die Ver­se drei bis elf geben dann Jesu Wor­te wie­der.
Unter­glie­dern lässt sich der Text des Wwei­te­ren in Ver­se 3-10 und 11f.
Auf­fal­lend ist hier­bei der immer glei­che Satz­be­ginn in den Ver­sen drei bis zehn: „Selig sind …“, der sehr all­ge­mein gehal­ten ist und das Publi­kum nicht direkt adres­siert. Nach dem immer glei­chen Anfang steht eine Beschrei­bung des aktu­el­len Zustan­des, gefolgt von dem letz­ten Satz­teil, der den Grund für das Selig-/ Glück­lich­sein beschreibt. Die bei­den Satz­tei­le stel­len meist einen Gegen­satz dar, so wird das aktu­ell im Leben Domi­nan­te umge­kehrt, die­se Umkeh­rung wird posi­tiv dar­ge­stellt (Ver­se: 4, 6, 7,) z.B. Vers vier: „Selig sind, die da Leid tra­gen; denn sie sol­len getrös­tet wer­den.“ .
In den Ver­sen 3, 5, 8-10 wer­den posi­ti­ve Eigen­schaf­ten und die posi­ti­ve Kon­se­quenz der Aus­übung die­ser beschrie­ben.

Die Ver­se elf und zwölf sind eine direk­te Anre­de an die Zuhö­rer: „Selig seid Ihr …“. und stel­len als gan­zen Satz dar, was ein unan­ge­neh­mer, aber guter Ist­zu­stand wäre. Der Grund für das Selig­sein erfolgt im nächs­ten Satz, denn für die­sen unan­ge­neh­men Zustand, so Vers zwölf, wird man „im Him­mel reich­lich belohnt wer­den“. Des­we­gen soll man fröh­lich sein und jubeln, da es den Pro­phe­ten auch so ergan­gen ist.
Pro­phe­ten waren zu ihren Leb­zei­ten im Volk schlecht ange­se­hen, was ihnen auch oft zu schaf­fen mach­te (sie­he Jeremia/Jesaja).