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Gen 10: Völ­ker­ta­fel

Völ­ker­ta­fel wibilex

 

Wir befass­ten uns mit Gen 10, der soge­nann­ten Völ­ker­ta­fel. Eine Erläu­te­rung mit gra­fi­schen Dar­stel­lun­gen befin­det sich hier.

Für uns war wich­tig her­aus­zu­fin­den, wel­che prag­ma­ti­sche Funk­ti­on der Text, der die von Noah und sei­nen Söh­nen abstam­men­de Mensch­heit genea­lo­gisch dar­stellt, hat. Zu Hil­fe kam uns die Notiz über den Nim­rod, der ein gro­ßer Jäger vor dem „Herrn“ gewe­sen sei (Gen 10,8ff). Er kam aus Äthio­pi­en, leb­te dann aber in Meso­po­ta­mi­en, Babel. D. h., der „Herr“ ist auch Gott in Baby­lon – und Juden*, die den Text lesen, ver­ste­hen, dass der Gott Isra­els auch der Gott ande­rer Völ­ker ist, mit denen der Noah­bund geschlos­sen ist.
Die Poin­te ist, dass aber nicht nur Meso­po­ta­mi­en und Ägyp­ten erwähnt sind, son­dern auch die grie­chi­schen Inseln, was zur Datie­rung an das 5. bis 3. Jhdt. v. d. Z. den­ken lässt.

Die Got­tes­kon­zep­ti­on ist mono­the­is­tisch, der „Herr“ ist der ein­zi­ge Gott. Und was das heißt, ver­sucht die Tafel zu zei­gen.

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Info:
Gen 10: Völ­ker­ta­fel ist Beitrag Nr. 7657
Autor:
Martin Pöttner am 28. Januar 2019 um 12:18
Category:
Einführung in die Exegese und Hermeneutik
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