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Geschlechts­re­gis­ter, Kunst und Reli­gi­on

 

Zur letz­ten Zusam­men­fas­sung ist noch die stoi­sche Gefühls­gym­nas­tik zu ergän­zen, die ähn­li­che Exzes­se wie bei Kain zu ver­mei­den sucht.
Ab 4,17 wech­selt der Text in einen lis­ten­ar­ti­gen Stil, der geschlechts­re­gis­ter­ar­tig vor­geht, das aber auch mit der Erwäh­nung kul­tu­rel­ler Errun­gen­schaf­ten ver­bin­det. So wer­den die Ent­wick­lung von Musik und Schmie­de­kunst erwähnt. Das hat sich übri­gens archäo­lo­gisch bewahr­hei­tet, wobei frü­he Bele­ge für Male­rei vor­lie­gen.
Natür­lich spielt das Lamech-Lied eine gro­ße Rol­le. Offen­bar über­bie­tet Lamech den Herrn, der Kain sie­ben­fach rächen woll­te. Vor sei­nen Frau­en prahlt Lamech.
Auf­merk­sam­keit fand der Ersatz, der Eva mit Set für Abel gewährt wur­de. Das führ­te zu kon­tro­ver­sen Erör­te­run­gen von Gene­ra­tio­nen­kon­zep­ten, auch aktu­el­ler Vor­schlä­ge – und der The­ma­ti­sie­rung, ob es über­haupt noch gerecht­fer­tigt sei, gene­ra­tiv tätig zu sein.
Auch die Reli­gi­on ent­stand in Meso­po­ta­mi­en. Denn man begann den Namen des Herrn anzu­ru­fen. Die Bibel in gerech­ter Spra­che über­setzt an den Stel­len, an denen der Name Got­tes יְהוָ֥ה (JHWH) steht, Ado­naj, wie hebrä­isch spre­chen­de Juden* die­sen Namen über­wie­gend aus­spra­chen, mein Herr. So wird im hebräi­schen Text das soge­nann­te Tetra­gramm spä­tes­tens seit dem 8. Jhdt. d. Z. nach ado­naj voka­li­siert, schon die LXX über­setzt an die­sen Stel­len mit κύριος (kyri­os), Herr.

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Info:
Geschlechts­re­gis­ter, Kunst und Reli­gi­on ist Beitrag Nr. 7549
Autor:
Martin Pöttner am 10. Dezember 2018 um 14:21
Category:
Allgemein
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