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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Schät­ze­s­am­meln und Schöp­fungs­ver­trau­en, Mt 6,19-34

 

Wir befass­ten uns anhand des Tex­tes mit der Prag­ma­tik der Berg­pre­digt. Anhand von 6,1ff hat­ten wir schon gese­hen, dass es sich um eine stark auf das Indi­vi­du­um bezo­ge­ne Fröm­mig­keit han­delt.
6,19ff bezieht sich jetzt auf das Schät­ze­s­am­meln, das sei­nen Hin­ter­grund im Sor­gen um Essen, Klei­dung usf. haben soll. Ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den dem die Vögel und die Lili­en, die im Schöp­fungs­ver­trau­en leben. Dazu passt auch 6,21, wo gesagt wird, dass der jewei­li­ge Schatz dort sei, wo das eige­ne Herz sei, von Luther mit Recht zur Got­tes­be­stim­mung ver­wen­det.
Der Text ruft nicht zur Faul­heit auf, son­dern zum Stre­ben nach dem Reich Got­tes und sei­ner Gerech­tig­keit (6,33f), dann fie­len den so Stre­ben­den die ele­men­ta­ren Lebens­be­dürf­nis­se zu. Die­ses Stre­ben geht mit­hin eben­so mit einem Schöp­fungs­ver­trau­en ein­her, dass die Sor­ge jedes ein­zel­nen Tages wahr­nimmt – und nicht schon immer bei den Pro­ble­men kom­men­der Tage ist.
Das wur­de im Semi­nar inten­siv und m. E. krea­tiv dis­ku­tiert. Die mys­ti­sche Poin­te Jesu, die hier sicht­bar wird, ist heu­te lebens­prak­tisch offen­bar rezi­pier­bar.

« Das Gesetz als päd­ago­gi­scher Unfall, Gal 3,15ff – Gal 5,1-6 »

Info:
Schät­ze­s­am­meln und Schöp­fungs­ver­trau­en, Mt 6,19-34 ist Beitrag Nr. 7145
Autor:
Martin Pöttner am 29. Juni 2018 um 10:12
Category:
Bergpredigt
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