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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Pro­phe­ten

Wir beschäf­tig­ten uns mit der bibli­schen Pro­phe­tie vom ach­ten bis zum zwei­ten Jhdt. v. d. Z. und bespra­chen exem­pla­risch Jes 2,1ff, Jes 11,1ff, Jer 20,4ff und Ez 1,1ff.
Wir ent­deck­ten u. a. ange­regt durch die Dar­stel­lung bei Bor­mann, dass die Pro­phe­ten
• Kult­kri­tik und
• Sozi­al­kri­tik be-
trie­ben. In bei­den Fäl­len ste­hen sie mög­li­cher­wei­se – anders als z. B. in den meso­po­ta­mi­schen Gesell­schaf­ten – gegen das König­tum. Wir sahen das an der Kon­stel­la­ti­on David-Bath­se­ba-Nathan. Sie sind also eine genu­in reli­giö­se Grup­pe, m. E. kann ihr Auf­tre­ten als Aus­dif­fe­ren­zie­rung der Reli­gi­on in Nord-Isra­el und Juda als eigen­stän­di­ger Bereich der Gesell­schaft ver­stan­den wer­den. Wenn sie den Schutz der Wai­sen, Wit­wen und Armen for­der­ten, dann hat­te der König ver­sagt, des­sen Auf­ga­be das in den alt­ori­en­ta­li­schen Gesell­schaf­ten war.
Das Pro­phe­ten­buch ist der bedeu­tends­te Fall der Fort­schrei­bungs­pro­zes­se in der Bibel, Vor­aus­sa­gen muss­ten auf­ge­zeich­net, inter­pre­tiert und konn­ten offen gelas­sen wer­den. So ent­hält das Jesa­ja­buch Tex­te aus dem 8. (1-39), dem 6. (40-55), ab dem 5. (56-65), aber auch aus dem 2. Jhdt. v. d. Z., die soge­nann­te Jesa­ja-Apo­ka­lyp­se in 24-27.
Wir nah­men die Völ­ker­wall­fahrt zum Zion (2,1ff) wahr, die bis Röm 11,25ff eine rei­che Rezep­ti­ons­ge­schich­te auf­weist. Jes 11,1ff ist eine mes­sia­ni­sche Weis­sa­gung, die einen alter­na­ti­ven David­i­den erwar­tet, der ein Frie­dens­reich errich­tet, mit Gerech­tig­keit regiert. Das Frie­dens­reich hat para­die­si­sche Züge, denn der Tier­frie­de herrscht.
Jer 20,4ff zeigt eine typi­sche Gerichts­an­sa­ge an Juda, das ins Exil geführt wer­den soll. Dazu kommt eine der Kon­fes­sio­nen Jere­mi­as. In ihr beklagt der Pro­phet sein Schick­sal, sei­ne Ver­fol­gung usf.

Ez 1,1ff ist die ein­drucks­volls­te pro­phe­ti­sche Visi­on, der Schwe­re Got­tes, Luther: Herr­lich­keit Got­tes – mit Bil­dern der Uni­ver­sa­li­tät Got­tes.
Heu­te unter­stellt man, dass die ande­ren in einem Zwölf-Pro­phe­ten­buch orga­ni­siert sind. Wich­tig ist Sach 9f, weil dort das Bild des Frie­dens­kö­nigs ent­fal­tet wird, dazu Mal, der vor dem „Tag des Herrn“ Elia erwar­tet, im Chris­ten­tum: Johan­nes, der Täu­fer.

Mk und Mt am nächs­ten Diens­tag.

 

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Info:
Pro­phe­ten ist Beitrag Nr. 7023
Autor:
Martin Pöttner am 2. Juni 2018 um 11:29
Category:
Allgemein
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