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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


29. Juni 2018

Schät­ze­s­am­meln und Schöp­fungs­ver­trau­en, Mt 6,19-34

 

Wir befass­ten uns anhand des Tex­tes mit der Prag­ma­tik der Berg­pre­digt. Anhand von 6,1ff hat­ten wir schon gese­hen, dass es sich um eine stark auf das Indi­vi­du­um bezo­ge­ne Fröm­mig­keit han­delt.
6,19ff bezieht sich jetzt auf das Schät­ze­s­am­meln, das sei­nen Hin­ter­grund im Sor­gen um Essen, Klei­dung usf. haben soll. Ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den dem die Vögel und die Lili­en, die im Schöp­fungs­ver­trau­en leben. Dazu passt auch 6,21, wo gesagt wird, dass der jewei­li­ge Schatz dort sei, wo das eige­ne Herz sei, von Luther mit Recht zur Got­tes­be­stim­mung ver­wen­det.
Der Text ruft nicht zur Faul­heit auf, son­dern zum Stre­ben nach dem Reich Got­tes und sei­ner Gerech­tig­keit (6,33f), dann fie­len den so Stre­ben­den die ele­men­ta­ren Lebens­be­dürf­nis­se zu. Die­ses Stre­ben geht mit­hin eben­so mit einem Schöp­fungs­ver­trau­en ein­her, dass die Sor­ge jedes ein­zel­nen Tages wahr­nimmt – und nicht schon immer bei den Pro­ble­men kom­men­der Tage ist.
Das wur­de im Semi­nar inten­siv und m. E. krea­tiv dis­ku­tiert. Die mys­ti­sche Poin­te Jesu, die hier sicht­bar wird, ist heu­te lebens­prak­tisch offen­bar rezi­pier­bar.

28. Juni 2018

Das Gesetz als päd­ago­gi­scher Unfall, Gal 3,15ff

Gal 3,15ff ist einer der wich­tigs­ten Tex­te zur pau­li­ni­schen Bewer­tung bzw. Abwer­tung der jüdi­schen Tora. Man/frau sieht, dass Gott ins­be­son­de­re mit den Juden* dar­über inter­agiert, wäh­rend der Segen Abra­hams ande­ren Völ­kern ohne Tora zugäng­lich ist. (more…)

22. Juni 2018

Segen, Fluch und dyna­mi­sche Schrift­aus­le­gung (Gal 3,1ff)

Ein­füh­rung in die Her­me­neu­tik des Neu­en Tes­ta­ments VIII

Wir näher­ten uns einem der ers­ten Tex­te zur pau­li­ni­schen Geset­zes­kri­tik, im Sin­ne der jüdi­schen Tora. Wir wer­den das in den nächs­ten Sit­zun­gen ver­tie­fen. Zunächst wur­den wir mit dem pau­li­ni­schen Gegen­satz von ἐξ ἔργων νόμου vs. ἐξ ἀκοῆς πίστεως kon­fron­tiert. Dabei wird gefragt, woher die Geis­ter­fah­rung der gala­ti­schen Gemein­de­glie­der stam­me (Gal 3,1ff). Pau­lus betont, er habe ihnen Chris­tus als Gekreu­zig­ten vor Augen gestellt bzw. gemalt (vgl. auch 6,17). Und dass nun eine Ori­en­tie­rung an der Beschnei­dung erfol­ge, hält Pau­lus für unbe­son­nen.

Das Pro­blem

In der Tat ist das The­ma der Beschnei­dung (περιτομή), vgl. 5,6ff, zen­tral für Gal. Zunächst ver­such­ten wir anhand von Ex 4,24ff zu ver­ste­hen, was gemeint ist. Dort will der Herr Mose töten. Moses Frau Zip­po­ra beschnei­det zuerst ihren Sohn und berührt mit dem Blut Moses Scham. Dar­aus lässt sich ent­neh­men, dass die­se schmerz­haf­te Ver­let­zung des Penis ein Ersatz für die Tötung ist, denn der Herr lässt nach. Da es ein patri­ar­cha­les Initia­ti­ons­ri­tu­al ist, wer­den die Frau­en ein­be­zo­gen.
Es stell­te sich die Fra­ge, was das hier soll? Wahr­schein­lich behaup­te­ten eini­ge Mis­sio­na­re, man müs­se sich beschnei­den las­sen, damit man so das Gesetz der Väter ach­te – und dem römi­schen Staat kei­nen Anlass gebe, die Christ*innen als Aufrührer*innen zu ver­däch­ti­gen (vgl. auch B. Kahl in der Bibel in gerech­ter Spra­che). Das könn­te erklä­ren, war­um Pau­lus betont, wenn man ein Gebot erfül­le, müs­se man das gesam­te Gesetz hal­ten (vgl. 3,10).

Segen und Fluch, die dyna­mi­sche Schrift­aus­le­gung

Gal 3 ist ein bedeu­ten­des Bei­spiel für die im schrift­ge­lehr­ten Juden­tum ent­wi­ckel­te Metho­de der dyna­mi­schen Schrift­aus­le­gung. Zu einer Dar­stel­lung vgl. hier. Die Idee, dass Pau­lus anti­ju­da­is­tisch inter­pre­tiert wer­den kön­ne, beruht auf einer unge­nau­en Kennt­nis des Juden­tums. Gleich­wohl wer­den bis zur Edi­ti­on der Pau­lus­brief­samm­lung vor allem wg. des The­mas „Geset­ze der Väter“ („Sit­ten der Älte­ren“) die vom tat­säch­li­chen Autor Pau­lus stam­men­den Brie­fe über­ar­bei­tet, durch Brie­fe mit „Pau­lus“ als fik­ti­vem Autor ergänzt – und nicht zuletzt durch eine anders­ar­ti­ge Dar­stel­lung des Pau­lus flan­kiert, vgl. dazu.
Bei der Debat­te sahen wir, dass im NT in der Regel die LXX als AT betrach­tet wird. Denn Pau­lus nimmt auf die Abra­hams­fi­gur Bezug. Das ist abso­lut ent­schei­dend, denn nach Gen 12,3 gilt:

προευηγγελίσατο τῷ Ἀβραὰμ ὅτι
ἐνευλογηθήσονται ἐν σοὶ πάντα τὰ ἔθνη. (Gal 3,8)

Wir mach­ten uns klar, dass „Natio­nen“ hier durch eine Ent­wick­lung im 19. Jhdt. bedingt ist und „Völ­ker“ bzw. „Eth­ni­en“ gewählt wer­den soll­te. Sowohl in der Urge­schich­te als auch bei Amos und Jesa­ja ist Gott mit­hin nicht aus­schließ­lich auf Isra­el kon­zen­triert, son­dern inter­agiert mit ande­ren Völ­kern, welt­weit. Dar­auf nimmt Pau­lus hier Bezug, zumal in der Urge­schich­te klar ist, dass es kei­ne Beschnei­dung gibt – und der Bund mit Noah (Gen 9) auch kei­ne Spei­se­ge­bo­te vor­sieht. Die­sen Punkt ver­tie­fen wir noch. Jeden­falls ist der Bezug auf eine frü­he Stel­le der Hei­li­gen Schrif­ten der Jüdin­nen* typisch für die schrift­ge­lehr­te dyna­mi­sche Schrift­aus­le­gung. Daher gehört der „Segen Abra­hams“ auch den eth­nisch anders ori­en­tier­ten Christ*innen in Klein­asi­en.
Wer das aber durch die Beschnei­dung ergänzt, zieht sich den Fluch zu, alle Gebo­te erfül­len zu müs­sen, wie Pau­lus mit Bezug auf Lev 18,5 for­mu­liert. Und Pau­lus löst mit Bezug auf Dtn 21,3 die­ses Pro­blem pro­blem­ge­schicht­lich. Da Chris­tus am Pfahl starb, wur­de er vom Gesetz ver­flucht – und „für uns“ zum Fluch, sodass wir den Segen Abra­hams emp­fan­gen kön­nen. Die Erlö­ser­fi­gur muss in Pro­blem­ge­schich­ten stets bei­de Ele­men­te des Haupt­ge­gen­sat­zes der Erzäh­lung an sich tra­gen, so wird er vom Gesetz ver­flucht, sodass er „für uns“ zum Fluch wur­de (vgl. 2Kor 5,21). Dar­aus ent­steht die Mög­lich­keit, ohne Beschnei­dung und Gesetz den Segen Abra­hams zu emp­fan­gen.
Wir hat­ten das pro­blem­ge­schicht­li­che Modell schon an der Schlan­ge in Gen 2f ken­nen­ge­lernt.

Auf­ga­ben zur nächs­ten Sit­zung

1. Über­set­zen Sie Gal 3,15-29 und glie­dern Sie den Text!
2. Was meint Pau­lus mit den Zah­len­an­ga­ben in 3,17?
3. Was oder wer ist mit dem μεσίτης in 3,20 gemeint – und was ist die Poin­te?
4. Wor­auf läuft die gesam­te Argu­men­ta­ti­on hin­aus?

 

 

20. Juni 2018

Alfred North Whitehead (1861-1947) Bad Rap­penau

 

Dis­kus­si­ons­be­darf vom letz­ten Diens­tag

 

Um das Extra­va­ganz­mo­dell von Peirce zu ver­an­schau­li­chen, habe ich auf fol­gen­den Sach­ver­halt hin­ge­wie­sen:

Es gibt in der Bibel weder eine grie­chi­sche, hebräi­sche oder ara­mäi­sche Voka­bel für z. B. „Auf­er­ste­hung“ o. Ä. קוֻם (kum), ἀνίσταναι (anhi­sta­nai) und ἐγείρεσθαι (ege­i­rest­hai) bezeich­nen sowohl den all­täg­li­chen Vor­gang des Auf­ste­hens bzw. Auf­ge­weckt­wer­dens als auch den­je­ni­gen, wel­cher dem Tod folgt. Die glei­che Ambi­gui­tät liegt beim „Schla­fen“ (κοιμᾶν [koi­man]) vor, vgl. z. B. Dan 12,2f. Zur­zeit respek­tie­ren offen­bar nur eini­ge weni­ge der Übersetzer/innen der „Bibel in gerech­ter Spra­che“ die­sen bibli­schen Sach­ver­halt.

Neue Natur­phi­lo­so­phie bei Whitehead

Den umfas­sen­den Anspruch Whiteheads zeigt die­se Äuße­rung:

[…] es muss eines der Moti­ve einer voll­stän­di­gen Kos­mo­lo­gie sein, ein Sche­ma von Ide­en zu ent­wer­fen, in dem die ästhe­ti­schen, mora­li­schen und reli­giö­sen Inter­es­sen mit jenen Begrif­fen von der Welt in Ver­bin­dung gebracht wer­den, die ihren Ursprung in der Natur­wis­sen­schaft haben. (Pro­zess und Rea­li­tät, 22)

Es geht nach die­ser Äuße­rung daher dar­um, den Natur­be­griff bzw. das Natur­ver­ständ­nis so zu erwei­tern, um Ele­men­te des „Geis­tes“ bzw. der Kul­tur ein­be­zie­hen zu kön­nen. Damit folgt auch Whitehead dem Ame­ri­ka­ni­schen Tran­szen­den­ta­lis­ten Emer­son, der in sei­nem Essay „Natu­re“ die­ses Pro­gramm – roman­tisch inspi­riert – poe­tisch ange­deu­tet hat­te.
Ich ver­su­che, Whitehead vor allem vor die­sem prag­ma­tis­ti­schen Hin­ter­grund zu erläu­tern. Es gibt Ver­su­che, das Modell im Kon­text der Sys­tem­theo­ri­en zu beschrei­ben, was mir wie Ham­pe, Whitehead, nicht recht ein­leuch­tet. (more…)

15. Juni 2018

Das luka­ni­sche Dop­pel­werk als Erfolgs­ge­schich­te

 

 

M. E. ist das über­grei­fen­de nar­ra­ti­ve Modell des luka­ni­schen Dop­pel­werks die Erfolgs­ge­schich­te. Zur Pro­blem­ge­schich­te und der dua­lis­ti­schen Erzähl­wei­se vgl. hier. In der Mythos­de­bat­te stand für die­ses Erzähl­mus­ter die „tra­di­tio­nel­le Erzäh­lung“ (z. B. Ass­mann u. v. a.). Wir haben in Gen 1 eine sol­che wahr­ge­nom­men, wo aus dem Cha­os bzw. Tohu­wa­bo­hu eine geord­ne­te Schöp­fung ent­steht, die sogar die ele­men­ta­re Zeit­struk­tur von Arbeit und Ruhe der jüdi­schen Woche ent­hält. Gott bewer­tet die (meis­ten) ein­zel­nen Schrit­te mit „gut“ oder „sehr gut“.
Für das Spre­chen von „Erfolg“ ist aus­schlag­ge­bend, dass in einem Pro­zess ein posi­ti­ves „Ziel“ erreicht wird, das den Erwar­tun­gen von uns oder an uns ent­spricht. Und wenn man die­ses „Ziel“ eini­ger­ma­ßen erreicht hat, kann man immer noch im Sin­ne Oli­ver Kahns sagen: „Wenn ich oben bin, ist nicht alles, was ich gemacht habe, rich­tig.“
In der Per­spek­ti­ve der Erlö­sung kann die­se als „Pro­blem“ erschei­nen, das erfolg­reich „gelöst“ wird. Dafür tritt in der Regel eine Hel­fer­fi­gur auf. Etwa die über­wie­gen­de Zahl der neu­tes­ta­ment­li­chen Wun­der­erzäh­lun­gen funk­tio­niert nach die­sem Mus­ter. Eine Beses­sen­heit oder eine Krank­heit wird von der Hel­fer­fi­gur Jesus besei­tigt, sodass das Anfangs­pro­blem, die nega­ti­ve Aus­gangs­si­tua­ti­on nicht mehr besteht. Die nega­ti­ve Aus­gangs­si­tua­ti­on wird mit­hin von einer Erlö­ser­fi­gur oder Hel­fer­fi­gur gewen­det, sodass nun ein posi­ti­ver Zustand erreicht ist und die­ser sich auch als sta­bil erweist. Von den klei­nen Gat­tun­gen im Neu­en Tes­ta­ment muss die gro­ße Mehr­zahl der Wun­der­erzäh­lun­gen als Erfolgs­ge­schich­ten gel­ten. Rhe­to­risch gehört die Gat­tung Wun­der­erzäh­lung zur Gat­tung der μύθοι (mythoi). (more…)

14. Juni 2018

1Kor 10,23ff

 

Die Sit­zung erör­ter­te wei­ter den refle­xi­ven Begriff συνείδησις, der auch in 10,23ff lei­tend ist. Er bezeich­net die selbst­be­stimm­te Hand­lungs­ori­en­tie­rung, die sich in plu­ra­len Situa­tio­nen als hilf­reich erwei­sen kann. Pau­lus zufol­ge ergibt sich ein Feld von Bezugs­punk­ten zwi­schen ἀγάπη, ἐλευθερία. Dabei wird ein kom­ple­xes Modell ent­fal­tet, in dem das Gewis­sen sich am Ande­ren ori­en­tie­ren soll, der nicht aus der Gemein­de her­aus­fal­len soll, sodass Frei­heit auch die Fähig­keit zur Selbst­zu­rück­nah­me ein­schließt.
Wir erör­ter­ten das an aktu­el­len kirch­li­chen Fäl­len wie der „Ehe für alle“, wo eben­falls zugleich inhalt­li­che Bestimmt­heit und Anders­sein ver­mit­telt wer­den müs­sen.
Gibt es Gren­zen? – war eine wich­ti­ge Fra­ge, die uns in der Fol­ge beglei­ten wird.

Auf­ga­ben zur nächs­ten Sit­zung

1. Über­set­zen und glie­dern Sie Gal 3,1-14!
2. Was ist das Pro­blem?
3. Wes­halb und wie ist vom „Fluch“ die Rede?
4. Was soll der Bezug auf Abra­ham?

13. Juni 2018

Bad Rap­penau, Phi­lo­so­phie in Nord­ame­ri­ka I: Peirce

Das Pro­gramm im Som­mer: Peirce und Whitehead

Der Phi­lo­so­phie­bei­trag knüpft an die Erwä­gun­gen im letz­ten Herbst an, die das us-ame­ri­ka­ni­sche Sys­tem von der Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung her erklä­ren und mit dem deut­schen Sys­tem nach Art. 137 WRV ver­glei­chen bzw. pro­fi­lie­ren woll­ten. In den bei­den phi­lo­so­phi­schen Bei­trä­gen in die­sem Semes­ter bespre­chen wir Charles Peirce und Alfred North Whitehead, bei­des Phi­lo­so­phen, die das Poten­zi­al der us-ame­ri­ka­ni­schen Ent­wick­lung deut­lich machen kön­nen. Bei­de Phi­lo­so­phen akzep­tie­ren die expe­ri­men­tel­le Metho­de in den Natur­wis­sen­schaf­ten, sind aber auch den Kul­tur­wis­sen­schaf­ten gegen­über offen. Die­se Offen­heit hängt u. a. damit zusam­men, dass in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jhdts. inner­halb der Mathe­ma­tik Ent­wick­lun­gen wie die Men­gen­leh­re, die Wahr­schein­lich­keits­ma­the­ma­tik und die Theo­rie der Rela­tio­nen ent­stan­den. Dadurch wur­de phi­lo­so­phisch man­ches neu denk­bar. Bei­de knüpf­ten an pro­zes­sua­le Vor­stel­lun­gen an, die im 19. Jhdt. bei Schlei­er­ma­cher, Schel­ling und Hegel ent­wi­ckelt wor­den waren.
Ein Aspekt der Kul­tur ist außer den Wis­sen­schaf­ten für bei­de Phi­lo­so­phen wesent­lich, der Aspekt der Reli­gi­on. Und daher liegt in bei­den Ent­wür­fen auch eine pro­zessphi­lo­so­phi­sche Got­tes­leh­re vor. Bei­de Phi­lo­so­phen sind Prag­ma­tis­ten, d. h., sie unter­stel­len, dass wir han­delnd auf die Wirk­lich­keit zugrei­fen – und dass die­ser Zugriff der Wirk­lich­keit nicht äußer­lich ist. Wir klä­ren die genaue Bedeu­tung von „Prag­ma­tis­mus“ sofort bei Peirce. (more…)

8. Juni 2018

Indi­vi­du­el­le Reli­gio­si­tät (Mt 6,1-18)

The­ma war Mt 6,1-18 – und die Fra­ge nach der Prag­ma­tik reli­giö­ser Tex­te: Was wird von einem Text in einer Gemein­schaft zu erzie­len ver­sucht? Auch der fol­gen­de Abschnitt 6,19ff eig­net sich sehr gut für die­se Fra­ge­stel­lung. (more…)

7. Juni 2018

Grund­zü­ge, Mar­kus und Mat­thä­us

 

Wir nah­men die Theo­ri­en seit dem 19. Jhdt. zur Kennt­nis, die das Ent­ste­hen der syn­op­ti­schen Evan­ge­li­en der Evan­ge­li­en­samm­lung erklä­ren sol­len. Das Johan­nes­evan­ge­li­um muss geson­dert erklärt wer­den. Dazu beschäf­tig­ten wir uns mit dem Mar­ku­sevan­ge­li­um und dem Mat­thäu­sevan­ge­li­um.
me galt, dass man am ehes­ten an Jesus her­an­kommt, wenn man his­to­risch zurück­geht. Zugleich war man der Über­zeu­gung, dass man dann auch der reli­giö­sen Wahr­heit näher­kä­me. Dabei war klar gewor­den, dass die Tex­te nicht über­ein­stimm­ten. Vgl. hier  . (more…)

6. Juni 2018

Der eine Gott, das Gewis­sen und der Bru­der (1Kor 8) – Uni Hd

Wir ver­stan­den, dass als der Hin­ter­grund am ehes­ten die Gel­tung der LXX als hei­li­ge Schrif­ten in der korin­thi­schen Gemein­de anzu­se­hen ist. Dort ist ins­be­son­de­re seit Ex 20,4 von εἴδωλον usf. die Rede. Wich­tig sind Dtjes und Sap­Sal. Ob jemand in Korinth die Kri­tik des Xeno­pha­nes kann­te, ist nicht sicher. Sowohl die jüdi­sche Reli­gi­on als auch eini­ge grie­chi­sche Phi­lo­so­phen ent­wi­ckel­ten ein mono­the­is­ti­sches Got­tes­ver­ständ­nis. Vgl. als Beleg, dass die­ser Sach­ver­halt biblisch prä­sent ist: Sap­Sal 13, aber auch Röm 1,19ff. (more…)