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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


21. Mai 2018

Sprü­che, Pro­ver­bi­en – Weis­heit, Bibel­kun­de Hei­del­berg

1. Weis­heit

Weis­heit“ bezeich­net im Alten Tes­ta­ment wie im gesam­ten Alten Ori­ent das Bemü­hen, die Men­schen umge­ben­de Wirk­lich­keit zu ord­nen, zu erfas­sen und zu erklä­ren und sich so in der Welt gebor­gen zu wis­sen. Es geht um die Regeln, nach denen das Leben in allen sei­nen Bezie­hun­gen abläuft. Wer die­se Regeln kennt und beach­tet, dem ist gelin­gen­des Leben sicher. Man/frau kann das mit dem Begriff der Lebens­er­fah­rung inter­pre­tie­ren. (more…)

20. Mai 2018

Darm­stadt: Bibel­kun­de 15.05.

Pro­to­koll für die Ver­an­stal­tung: Grund­ori­en­tie­rung Bibel (02-06-0202-se)

Mar­ko Nemet

1. Orga­ni­sa­to­ri­sches:

Das Semi­nar beginnt pünkt­lich um 9:50 Uhr, sechs Teil­neh­mer sind Anwe­send. Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner fragt nach, ob es noch Fra­gen oder Anmer­kun­gen zum Pro­to­koll von letz­ter Woche gibt. Kei­ner der Anwe­sen­den hat eine Fra­ge oder Anmer­kung. Die Anwe­sen­heits­lis­te wird her­um gege­ben. Für das Vor­wis­sen für die­se Sit­zung, wur­de von allen Stu­die­ren­den das Kapi­tel 5 „Die Dich­tung Isra­els“, aus dem Buch Bibel­kun­de von Lukas Bor­mann gele­sen. Hier wird von dem Buch Hiob, den Psal­men, den Spruch­weis­hei­ten, den Pre­di­gern und dem Hohe­lied gespro­chen. (more…)

18. Mai 2018

Darm­stadt Berg­pre­digt, 15.05.

 

Nach der Dar­stel­lung von Frau Schä­fer nah­men wir 5,27-42 zur Kennt­nis. Dabei sind eini­ge Tex­te ent­hal­ten, in denen Jesus einem Text aus Gesetz und Pro­phe­ten wider­spricht, sodass wir rich­tig damit lie­gen, dass Jesus die­se hei­li­gen Tex­te der J*uden nicht auf­hebt, son­dern fort­schreibt bzw. voll­endet. Das ist nicht über­all gleich, son­dern muss je ein­zeln unter­sucht wer­den. Daher ist die Über­set­zung von Lui­se Schott­roff, Bibel in gerech­ter Spra­che,  ange­mes­sen: „Zu den Alten o. Ä. … Ich lege Euch das heu­te so aus: …“ Beim letz­ten Mal hat­ten wir das Tötungs­ver­bot, das nicht ver­neint, aber auf sei­nen emo­tio­na­len Grund befragt wird, Zorn als star­ke Emo­ti­on wird daher als pro­ble­ma­tisch betrach­tet.
Beim Ehe­bruch wird erneut ein Ver­bot des Deka­logs neu inter­pre­tiert. Wer die Frau eines ande­ren Man­nes begehr­lich ansieht, habe schon Ehe­bruch began­gen. Hier ist also das star­ke emo­tio­na­le Begeh­ren der Grund das Ver­bot zu über­tre­ten. Die selbst­ver­stüm­meln­den Tex­te sind Über­trei­bun­gen, um das Begeh­ren stark zu beto­nen.
Der drit­te Text the­ma­ti­siert den Schei­de­brief aus dem Deu­te­ro­no­mi­um, den Jesus im Mtev nur für den Fall der Untreue für ange­mes­sen hält, sonst aber nicht. Vgl. http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/2017/01/27/efg-griesheim-mk-101-12/. Das führ­te noch zu wei­te­ren Debat­ten, wobei es wich­tig erscheint, die Ehe nicht als Sakra­ment zu betrach­ten. Die Pro­ble­me sol­len durch Aus­tausch der Partner*innen gelöst wer­den.
Beim Schwö­ren wider­spricht Jesus dem hei­li­gen Text – und lehnt das Schwö­ren ab, weil man dies tue, indem man/frau sich bei etwas ver­si­che­re, das nicht in der eige­nen Macht sei.
Eben­so wider­spricht Jesus der Regel, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Dies wer­de nur dann kon­flikt­min­dernd, wenn man/frau sym­bo­lisch auf Unrecht auf­merk­sam mache, was den Unrecht Tuen­den mög­li­cher­wei­se zur Umkehr brin­ge, eine Form des gewalt­lo­sen Wider­stands.
Wir sind dabei, die inhalt­li­che, seman­ti­sche Gestalt von Tex­ten zu erfas­sen. Die­se Gestalt ist häu­fig von Gegen­sät­zen bestimmt, aber unter­schied­lich. Das ver­tie­fen wir.

 

17. Mai 2018

1Kor 11,3ff Uni Hd, 14.05.

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Ent­schei­dend war die Ein­sicht, dass Pau­lus nicht ein­fach das Gesag­te vor­schreibt, son­dern an die Urteils­kraft der Korinther*innen appel­liert, die sie als Gemein­de­glie­der hät­ten (11,13ff). Pau­lus ver­steht hier ἐκκλησία (Gemein­de, Kir­che) als Rats­ver­samm­lung, was wohl schon in der LXX so ist. Damit knüpft er an Gen 3,1ff an, wo Eva und Adam mit­hil­fe der Schlan­ge die sitt­li­che Urteils­kraft erwer­ben.

Der Vor­schlag fand Zustim­mung, die letz­te Sit­zung statt­fin­den zu las­sen. Die wei­te­ren Gene­sis­tex­te, die den schrift­ge­lehr­ten Hin­ter­grund der pau­li­ni­schen Argu­men­ta­ti­on in Gal und Röm bil­den könn­ten, wer­den par­al­lel zur Behand­lung der Pau­lus­tex­te zur Kennt­nis genom­men. alltagundphilosophie.com/1Hen6_bis_11.pdf (Link zu einer Über­set­zung.)

1. Die mut­maß­li­che Pro­ble­ma­tik

Die Aus­le­gung des Tex­tes ist kon­tro­vers, zumal er in sich gespannt erscheint. Vgl. http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/2016/05/28/einfuehrung-in-die-hermenutik-des-neuen-testaments-%c2%a7-5-magdalene-l-frettloeh/ zu bestimm­ten femi­nis­ti­schen Fra­gen. Wir erör­ter­ten zunächst, ob es um die Haar­tracht der Frau­en oder eine zusätz­li­che Kopf­be­de­ckung geht. Die Wen­dung ἡ κόμη ἀντὶ περιβολαίου δέδοται [αὐτῇ] in 11,15 spricht für Ers­te­res. Nur κατὰ κεφαλῆς ἔχων im Blick auf Män­ner (11,4) könn­te eine zusätz­li­che Kopf­be­de­ckung im Blick haben, ist aber auch als lan­ges Haar inter­pre­tier­bar. Die Über­set­zung von Lui­se Schott­roff in der „Bibel in gerech­ter Spra­che“ fin­det mei­ne Zustim­mung. Sehr wahr­schein­lich wird es, dass es um Pro­ble­me der Haar­tracht geht, wenn man/frau die For­men von ξυράω bzw. κείρω in 11,6f ein­be­zieht. Selbst „die Gescho­re­ne“ als Bezeich­nung einer Hetä­re kommt vor. (more…)

13. Mai 2018

Berg­pre­digt: Darm­stadt 08.05.

Pro­to­kol­lan­tin: Julia Schä­fer

 

Semi­narin­hal­te:

In die­ser Semi­nar­sit­zung ging es im ers­ten Teil der Sit­zung um die Ver­se 5,17 – 5,20 (Jesu Stel­lung zum Gesetz und den Pro­phe­ten) und im zwei­ten Teil der Sit­zung gin­gen wir wei­ter zu Vers 5,21-5,26 (Vom Töten). (more…)

12. Mai 2018

Bibel­kun­de Darm­stadt, 08.05.

Pro­to­kol­lant: Jonas Schrö­der

The­ma die­ser Semi­nar­sit­zung waren das deu­te­ro­no­mis­ti­sche und das chro­nis­ti­sche Geschichts­werk. Bei­de Geschichts­wer­ke wer­den in jeweils einem Kapi­tel des Buches „Bibel­kun­de“ von Lukas Bor­mann bear­bei­tet und soll­ten bis zur Ver­an­stal­tung gele­sen wer­den.
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1. Mai 2018

Mythen in Gen 1-3: Uni Hei­del­berg, 30.04.

Die Datie­rung der Tex­te setzt wohl das baby­lo­ni­sche Exil vor­aus, auch 2,4bff mag zwar eine län­ge­re Vor­ge­schich­te in Meso­po­ta­mi­en haben, als Weis­heits­text wür­de ich ihn in das vier­te Jhdt. v. d. Z. set­zen. 1,26ff lässt sich gut als Ant­wort auf Xeno­pha­nes ver­ste­hen, also auch 5. oder 4. Jhdt v. d. Z.
Zu den Mythos­fra­gen recht instruk­tiv Micha­el Blu­mes Antritts­re­de in Hei­del­berg vom 25.04., als Video leicht erreich­bar über sei­nen Twit­ter­ac­count @BlumeEvolution. (more…)