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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


2. Februar 2018

Vier­ter Sonn­tag nach Epi­pha­ni­as: Gen 11,1-9 (EfG Gries­heim)

 

Gen 11 1Es war so, dass die gan­ze Erde eine ein­heit­li­che Sprech­wei­se und über­ein­stim­men­de Wor­te hat­te. 2Da geschah es, als sie von Osten auf­bra­chen, dass sie eine Ebe­ne im Lan­de Schi­nar fan­den und sich dort nie­der­lie­ßen. 3Und sie spra­chen, ein Mensch zu sei­nem Mit­men­schen: »Wohl­an! Wir wol­len Lehm­zie­gel zie­geln und im Brand bren­nen!« Und der Zie­gel dien­te ihnen als Stein, und das Erd­pech dien­te ihnen als Mör­tel. 4Und sie spra­chen: »Wohl­an! Wir wol­len eine Stadt und einen Turm bau­en, und sei­ne Spit­ze soll him­mel­hoch sein. So wol­len wir uns einen Namen machen, dass wir uns nicht zer­streu­en über die gan­ze Erd­flä­che!« 5Da stieg der Herr hin­ab, um die Stadt und den Turm zu bese­hen, wel­che die Men­schen bau­ten. 6Und der Herr sprach: »Ja, ein Volk sind sie und eine ein­heit­li­che Sprech­wei­se haben sie alle – und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Und nun: Nichts wird ihnen unaus­führ­bar blei­ben, was immer sie sich zu tun vor­neh­men. 7Wohlan! Wir wol­len hin­ab­stei­gen und dort ihre Rede durch­ein­an­der brin­gen, sodass kein Mensch mehr die Rede der Mit­men­schen ver­steht.« 8Da zer­streu­te der Herr sie von dort über die gan­ze Erd­flä­che, und sie hör­ten auf, die Stadt zu bau­en. 9Von daher nennt man ihren Namen Babel, ›Durch­ein­an­der‹, dort hat ja der Herr die Sprech­wei­se der gan­zen Erde durch­ein­an­der gebracht, und von dort hat der Herr sie über die gan­ze Erd­flä­che zer­streut. (Vgl. Bibel in gerech­ter Spra­che, z. St.)

Lie­be Gemein­de,

Gott, der Herr, hat es nicht leicht mit den Men­schen in der Urge­schich­te, in Gen 1-12,3. Zunächst erschafft er sie als weib­li­che und männ­li­che Wesen, wel­che als sei­ne Bil­der die Schöp­fung beherr­schen und bewah­ren sol­len. Mit­hil­fe der Schlan­ge essen Eva und Adam vom Baum der Erkennt­nis des Guten und Bösen, sie wer­den dadurch sitt­lich genau­so klug wie Gott – und müs­sen des­halb das Para­dies ver­las­sen, damit sie nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und wie Gott unsterb­lich wer­den. Gott, der Herr, ach­tet also dar­auf, dass die Men­schen ihm nicht völ­lig gleich wer­den.
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