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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Ver­an­stal­tun­gen in Darm­stadt 23.01.

  1. 1. Theo­lo­gie: Fremd­heit usf.

Wir beschränk­ten uns auf Mt 5,38-48, ein Text, der Par­al­le­len in Lk 6 hat. Gezeigt wer­den soll­te, wie sich die Uni­ver­sa­li­tät von Juden­tum und Chris­ten­tum und Juden­tum nun dar­stellt. Jesus gilt als der­je­ni­ge, der Gesetz und Pro­phe­ten dyna­misch aus­legt, das ist der Sinn der For­mu­lie­rung: „… nicht auf­lö­sen … , son­dern erfül­len“ (Mt 5,17).

Der Text hat es beson­ders mit dem Phä­no­men von Fremd­heit, Anders­sein als … zu tun bzw. mit Kon­flik­ten, die dar­aus erwach­sen kön­nen.

Als wich­ti­ge Regel der Tora wird Ex 21,24f her­an­ge­zo­gen, die zu einem gleich­be­rech­tig­ten Aus­gleich auf­for­dert: „Auge um Auge, Zahn um Zahn …“ Es gab zwei Schwie­rig­kei­ten, das auf den fol­gen­den Text zu bezie­hen.

  1. Linke/rechte Wan­ge, bor­gen?
  2. Wie sol­len wir das machen? Ein Ver­trau­ens­pro­blem.

Gemeint ist eine Form des gewalt­lo­sen Wider­stands wie zuneh­mend seit Ende des 19. Jhdts. gesagt wird. Wir dis­ku­tier­ten Ghan­di, Bon­hoef­fer, die Ker­zen in der Leip­zi­ger Niko­lai­kir­che. Sowohl das römi­sche Lehr­amt als auch die offi­zi­el­le Hal­tung der EKD sind nach der erneu­ten Zunah­me von gewalt­tä­ti­gen, krie­ge­ri­schen Lösun­gen auf die­se Posi­ti­on zurück­ge­kom­men. Haupt­ar­gu­ment ist, dass alle krie­ge­ri­schen Lösun­gen seit eini­ger Zeit ein wei­te­res Infer­no aus­lö­sen.

Zu einem sehr aktu­el­len Pro­blem, das bei unse­rer Dis­kus­si­on eine Rol­les spiel­te, vgl. hier.

  1. 2. Urge­schich­te

Die Völ­ker­ta­fel in Gen 10 (vgl. hier) ent­wirft ein Bild der Völ­ker­welt, das wohl bis ins Neue Tes­ta­ment gül­tig sein dürf­te, Mar­kus Wit­te berück­sich­tigt m. E. zurecht den Bezug der Tafel auf Grie­chen­land.

Wir beschäf­tig­ten uns prag­ma­tisch mit 9,18ff, zumal der Dozent mit Stu­den­tin­nen zusam­men war.

Wie schon zuvor wird die Domi­nanz einer patri­li­nea­ren Betrach­tungs­wei­se offen­sicht­lich. Der Dozent ver­wies auf die sym­me­tri­sche Bestim­mung in Gen 1,26ff als eine Gegen­ent­wick­lung, sodass ein Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum ent­steht, der eigen­stän­di­ge Interpret/inn/en erfor­der­lich macht, um die Bibel kri­tisch und exis­ten­zi­ell enga­giert zu lesen.

Ein gutes Bei­spiel dafür war die Debat­te der Teil­neh­me­rin­nen, die das auf die eige­ne Lebens­welt bezo­gen.

« Grie­chi­sche Lek­tü­re, Johan­nes­evan­ge­li­um, Joh 10,12ff – Ver­an­stal­tun­gen Darm­stadt 30.01. »

Info:
Ver­an­stal­tun­gen in Darm­stadt 23.01. ist Beitrag Nr. 6817
Autor:
Martin Pöttner am 24. Januar 2018 um 14:51
Category:
Einführung in die Exegese und Hermeneutik,Theologie des Neuen Testaments
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