Zum Inhalt springen


Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Zusam­men­fas­sung 11.12. (Uni Hei­del­berg)

Die Übung wird in der Fol­ge stets in ÜR 2 WTS statt­fin­den.

Fol­gen­de Tex­te wur­den zur Über­set­zung ver­ein­bart:

Joh 8

Joh 10

1 Joh 4

Joh 4

Joh 21 wur­de zu Ende über­setzt. Die Fra­ge des Epi­logs wur­de anhand des Tex­tes erör­tert, auch die Haupt­ar­gu­men­te für die Abtren­nung von Kapi­tel 21.

Dabei spielt die Hir­ten­me­ta­pho­rik bzw. das Hir­ten­bild eine zen­tra­le Rol­le. Es ist stark in Meso­po­ta­mi­en (Enu­ma Elisch) ver­wen­det wor­den, dann auch in der Jüdi­schen Bibel (David, Psalm 23). Daher legt sich zunächst eine König­s­as­so­zia­ti­on bzw. eine auto­ri­tä­re Inter­pre­ta­ti­on nahe, die zu einer hier­ar­chi­schen Auf­fas­sung der christ­li­chen Gemein­de füh­ren wür­de – und im Katho­li­zis­mus auch geführt hat. Durch Luther wur­de das durch­bro­chen, die ein­zel­ne Gemein­de bestimmt über die Leh­re – und nicht der Pas­tor. Daher wur­de Joh 21 als groß­kirch­li­cher Nach­trag betrach­tet, früh­ka­tho­lisch wg. der Rol­le des Petrus und sei­ner mög­li­chen Funk­tio­na­li­tät als ers­ter Papst. Dazu zwei Buch­schlüs­se. Dem steht der text­kri­ti­sche Befund ent­ge­gen, dass es kei­ne Exem­pla­re des Johan­nes­evan­ge­li­ums gibt, die 21 nicht ent­hal­ten. Voll­stän­dig wür­de 20,30ff erst, wenn 21,20-25 hin­zu­kommt.

Die Epi­log­fra­ge lässt sich an der Zen­tral­stel­lung der Lie­be the­ma­ti­siert erör­tern. Die Wör­ter ἀγαπᾶν und φιλεῖν wer­den als homo­se­mes Wort­spiel ver­wen­det. Die Zahl drei ver­weist auf die drei­fa­che Ver­leug­nung Jesu durch Petrus, was durch die Vor­aus­sa­ge des Todes Petri belegt wird, die auf ἀκολουθεῖν bezo­gen ist. The­ma ist also auch die Kreu­zes­nach­fol­ge. Und das muss auch schon für die Inter­pre­ta­ti­on von Joh 10 gel­ten, sodass Christ/inn/en sowohl Hirt/inn/en als auch Scha­fe für­ein­an­der sind.

Was für das Hir­ten­bild gilt, gilt auch für das Mes­si­as­bild (vgl. PsSal 17f). Ein gekreu­zig­ter Mes­si­as ent­spricht am ehes­ten den Skla­ve-JHWHs-Tex­ten Deu­tero­je­sa­jas.

Auf­ga­ben zur Nächs­ten Sit­zung

Über­set­zen und seg­men­tie­ren Sie Joh 8,1-20!

« Flucht, Eth­nie, Reli­gi­on, Men­schen­rech­te (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt) – Zusam­men­fas­sung Eth­nie usf. »

Info:
Zusam­men­fas­sung 11.12. (Uni Hei­del­berg) ist Beitrag Nr. 6727
Autor:
Martin Pöttner am 13. Dezember 2017 um 13:02
Category:
Griechische Lektüre,Johannesevangelium
Tags:
 
Trackback:
Trackback URI

Keine Kommentare »

No comments yet.

Kommentar-RSS: RSS feed for comments on this post.

Leave a comment