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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


13. Dezember 2017

Zusam­men­fas­sung 11.12 (Uni Hei­del­berg)

Die Übung wird in der Fol­ge stets in ÜR 2 WTS statt­fin­den.

Fol­gen­de Tex­te wur­den zur Über­set­zung ver­ein­bart:

Joh 8

Joh 10

1 Joh 4

Joh 4

Joh 21 wur­de zu Ende über­setzt. Die Fra­ge des Epi­logs wur­de anhand des Tex­tes erör­tert, auch die Haupt­ar­gu­men­te für die Abtren­nung von Kapi­tel 21.

Dabei spielt die Hir­ten­me­ta­pho­rik bzw. das Hir­ten­bild eine zen­tra­le Rol­le. Es ist stark in Meso­po­ta­mi­en (Enu­ma Elisch) ver­wen­det wor­den, dann auch in der Jüdi­schen Bibel (David, Psalm 23). Daher legt sich zunächst eine König­s­as­so­zia­ti­on bzw. eine auto­ri­tä­re Inter­pre­ta­ti­on nahe, die zu einer hier­ar­chi­schen Auf­fas­sung der christ­li­chen Gemein­de füh­ren wür­de – und im Katho­li­zis­mus auch geführt hat. Durch Luther wur­de das durch­bro­chen, die ein­zel­ne Gemein­de bestimmt über die Leh­re – und nicht der Pas­tor. Daher wur­de Joh 21 als groß­kirch­li­cher Nach­trag betrach­tet, früh­ka­tho­lisch wg. der Rol­le des Petrus und sei­ner mög­li­chen Funk­tio­na­li­tät als ers­ter Papst. Dazu zwei Buch­schlüs­se. Dem steht der text­kri­ti­sche Befund ent­ge­gen, dass es kei­ne Exem­pla­re des Johan­nes­evan­ge­li­ums gibt, die 21 nicht ent­hal­ten. Voll­stän­dig wür­de 20,30ff erst, wenn 21,20-25 hin­zu­kommt.

Die Epi­log­fra­ge lässt sich an der Zen­tral­stel­lung der Lie­be the­ma­ti­siert erör­tern. Die Wör­ter ἀγαπᾶν und φιλεῖν wer­den als homo­se­mes Wort­spiel ver­wen­det. Die Zahl drei ver­weist auf die drei­fa­che Ver­leug­nung Jesu durch Petrus, was durch die Vor­aus­sa­ge des Todes Petri belegt wird, die auf ἀκολουθεῖν bezo­gen ist. The­ma ist also auch die Kreu­zes­nach­fol­ge. Und das muss auch schon für die Inter­pre­ta­ti­on von Joh 10 gel­ten, sodass Christ/inn/en sowohl Hirt/inn/en als auch Scha­fe für­ein­an­der sind.

Was für das Hir­ten­bild gilt, gilt auch für das Mes­si­as­bild (vgl. PsSal 17f). Ein gekreu­zig­ter Mes­si­as ent­spricht am ehes­ten den Skla­ve-JHWHs-Tex­ten Deu­tero­je­sa­jas.

11. Dezember 2017

Flucht, Eth­nie, Reli­gi­on, Men­schen­rech­te (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Ver­an­stal­tung: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments
Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
Datum: 5.12.2017, 09.50 – 11.30 Uhr
Pro­to­koll: Bet­ti­na Rei­chelt

Vor­trag von Herrn Pött­ner:
Flucht, Eth­nie, Fremd­sein und bibli­sche Reli­gi­on – hat das etwas mit den Men­schen­rech­ten zu tun?

Der Vor­trag beginnt mit der Fra­ge­stel­lung: ob wesent­li­che Gehal­te der bibli­schen Reli­gi­on mit den Men­schen­rech­ten über­ein­stim­men und bezieht sich dabei auf die

  1. allg. Erklä­rung der Men­schen­rech­te von 1948 und 1951
  2. und die Gen­fer Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on

Zunächst wer­den eini­ge bibli­sche Geschich­te als Bei­spie­le für Flucht­er­fah­run­gen des Alten Tes­ta­ments von Herrn Pött­ner erzählt:

1. „Abra­ham und Sara“ flie­hen nach Ägyp­ten als sog. Wirt­schafts­flücht­lin­ge. Abra­ham macht unwah­re Anga­ben. Dies lässt sich auf unse­re Zeit über­tra­gen.
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9. Dezember 2017

Der ers­te Mord (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

 

Stun­den­pro­to­koll vom 05.12.201Protokollantin: Marei­ke Jahn

 

Bibel­stel­len: Gene­sis 1-3 und Beginn von Gene­sis 4,1-4,16

Wie ist der Sün­den­fall zu ver­ste­hen, was genau ist die „Sün­de“?

Zum Beginn des Semi­nars gab es die Mög­lich­keit unkla­re Stel­len aus Gene­sis 1-3 zu klä­ren, da wir uns in den Stun­den zuvor mit die­sen Bibel­stel­len tief­grün­dig beschäf­tig­ten und in die­ser Sit­zung mit Gene­sis 4 begin­nen möch­ten. Erstaun­li­cher­wei­se gab es kei­ne Unklar­hei­ten und wir konn­ten sofort mit Gene­sis 4 begin­nen. (Im Ver­lauf des Semi­nars, gab es natür­lich immer wie­der Ver­wei­se, auf Gene­sis 1-3 obwohl wir uns pri­mär mit Gene­sis 4 beschäf­tig­ten).

Gene­sis 4 trägt die Über­schrift: „Kains Bru­der­mord“, in die­ser Erzäh­lung wird zum ers­ten Mal das Wort „Sün­de“ nie­der­ge­schrie­ben. Zum einen fin­den wir das Wort Sün­de in Gene­sis 4,7 [„Ist´s nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erhe­ben, bist du aber nicht fromm, so lau­ert die Sün­de vor der Tür, und nach dir hat sie Ver­lan­gen; du aber herr­sche über sie.“] und in Gene­sis 4,13 [„Kain aber sprach zu dem HERRN: Mei­ne Sün­de ist grö­ßer, denn das sie mir ver­ge­ben wer­den möge.“] wie­der. (more…)

6. Dezember 2017

Uni Hd (04.12.)

Zusam­men­fas­sung vom 04.12

Wir über­setz­ten Joh 20,19-21,14. Der Text ist hier seg­men­tiert bis zum Schluss von Kapi­tel 21 dar­ge­stellt.

19Οσης ον ψας τ
μρ
κεν τ μι σαββτων

κα τν θυρν κεκλεισμνων

που σαν ο μαθητα δι τν φβον τν ουδαων,

λθεν
ησος

κα
στη ες τ μσον κα λγει ατος·

ερνη μν.

20κα τοτο επν δειξεν τς χερας

κα τν πλευρν ατος.

χρησαν ον ο μαθητα
δντες τν κριον.

21επεν ον ατος [
ησος] πλιν·

ερνη μν·

καθς πσταλκν με πατρ,

κγ πμπω μς.

22κα τοτο επν νεφσησεν

κα λγει ατος·

λβετε πνεμα γιον·

23ν τινων φτε τς μαρτας φωνται ατος,

ν τινων κραττε κεκρτηνται.
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3. Dezember 2017

Vor­trag Darm­stadt 05.12.

Flucht, Eth­nie, Fremd­sein und bibli­sche Reli­gi­on – hat das etwas mit den Men­schen­rech­ten zu tun?

Der Titel for­mu­liert eine Fra­ge, die sich mir in den letz­ten 25 Jah­ren deut­li­cher gestellt hat. Mir hat es nie genügt, wenn bibli­sche Tex­te zu die­sen The­men in den Vor­der­grund gestellt wur­den – und dann gefor­dert wur­de, Politiker/innen han­delt bit­te so! In den Jah­ren 2015ff hat sich der Rats­vor­sit­zen­de der EKD Bed­ford-Strohm z. B. in Talk­shows in die­se Rol­le drän­gen las­sen. Wor­um es aber gehen müss­te, ist zu über­prü­fen, ob wesent­li­che Gehal­te der bibli­schen Reli­gi­on mit den Men­schen­rech­ten über­ein­stim­men – oder ob das nicht der Fall ist. Ob also Men­schen wie Bea­trix von Storch recht haben, wenn sie ein beson­de­res Recht des Schut­zes des deut­schen Vol­kes anneh­men, das etwa durch die angeb­li­che Grenz­öff­nung durch Ange­la Mer­kel im Sep­tem­ber 2015 infra­ge gestellt wor­den sei.

Ich behan­de­le das in zwei Schrit­ten, die zur Dis­kus­si­on ein­la­den sol­len – und daher man­che Sach­ver­hal­te the­sen­haft auf den Punkt brin­gen:

  1. Wor­in besteht die bibli­sche Bot­schaft zu den ange­spro­che­nen The­men?

Für mich sind das die aus­schlag­ge­ben­den Tex­te der Men­schen­rech­te, die nor­ma­tiv sind. (more…)

Fremd­sein, Eth­nie (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Pro­to­koll Theo­lo­gie des Neu­es Tes­ta­ment vom 2811.17 von MK

Die zitier­ten Bibel­stel­len stam­men aus der Luther­über­set­zung 2017

The­ma: Pro­phe­ti­sche Tex­te

All­ge­mei­ne struk­tu­rel­le Hin­wei­se:

Nach Erzäh­lun­gen (Gene­sis und Exo­dus) und Geset­zes­tex­ten (Exo­dus und Levi­ti­kus) kommt jetzt eine Betrach­tung einer drit­ten Mög­lich­keit, die auch zeit­über­grei­fend ist.

Die behan­del­ten Bibel­stel­len wur­den ver­mut­lich zu unter­schied­li­chen Zei­ten geschrie­ben.

Jere­mia wur­de wahr­schein­lich vor dem Exil geschrie­ben. Eze­chiel wur­de recht sicher im Exil geschrie­ben.

Sacha­ria und Malia­chi sind Pro­phe­ten die in der nach dem Exil neu ent­wi­ckel­ten reli­giö­sen Kul­tur ent­stan­den sind (per­si­sche und grie­chi­sche Peri­ode).

Gemein haben die Pro­phe­ten ein kri­ti­sches Auf­tre­ten. Unab­hän­gig von der poli­ti­schen Macht bezie­hen sie sich auf die Reli­gi­on. (more…)

Ver­gleich Gen 1-3 (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Ist die Para­die­s­er­zäh­lung eine Erzäh­lung vom Sün­den­fall?
Zusam­men­fas­sung vom 28.11.2017
Bibel­stel­len: Gene­sis 1-3


FB 02: Geschichts- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten

Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozi­al­ethik

Ver­an­stal­tung: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Refe­ren­tin: A. W.

Zusam­men­fas­sung der Sit­zung am 28.11.2017

Der Ein­stieg der Sit­zung erfolgt durch das Auf­grei­fen offen geblie­be­ner Fra­gen der letz­ten Sit­zung vom 21.11.2017. Wir beschäf­tig­ten uns mit den Fra­gen, „Ist Gen 3 eine Sün­den­fall-Erzäh­lung?“ und „Wel­che Rol­le spielt die Schlan­ge in Gen 3?“ Außer­dem ergibt sich im wei­te­ren Ver­lauf die Fra­ge, ob „mit dem Sün­den­fall der Sex zwi­schen zwei Men­schen gemeint ist?“ bzw. „ob mit dem Sex die Sün­de in die Welt gekom­men ist?“ (more…)