Zum Inhalt springen


Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Zusam­men­fas­sung vom 13.11. (Uni Hd)


17    1aα Ταῦτα ελάλησεν Ἰησοῦς

aβ καὶ ἐπάρας τοὺς ὀφθαλμοὺς αὐτοῦ εἰς τὸν οὐρανὸν

aγ εἶπεν·

b πάτερ,

cα ἐλήλυθεν ἡ ὥρα ·

cβ δόξασόν σου τὸν υἱόν,

d ἵνα ὁ υἱὸς δοξάσῃ σέ,

2a καθὼς ἔδωκας αὐτῷ ἐξουσίαν πάσης σαρκός,

b ἵνα πᾶν ὃ δέδωκας αὐτῷ δώσῃ αὐτοῖς ζωὴν αἰώνιον.

αὕτη δέ ἐστιν ἡ αἰώνιος ζωὴ

β ἵνα γινώσκωσιν σὲ τὸν μόνον ἀληθινὸν θεὸν

γ καὶ ὃν ἀπέστειλας Ἰησοῦν Χριστόν.

ἐγώ σε ἐδόξασα ἐπὶ τῆς γῆς τὸ ἔργον τελειώσας

β ὃ δέδωκάς μοι

γ ἵνα ποιήσω·

5a καὶ νῦν δόξασόν με σύ,

b πάτερ,

cα παρὰ σεαυτῷ τῇ δόξῃ

cβ ᾗ εἶχον πρὸ τοῦ τὸν κόσμον εἶναι παρὰ σοί.

    6aα Ἐφανέρωσά σου τὸ ὄνομα τοῖς ἀνθρώποις

aβ οὓς ἔδωκάς μοι ἐκ τοῦ κόσμου.

bα σοὶ ἦσαν κἀμοὶ αὐτοὺς ἔδωκας

bβ καὶ τὸν λόγον σου τετήρηκαν.

νῦν ἔγνωκαν

β ὅτι πάντα ὅσα δέδωκάς μοι παρὰ σοῦ εἰσιν·

8aα ὅτι τὰ ῥήματα

aβ ἃ ἔδωκάς μοι δέδωκα αὐτοῖς,

bα καὶ αὐτοὶ ἔλαβον

bβ καὶ ἔγνωσαν ἀληθῶς

bγ ὅτι παρὰ σοῦ ἐξῆλθον,

cα καὶ ἐπίστευσαν

cβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας.

    9a Ἐγὼ περὶ αὐτῶν ἐρωτῶ,

bα οὐ περὶ τοῦ κόσμου ἐρωτῶ

bβ ἀλλὰ περὶ ὧν δέδωκάς μοι,

c ὅτι σοί εἰσιν,

10aα καὶ τὰ ἐμὰ πάντα σά ἐστιν

aβ καὶ τὰ σὰ ἐμά,

b καὶ δεδόξασμαι ἐν αὐτοῖς.

11a καὶ οὐκέτι εἰμὶ ἐν τῷ κόσμῳ,

b καὶ αὐτοὶ ἐν τῷ κόσμῳ εἰσίν,

c κἀγὼ πρὸς σὲ ἔρχομαι.

d πάτερ ἅγιε,

eα τήρησον αὐτοὺς ἐν τῷ ὀνόματί σου

eβ ᾧ δέδωκάς μοι,

f ἵνα ὦσιν ἓν καθὼς ἡμεῖς.

12aα ὅτε ἤμην μετ‘ αὐτῶν ἐγὼ ἐτήρουν αὐτοὺς ἐν τῷ ὀνόματί σου

aβ ᾧ δέδωκάς μοι,

b καὶ ἐφύλαξα,

c καὶ οὐδεὶς ἐξ αὐτῶν ἀπώλετο εἰ μὴ ὁ υἱὸς τῆς ἀπωλείας,

d ἵνα ἡ γραφὴ πληρωθῇ.

13α νῦν δὲ πρὸς σὲ ἔρχομαι

β καὶ ταῦτα λαλῶ ἐν τῷ κόσμῳ

γ ἵνα ἔχωσιν τὴν χαρὰν τὴν ἐμὴν πεπληρωμένην ἐν ἑαυτοῖς.

14aα ἐγὼ δέδωκα αὐτοῖς τὸν λόγον σου

aβ καὶ ὁ κόσμος ἐμίσησεν αὐτούς,

bα ὅτι οὐκ εἰσὶν ἐκ τοῦ κόσμου

bβ καθὼς ἐγὼ οὐκ εἰμὶ ἐκ τοῦ κόσμου.

15aα οὐκ ἐρωτῶ

aβ ἵνα ἄρῃς αὐτοὺς ἐκ τοῦ κόσμου,

b ἀλλ‘ ἵνα τηρήσῃς αὐτοὺς ἐκ τοῦ πονηροῦ.

Eine wich­ti­ge gram­ma­ti­sche Fra­ge ergab sich zu 5c, dort befin­det sich ein sub­stan­ti­vier­ter AcI mit Prä­po­si­ti­on, was nicht sel­ten ist. Schwie­rig­kei­ten berei­te­te auch die fort­wäh­ren­de Dop­pel­struk­tur, die für das Johan­nes­evan­ge­li­um typisch ist. Das Ver­hält­nis von Vater und Sohn wie­der­holt sich im Ver­hält­nis von Jesus und sei­nen Schüler/inne/n, sodass alles, was der Vater dem Sohn gege­ben hat, von die­sem an die Schüler/inne/n (weiter)gegeben wird. Das wird als ἓν-Sein ver­stan­den, was sicher­lich als Eins-Sein ver­stan­den wer­den kann, wenn dabei nicht zu stark die Zahl 1 asso­zi­iert wird. Denn es geht um die Bezeich­nung einer Bezie­hung, „Einig-Sein“ ist m. E. sehr gut.

Wich­tig war, dass wir uns über die Per­spek­ti­ve von 1ff ver­stän­di­gen konn­ten, es sieht so aus, als ob es um die Welt einer Klein­grup­pe geht, vgl. Ernst Käse­mann, Jesu letz­ter Wil­le nach Joh 17, 1968ff. 3,16 scheint dage­gen zu spre­chen. Wir über­prü­fen das beim nächs­ten Mal.

Das Kon­zept des Namens ist seit 1,12 im Johan­nes­e­va­ge­li­um prä­sent, in 17 wird betont, dass der Sohn den Namen offen­bart habe (17,6.26). Offen­bar war er bis dahin ver­bor­gen. Das passt zu 1,18. Sicher scheint mir, dass der Name genau das bezeich­nen soll, wer oder was Gott ist, vgl. Jes 43,1f. Im Nen­nen des Namens ist der Geru­fe­ne prä­sent. So ist es auch beim Namen Got­tes, man/frau soll die­sen aber nicht miss­ach­ten oder miss­brau­chen. Daher schrie­ben die Hei­li­gen Schrif­ten der Juden den Namen m. E. unles­bar, יְהוָ֥ה (JHWH) wird sicher seit dem 3. Jhdt. v. d. Z. nicht mehr aus­ge­spro­chen, son­dern wohl als ado­naj voka­li­siert, wobei im grie­chi­schen Bereich die christ­li­che LXX das Tetra­gramm als κύριος über­setzt, in jüdi­schen Ver­sio­nen der LXX wird das Tetra­gramm als יהוה in den grie­chi­schen Text geschrie­ben, als ΙΑΘ bzw. ΠΙΠΙ dann grie­chisch dar­ge­stellt, wobei Letz­te­res eine gra­fe­mi­sche Nach­ah­mung des Tetra­gramms sein soll. M. E. deu­tet das dar­auf­hin, dass יהוה auch in der hebräi­schen Bibel als unles­bar betrach­tet wird. Das kommt mit der Durch­set­zung des Mono­the­is­mus in Isra­el, die wohl ver­brei­te­ter im 3. Jhdt. v. d. Z. erfolgt ist. Dann darf es kein ein­zel­ner Name sein, wie man­che Men­schen (irrig) glau­ben, Allah sei der Name des mus­li­mi­schen Got­tes. Da aber die­ser Gott der Ein­zi­ge ist, ist er mit dem Gott Isra­els und dem Vater Jesu iden­tisch, was so auch im Koran steht. Die­se Metho­de beginnt in Isra­el und wird im Chris­ten­tum fort­ge­setzt. Das stei­le Wort­spiel mit dem Tetra­gramm in Ex 3,14 zeigt, was mög­lich war. Im Johan­nes­evan­ge­li­um sehen wir, dass die­ser Aspekt betont wird (17,3).

Auf­ga­ben zur nächs­ten Sit­zung

  1. Über­set­zen und seg­men­tie­ren Sie Joh 17,16-26!
  2. Wel­che Stun­de ist gekom­men und wel­che Bedeu­tung hat zum Glanz brin­gen bzw. ver­herr­li­chen?

« Röm 7: das Pro­blem der Aner­ken­nung (EfG Gries­heim) – Urge­schich­te »

Info:
Zusam­men­fas­sung vom 13.11. (Uni Hd) ist Beitrag Nr. 6608
Autor:
Martin Pöttner am 16. November 2017 um 16:45
Category:
Griechische Lektüre,Johannesevangelium
Tags:
 
Trackback:
Trackback URI

Keine Kommentare »

No comments yet.

Kommentar-RSS: RSS feed for comments on this post.

Leave a comment