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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


TUD: Berg­pre­digt">TUD: Berg­pre­digt

Das Semi­nar soll­te sich mit Mt 7,13-23 befas­sen, konn­te aber auch noch zusätz­lich den Epi­log (7,24-27) bespre­chen, sodass in der Schluss­sit­zung für die Stu­die­ren­den noch offe­ne Fra­gen erör­tert wer­den kön­nen.

Wir befass­ten uns zunächst mit der Weg­me­ta­pher. Der Weg ins Reich Got­tes bzw. der Him­mel ist eng, schmal und beschwer­lich, wäh­rend der Weg in die Ver­damm­nis eher kom­for­ta­bel ist, wes­halb die­ser Weg belieb­ter ist. Die Weg­me­ta­pher beschreibt in vie­len Reli­gio­nen das Leben, hier ein anspruchs­vol­les, sitt­lich reflek­tier­tes Leben, das sich an der Aus­le­gung von Tora und Pro­phe­ten ori­en­tiert.

Sofern 7,12 der Inbe­griff von Gesetz und Pro­phe­ten ist, setzt das vor­aus, dass die­je­ni­gen auf dem schma­len Weg sich mit den Ande­ren ernst­haft und selbst­kri­tisch aus­ein­an­der­set­zen. Die auf dem brei­ten, kom­for­ta­blen Weg sind mit der Beför­de­rung ihres Eigen­nut­zes befasst.

Die auf dem schma­len Weg sol­len sich nicht von Falsch­pro­phe­ten täu­schen las­sen, die Wöl­fe im Schafs­pelz sei­en. Der berühm­te Frucht-Baum-Test wird emp­foh­len. Sol­che Falsch­pro­phe­ten kön­nen aller­lei auf­füh­ren, Wun­der tun, Dämo­nen aus­trei­ben usf. Aber wenn sie gesetz­los sind, dann kennt der Rich­ter im Welt­ge­richt nicht. Sodass das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um für die „Früch­te“ „Wil­le Got­tes“ vs. „Gesetz­lo­sig­keit“ ist. Wir sahen, dass 7,12 eine Inter­pre­ta­ti­on für „Gesetz und Pro­phe­ten“ ent­hält, sodass die Ori­en­tie­rung am Ande­ren, selbst am Feind, der hohe sitt­li­che Maß­stab der Berg­pre­digt ist.

Das Erzähl­mo­dell des Mat­thäu­sevan­ge­li­ums ist dua­lis­tisch. Und das Mat­thäu­sevan­ge­li­um ver­wen­det die­ses Erzähl­mus­ter kom­mu­ni­ka­ti­ons­ori­en­tiert – und führt die Leser/innen vor Para­do­xi­en. M. E. wird dabei erwar­tet, dass die­se ihr Leben zu ändern ver­mö­gen, wenn sie die Para­do­xi­en erken­nen.

Der Hebrä­er­brief und die Apk­Joh ver­wen­den das Mus­ter iden­ti­täts­zen­triert, an der eige­nen Grup­pe ori­en­tiert. Der Vor­zug des Mt besteht dar­in, dass jedes Prah­len usf. aus­ge­schlos­sen ist.

Der Epi­log betont, dass die Wor­te Jesu wei­se waren, die auch schwie­ri­gen Situa­tio­nen Stand hal­ten.


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Info:
TUD: Berg­pre­digt ist Beitrag Nr. 6360
Autor:
Martin Pöttner am 14. Juli 2017 um 13:06
Category:
Bergpredigt
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