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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


TUD: Berg­pre­digt">TUD: Berg­pre­digt

Ein­füh­rung in die Exege­se und Her­me­neu­tik: Berg­pre­digt (TUD)

Am Diens­tag 27.07.2017, 11:50-13.20 Uhr

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten

The­ma: Mat­thä­us 6,19-34 (Berg­pre­digt)

Pro­to­kol­lan­tin: Bet­ti­na Rei­chelt

Vom Schät­ze­s­am­meln und Sor­gen (Luther­bi­bel)

19 Ihr sollt euch nicht Schät­ze sam­meln auf Erden, da sie die Mot­ten und der Rost fres­sen und da die Die­be nach­gra­ben und steh­len. 20 Sam­melt euch aber Schät­ze im Him­mel, da sie weder Mot­ten noch Rost fres­sen und da die Die­be nicht nach­gra­ben noch steh­len. 21 Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.    22 Das Auge ist des Lei­bes Licht. Wenn dein Auge ein­fäl­tig ist, so wird dein gan­zer Leib licht sein; (Lukas 11.34-36) 23 ist aber dein Auge ein Schalk, so wird dein gan­zer Leib fins­ter sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Fins­ter­nis ist, wie groß wird dann die Fins­ter­nis sein!    24 Nie­mand kann zwei Her­ren die­nen: ent­we­der er wird den einen has­sen und den andern lie­ben, oder er wird dem einen anhan­gen und den andern ver­ach­ten. Ihr könnt nicht Gott die­nen und dem Mam­mon. (Lukas 16.9)    25 Dar­um sage ich euch: Sor­get nicht für euer Leben, was ihr essen und trin­ken wer­det, auch nicht für euren Leib, was ihr anzie­hen wer­det. Ist nicht das Leben mehr denn Spei­se? und der Leib mehr denn die Klei­dung? 26 Sehet die Vögel unter dem Him­mel an: sie säen nicht, sie ern­ten nicht, sie sam­meln nicht in die Scheu­nen; und euer himm­li­scher Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? 27 Wer ist aber unter euch, der sei­ner Län­ge eine Elle zuset­zen möge, ob er gleich dar­um sor­get?    28 Und war­um sor­get ihr für die Klei­dung? Schaut die Lili­en auf dem Fel­de, wie sie wach­sen: sie arbei­ten nicht, auch spin­nen sie nicht. 29 Ich sage euch, daß auch Salo­mo in aller sei­ner Herr­lich­keit nicht beklei­det gewe­sen ist wie der­sel­ben eins.
30 So denn Gott das Gras auf dem Fel­de also klei­det, das doch heu­te steht und mor­gen in den Ofen gewor­fen wird: soll­te er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Klein­gläu­bi­gen? 31 Dar­um sollt ihr nicht sor­gen und sagen: Was wer­den wir essen, was wer­den wir trin­ken, womit wer­den wir uns klei­den? 32 Nach sol­chem allem trach­ten die Hei­den. Denn euer himm­li­scher Vater weiß, daß ihr des alles bedür­fet.    33 Trach­tet am ers­ten nach dem Reich Got­tes und nach sei­ner Gerech­tig­keit, so wird euch sol­ches alles zufal­len. 34 Dar­um sorgt nicht für den andern Mor­gen; denn der mor­gi­ge Tag wird für das Sei­ne sor­gen. Es ist genug, daß ein jeg­li­cher Tag sei­ne eige­ne Pla­ge habe.

  • Bedeu­tet „Nicht-Sor­gen“, dass uns die gebra­te­nen Tau­ben in den Mund flie­gen?
  • Gott ver­trau­en ver­sus Hams­ter­käu­fe
  • Den Fokus auf Gott rich­ten, ihn an die ers­te Stel­le set­zen.
  • „Trach­tet zuerst nach dem Reich“
  • Nicht das Geld an die ers­te Stel­le set­zen.
  • Schät­ze im Him­mel sam­meln: ist das Aus­rich­tung auf gute Taten?

    Das Modell: imma­te­ri­el­le und mate­ri­el­le Wer­te ist zu kurz gegrif­fen, deckt nicht alles ab.

    Die Bit­te um Brot schließt ein, dass man nur spi­ri­tu­ell sein kann, wenn die Grund­ver­sor­gung gesi­chert ist.

  • Ist es ein reli­giö­ses Modell, dass öko­no­no­misch funk­tio­niert?
  • Unser Leben soll aus­ge­rich­tet sein auf das Reich Got­tes: steht auch für Gerech­tig­keits­ver­ständ­nis.
  • Der öko­no­nom. Aspekt wird nicht ver­ach­tet, son­dern hat nicht die­se dra­ma­ti­sche Bedeu­tung, wie er in der Gesell­schaft hat (Stre­ben nach Geld steht an ers­ter Stel­le).

  • Die Ban­ken die­ser Welt „sam­meln Schät­ze“!
  • Wenn wir Geld nicht sam­meln sol­len, was ist dann die Idee?

    Es in Umlauf zu brin­gen (Aspekt der Gerech­tig­keit). Das gespei­cher­te Kapi­tal kann nicht ander­wei­tig ver­wen­det wer­den. Arme wer­den ärmer, Rei­che rei­cher.

    Gleich­nis vom rei­chen Jüng­ling: Jesus sagt ihm: Gib alles, was Du hast den Armen. Er ging trau­rig weg, weil er sehr reich war.
    Die Bibel spricht vom Zins­ver­bot: neben den Zin­sen bezah­len wir mitt­ler­wei­le auch Bank­ge­büh­ren.

  • Das Phä­no­men der Sor­ge:
    Der Stress­fak­tor ist nicht im Sin­ne Jesu. Jeder Tag hat an sei­ner Sor­ge genug.
  • Die Brot­bit­te zählt dazu: Unser täg­lich Brot gib uns HEU­TE.
    Aspekt, sich nicht um den nächs­ten Tag zu sor­gen.
  • Den Men­schen wer­den Tie­re und Pflan­zen als Bsp. vor­ge­hal­ten:
    Die Lili­en, die Vögel, die kei­ne Vor­rä­te anle­gen. Salo­mos Klei­dung wird ver­glei­chen mit Lili­en. Wir kön­nen uns noch so viel Mühe geben: am Ende ist die Erschei­nung der Lilie schö­ner als die schöns­ten Klei­der. Gott stat­tet voll­stän­dig aus.
  • War­um dür­fen wir ver­trau­en?
  • Weil der himm­li­sche Vater weiß, was wir benö­ti­gen. Wenn er sich um die Tie­re küm­mert,
    die in der Bedeu­tung nied­ri­ger ange­sie­delt sind, dann erst recht um uns.
  • Sie arbei­ten und spin­nen nicht:
  • Bedeu­tet das, nicht zu arbei­ten?
  • Auf der ande­ren Sei­te, nur zu arbei­ten, weil man Geld ver­die­nen muss, lehnt Berg­pre­digt ab.
  • Was ist mein Grund zur Arbeit? Ist es Beruf und Beru­fung, hat es mit Freu­de zu tun?
  • Bedeu­tet nach der Berg­pre­digt zu leben, ab mor­gen aus sei­nem Leben aus­zu­stei­gen?
    Die meis­ten Men­schen wol­len und kön­nen dies nicht.
  • Gilt für die Son­der­grup­pe der Non­nen und Pries­ter: Sie leben ein „aus­ge­son­der­tes“ Leben.
  • Indi­vi­du­el­le Lebens­form, nicht gesamt­ge­sell­schaft­lich.
  • Men­schen mit Medi­ta­ti­ons­er­fah­rung machen Erfah­run­gen mit der Sor­ge: die­se los­zu­las­sen.
  • Ver­hält­nis zur Zeit
  • Hängt ab vom BEWUSS­TEN erle­ben der Gegen­wart. Wenn ich in Gedan­ken schon 2 Tage vor­aus bin, bin ich geis­tig und emo­tio­nal nicht prä­sent.
  • Dar­aus lässt sich ein öko­no­mi­scher Ansatz ent­wi­ckeln:
  • Wenn man das, was man tut, 100 %-ig tut, kommt die bes­te Qua­li­tät her­aus.
  • Wenn jeder gute Arbeit macht / machen kann, wird der Gemein­sinn betont.
  • Resul­tat: Ich arbei­te gut, und das ist in sich auch ein Gewinn (Lebens­qua­li­tät)
  • Bei­spiel: Micro­soft hat ein gutes Word auf den Markt gebracht.
  • Wir soll­ten alle auf Qua­li­tät bedacht sein.
  • Eine Öko­no­mie, die nicht am Nut­zen der ande­ren ori­en­tiert ist, kann nicht funk­tio­nie­ren.
  • Auf die­se Wei­se bricht das Sys­tem zusam­men.
  • Die Ren­ten zu kür­zen führt zu demo­gra­phi­scher Lücke bei Kun­den­wün­schen, zu öko­no­mi­schem Rück­gang und Ver­ar­mung.
  • Es ist etwas Unkon­zen­trier­tes, wenn man sich nicht auf den ande­ren kon­zen­trie­ren kann.
  • Dar­auf ver­trau­en, dass „mei­ne Zeit in sei­nen Hän­den“ steht.

« Ende einer Dis­kri­mie­rung: die Ehe für Alle – TUD: Bibel­kun­de »

Info:
TUD: Berg­pre­digt ist Beitrag Nr. 6316
Autor:
Martin Pöttner am 2. Juli 2017 um 11:06
Category:
Bergpredigt
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