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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


TUD: Bergpredigt">TUD: Bergpredigt

 

Protokollantin: Lorena Lorenz

Matthäus 6, 1-18


Vom Almosen

1 Hütet euch, eure Gerech­tig­keit vor den Men­schen zur Schau zu stel­len; sonst habt ihr kei­nen Lohn von eurem Vater im Him­mel zu erwar­ten.

2 Wenn du Almo­sen gibst, lass es also nicht vor dir her­po­sau­nen, wie es die Heuch­ler in den Syn­ago­gen und auf den Gas­sen tun, um von den Leu­ten gelobt zu wer­den. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhal­ten.

3 Wenn du Almo­sen gibst, soll dei­ne lin­ke Hand nicht wis­sen, was dei­ne rech­te tut.

4 Dein Almo­sen soll ver­bor­gen blei­ben und dein Vater, der auch das Ver­bor­ge­ne sieht, wird es dir ver­gel­ten.“

In die­sem Teil der Berg­pre­digt wird dar­auf ein­ge­gan­gen, dass man sich selbst und sei­nen Glau­ben nicht reprä­sen­tie­ren und zur Schau stel­len soll­te. Almo­sen soll­te man nur geben, wenn man dies auch wirk­lich ehr­lich möch­te und nicht um ein hohes Anse­hen in der Gemein­de zu erlan­gen. Angeb­lich war zur­zeit Jesu dies in der Syn­ago­ge durch­aus der Fall, was von Jesus kri­ti­siert wor­den sei. Vers drei ver­weist klar dar­auf, dass man nicht stolz auf sich sein soll­te, wenn man Almo­sen ver­teilt. In der Berg­pre­digt wird sich klar von die­sem Ver­hal­ten abge­grenzt.

Gott sieht das Ver­bor­ge­ne, es sei nicht nötig sein Han­deln öffent­lich zu zei­gen. Man wird von Gott belohnt (wenn man es ehr­lich meint).

Herr Pött­ner ver­weist dar­auf, dass Heuch­ler (Vers 2) in die­sem Kon­text auch mit Schau­spie­ler über­setzt wer­den kön­ne und die­se Über­set­zung geeig­ne­ter sei.

Vom Beten – Das Vater­un­ser

5 Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuch­ler. Sie stel­len sich beim Gebet gern in die Syn­ago­gen und an die Stra­ßen­ecken, damit sie von den Leu­ten gese­hen wer­den. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhal­ten.

6 Du aber geh in dei­ne Kam­mer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu dei­nem Vater, der im Ver­bor­ge­nen ist. Dein Vater, der auch das Ver­bor­ge­ne sieht, wird es dir ver­gel­ten.

7 Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plap­pern wie die Hei­den, die mei­nen, sie wer­den nur erhört, wenn sie vie­le Wor­te machen.

8 Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bit­tet.

9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Him­mel, dein Name wer­de gehei­ligt,

10 dein Reich kom­me, dein Wil­le gesche­he wie im Him­mel, so auf der Erde.

11 Gib uns heu­te das Brot, das wir brau­chen.

12 Und erlass uns unse­re Schul­den, wie auch wir sie unse­ren Schuld­nern erlas­sen haben.

13 Und füh­re uns nicht in Ver­su­chung, son­dern ret­te uns vor dem Bösen.

14 Denn wenn ihr den Men­schen ihre Ver­feh­lun­gen ver­gebt, dann wird euer himm­li­scher Vater auch euch ver­ge­ben.

15 Wenn ihr aber den Men­schen nicht ver­gebt, dann wird euch euer Vater eure Ver­feh­lun­gen auch nicht ver­ge­ben.“

In Vers 5 bis 15 geht es um das Beten. Die Bedeu­tung ist ähn­lich wie bei den Almo­sen. Der ein­zel­ne Mensch, also die Indi­vi­dua­li­tät und der Bezug zu Gott, wer­den

betont. Auch hier sol­le man sich nicht durch Beten zur Schau stel­len (was natür­lich öffent­li­ches Beten nicht aus­schließt – Es geht um die Ehr­lich­keit dahin­ter).

Nach dem Teil „Vom Beten“ wur­de in der heu­ti­gen Sit­zung näher auf das „Vater­un­ser“ ein­ge­gan­gen. Ori­en­tiert haben wir uns an dem Mat­thäu­sevan­ge­li­um.
Das Vater­un­ser ist das Zen­trum der Berg­pre­digt. Hier wird wei­ter­hin betont, dass man sich nicht in den Vor­der­grund stel­len soll­te. Des Wei­te­ren geht es dar­um,

dass man selbst erken­nen soll, was man falsch macht und dass man so sen­si­bel sein soll­te, dass man ande­ren Men­schen ver­ge­ben kann. Das Vater­un­ser ist vom Auf­bau ein recht schlich­tes und ein­fa­ches Gebet.
Äußerst wich­tig, wie Herr Pött­ner aus­drück­lich beton­te, sei die Form des Vater­un­sers. Es ist ein Bitt­ge­bet.

Im Semi­nar haben wir das Vater­un­ser unter­teilt in die ver­schie­de­nen Bit­ten und haben über die­se gespro­chen:

Dein Reich kom­me“

Ver­weis auf Mat­thä­us 5, 3-12 (Bezieht sich hier auf die Selig­prei­sung)

Wie im Him­mel so auf Erden“
Ver­weis auf Gene­sis 6, 1-4 (Auch im Him­mel kann es Schwie­rig­kei­ten geben, es geht dort nicht immer nach Got­tes Wil­len).

Brot­bit­te

Eine beschei­de­ne Bit­te (nur auf heu­ti­gen Tag bezo­gen).

Ver­trau­en in Gott

Schuld­pro­blem

Hier wird ein sozia­ler Aspekt ange­spro­chen à Es wird Ver­ge­bung ver­langt

Schuld­ver­ge­bung exis­tiert in der Gemein­schaft.

Nie­mand soll sich selbst als unschul­dig bezeich­nen.

Ver­su­chungs­mo­tiv

Ver­weis auf Hiob (Gott wet­tet mit Satan) à Ambi­va­lenz Got­tes à Ambi­va­lenz gibt es auch in Gemein­de der Men­schen, Vater­un­ser knüpft an die­sen ambi­va­len­ten Erfah­run­gen an.

Die Fra­ge „Wie ver­hält sich das Han­deln Got­tes zum eige­nen Han­deln“ wur­de in der Sit­zung auf­ge­wor­fen. Hier­zu hiel­ten wir fest, dass jeder Fehl­trit­te begeht, aller­dings wer­den einem die­se ver­ge­ben, wenn man selbst auch ver­gibt. Es ent­steht eine stän­di­ge Ver­ge­bung in der Gemein­schaft.

Pro­to­kol­lan­tin: Lorenz Lorenz

Das letz­te The­ma der Sit­zung war das des Fas­tens.

Vom Fas­ten

16 Wenn ihr fas­tet, macht kein fins­te­res Gesicht wie die Heuch­ler. Sie geben sich ein trüb­se­li­ges Aus­se­hen, damit die Leu­te mer­ken, dass sie fas­ten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhal­ten.

17 Du aber sal­be dein Haar, wenn du fas­test, und wasche dein Gesicht,3

18 damit die Leu­te nicht mer­ken, dass du fas­test, son­dern nur dein Vater, der auch das Ver­bor­ge­ne sieht; und dein Vater, der das Ver­bor­ge­ne sieht, wird es dir ver­gel­ten.“

Hier wur­de ursprüng­lich nach einer Lösung gesucht, Sün­den zu süh­nen ohne etwas zu opfern. Also man such­te einen Weg sich selbst­stän­dig zu süh­nen. Jesus kri­ti­sier­te die­ses Vor­ge­hen nicht. Den­noch soll­te man es aus eige­ner Über­zeu­gung tun und nicht um sich zu reprä­sen­tie­ren. Äußer­lich anmer­ken las­sen soll­te man sich dies nicht, da man es für sich selbst (solan­ge wie man sich damit auch wohl­fühlt) tut. Eine Ritua­li­sie­rung soll­te ver­mie­den wer­den.

Quel­len der Bibel­ver­se

https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us6

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Info:
TUD: Bergpredigt ist Beitrag Nr. 6282
Autor:
Martin Pöttner am 24. Juni 2017 um 13:06
Category:
Allgemein
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