Zum Inhalt springen


Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


30. Juni 2017

Ende einer Diskrimierung: die Ehe für Alle

Wer das Spektakel ab acht  Uhr im Reichstag verfolgen konnte, erlebte nur noch eine schwache Gegenwehr der Unionsfraktionsführung, wohl weil klar war, dass es innerhalb von CDSU eine beachtliche Minderheit gibt, die der #Ehefüralle zustimmt. 75 Unionsabgeordnete stimmten dann auch der Vorlage aus Rheinland-Pfalz zu, darunter Generalsekretär, Kanzleramtsminister und Verteidigungsministerin, sodass das Gesetz mit klarer Mehrheit verabschiedet wurde.

Damit kehrt Frieden ein, die Diskriminierung einer sexuellen Minderheit hat ein Ende gefunden.

Ob die evangelischen Landeskirchen die kirchliche Trauung vorsehen, wie es etwa schon die EKHN tut, werden wir sehen. Ohnehin entscheidet protestantisch letztlich der einzelne Kirchenvorstand.

Viele werden jetzt zum theologischen Nachdenken kommen. Eine Anregung findet sich hier.

28. Juni 2017

Uni Hd: Joh 19,25-30; 20,1-3


Zusammenfassung vom 26.06.

Die Sitzung sollte zeigen, dass das Johannesevangelium planvoll geschrieben ist. Das führte zu m. E. aufschlussreichen inhaltlichen und hermeneutischen Kontroversen. Segmentiert sieht Joh 19,25-30; 20,1-3 so aus:

19,25Εἱστήκεισαν δὲ παρὰ τῷ σταυρῷ τοῦ Ἰησοῦ ἡ μήτηρ αὐτοῦ

καὶ ἡ ἀδελφὴ τῆς μητρὸς αὐτοῦ,

Μαρία ἡ τοῦ Κλωπᾶ

καὶ Μαρία ἡ Μαγδαληνή.

26Ἰησοῦς οὖν ἰδὼν τὴν μητέρα

καὶ τὸν μαθητὴν παρεστῶτα

ὃν ἠγάπα,

λέγει τῇ μητρί·

γύναι,

ἴδε ὁ υἱός σου.

27εἶτα λέγει τῷ μαθητῇ·

ἴδε ἡ μήτηρ σου.

καὶ ἀπ‘ ἐκείνης τῆς ὥρας ἔλαβεν ὁ μαθητὴς αὐτὴν εἰς τὰ ἴδια.

28Μετὰ τοῦτο εἰδὼς ὁ Ἰησοῦς

ὅτι ἤδη πάντα τετέλεσται,

ἵνα τελειωθῇ ἡ γραφή,

λέγει·

διψῶ.

29σκεῦος ἔκειτο ὄξους μεστόν·

σπόγγον οὖν μεστὸν τοῦ ὄξους ὑσσώπῳ περιθέντες

προσήνεγκαν αὐτοῦ τῷ στόματι.

30ὅτε οὖν ἔλαβεν τὸ ὄξος

[ὁ] Ἰησοῦς εἶπεν·

τετέλεσται,

καὶ κλίνας τὴν κεφαλὴν παρέδωκεν τὸ πνεῦμα.


201Τῇ δὲ μιᾷ τῶν σαββάτων Μαρία ἡ Μαγδαληνὴ ἔρχεται πρωῒ

σκοτίας ἔτι οὔσης εἰς τὸ μνημεῖον

καὶ βλέπει τὸν λίθον ἠρμένον ἐκ τοῦ μνημείου.

2τρέχει οὖν καὶ ἔρχεται πρὸς Σίμωνα a

καὶ πρὸς τὸν ἄλλον μαθητὴν

ὃν ἐφίλει ὁ Ἰησοῦς

καὶ λέγει αὐτοῖς·

ἦραν τὸν κύριον ἐκ τοῦ μνημείου

καὶ οὐκ οἴδαμεν ποῦ ἔθηκαν αὐτόν.

Dass also der Schüler/Jünger, den Jesus liebte, beim Kreuz stand und die Mutter Jesu zur Mutter bekam, dazu auch Maria aus Magdala dabeistand, wird ab 20,1 fortgesetzt. Im Johannesevangelium liegt mithin eine planvolle Erzählung vor.
(more…)

24. Juni 2017

Zweiter Sonntag nach Trinitatis (Lk 14,15ff [EfG Griesheim])

Einer der mit Jesus eingeladenen Gäste hörte ihn und sagte zu ihm: »Glücklich (selig) ist, wer das Brot im Reich Gottes isst!«

16Jesus aber sagte zu ihm: »Ein Mensch veranstaltete ein großes Festessen und lud viele ein. 17Er schickte seinen Sklaven zur gegebenen Stunde aus, den Eingeladenen zu sagen: ›Kommt, denn jetzt ist es bereit!‹

18Und auf einmal fingen alle an, sich zu entschuldigen. Der Erste sagte: ›Ich habe ein Feld gekauft und ich muss es unbedingt ansehen gehen. Ich bitte dich, sieh mich als entschuldigt an!‹ 19Ein anderer sagte: ›Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu prüfen. Ich bitte dich, sieh mich als entschuldigt an!‹ 20Noch ein anderer sagte: ›Ich habe eine Frau geheiratet und kann deshalb nicht kommen.‹

21Der Sklave kam und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte seinem Sklaven:

›Geh schnell auf die Plätze und Gassen der Stadt und führe die armen Leute, die Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein!‹ 22Und der Sklave sagte: ›Herr, es ist geschehen, wie du aufgetragen hast, und doch ist noch Raum.‹ 23Da sagte der Herr zum Sklaven:

›Geh hinaus auf die Wege und zu den Zäunen und nötige die Leute, hereinzukommen, damit mein Haus sich füllt!‹ 24Ich sage euch: Keiner jener Männer, die eingeladen waren, wird mein Festessen zu kosten bekommen!« (Bibel in gerechter Sprache, z. St.)

Liebe Gemeinde,

eine Mahl-Szene in einem Haus eines Pharisäers. Jesus wird insbesondere im Lukasevangelium als geselliger Zeitgenosse dargestellt, man kann den Eindruck gewinnen, dass religiöse, soziale und politische Fragen am gemeinsamen Tisch kontrovers erörtert werden – man/frau also nicht eine Talk-Show anschaltete, sondern selbst mitdiskutierte. Und bei diesem Mahl im Haus eines Pharisäers gibt einer der Diskutierenden eine Sentenz, einen Sinnspruch zum Besten:
(more…)

TUD-Bibelkunde


Protokoll Grundorientierung Bibel vom 20.06.17 von MK

Die zitierten Bibelstellen stammen aus der Lutherübersetzung 2017

Thema: Synoptische Tradition und insbesondere das Markus-Evangelium

Pöttner erklärt es etwas anders als Bormann.

Synoptische Tradition: Die synoptischen Evangelien ist ein Begriff für die Evangelien nach Markus, Matthäus und Lukas. Es gibt eine Theorie, die davon ausgeht, dass diese aus kleinen Teilen zusammengestellt wurden. Dies ist immer noch eine gängige Theorie.

Herr Pöttner bezieht sich auf die Theorie von Bultmann:

Wundergeschichten wurden in der Mission verwendet. Davon ist jetzt nicht mehr viel übrig. Es wurde angenommen, dass die Texte als Gattungen sich auf regelmäßige Situationen beziehen.

Abendmahltexte beziehen sich auf eine regelmäßige Tradition, ebenso Passah und eventuell auch die Taufe. Bei allen anderen ist es unwahrscheinlich, dass die Texte situationsbezogen mit dieser Gattung zusammenhängen. (more…)

TUD: Bergpredigt

 

Protokollantin: Lorena Lorenz

Matthäus 6, 1-18


Vom Almosen

1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

2 Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

3 Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.

4 Dein Almosen soll verborgen bleiben und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“

In diesem Teil der Bergpredigt wird darauf eingegangen, dass man sich selbst und seinen Glauben nicht repräsentieren und zur Schau stellen sollte. Almosen sollte man nur geben, wenn man dies auch wirklich ehrlich möchte und nicht um ein hohes Ansehen in der Gemeinde zu erlangen. Angeblich war zurzeit Jesu dies in der Synagoge durchaus der Fall, was von Jesus kritisiert worden sei. Vers drei verweist klar darauf, dass man nicht stolz auf sich sein sollte, wenn man Almosen verteilt. In der Bergpredigt wird sich klar von diesem Verhalten abgegrenzt.
(more…)

21. Juni 2017

Joh 17 II (Uni Hd)

Zusammenfassung
vom 19.06.

 

Wir besprachen das in der letzten Sitzung offen Gebliebene. Der Text sieht ab V. 20 segmentiert so aus:

20a Οὐ περὶ τούτων δὲ ἐρωτῶ μόνον,

ἀλλὰ καὶ περὶ τῶν πιστευόντων διὰ τοῦ λόγου αὐτῶν εἰς ἐμέ,

21a ἵνα πάντες ἓν ὦσιν,

b καθὼς σύ,

c πάτερ,

d ἐν ἐμοὶ κἀγὼ ἐν σοί,

e ἵνα καὶ αὐτοὶ ἐν ἡμῖν ὦσιν,

fα ἵνα ὁ κόσμος πιστεύῃ

fβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας.

22aα κἀγὼ τὴν δόξαν

aβ ἣν δέδωκάς μοι

aγ δέδωκα αὐτοῖς,

bα ἵνα ὦσιν ἓν καθὼς ἡμεῖς ἕν·

23aα ἐγὼ ἐν αὐτοῖς

aβ καὶ σὺ ἐν ἐμοί,

bα ἵνα ὦσιν τετελειωμένοι εἰς ἕν,

cα ἵνα γινώσκῃ ὁ κόσμος

cβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας

cγ καὶ ἠγάπησας αὐτοὺς καθὼς ἐμὲ ἠγάπησας.

    24a Πάτερ,

b ὃ δέδωκάς μοι,

cα θέλω

cβ ἵνα ὅπου εἰμὶ ἐγὼ κἀκεῖνοι ὦσιν μετ‘ ἐμοῦ,

d ἵνα θεωρῶσιν τὴν δόξαν τὴν ἐμήν,

eα ἣν δέδωκάς μοι

eβ ὅτι ἠγάπησάς με πρὸ καταβολῆς κόσμου.

25a πάτερ δίκαιε,

b καὶ ὁ κόσμος σε οὐκ ἔγνω,

c ἐγὼ δέ σε ἔγνων,

dα καὶ οὗτοι ἔγνωσαν

dβ ὅτι σύ με ἀπέστειλας·

26aα καὶ ἐγνώρισα αὐτοῖς τὸ ὄνομά σου

aβ καὶ γνωρίσω,

bα ἵνα ἡ ἀγάπη

bβ ἣν ἠγάπησάς με

bγ ἐν αὐτοῖς ᾖ

bδ κἀγὼ ἐν αὐτοῖς.
(more…)

15. Juni 2017

Joh 17 I Uni Hd


ZUSAMENFASSUNG VOM 12.06.

Wir sprachen zwar manches an, kamen aber über eine intensive und kontroverse Erörterung der anfänglichen Gebetspassage nicht bedeutend hinaus:

17,1b πάτερ,

cα ἐλήλυθεν ἡ ὥρα·

cβ δόξασόν σου τὸν υἱόν,

d ἵνα ὁ υἱὸς δοξάσῃ σέ,

2a καθὼς ἔδωκας αὐτῷ ἐξουσίαν πάσης σαρκός,

b ἵνα πᾶν ὃ δέδωκας αὐτῷ δώσῃ αὐτοῖς ζωὴν αἰώνιον.
(more…)

10. Juni 2017

TUD: Bergpredigt


Dienstag 06.06.2017, 11:50-13.20 Uhr

Seminar: Einführung in die exegetischen Methoden und das wissenschaftliche Arbeiten
Protokollantin: Bettina Reichelt

Quelle Einheitsübersetzung: http://www.bibelwerk.de/Bibel.12790.html/Einheitsübersetzung+online.12798.html?mode=normal

Thema: Matthäus 5,38 bis 48 (Bergpredigt): Was ist Vergelten? Feindesliebe!

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
39Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. 40Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. 41Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. 42Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

43Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 45damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? 47Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? 48Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
(more…)

7. Juni 2017

TUD-Bibelkunde

  1. Sitzungsprotokoll

TU Darmstadt, Institut für Theologie und Sozialethik

Veranstaltung: Grundorientierung Bibel

Dozent: Prof. Dr. Martin Pöttner

Datum: 06.06.2017, 09.50-11.30 Uhr

Thema: Prophetie vom 7. bis zum 2. Jh. v. Chr.

Protokollführerin: CG

In der heutigen Sitzung wurden die Propheten vom 7. bis zum 2. Jh. v. Chr. behandelt, dazu sollten alle Studierenden im Vorfeld das Kapitel 7 aus dem Buch „Bibelkunde“ von Lukas Bormann gelesen haben.

Nach Ansicht von Herrn Pöttner ist die Darstellung der Propheten bei Bormann etwas chaotisch angeordnet: Im Buch wird versucht, die geschichtlichen Elemente mit der Entwicklung der Prophetenbücher zu verbinden, und erst am Ende des Kapitels wird klargestellt, inwiefern welche in das Zwölfprophetenbuch eingliedert sind.

Im Seminar betrachteten wir daher einfach die Propheten unabhängig voneinander.

  1. Jeremia

Jeremia ist der wichtigste neue Prophet, für den bezeichnend ist, dass er sein eigenes Leben als ausgesprochen leidvoll empfindet. (more…)

3. Juni 2017

TUD


Seminar: Grundorientierung Bibel

TU Darmstadt, Protokoll vom: 30.05.2017

Protokollantin: Maike Nadine Beißwenger

Lehrender: Prof. Dr. Martin Pöttner

_______________________________________________________________________

Organisatorisches

Zu Beginn des Seminars gab Herr Pöttner allen Seminarteilnehmern die Möglichkeit, Rückfragen zu dem Protokoll von Ann-Christin Sander vom 23.05.2017 zu stellen. Hierbei betonte er, dass dies ein gutes Protokoll sei, welches die Poesie gut darstelle.

Anmerkung

Für die heutige Seminarsitzung war aus dem Buch von Lukas Bormann „Bibelkunde“ das Kapitel 6 „Die Prophetie des 8. Jahrhunderts“ zu lesen.
(more…)