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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


TUD)">Einführung in die Hermeneutik (TUD)

5 1Jesus sah die Volks­men­ge an und stieg auf den Berg. Als er sich hin­ge­setzt hat­te, kamen sei­ne Schüler/innen zu ihm. 2Und er begann feie­eèèr­lich zu reden und lehr­te sie:
»3Selig sind die Armen, denen Gott­ver­trau­en genom­men wur­de, denn ihnen gehört das Reich der Him­mel.
4Selig sind die Trau­ern­den, denn sie wer­den getrös­tet wer­den.
5Selig sind die Sanft­mü­ti­gen, denn sie wer­den das Land erben.
6Selig sind die­je­ni­gen, die nach Gerech­tig­keit hun­gern und dürs­ten, denn sie wer­den satt wer­den.
7 Selig sind die Barm­her­zi­gen, denn sie wer­den Barm­her­zig­keit erfah­ren.
8 Selig sind die­je­ni­gen, die rei­nen Her­zens sind, denn sie wer­den Gott schau­en.
9Selig sind die­je­ni­gen, die Frie­den schaf­fen, denn sie wer­den Töch­ter und Söh­ne Got­tes hei­ßen.
10Selig sind die­je­ni­gen, die ver­folgt wer­den, weil sie die Gerech­tig­keit lie­ben, denn ihnen gehört das Reich der Him­mel.
11Selig seid ihr, wenn sie euch um mei­net­wil­len beschimp­fen, ver­fol­gen und böse Lügen über euch ver­brei­ten.
12Freut euch und singt laut, weil euer Lohn bei Gott groß ist. Die Prophet/inn/en vor euch sind genau­so ver­folgt wor­den …“ (der Dozent im kri­ti­schem Anschluss an Lui­se Schott­roff)

 


Diens­tag 25.04.2017, 11:50-13:20 Uhr

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten

The­ma: 1. Sit­zung – Mat­thä­us 5,1-12 (Berg­pre­digt)

Pro­to­kol­lan­tin: Eike Birn­bach

(Aus­zug aus: https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus5,1-12 )

Die Berg­pre­digt: Die Rede von der wah­ren Gerech­tig­keit

1 Als Jesus die vie­len Men­schen sah, stieg er auf einen Berg. Er setz­te sich, und sei­ne Jün­ger tra­ten zu ihm.1

2 Dann begann er zu reden und lehr­te sie.

3 Er sag­te: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Him­mel­reich.2

4 Selig die Trau­ern­den; denn sie wer­den getrös­tet wer­den.

5 Selig, die kei­ne Gewalt anwen­den; denn sie wer­den das Land erben.3

6 Selig, die hun­gern und dürs­ten nach der Gerech­tig­keit; denn sie wer­den satt wer­den.

7 Selig die Barm­her­zi­gen; denn sie wer­den Erbar­men fin­den.

8 Selig, die ein rei­nes Herz haben; denn sie wer­den Gott schau­en.

9 Selig, die Frie­den stif­ten; denn sie wer­den Söh­ne Got­tes genannt wer­den.

10 Selig, die um der Gerech­tig­keit wil­len ver­folgt wer­den; denn ihnen gehört das Him­mel­reich.

11 Selig seid ihr, wenn ihr um mei­net­wil­len beschimpft und ver­folgt und auf alle mög­li­che Wei­se ver­leum­det wer­det.

12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Him­mel wird groß sein. Denn so wur­den schon vor euch die Pro­phe­ten ver­folgt.

Zu Beginn des Semi­nars ging es dar­um, die Ver­se 1-12 zu glie­dern. Die Stu­die­ren­den hat­ten fol­gen­de Ide­en, dies zu tun:

– Nach Sche­ma (Vers 3-10 selig sind DIE, ab Vers 11 selig seid IHR)

– Ver­se auf Per­so­nen­grup­pen nach ver­schie­de­nen Eigen­schaf­ten geglie­dert. (Wobei sich hier die Fra­ge stellt, ob es tat­säch­lich Eigen­schaf­ten sind, es geht ja um Hand­lun­gen oder Gefühls­be­stimmt­hei­ten)

– Vers 3-10: Glie­de­rungs­ein­heit, danach kom­men die Direkt­an­re­den.

V. 1f: Situa­ti­ons­an­ga­be, kor­re­spon­diert mit Mt 7,28f; Volks­men­ge, Schü­ler, Berg, Reso­nanz der Rede.

3-10 Jesus ist Spre­cher der Berg­pre­digt und preist bestimm­te Grup­pen selig. Die­se Grup­pen schei­nen allen bekannt zu sein.

Ein Stu­die­ren­der erkennt, dass das „WARUM“ dabei oft über­se­hen wird. (War­um wer­den die­je­ni­gen selig­ge­prie­sen à weil …)

Es kam die Fra­ge auf, was mit Selig­prei­sung genau gemeint ist.

Die Ant­wort dar­auf war, dass gewöhn­lich die Grup­pen selig­ge­prie­sen wer­den, wel­che erfolg­reich sind. Es ist (auch heu­te noch) unge­wöhn­lich, dass die Armen selig­ge­prie­sen wer­den.

Vers 1-2: Durch das Wort „lehr­te“ sieht man, dass etwas Wich­ti­ges von Jesus erzählt wird.

Am Bei­spiel des Vers 27-29 stell­ten wir fest, dass es eine öffent­li­che Situa­ti­on ist und Ande­re mit­hö­ren. Jesus scheint eine Aus­le­gung der Hei­li­gen Schrif­ten der Juden vor­zu­tra­gen.

Vers 5-10: scheint eine Ein­heit zu sein.

Vers 11-12: Ab hier geht es mit der ers­ten Per­son Plu­ral wei­ter.

Der Dozent fragt die Stu­die­ren­den, ob es noch ande­re Züge gibt, die eine Ein­heit erschei­nen las­sen. Es wur­de fest­ge­stellt, dass Vers 3 und 10 den Rah­men von 3-10 bil­den. Gemein­sam­keit: „das Him­mel­reich ist Euer“. Dies ist bei bei­den Ver­sen gleich.

Der Dozent klärt auf, dass es sich bei bei Vers 3-10 um Grup­pen, wel­chen in der Wirk­lich­keit nichts Gutes wie­der­fährt, han­delt:

  1. Grup­pe = geist­lich Armen (Vers 3)
  2. Grup­pe = die Trau­ern­den (Vers 4)
  3. Grup­pe = die Sanft­mü­ti­gen (Vers 5)
  4. Grup­pe = die Gerech­ten (Vers 6)
  5. Grup­pe = die Barm­her­zi­gen (Vers 7)
  6. Grup­pe = die­je­ni­gen, die rei­nen Her­zens sind (Vers 8)
  7. Grup­pe = Frie­dens­stif­ter (Vers 9)

Zu Vers 6: Gerech­tig­keit ist ein Begriff, den man nicht ver­all­ge­mei­nern kann. „Hun­gern und Dürs­ten“ sind Meta­phern um zu zei­gen, wel­che Stär­ken wir beim Essen auf­brin­gen. Die­ses Ver­hal­ten stre­ben sie für Gerech­tig­keit an.

Zu Vers 7: Es setzt eine gewis­se Macht­po­si­ti­on vor­aus um barm­her­zig zu sein.

Zu Vers 8: Wel­cher ist einer rei­nen Her­zens? Jemand ohne böse Hin­ter­ge­dan­ken. Auch Ande­re im Blick haben und nicht nur sich selbst.

Zu Vers 9: Im Latei­ni­schen sind es die Pazi­fis­ten, die den Frie­den machen  bzw. schaf­fen.

An Vers 10 knüp­fen Vers 11-12 an. Das Publi­kum wird hier direkt ange­spro­chen.

Die Berg­pre­digt legt sich in einem Dis­kus­si­ons­zu­sam­men­hang klar fest.

Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Über­set­zun­gen. Der Dozent lässt uns sei­ne Über­set­zung noch an die­sem Wochen­en­de zukom­men. Sie­he ganz am Anfang die­ses Bei­trags.

 

 

Aufgaben zur nächsten Sitzung

 

  1. Über­le­gen Sie, wel­che Glie­de­rungs­prin­zi­pi­en ver­wen­det wur­den!
  2. Lesen Sie zusätz­lich Mt 5,13-16!
  3. Ver­glei­chen Sie Mt 5,1-12 mit Lk 6,19-26!


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Info:
Einführung in die Hermeneutik (TUD) ist Beitrag Nr. 6057
Autor:
Martin Pöttner am 27. April 2017 um 15:47
Category:
Einfünrung in die Exegese und Hermeneutik
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