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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


28. April 2017

Zweiter Sonntag nach Ostern (Joh 21,15-19 [EfG Griesheim])

Als sie gefrüh­stückt hat­ten, sag­te Jesus zu Simon Petrus: »Simon, Sohn des Johan­nes, liebst Du mich mehr als die ande­ren?« Er sag­te zu ihm: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lie­be.« Er sag­te zu ihm: »Hüte mei­ne Läm­mer!« 16 Noch ein­mal sag­te er zu ihm: »Simon, Sohn des Johan­nes, liebst Du mich?« Er sag­te zu ihm: »Ja, Herr, Du weißt, dass ich Dich lie­be.« Er sag­te zu ihm: »Wei­de mei­ne Scha­fe!« 17 Er sag­te zum drit­ten Mal zu ihm: »Simon, Sohn des Johan­nes, liebst Du mich?«

Byzan­ti­ni­sche Iko­ne mit groß geschrie­be­nen grie­chi­schen Zei­chen (poi­men kal­os), die „guter Hir­te“ bedeu­ten. Der „gute Hir­te“ hat den Hin­ter­grund des Kreu­zes.

 Petrus war trau­rig, dass er ihn zum drit­ten Mal frag­te: ›Liebst Du mich?‹ Er sag­te zu ihm: »Herr, Du weißt alles, Du weißt, dass ich Dich lie­be.« Jesus sag­te zu ihm: »Hüte mei­ne Scha­fe! 18 Amen, amen, ich sage dir: Als du jung warst, hast Du Dir selbst den Gür­tel fest­ge­bun­den und bist gegan­gen, wohin du woll­test. Wenn Du aber alt bist, wirst Du Dei­ne Arme aus­stre­cken und jemand anders wird Dich fest­bin­den und Dich dort­hin brin­gen, wohin Du nicht willst.« 19Dies sag­te er, um anzu­deu­ten, durch wel­che Todes­art er Got­tes Glanz zei­gen wür­de. Und dann sag­te er ihm: »Fol­ge mir!«

Lie­be Gemein­de,

das Johan­nes­evan­ge­li­um ist ein Text, der den Glanz Got­tes in Jesus schau­en lässt – bzw. ver­sucht, die Leser/innen dazu anzu­re­gen, dass sie die­sen Glanz schau­en kön­nen. Petrus bekommt in unse­rer Erzäh­lung die Auf­ga­be zuge­wie­sen, ein Hir­te für die Gemein­de der Glau­ben­den zu sein – für jede/n einzelne/n Glaubende/n. Das Bild des Hir­ten ist für die Bibel typisch, wir haben den Psalm 23 als Schrift­le­sung gesun­gen. Das Hir­ten­bild ist zum Bild Got­tes gewor­den Im Johan­nes­evan­ge­li­um ist der Schutz und die Sor­ge des Hir­ten für sei­ne Scha­fe und Läm­mer genau bestimmt. Jesus ist der gute Hir­te, wie Joh 10 sagt.
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27. April 2017

TUD)">Einführung in die Hermeneutik (TUD)

5 1Jesus sah die Volks­men­ge an und stieg auf den Berg. Als er sich hin­ge­setzt hat­te, kamen sei­ne Schüler/innen zu ihm. 2Und er begann feie­eèèr­lich zu reden und lehr­te sie:
»3Selig sind die Armen, denen Gott­ver­trau­en genom­men wur­de, denn ihnen gehört das Reich der Him­mel.
4Selig sind die Trau­ern­den, denn sie wer­den getrös­tet wer­den.
5Selig sind die Sanft­mü­ti­gen, denn sie wer­den das Land erben.
6Selig sind die­je­ni­gen, die nach Gerech­tig­keit hun­gern und dürs­ten, denn sie wer­den satt wer­den.
7 Selig sind die Barm­her­zi­gen, denn sie wer­den Barm­her­zig­keit erfah­ren.
8 Selig sind die­je­ni­gen, die rei­nen Her­zens sind, denn sie wer­den Gott schau­en.
9Selig sind die­je­ni­gen, die Frie­den schaf­fen, denn sie wer­den Töch­ter und Söh­ne Got­tes hei­ßen.
10Selig sind die­je­ni­gen, die ver­folgt wer­den, weil sie die Gerech­tig­keit lie­ben, denn ihnen gehört das Reich der Him­mel.
11Selig seid ihr, wenn sie euch um mei­net­wil­len beschimp­fen, ver­fol­gen und böse Lügen über euch ver­brei­ten.
12Freut euch und singt laut, weil euer Lohn bei Gott groß ist. Die Prophet/inn/en vor euch sind genau­so ver­folgt wor­den …“ (der Dozent im kri­ti­schem Anschluss an Lui­se Schott­roff)

 


Diens­tag 25.04.2017, 11:50-13:20 Uhr

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten

The­ma: 1. Sit­zung – Mat­thä­us 5,1-12 (Berg­pre­digt)

Pro­to­kol­lan­tin: Eike Birn­bach

(Aus­zug aus: https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus5,1-12 )

Die Berg­pre­digt: Die Rede von der wah­ren Gerech­tig­keit

1 Als Jesus die vie­len Men­schen sah, stieg er auf einen Berg. Er setz­te sich, und sei­ne Jün­ger tra­ten zu ihm.1

2 Dann begann er zu reden und lehr­te sie.

3 Er sag­te: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Him­mel­reich.2

4 Selig die Trau­ern­den; denn sie wer­den getrös­tet wer­den.

5 Selig, die kei­ne Gewalt anwen­den; denn sie wer­den das Land erben.3

6 Selig, die hun­gern und dürs­ten nach der Gerech­tig­keit; denn sie wer­den satt wer­den.

7 Selig die Barm­her­zi­gen; denn sie wer­den Erbar­men fin­den.

8 Selig, die ein rei­nes Herz haben; denn sie wer­den Gott schau­en.

9 Selig, die Frie­den stif­ten; denn sie wer­den Söh­ne Got­tes genannt wer­den.

10 Selig, die um der Gerech­tig­keit wil­len ver­folgt wer­den; denn ihnen gehört das Him­mel­reich.

11 Selig seid ihr, wenn ihr um mei­net­wil­len beschimpft und ver­folgt und auf alle mög­li­che Wei­se ver­leum­det wer­det.

12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Him­mel wird groß sein. Denn so wur­den schon vor euch die Pro­phe­ten ver­folgt.

Zu Beginn des Semi­nars ging es dar­um, die Ver­se 1-12 zu glie­dern. Die Stu­die­ren­den hat­ten fol­gen­de Ide­en, dies zu tun:
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26. April 2017

TUD)">Grundorientierung Bibel (TUD)

Diens­tag 25.04.2017, 09:50-11:30 Uhr

Semi­nar: Grund­ori­en­tie­rung Bibel

The­ma: Ein­füh­rung in die Bibel­kun­de

Pro­to­kol­lan­tin: Eike Birn­bach

1 Orga­ni­sa­to­ri­sches

1.1 Per­sön­li­che Daten in eine Lis­te des Dozen­ten ein­tra­gen.

1.2 Begrü­ßung des Semi­nars

1.3 Wir bezie­hen uns in die­sem Semi­nar auf die Lite­ra­tur „Bibel­kun­de“ von Lukas Bor­mann. Alle Stu­die­ren­den sol­len sich bit­te mit die­ser auf die kom­men­den Sit­zun­gen zuhau­se vor­be­rei­ten. Für die­se Woche haben alle Teil­neh­men­den das Kapi­tel 1 vor­ab gele­sen.

2 Semi­narin­hal­te

Der Dozent fragt zu Beginn, ob alle Anwe­sen­den die Lite­ra­tur von Lukas Bor­mann gele­sen und ver­stan­den haben. Am Ende eines Kapi­tels befin­det sich immer ein Leit­fa­den, wel­cher das Kapi­tel gut zusam­men­fasst.

Um das Chris­ten­tum genau­er zu ver­ste­hen, ist es wich­tig die Bezie­hung zwi­schen Koran (auch Qur’an geschrie­ben) und Bibel zu ana­ly­sie­ren. Es gibt oft Gemein­sam­kei­ten zwi­schen Bibel und Koran. Mus­li­me haben ent­schie­den, dass es nur einen Gott geben kann und somit der Gott der Chris­ten auch Ihrer ist. Die Ent­ste­hungs­ge­schich­te spie­gelt sich im Koran wie­der. Dies ist für Lehr­amts­stu­den­ten ein wich­ti­ges The­ma, da es bis heu­te noch kei­nen mus­li­mi­schen Unter­richt an (Berufs-)Schulen gibt!

Es gibt die hebräi­sche Bibel – die­se wird Tanach genannt – und es gibt die Sep­tuagin­ta (die grie­chi­sche jüdi­sche Bibel). Die Sep­tuagin­ta ist eine Über­set­zung und Erwei­te­rung der hebräi­schen Bibel in die dama­li­ge alt­grie­chi­sche All­tags­spra­che. In der hebräi­schen Bibel feh­len alle Tex­te, die nicht als hebrä­isch gal­ten oder als hebräi­sche bzw. ara­mäi­sche Ori­gi­na­le vor­la­gen. Im Koran las­sen sich aller­dings sol­che Tex­te fin­den! Der Dozent ist der Mei­nung, dass es Gesamt­aus­ga­ben gibt, bei denen man Zusam­men­hän­ge der Sep­tuagin­ta und des christ­li­chen Alten Tes­ta­ments erkennt. Er ist eben­so der Mei­nung, dass sich dies wohl auf Dau­er durch­set­zen wird.

Das Neue Tes­ta­ment war mehr von der Sep­tuagin­ta als von der hebräi­schen Bibel abhän­gig. Die Sep­tuagin­ta war ein Pro­jekt, wel­ches sich in der gan­zen Welt ver­brei­tet hat und auf Schrift­rol­len geschrie­ben wur­de. Mit dem Chris­ten­tum wur­de die Bibel als Buch her­aus­ge­ge­ben. In einer Syn­ago­ge fin­det sich die Schrift­rol­le „Tora“. Hier liegt ein wesent­li­cher Unter­schied zwi­schen Juden­tum und Chris­ten­tum. (Bei Mus­li­men sind kei­ne Schrift­rol­len bekannt).

Die Rab­bi­ner sag­ten, dass die grie­chi­sche Kul­tur mit der hebräi­schen Denk- und Sprech­wei­se nicht kom­pa­ti­bel sei. Sie bezo­gen sich auf hebräi­sche Tex­te, da sie die Sep­tuagin­ta als Altes Tes­ta­ment der Chris­ten betrach­te­ten (noch heu­te ist dies ein gro­ßer Streit­punkt).

Luther ver­lang­te, dass die Bibel in der Spra­che des jewei­li­gen Vol­kes zu lesen sein soll. Es gibt sehr vie­le Über­set­zun­gen ins Deut­sche.

(Um vie­le davon ein­se­hen zu kön­nen, wird uns der Dozent noch einen Zugang zukom­men las­sen à z. B. angel­säch­si­sche). Hier zunächst der grund­sätz­li­che Zugang. Am 02.05. dann Benut­zer­na­me und Pass­wort.

In dem Buch von Lukas Bor­mann sind auf Sei­te 28 eini­ge der übli­chen Glie­de­run­gen in deut­schen Bibeln ein­zu­se­hen (Gra­fik 1):
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16. April 2017

Das Johannesevangelium (Uni Hd [Mo 16-18 Uhr, KiGa I])

Das Johan­nes­evan­ge­li­um

 

Ich schla­ge vor, wesent­li­che Tex­te zu bespre­chen, die exem­pla­risch das Evan­ge­li­um erschlie­ßen gera­de auch die nar­ra­ti­ven Fra­gen. Die For­schung ist bis heu­te dar­in unei­nig, ob dem Johan­nes­evan­ge­li­um ein dua­lis­ti­sches Kon­zept zugrun­de liegt, etwa gnos­ti­scher Her­kunft bzw. als Fort­schrei­bung einer bibli­schen dua­lis­ti­schen Weis­heits­auf­fas­sung, wie sie in der Sap­Sal zumin­dest in den Kap. 6 bis 9 vor­liegt. Oder ist es doch eher ein kreu­zes­theo­lo­gi­scher Ent­wurf? Dies wür­de besa­gen, dass Joh 1,14 der wohl zen­tra­le Text wäre und besag­te, dass das Flei­schwer­den des Logos die rea­le Mög­lich­keit oder gar Wahr­schein­lich­keit des gewalt­sa­men und grau­sa­men Todes Jesu von Naza­reth ein­schlös­se, um den Kos­mos zu ret­ten. Dies wür­de als Gesche­hen der Lie­be gedeu­tet, wel­che das gewalt­sa­me Ster­ben und Lei­den Got­tes zu einem zen­tra­len Sym­bol hät­te.

Nar­ra­tiv geht es um dua­lis­ti­sche Erzähl­wei­sen oder Pro­blem­ge­schich­ten Nach der Lek­tü­re und Inter­pre­ta­ti­on von Joh 1.3 und 17 kön­nen Sie sich ein eigen­stän­di­ges, begrün­de­tes Urteil bil­den.

Wei­ter­hin tra­gen die­se Tex­te im Kon­text von 19,25-21,25 dazu bei, dass Sie sich auf einem lite­ra­ri­schen Niveau ein Urteil über die Autor­fra­ge bil­den kön­nen.

24.04.        Ken­nen­ler­nen, Semi­nar­plan

08.05.        Joh 1,1-18 I (Der „Pro­log“)

15.05.        Joh 1,1-18 II

22.05.        Joh 3,1-36 I (Genaue­re Bestim­mung des seman­ti­schen Gehalts)

29.05.        Joh 3,1-36 II

12.06.        Joh 17 I (Abschieds­ge­bet Jesu)

19.06.        Joh 17 II

26.06.        Joh 19,25-30; 20,1-29 I

03.07.        Joh 19,25-30; 20,1-29 II

10.07.        20,30-21,25 I („Epi­log“)

17.07.        20,30-21,25 II

24.07.        Schluss­de­bat­te (more…)