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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


24. Februar 2017

Karneval 2017

In den aktu­el­len tol­len Tagen und wohl auch in der sich anschlie­ßen­den Fas­ten­zeit ist es nicht sicher, ob der Schulz­zug an der End­hal­te­stel­le Kanz­ler­amt oder doch zuvor am Reichs­tag aus­rollt. Die Zah­len auf www.wahlrecht.de sind zumeist Pro­gno­sen – und daher logisch vage. Einen Ein­blick in die aktu­el­len Daten gibt die soge­nann­te „Stim­mung“ der For­schungs­grup­pe Wah­len. Danach wäre ein rot­grü­nes Bünd­nis (42/9 %) mög­lich, die AfD käme auf 6 %. Dass die Uni­on in hel­ler Auf­re­gung ist, ist klar.
Gabri­el hat also einen Coup gelan­det. (more…)

14. Februar 2017

Der Schulzzug – Schulzenbrothers

 

Jeden­falls für die Uni­on schre­cken­ser­re­gend, MEGA wie Trump … Aber sagt der nicht MAGA, kann ein Süd­ba­den­ser schon mal ver­wech­seln.

11. Februar 2017

2Kor 4,1ff (EfG Griesheim)

Leuch­ten auf dem Ange­sicht des gekreu­zig­ten Chris­tus Chagall, Frau­müns­ter Zürich

 

4 1Von daher und weil wir die­sen Dienst des Neu­en Tes­ta­ments bekom­men haben, ver­lie­ren wir nicht den Mut. Wir haben ja Barm­her­zig­keit erfah­ren. 2Von aller Art der Geheim­nis­tue­rei haben wir uns los­ge­sagt, sie ist ver­werf­lich. Wir gehen unse­ren Weg nicht mit Hin­ter­list, ver­fäl­schen auch nicht Got­tes Wort. Viel­mehr emp­feh­len wir uns selbst, indem wir die Wahr­heit für die Urteils­kraft aller Men­schen und in Ver­ant­wor­tung vor Gott offen legen. 3Wenn aber unse­re Freu­den­bot­schaft [unser Evan­ge­li­um] den­noch zuge­deckt ist, dann ist sie es bei den Ver­lo­re­nen, 4bei Men­schen, die ungläu­big sind und Gott nicht ver­trau­en. Ihr Ver­stand ist von der Gott­heit die­ses Zeit­al­ters ver­dun­kelt wor­den. So sehen sie das hel­le Licht der Freu­den­bot­schaft nicht, den Licht­glanz des Chris­tus, wel­cher das Bild Got­tes ist. 5 Wir ver­kün­den ja nicht uns selbst, son­dern dass Jesus Chris­tus Herr ist und uns selbst um Jesu wil­len als Men­schen, die für euch Skla­ven­ar­beit tun. 6 Denn Gott sprach: Licht soll aus der Dun­kel­heit auf­strah­len, und Gott hat ein hel­les Strah­len in unse­re Her­zen gege­ben, sodass wir das Leuch­ten des Glan­zes Got­tes im Ange­sicht des Chris­tus Jesus erken­nen. 7 Doch die­sen Schatz haben wir in zer­brech­li­chen Gefä­ßen. So stammt die über­flie­ßen­de Kraft von Gott und nicht von uns. 8Von allen Sei­ten wer­den wir bedrängt, doch wir haben Raum. Wir wis­sen nicht wei­ter, doch wir ver­zwei­feln nicht. 9Wir wer­den ver­folgt, doch nicht von Gott im Stich gelas­sen. Wir wer­den zu Boden gewor­fen, doch wir gehen nicht zugrun­de. 10Immer tra­gen wir das Ster­ben Jesu an unse­rem Leib mit uns. Genau­so erscheint an unse­rem Leib auch das Leben Jesu. 11Wir, die wir leben, wer­den ja wegen Jesus fort­wäh­rend dem Tod aus­ge­lie­fert. Somit erscheint Jesu Leben auch in unse­rer sterb­li­chen Exis­tenz. 12Daher ist in uns der Tod wirk­sam, aber das Leben in euch.

Lie­be Gemein­de,

ein schwie­ri­ger Text, bei des­sen Über­set­zung es schon Pro­ble­me gibt. Ich ste­he selbst jen­seits der pro­tes­tan­ti­schen Dif­fe­renz von „refor­miert“ und „luthe­risch“, aber Luther hat­te recht, wenn er über­setz­te: Dienst des „Neu­en Tes­ta­ments“ statt Neu­en Bun­des . Sowohl in der grie­chi­schen Über­set­zung der Hei­li­gen Schrif­ten der Ju/ü/d/inn/en als auch im Neu­en Tes­ta­ment ist mit διαθήκη (dia­the­ke) als Wie­der­ga­be von hebrä­isch berit eine schrift­lich nie­der­ge­leg­te oder fest­ge­hal­te­ne Wil­lens­ver­fü­gung Got­tes bezeich­net, in den Hei­li­gen Schrif­ten der Ju/ü/d/inn/en um die Tora kon­zen­triert, im Neu­en Tes­ta­ment auf das Evan­ge­li­um kon­zen­triert, die Freu­den­bot­schaft. (more…)

2. Februar 2017

TUD)">Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Vie­le Teil­neh­me­rin­nen wünsch­ten sich eine Erör­te­rung der Inzest­sze­ne „Lots Töch­ter“ (Gen 19,30-38), die aber im Zusam­men­hang der Erzäh­lung einer beab­sich­tig­ten Ver­ge­wal­ti­gung und deren Fol­gen für Sodom und Gomor­rha steht.
Vor dem Hin­ter­grund eige­ner Fan­ta­si­en, Medi­en­kom­mu­ni­ka­ti­on usf. könn­te die Erzäh­lung von „Lots Töch­tern“ über­ra­schend wir­ken. Ver­sucht doch nicht der Vater, die Töch­ter zu ver­füh­ren oder zum Sex zu zwin­gen, son­dern die Töch­ter sind wg. Nach­wuchs­sor­gen und aus Part­ner­man­gel selbst aktiv. Sie mach­ten den Vater betrun­ken und schlie­fen an zwei Tagen mit ihm – ohne dass der Vater es bemerk­te. Gene­ti­sche Defek­te wer­den nicht erzählt, son­dern nur, dass aus die­sen Sex-Ereig­nis­sen die Moa­bi­ter und Ammo­ni­ter ent­stan­den, mit­hin eine eher zwei­fel­haf­te Her­kunft besit­zen.
Offen­bar hat­te Lot trotz Alko­hol hin­rei­chen­de Erek­tio­nen.
Damit ist in Isra­el Inzest zwar nicht gerecht­fer­tigt, aber bei ande­ren schon, was auch noch die heu­ti­gen Ver­hält­nis­se von Deutsch­land u. a. bestim­men dürf­te.
Für das Ver­ständ­nis der Bibel ist es wich­tig, dass der­ar­ti­ge abwei­chen­de Sach­ver­hal­te erzählt wer­den.

1. Februar 2017

Griechische Lektüre usf. (Uni Hd)

Die Sit­zung ver­such­te, sich anhand von Joh 8,37ff über das Ver­hält­nis des Johan­nes­evan­ge­li­ums zum Juden­tum klar zu wer­den. Der Text wur­de aus­ge­wählt, weil Tei­le von ihm bei der Ein­wei­sung von jüdi­schen Bürger/inne/n in Lager 1938ff geäu­ßert wur­den. Daher bezieht sich der „Antijudaismus“-Diskurs seit den 1980er Jah­ren auch auf die­sen Text. Denn in die­ser Zeit setz­te sich im libe­ra­len Pro­tes­tan­tis­mus die Ein­sicht durch, dass auch das Chris­ten­tum Ver­ant­wor­tung für die Ermor­dung der euro­päi­schen Juden zu über­neh­men habe. Dass es in kon­ser­va­ti­ven Grup­pie­run­gen, wie sie in der AfD agie­ren, aktiv anders gese­hen wird, ist eben­falls sicher.
Seg­men­tiert sieht der Text so aus:
37Οἶδα ὅτι σπέρμα Ἀβραάμ ἐστε·
ἀλλὰ ζητεῖτέ με ἀποκτεῖναι,
ὅτι ὁ λόγος ὁ ἐμὸς οὐ χωρεῖ ἐν ὑμῖν.

38ἃ ἐγὼ ἑώρακα παρὰ τῷ πατρὶ λαλῶ·
καὶ ὑμεῖς οὖν ἃ ἠκούσατε παρὰ τοῦ πατρὸς ποιεῖτε.

39Ἀπεκρίθησαν
καὶ εἶπαν αὐτῷ·
ὁ πατὴρ ἡμῶν Ἀβραάμ ἐστιν.
λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
εἰ τέκνα τοῦ Ἀβραάμ ἐστε,
τὰ ἔργα τοῦ Ἀβραὰμ ἐποιεῖτε·

40νῦν δὲ ζητεῖτέ με ἀποκτεῖναι ἄνθρωπον
ὃς τὴν ἀλήθειαν ὑμῖν λελάληκα
ἣν ἤκουσα παρὰ τοῦ θεοῦ·
τοῦτο Ἀβραὰμ οὐκ ἐποίησεν.

41ὑμεῖς ποιεῖτε τὰ ἔργα τοῦ πατρὸς ὑμῶν.
Εἶπαν [οὖν] αὐτῷ·
ἡμεῖς ἐκ πορνείας οὐ γεγεννήμεθα,
ἕνα πατέρα ἔχομεν τὸν θεόν.
42εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
εἰ ὁ θεὸς πατὴρ ὑμῶν ἦν
ἠγαπᾶτε ἂν ἐμέ,
ἐγὼ γὰρ ἐκ τοῦ θεοῦ ἐξῆλθον
καὶ ἥκω· (more…)