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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


30. Januar 2017

Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Protokoll vom 24.01.2017
Vanessa Brandes
Römer 1.18-32
Die heutige Sitzung thematisiert die Problematik der Homosexualität (Römerbrief 1.18-32)
Gottes Zorn über die Ungerechtigkeit der Menschen
18 Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.
19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es ihnen offenbart.
20 Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar.
21 Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.
22 Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren.
23 Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen.
24 Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten.
25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers – gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen.
26 Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen;
27 ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.
28 Und da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, sodass sie tun, was sich nicht gehört:
29 Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie verleumden
30 und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern,
31 sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen.
32 Sie erkennen, dass Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. Trotzdem tun sie es nicht nur selber, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln. (more…)

27. Januar 2017

EfG Griesheim: Mk 10,1-12 (29.01.)

c

In diesem Semester wurde auch hier in Darmstadt am Institut für Theologie und Sozialethik über das Geschlechterverhältnis diskutiert. Und unser Predigttext für den heutigen Sonntag hat das auch ganz zentral zum Thema: hier weiterlesen!

26. Januar 2017

Griechische Lektüre usf. (Uni Hd)

Christus als Pantokrator

Die Sitzung befasste sich mit Texten des Brotkapitels Joh 6 und dem Beginn der Apokalypse des Johannes. Segmentiert sieht das so aus:

Joh 6,30  Εἶπον οὖν αὐτῷ·
τί οὖν ποιεῖς σὺ σημεῖον,
ἵνα ἴδωμεν καὶ πιστεύσωμέν σοι;
τί ἐργάζῃ;
31οἱ πατέρες ἡμῶν τὸ μάννα ἔφαγον ἐν τῇ ἐρήμῳ,
καθώς ἐστιν γεγραμμένον·
• ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ*
• ἔδωκεν αὐτοῖς φαγεῖν.*
32εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν,
οὐ Μωϋσῆς δέδωκεν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ,
ἀλλ’ ὁ πατήρ μου δίδωσιν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ τὸν ἀληθινόν·
33ὁ γὰρ ἄρτος τοῦ θεοῦ ἐστιν ὁ καταβαίνων ἐκ τοῦ οὐρανοῦ
καὶ ζωὴν διδοὺς τῷ κόσμῳ.
34εἶπον οὖν πρὸς αὐτόν·
κύριε,
πάντοτε δὸς ἡμῖν τὸν ἄρτον τοῦτον.
35εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
ἐγώ εἰμι ὁ ἄρτος τῆς ζωῆς·
ὁ ἐρχόμενος πρὸς ἐμὲ οὐ μὴ πεινάσῃ,
καὶ ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ οὐ μὴ διψήσει πώποτε.
36Ἀλλ’ εἶπον ὑμῖν
ὅτι καὶ ἑωράκατέ [με]
καὶ οὐ πιστεύετε.
37πᾶν ὃ δίδωσίν μοι
ὁ πατὴρ πρὸς ἐμὲ ἥξει,
καὶ τὸν ἐρχόμενον πρὸς ἐμὲ
οὐ μὴ ἐκβάλω ἔξω,
38ὅτι καταβέβηκα ἀπὸ τοῦ οὐρανοῦ
οὐχ ἵνα ποιῶ τὸ θέλημα τὸ ἐμὸν
ἀλλὰ τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με.
39τοῦτο δέ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με,
ἵνα πᾶν ὃ δέδωκέν μοι μὴ ἀπολέσω ἐξ αὐτοῦ,
ἀλλ’ ἀναστήσω αὐτὸ [ἐν] τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.
40τοῦτο γάρ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ πατρός μου,
ἵνα πᾶς ὁ θεωρῶν τὸν υἱὸν καὶ πιστεύων εἰς αὐτὸν ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον,
καὶ ἀναστήσω αὐτὸν ἐγὼ [ἐν] τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.

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23. Januar 2017

Königsbücher (Bibelkunde Heidelberg)

 

Die Königsbücher

Übersicht über die Königsbücher

Inhalt

Die Darstellung der beiden Königsbücher (die ursprünglich ebenfalls nur ein Buch waren) reicht vom Beginn des Königtums Salomos bis zum babylonischen Exil. Während die beiden Samuelisbücher einen Zeitraum von kaum mehr als 50 Jahren beschreiben, schildern die Königsbücher also Ereignisse aus 4 Jahrhunderten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte immer aus dem Blickwinkel des späteren Juda gesehen wird. Die Entwicklungen im inzwischen untergegangenen Nordreich Israel werden oft nur kurz gestreift, auch wenn sie historisch von hoher Bedeutung sind. An verschiedenen Stellen wird wiederum auf ältere, uns nicht erhaltene Geschichtswerke zurückgegriffen, so verweist 1.Kön 11,41 auf eine Chronik Salomos, 1.Kön 14,19 auf eine Chronik der Könige Israels, V. 29 auf eine Chronik der Könige Judas. Die Trennung der beiden Bücher ist an nicht sehr einleuchtender Stelle vollzogen worden, so dass hier beide Teile zusammengeschaut werden sollen.

Propheten

Auffällig ist, dass in diesem Textkomplex die Rolle der prophetischen Gestalten deutlich wichtiger wird. 1.Kön 13+14+16 handeln von prophetischen Gerichtsansagen, hinzu kommt der große Zusammenhang der Elija-Elischa-Geschichten in 1.Kön 17 bis 2.Kön 9. Die jeweils geschilderte geschichtliche Entwicklung wird somit als durch Gottes Wort korrekturbedürftig erwiesen.

Könige

Von Bedeutung für die Erarbeitung der Königsbücher ist eine Übersicht über die einzelnen Könige Judas und Israels, wie sie zum Beispiel in jeder Geschichte Israels zu finden ist. (Vgl. auch das Thema-Kapitel.) Die Angabe der Jahreszahlen für die Regierungszeiten ist dadurch möglich, dass nach dem System des Königssynchronismus die Regierungszeiten der Könige Judas und Israels miteinander verbunden sind (vgl. z.B. 2.Kön 14,23; 15,1), so dass in den meisten Fällen ein recht zuverlässiges Errechnen der Jahreszahlen möglich ist. (more…)

22. Januar 2017

Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Protokoll vom  17. 01. 2017, Sitzung Nummer 12 von [15]

Verfasserin:  Tanja Mett-Bialas

Zu Beginn der Sitzung wurde das Protokoll vom 10.01.2017 genehmigt. Es gab dazu keine Anmerkungen, Fragen und/oder Ergänzungen. Der Dozent gab anschließend die Textstellen der nächsten Sitzungen bekannt:

24.01.2017: Röm. 1, 18 ff.

31.01.2017: Gen. 1 (1. Mose) 19, Verse werden in der nächsten Sitzung bekannt gegeben.

07.02.2017: Seminarabschluss: Die Teilnehmer können Fragen stellen, die sie zu dieser  Themenstellung schon immer interessiert haben bzw. explizite Rückfragen zum Seminar stellen.  Text der heutigen Sitzung: Epheser 5, 21 ff.: Dieser klassische Text, als expliziter Autor steht Paulus im Brief (Der Brief des Paulus an die Epheser), ist als extrem wichtig für die Geschichte des Christentums in Bezug auf die Bestimmung des Verhältnisses der Geschlechter einzustufen. Es handelt sich hierbei um einen Katalog oder eine ‚Haustafel‘, wie es auch in der (im Originaltext nicht enthaltenen!) Überschrift des Textabschnittes benannt wird. Dies bedeutet, dass hier alle Gruppen/Personen/Schichten, die in einem Haus vorkommen (Männer-Frauen, Eltern-Kinder, Sklaven-Freie etc.), angesprochen werden, indem Ihnen darin explizite Regeln/Verhaltensvorschriften gemacht bzw. auferlegt werden. Im Mittelalter beispielsweise schrieb Martin Luther (1483-1546) einen sogenannten ‚Fürstenspiegel‘, der eine ähnliche Aufgabe verkörperte: Dabei wurden Regeln für Angehörige der Obrigkeit aufgestellt. (more…)

Trump?

Donald Trump hat die Präsidentenwahl aufgrund des Wahlsystemes gewonnen, das manchen hierzulande unbekannt zu sein scheint. Elisabeth Wehling hatte schon vorher prognostiziert, dass aufgrund seiner rhetorischen Strategie Trump die Wahl gewinnen werde. So ist es gekommen – und Trump hat ohne großen Anstrengungen Hillary Clinton schlagen können. Man muss nicht in vielen Einzelheiten dem neurolinguistischen Modell Wehlings zustimmen. Aber richtig ist, dass Trump ein klareres Bild vieler für ihn ansprechbarer Wählergruppen hatte – weshalb ich auch nicht überzeugt davon war, dass sein Sexismus und Rassismus hinreichend abstoßend war. Heute macht er sich über die gestrigen Demonstrant/inn/en lustig: Sie hätten ja zur Wahl gehen können …
Was an Trump interessant ist, ist der Sachverhalt, dass in seiner Kampagne konkurrenzgesellschaftliche Modelle sich für viele Menschen als alltagstauglich erwiesen haben. Das ist auch ein ernstes Problem.

18. Januar 2017

Eine wichtige Nebenbemerkung

Natürlich ist das Denkmal für die Ermordung der europäischen Juden in Berlin ein „Denkmal der Schande“, weil diese Ermordung eine Schande ist – und diese Ermordung neben vielen weiteren Verbrechen von dem allergrößten Teil der Bevölkerung hingenommen wurde. Erst seit den 1968er Jahren fand eine breitere intensive Debatte statt. Dagegen gab es auch intellektuelle Bewegungen, sodass es in den 1980er Jahren zu einem „Historikerstreit“ kam, in dessen Verlauf ein angesehener Altertumswissenschaftler im „Evangelischen Studienwerk“ sagte, wer Deutscher sein wolle, müsse die Geschichte von 1933-1945 als Teil seiner Identität annehmen. Ich als Sohn eines Gegners der Nationalsozialisten war schockiert.
Richard von Weizsäcker rückte das 1985 zurecht. Er war Sohn eines Teils der Reichsregierung – und verteidigte seinen Vater als Anwalt in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen. 1985 hielt er fest, dass der Sieg der Alliierten eine Befreiung war, von dramatischen Irrtümern, die zu gewaltigen Verbrechen geführt hatten, woran jenes Mahnmal erinnert.
Man konnte seit einiger Zeit z. B. auf Twitter lesen, dass unter neurechten Denkern dieser Ausgang der Debatte in den 1980er Jahren als revisionsbedürftig galt. Und der frühere Geschichtslehrer Höcke hat das vorgestern explizit ausgesprochen. Es handele sich um eine „dämliche Erinnerungspolitik“. Nicht der ermordeten Juden solle gedacht werden, sondern der Dresdner Opfer des alliierten Bombardements.
Die europäische Verständigung ermöglicht es heute, dass beides geschieht. Was „Bernd“ Höcke so aufregt, ist dieser Sachverhalt: „Deutschland“ hat sich in der Europäischen Union mit einer europäischen Identität neu konstituiert, es ist kein Nationalstaat mehr. Und m. E. ist das auch gut so.
Das war schon in den 1980er Jahren absehbar – und schon damals m. E. einer der Hintergründe des „Historikerstreits“. Dass die deutsche Vereinigung und die Osterweiterung der EU leider wieder nationale Rückschritte ausgelöst haben, ist auch klar. PEGIDA und die AfD sind darauf Reaktionen, die das seit den Bielefelder Studien von Heitmeyer recht gut erfasste rechtsextreme Spektrum in unserer Bevölkerung anziehen kann. Schlecht für diese Gruppierungen ist es, dass sogar in der Fußballnationalmannschaft Türken und Schwarze spielen, was die Leistungskraft der Mannschaft gestärkt hat.
Die Visionen Höckes vom „vollständigen Sieg“ werden sich zweifellos nicht erfüllen. Aber die Demokraten sind nun gewarnt.

Witzig an der Rede Höckes ist, dass er wieder auf deutsche Traditionen zurück will, die gar nicht mehr vermittelt würden. Da ich auch in NRW zur Schule gegangen bin, kann ich das nicht bestätigen. Z. B. Goethe war Standard. Sarah Wagenknecht würde dem offenbar zu kurz gekommenen Höcke sicherlich dessen Liebesgedichte empfehlen. Ich ergänze, der „West-östliche Diwan“ könnte ein hilfreiches Bildungserlebnis sein. Sogar Philosophen waren Höcke zufolge für Deutschland vor 1933 bedeutend. Hier ist für AfDler „Zum ewigen Frieden“ von dem Königsberger Kant einschlägig. Es gehört zur Tragik jener Schande, dass viele Kenner/innen dieser großen Tradition ermordet wurden. Nur einige, wie Hannah Arendt, überlebten.
Höcke ist jedenfalls ein viel schlechterer Redner als der diabolische Goebbels. Das könnte vielleicht ein Trost sein.

Hier ist das Video zu sehen, welches zeigt, dass Teile der AfD neonazistische Züge  tragen:

 

Dresdner Rede von Björn Höcke im Video

16. Januar 2017

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (Uni Hd)

Wir übersetzten Joh 2,1-12 und Joh 8,1-11, nach der alten formgeschichtlichen Betrachtung eine Wundererzählung und ein Streitgespräch. Heute bezieht man die seit der Rhetorik des Aristoteles üblichen Gattungsbezeichnungen für rhetorisch verwendete Kleingattungen ein, dann handelt es sich um einen Mythos und eine Chrie. Beide Texte führten in der Übung zu angeregten Erörterungen.
Segmentiert sieht das so aus:

 

21Καὶ τῇ ἡμέρᾳ τῇ τρίτῃ γάμος ἐγένετο ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας,

καὶ ἦν ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ ἐκεῖ·
2 ἐκλήθη δὲ καὶ ὁ Ἰησοῦς καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ εἰς τὸν γάμον.
3 καὶ ὑστερήσαντος οἴνου
λέγει ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ πρὸς αὐτόν·
οἶνον οὐκ ἔχουσιν.
4 [καὶ] λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς·
τί ἐμοὶ καὶ σοί,
γύναι;
οὔπω ἥκει ἡ ὥρα μου.
5 λέγει ἡ μήτηρ αὐτοῦ τοῖς διακόνοις·
ὅ τι ἂν λέγῃ ὑμῖν ποιήσατε.
6 ἦσαν δὲ ἐκεῖ λίθιναι ὑδρίαι ἓξ κατὰ τὸν καθαρισμὸν τῶν Ἰουδαίων κείμεναι, … χωροῦσαι ἀνὰ μετρητὰς δύο ἢ τρεῖς.
7 λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
γεμίσατε τὰς ὑδρίας ὕδατος.
καὶ ἐγέμισαν αὐτὰς ἕως ἄνω.
8 καὶ λέγει αὐτοῖς·
ἀντλήσατε νῦν
καὶ φέρετε τῷ ἀρχιτρικλίνῳ·
οἱ δὲ ἤνεγκαν.
9 ὡς δὲ ἐγεύσατο ὁ ἀρχιτρίκλινος τὸ ὕδωρ οἶνον γεγενημένον
καὶ οὐκ ᾔδει πόθεν ἐστίν,
οἱ δὲ διάκονοι ᾔδεισαν οἱ ἠντληκότες τὸ ὕδωρ,
φωνεῖ τὸν νυμφίον ὁ ἀρχιτρίκλινος
10 καὶ λέγει αὐτῷ·
πᾶς ἄνθρωπος πρῶτον τὸν καλὸν οἶνον τίθησιν
καὶ ὅταν μεθυσθῶσιν τὸν ἐλάσσω·
σὺ τετήρηκας τὸν καλὸν οἶνον ἕως ἄρτι.
11 Ταύτην ἐποίησεν ἀρχὴν τῶν σημείων ὁ Ἰησοῦς ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας
καὶ ἐφανέρωσεν τὴν δόξαν αὐτοῦ,
καὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτὸν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ.
12 Μετὰ τοῦτο κατέβη εἰς Καφαρναοὺμ αὐτὸς καὶ ἡ μήτηρ αὐτοῦ καὶ …

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Geschlechtergerechte Rede von Gott (TUD)

Protokoll vom 10.01.2017

Protokollantin: Ilknur Özcan

Im Seminar haben wir Bezug genommen auf Markus 10, 1-12:

Ein sehr wichtiger Text, was will er uns sagen.

 

Was wollen die Pharisäer? Sie wollen ihm eine Falle mit der Frage stellen. Hat Jesus, Mose richtig interpretiert? (5. Mose Kapitel 24 1-4) In der Tora, im Gesetz steht die Möglichkeit einer Scheidung, indem ein Mann einer Frau einen Scheidebrief schreiben kann, um sie ziehen zu lassen.

Wie geht Jesus vor, was sagt er?

Wie sollte man den Text verstehen? Wenn das Herz hart oder verhärtet  ist, kann es  nicht auf andere eingehen. Auch in der ersten Schöpfungsgeschichte Gen 1 steht: Gott schuf sie als männlich und weiblich. Darum wird er (bzw. sie) Vater und Mutter verlassen und die zwei werden ein Fleisch sein (1. Mose Kapitel 2 Vers 24). Jesus ergänzt die erste durch die zweite Schöpfungsgeschichte.

Wieso macht er das? (Das Gebot, das Mose gestattet hat, steht 5. Mose Kapitel 24 1-4)

Am Anfang der Bibel steht was anderes, als das, was Mose gesagt hat. Mose hat sich nicht zu dieser Position, die Jesus vertritt, entschließen können, weil er gewusst hatte, dass die Pharisäer heftig mit der Herzenshärte zu tun haben. So kann man alles zusammenfassen, das ist eine typische Form der dynamischen Schrift-Auslegung, die im Judentum möglich war, dass man Elemente, die früher sind, gegen andere, die später gekommen sind, ausspielen konnte. Jesus hat recht, da der Sinn von Gen 2,24 so ist, wie er das meint. Scheidebrief ausstellen ist in Gen 1 und Gen 2 nicht angemessen.

Wieso ist es nicht angemessen, Jesus sagt nicht, dass es falsch ist. Wenn jemand sagt, der Scheidebrief existiert wegen eurer Herzenshärte.

Von den Leser/inne/n der Bibel wird erwartet, dass sie es merken, wenn sie es lesen. Ein Mann und eine Frau lassen sich aufeinander ein, deswegen wird die Tatsache, dass sie als männlich und weiblich erschaffen sind, betont. Jesus interpretiert, dass es ein symmetrisches Verhältnis ist.

Warum bleiben sie zusammen? Ein-Fleisch-Sein ist eine sexuelle Metapher.

Dass Frau und Mann einen Bund schließen, steht in der Bibel überhaupt nicht.

Was bedeutet es mit der Herzenshärtigkeit?

Das Ein-Fleisch-Sein ist dann Liebe, damit vereinigen diejenigen sich, die zuvor getrennt waren, in einem Paar wieder. Löst sich auf, wenn man auf den anderen nicht eingehen kann. Es ist möglich eine Scheidung zu verhindern, wenn diese Probleme auftreten über ein weiches Herzen, den anderen mit Ecken und Kanten zu akzeptieren und das zu weiteren Beziehungen führen kann. Jesus legt es in die Verantwortung des Paares, keineswegs in die Hände der Kirche.

Wie kann man zeigen, dass Jesus das symmetrisch meint?

Die Herzenshärte kann von beiden Seiten ausgehen, falls es zur Scheidung kommt, kann auch die Frau den Scheidebrief ausstellen. Es gibt keine Überordnung des Mannes, es ist eine absolute Gleichberechtigung gemeint. Wenn beide ein weiches Herz haben, sind sie in der Lage das Problem der Scheidung zu vermeiden.

Jesus vertritt ein romantisches Liebesverständnis, das Frau oder der Mann den einen gefunden haben, an den/die sie sich binden und die Methode das Herz weich sein zu lassen scheint zu reichen um die Scheidung zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

14. Januar 2017

Trump twittert!

Bei den selbsternannten „Qualitätsmedien“ (um eine alberne Floskel der Mediensprache zu verwenden) ist die Aufregung groß: Trump twittert, gibt ansonsten in seinem Tower eine Pressekonferenz, greift dabei die Vertreter der „vierten Gewalt“ an, ist „dünnhäutig“ usf. Manche Journalist/inn/en sehen dadurch die Pressefreiheit bedroht.
Wie gewöhnlich wird dabei die kritische Debatte seitens WikiLeaks, Greenwald u. a. souverän ignoriert – und verschwiegen. Demgegenüber werden die Auffassungen HCLINTONS u. a. stark vervielfältigt.

Die veröffentlichten Dokumente über die Praxis der Demokraten und insbesondere Clintons im Wahlkampf sprechen dafür, dass es hierbei um Manipulation und keinesfalls um „lupenreine“ Demokratie ging. Dass Trump damit in engen Staaten gewinnen konnte, ist wahrscheinlich, zumal Clinton soziale Probleme ignorierte.
Die Tendenz der Demokraten, russisches Hacking für die Veröffentlichung der Daten verantwortlich zu machen, lenkt vom Demokratiedefizit Clintons ab – ist aber in der Sache abwegig.
Man ist gespannt, ob die nachrichtendienstlich lancieren Gerüchte über Trump Moskauer Sexleben und seine mögliche Erpressbarkeit durch Russland zutreffen. Sie sind bislang nicht belegt.