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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


30. Januar 2017

TUD)">Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Pro­to­koll vom 24.01.2017
Vanes­sa Bran­des
Römer 1.18-32
Die heu­ti­ge Sit­zung the­ma­ti­siert die Pro­ble­ma­tik der Homo­se­xua­li­tät (Römer­brief 1.18-32)
Got­tes Zorn über die Unge­rech­tig­keit der Men­schen
18 Der Zorn Got­tes wird vom Him­mel her­ab offen­bart wider alle Gott­lo­sig­keit und Unge­rech­tig­keit der Men­schen, die die Wahr­heit durch Unge­rech­tig­keit nie­der­hal­ten.
19 Denn was man von Gott erken­nen kann, ist ihnen offen­bar; Gott hat es ihnen offen­bart.
20 Seit Erschaf­fung der Welt wird sei­ne unsicht­ba­re Wirk­lich­keit an den Wer­ken der Schöp­fung mit der Ver­nunft wahr­ge­nom­men, sei­ne ewi­ge Macht und Gott­heit. Daher sind sie unent­schuld­bar.
21 Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie ver­fie­len in ihrem Den­ken der Nich­tig­keit und ihr unver­stän­di­ges Herz wur­de ver­fins­tert.
22 Sie behaup­te­ten, wei­se zu sein, und wur­den zu Toren.
23 Sie ver­tausch­ten die Herr­lich­keit des unver­gäng­li­chen Got­tes mit Bil­dern, die einen ver­gäng­li­chen Men­schen und flie­gen­de, vier­fü­ßi­ge und krie­chen­de Tie­re dar­stel­len.
24 Dar­um lie­fer­te Gott sie durch die Begier­den ihres Her­zens der Unrein­heit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eige­nes Tun ent­ehr­ten.
25 Sie ver­tausch­ten die Wahr­heit Got­tes mit der Lüge, sie bete­ten das Geschöpf an und ver­ehr­ten es anstel­le des Schöp­fers – geprie­sen ist er in Ewig­keit. Amen.
26 Dar­um lie­fer­te Gott sie ent­eh­ren­den Lei­den­schaf­ten aus: Ihre Frau­en ver­tausch­ten den natür­li­chen Ver­kehr mit dem wider­na­tür­li­chen;
27 eben­so gaben die Män­ner den natür­li­chen Ver­kehr mit der Frau auf und ent­brann­ten in Begier­de zuein­an­der; Män­ner trie­ben mit Män­nern Unzucht und erhiel­ten den ihnen gebüh­ren­den Lohn für ihre Ver­ir­rung.
28 Und da sie sich wei­ger­ten, Gott anzu­er­ken­nen, lie­fer­te Gott sie einem ver­wor­fe­nen Den­ken aus, sodass sie tun, was sich nicht gehört:
29 Sie sind voll Unge­rech­tig­keit, Schlech­tig­keit, Hab­gier und Bos­heit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie ver­leum­den
30 und trei­ben üble Nach­re­de, sie has­sen Gott, sind über­heb­lich, hoch­mü­tig und prah­le­risch, erfin­de­risch im Bösen und unge­hor­sam gegen die Eltern,
31 sie sind unver­stän­dig und halt­los, ohne Lie­be und Erbar­men.
32 Sie erken­nen, dass Got­tes Rechts­ord­nung bestimmt: Wer so han­delt, ver­dient den Tod. Trotz­dem tun sie es nicht nur sel­ber, son­dern stim­men bereit­wil­lig auch denen zu, die so han­deln. (more…)

27. Januar 2017

EfG Griesheim: Mk 10,1-12 (29.01.)

c

In die­sem Semes­ter wur­de auch hier in Darm­stadt am Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozi­al­ethik über das Geschlech­ter­ver­hält­nis dis­ku­tiert. Und unser Pre­digt­text für den heu­ti­gen Sonn­tag hat das auch ganz zen­tral zum The­ma: hier wei­ter­le­sen!

26. Januar 2017

Griechische Lektüre usf. (Uni Hd)

Chris­tus als Pan­to­kra­tor

Die Sit­zung befass­te sich mit Tex­ten des Brot­ka­pi­tels Joh 6 und dem Beginn der Apo­ka­lyp­se des Johan­nes. Seg­men­tiert sieht das so aus:

Joh 6,30  Εἶπον οὖν αὐτῷ·
τί οὖν ποιεῖς σὺ σημεῖον,
ἵνα ἴδωμεν καὶ πιστεύσωμέν σοι;
τί ἐργάζῃ;
31οἱ πατέρες ἡμῶν τὸ μάννα ἔφαγον ἐν τῇ ἐρήμῳ,
καθώς ἐστιν γεγραμμένον·
• ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ*
• ἔδωκεν αὐτοῖς φαγεῖν.*
32εἶπεν οὖν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν,
οὐ Μωϋσῆς δέδωκεν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ,
ἀλλ’ ὁ πατήρ μου δίδωσιν ὑμῖν τὸν ἄρτον ἐκ τοῦ οὐρανοῦ τὸν ἀληθινόν·
33ὁ γὰρ ἄρτος τοῦ θεοῦ ἐστιν ὁ καταβαίνων ἐκ τοῦ οὐρανοῦ
καὶ ζωὴν διδοὺς τῷ κόσμῳ.
34εἶπον οὖν πρὸς αὐτόν·
κύριε,
πάντοτε δὸς ἡμῖν τὸν ἄρτον τοῦτον.
35εἶπεν αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
ἐγώ εἰμι ὁ ἄρτος τῆς ζωῆς·
ὁ ἐρχόμενος πρὸς ἐμὲ οὐ μὴ πεινάσῃ,
καὶ ὁ πιστεύων εἰς ἐμὲ οὐ μὴ διψήσει πώποτε.
36Ἀλλ’ εἶπον ὑμῖν
ὅτι καὶ ἑωράκατέ [με]
καὶ οὐ πιστεύετε.
37πᾶν ὃ δίδωσίν μοι
ὁ πατὴρ πρὸς ἐμὲ ἥξει,
καὶ τὸν ἐρχόμενον πρὸς ἐμὲ
οὐ μὴ ἐκβάλω ἔξω,
38ὅτι καταβέβηκα ἀπὸ τοῦ οὐρανοῦ
οὐχ ἵνα ποιῶ τὸ θέλημα τὸ ἐμὸν
ἀλλὰ τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με.
39τοῦτο δέ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ πέμψαντός με,
ἵνα πᾶν ὃ δέδωκέν μοι μὴ ἀπολέσω ἐξ αὐτοῦ,
ἀλλ’ ἀναστήσω αὐτὸ [ἐν] τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.
40τοῦτο γάρ ἐστιν τὸ θέλημα τοῦ πατρός μου,
ἵνα πᾶς ὁ θεωρῶν τὸν υἱὸν καὶ πιστεύων εἰς αὐτὸν ἔχῃ ζωὴν αἰώνιον,
καὶ ἀναστήσω αὐτὸν ἐγὼ [ἐν] τῇ ἐσχάτῃ ἡμέρᾳ.

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23. Januar 2017

Königsbücher (Bibelkunde Heidelberg)

 

Die Königs­bü­cher

Über­sicht über die Königs­bü­cher

Inhalt

Die Dar­stel­lung der bei­den Königs­bü­cher (die ursprüng­lich eben­falls nur ein Buch waren) reicht vom Beginn des König­tums Salo­mos bis zum baby­lo­ni­schen Exil. Wäh­rend die bei­den Samu­e­lis­bü­cher einen Zeit­raum von kaum mehr als 50 Jah­ren beschrei­ben, schil­dern die Königs­bü­cher also Ereig­nis­se aus 4 Jahr­hun­der­ten. Dabei ist wich­tig zu wis­sen, dass die Geschich­te immer aus dem Blick­win­kel des spä­te­ren Juda gese­hen wird. Die Ent­wick­lun­gen im inzwi­schen unter­ge­gan­ge­nen Nord­reich Isra­el wer­den oft nur kurz gestreift, auch wenn sie his­to­risch von hoher Bedeu­tung sind. An ver­schie­de­nen Stel­len wird wie­der­um auf älte­re, uns nicht erhal­te­ne Geschichts­wer­ke zurück­ge­grif­fen, so ver­weist 1.Kön 11,41 auf eine Chro­nik Salo­mos, 1.Kön 14,19 auf eine Chro­nik der Köni­ge Isra­els, V. 29 auf eine Chro­nik der Köni­ge Judas. Die Tren­nung der bei­den Bücher ist an nicht sehr ein­leuch­ten­der Stel­le voll­zo­gen wor­den, so dass hier bei­de Tei­le zusam­men­ge­schaut wer­den sol­len.

Propheten

Auf­fäl­lig ist, dass in die­sem Text­kom­plex die Rol­le der pro­phe­ti­schen Gestal­ten deut­lich wich­ti­ger wird. 1.Kön 13+14+16 han­deln von pro­phe­ti­schen Gerichts­an­sa­gen, hin­zu kommt der gro­ße Zusam­men­hang der Eli­ja-Eli­scha-Geschich­ten in 1.Kön 17 bis 2.Kön 9. Die jeweils geschil­der­te geschicht­li­che Ent­wick­lung wird somit als durch Got­tes Wort kor­rek­tur­be­dürf­tig erwie­sen.

Könige

Von Bedeu­tung für die Erar­bei­tung der Königs­bü­cher ist eine Über­sicht über die ein­zel­nen Köni­ge Judas und Isra­els, wie sie zum Bei­spiel in jeder Geschich­te Isra­els zu fin­den ist. (Vgl. auch das The­ma-Kapi­tel.) Die Anga­be der Jah­res­zah­len für die Regie­rungs­zei­ten ist dadurch mög­lich, dass nach dem Sys­tem des Königs­syn­chro­nis­mus die Regie­rungs­zei­ten der Köni­ge Judas und Isra­els mit­ein­an­der ver­bun­den sind (vgl. z.B. 2.Kön 14,23; 15,1), so dass in den meis­ten Fäl­len ein recht zuver­läs­si­ges Errech­nen der Jah­res­zah­len mög­lich ist. (more…)

22. Januar 2017

TUD)">Geschlechtergerechte Rede (TUD)

Pro­to­koll vom  17. 01. 2017, Sit­zung Num­mer 12 von [15]

Ver­fas­se­rin:  Tan­ja Mett-Bial­as

Zu Beginn der Sit­zung wur­de das Pro­to­koll vom 10.01.2017 geneh­migt. Es gab dazu kei­ne Anmer­kun­gen, Fra­gen und/oder Ergän­zun­gen. Der Dozent gab anschlie­ßend die Text­stel­len der nächs­ten Sit­zun­gen bekannt:

24.01.2017: Röm. 1, 18 ff.

31.01.2017: Gen. 1 (1. Mose) 19, Ver­se wer­den in der nächs­ten Sit­zung bekannt gege­ben.

07.02.2017: Semi­narab­schluss: Die Teil­neh­mer kön­nen Fra­gen stel­len, die sie zu die­ser  The­men­stel­lung schon immer inter­es­siert haben bzw. expli­zi­te Rück­fra­gen zum Semi­nar stel­len.  Text der heu­ti­gen Sit­zung: Ephe­ser 5, 21 ff.: Die­ser klas­si­sche Text, als expli­zi­ter Autor steht Pau­lus im Brief (Der Brief des Pau­lus an die Ephe­ser), ist als extrem wich­tig für die Geschich­te des Chris­ten­tums in Bezug auf die Bestim­mung des Ver­hält­nis­ses der Geschlech­ter ein­zu­stu­fen. Es han­delt sich hier­bei um einen Kata­log oder eine ‚Haus­ta­fel‘, wie es auch in der (im Ori­gi­nal­text nicht ent­hal­te­nen!) Über­schrift des Text­ab­schnit­tes benannt wird. Dies bedeu­tet, dass hier alle Gruppen/Personen/Schichten, die in einem Haus vor­kom­men (Män­ner-Frau­en, Eltern-Kin­der, Skla­ven-Freie etc.), ange­spro­chen wer­den, indem Ihnen dar­in expli­zi­te Regeln/Verhaltensvorschriften gemacht bzw. auf­er­legt wer­den. Im Mit­tel­al­ter bei­spiels­wei­se schrieb Mar­tin Luther (1483-1546) einen soge­nann­ten ‚Fürs­ten­spie­gel‘, der eine ähn­li­che Auf­ga­be ver­kör­per­te: Dabei wur­den Regeln für Ange­hö­ri­ge der Obrig­keit auf­ge­stellt. (more…)

Trump?

Donald Trump hat die Prä­si­den­ten­wahl auf­grund des Wahl­sys­te­mes gewon­nen, das man­chen hier­zu­lan­de unbe­kannt zu sein scheint. Eli­sa­beth Weh­ling hat­te schon vor­her pro­gnos­ti­ziert, dass auf­grund sei­ner rhe­to­ri­schen Stra­te­gie Trump die Wahl gewin­nen wer­de. So ist es gekom­men – und Trump hat ohne gro­ßen Anstren­gun­gen Hil­la­ry Clin­ton schla­gen kön­nen. Man muss nicht in vie­len Ein­zel­hei­ten dem neu­ro­lin­gu­is­ti­schen Modell Weh­lings zustim­men. Aber rich­tig ist, dass Trump ein kla­re­res Bild vie­ler für ihn ansprech­ba­rer Wäh­ler­grup­pen hat­te – wes­halb ich auch nicht über­zeugt davon war, dass sein Sexis­mus und Ras­sis­mus hin­rei­chend absto­ßend war. Heu­te macht er sich über die gest­ri­gen Demonstrant/inn/en lus­tig: Sie hät­ten ja zur Wahl gehen kön­nen …
Was an Trump inter­es­sant ist, ist der Sach­ver­halt, dass in sei­ner Kam­pa­gne kon­kur­renz­ge­sell­schaft­li­che Model­le sich für vie­le Men­schen als all­tags­taug­lich erwie­sen haben. Das ist auch ein erns­tes Pro­blem.

18. Januar 2017

Eine wichtige Nebenbemerkung

Natür­lich ist das Denk­mal für die Ermor­dung der euro­päi­schen Juden in Ber­lin ein „Denk­mal der Schan­de“, weil die­se Ermor­dung eine Schan­de ist – und die­se Ermor­dung neben vie­len wei­te­ren Ver­bre­chen von dem aller­größ­ten Teil der Bevöl­ke­rung hin­ge­nom­men wur­de. Erst seit den 1968er Jah­ren fand eine brei­te­re inten­si­ve Debat­te statt. Dage­gen gab es auch intel­lek­tu­el­le Bewe­gun­gen, sodass es in den 1980er Jah­ren zu einem „His­to­ri­ker­streit“ kam, in des­sen Ver­lauf ein ange­se­he­ner Alter­tums­wis­sen­schaft­ler im „Evan­ge­li­schen Stu­di­en­werk“ sag­te, wer Deut­scher sein wol­le, müs­se die Geschich­te von 1933-1945 als Teil sei­ner Iden­ti­tät anneh­men. Ich als Sohn eines Geg­ners der Natio­nal­so­zia­lis­ten war scho­ckiert.
Richard von Weiz­sä­cker rück­te das 1985 zurecht. Er war Sohn eines Teils der Reichs­re­gie­rung – und ver­tei­dig­te sei­nen Vater als Anwalt in den Nürn­ber­ger Kriegs­ver­bre­cher­pro­zes­sen. 1985 hielt er fest, dass der Sieg der Alli­ier­ten eine Befrei­ung war, von dra­ma­ti­schen Irr­tü­mern, die zu gewal­ti­gen Ver­bre­chen geführt hat­ten, wor­an jenes Mahn­mal erin­nert.
Man konn­te seit eini­ger Zeit z. B. auf Twit­ter lesen, dass unter neu­rech­ten Den­kern die­ser Aus­gang der Debat­te in den 1980er Jah­ren als revi­si­ons­be­dürf­tig galt. Und der frü­he­re Geschichts­leh­rer Höcke hat das vor­ges­tern expli­zit aus­ge­spro­chen. Es han­de­le sich um eine „däm­li­che Erin­ne­rungs­po­li­tik“. Nicht der ermor­de­ten Juden sol­le gedacht wer­den, son­dern der Dresd­ner Opfer des alli­ier­ten Bom­bar­de­ments.
Die euro­päi­sche Ver­stän­di­gung ermög­licht es heu­te, dass bei­des geschieht. Was „Bernd“ Höcke so auf­regt, ist die­ser Sach­ver­halt: „Deutsch­land“ hat sich in der Euro­päi­schen Uni­on mit einer euro­päi­schen Iden­ti­tät neu kon­sti­tu­iert, es ist kein Natio­nal­staat mehr. Und m. E. ist das auch gut so.
Das war schon in den 1980er Jah­ren abseh­bar – und schon damals m. E. einer der Hin­ter­grün­de des „His­to­ri­ker­streits“. Dass die deut­sche Ver­ei­ni­gung und die Ost­erwei­te­rung der EU lei­der wie­der natio­na­le Rück­schrit­te aus­ge­löst haben, ist auch klar. PEGIDA und die AfD sind dar­auf Reak­tio­nen, die das seit den Bie­le­fel­der Stu­di­en von Heit­mey­er recht gut erfass­te rechts­ex­tre­me Spek­trum in unse­rer Bevöl­ke­rung anzie­hen kann. Schlecht für die­se Grup­pie­run­gen ist es, dass sogar in der Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft Tür­ken und Schwar­ze spie­len, was die Leis­tungs­kraft der Mann­schaft gestärkt hat.
Die Visio­nen Höckes vom „voll­stän­di­gen Sieg“ wer­den sich zwei­fel­los nicht erfül­len. Aber die Demo­kra­ten sind nun gewarnt.

Wit­zig an der Rede Höckes ist, dass er wie­der auf deut­sche Tra­di­tio­nen zurück will, die gar nicht mehr ver­mit­telt wür­den. Da ich auch in NRW zur Schu­le gegan­gen bin, kann ich das nicht bestä­ti­gen. Z. B. Goe­the war Stan­dard. Sarah Wagen­knecht wür­de dem offen­bar zu kurz gekom­me­nen Höcke sicher­lich des­sen Lie­bes­ge­dich­te emp­feh­len. Ich ergän­ze, der „West-öst­li­che Diwan“ könn­te ein hilf­rei­ches Bil­dungs­er­leb­nis sein. Sogar Phi­lo­so­phen waren Höcke zufol­ge für Deutsch­land vor 1933 bedeu­tend. Hier ist für AfDler „Zum ewi­gen Frie­den“ von dem Königs­ber­ger Kant ein­schlä­gig. Es gehört zur Tra­gik jener Schan­de, dass vie­le Kenner/innen die­ser gro­ßen Tra­di­ti­on ermor­det wur­den. Nur eini­ge, wie Han­nah Arendt, über­leb­ten.
Höcke ist jeden­falls ein viel schlech­te­rer Red­ner als der dia­bo­li­sche Goeb­bels. Das könn­te viel­leicht ein Trost sein.

Hier ist das Video zu sehen, wel­ches zeigt, dass Tei­le der AfD neo­na­zis­ti­sche Züge  tra­gen:

 

Dresd­ner Rede von Björn Höcke im Video

16. Januar 2017

Griechische Lektüre und Exegese des Johannesevangeliums (Uni Hd)

Wir über­setz­ten Joh 2,1-12 und Joh 8,1-11, nach der alten form­ge­schicht­li­chen Betrach­tung eine Wun­der­erzäh­lung und ein Streit­ge­spräch. Heu­te bezieht man die seit der Rhe­to­rik des Aris­to­te­les übli­chen Gat­tungs­be­zeich­nun­gen für rhe­to­risch ver­wen­de­te Klein­g­at­tun­gen ein, dann han­delt es sich um einen Mythos und eine Chrie. Bei­de Tex­te führ­ten in der Übung zu ange­reg­ten Erör­te­run­gen.
Seg­men­tiert sieht das so aus:

 

21Καὶ τῇ ἡμέρᾳ τῇ τρίτῃ γάμος ἐγένετο ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας,

καὶ ἦν ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ ἐκεῖ·
2 ἐκλήθη δὲ καὶ ὁ Ἰησοῦς καὶ οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ εἰς τὸν γάμον.
3 καὶ ὑστερήσαντος οἴνου
λέγει ἡ μήτηρ τοῦ Ἰησοῦ πρὸς αὐτόν·
οἶνον οὐκ ἔχουσιν.
4 [καὶ] λέγει αὐτῇ ὁ Ἰησοῦς·
τί ἐμοὶ καὶ σοί,
γύναι;
οὔπω ἥκει ἡ ὥρα μου.
5 λέγει ἡ μήτηρ αὐτοῦ τοῖς διακόνοις·
ὅ τι ἂν λέγῃ ὑμῖν ποιήσατε.
6 ἦσαν δὲ ἐκεῖ λίθιναι ὑδρίαι ἓξ κατὰ τὸν καθαρισμὸν τῶν Ἰουδαίων κείμεναι, … χωροῦσαι ἀνὰ μετρητὰς δύο ἢ τρεῖς.
7 λέγει αὐτοῖς ὁ Ἰησοῦς·
γεμίσατε τὰς ὑδρίας ὕδατος.
καὶ ἐγέμισαν αὐτὰς ἕως ἄνω.
8 καὶ λέγει αὐτοῖς·
ἀντλήσατε νῦν
καὶ φέρετε τῷ ἀρχιτρικλίνῳ·
οἱ δὲ ἤνεγκαν.
9 ὡς δὲ ἐγεύσατο ὁ ἀρχιτρίκλινος τὸ ὕδωρ οἶνον γεγενημένον
καὶ οὐκ ᾔδει πόθεν ἐστίν,
οἱ δὲ διάκονοι ᾔδεισαν οἱ ἠντληκότες τὸ ὕδωρ,
φωνεῖ τὸν νυμφίον ὁ ἀρχιτρίκλινος
10 καὶ λέγει αὐτῷ·
πᾶς ἄνθρωπος πρῶτον τὸν καλὸν οἶνον τίθησιν
καὶ ὅταν μεθυσθῶσιν τὸν ἐλάσσω·
σὺ τετήρηκας τὸν καλὸν οἶνον ἕως ἄρτι.
11 Ταύτην ἐποίησεν ἀρχὴν τῶν σημείων ὁ Ἰησοῦς ἐν Κανὰ τῆς Γαλιλαίας
καὶ ἐφανέρωσεν τὴν δόξαν αὐτοῦ,
καὶ ἐπίστευσαν εἰς αὐτὸν οἱ μαθηταὶ αὐτοῦ.
12 Μετὰ τοῦτο κατέβη εἰς Καφαρναοὺμ αὐτὸς καὶ ἡ μήτηρ αὐτοῦ καὶ …

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TUD)">Geschlechtergerechte Rede von Gott (TUD)

Pro­to­koll vom 10.01.2017

Pro­to­kol­lan­tin: Ilknur Özcan

Im Semi­nar haben wir Bezug genom­men auf Mar­kus 10, 1-12:

Ein sehr wich­ti­ger Text, was will er uns sagen.

 

Was wol­len die Pha­ri­sä­er? Sie wol­len ihm eine Fal­le mit der Fra­ge stel­len. Hat Jesus, Mose rich­tig inter­pre­tiert? (5. Mose Kapi­tel 24 1-4) In der Tora, im Gesetz steht die Mög­lich­keit einer Schei­dung, indem ein Mann einer Frau einen Schei­de­brief schrei­ben kann, um sie zie­hen zu las­sen.

Wie geht Jesus vor, was sagt er?

Wie soll­te man den Text ver­ste­hen? Wenn das Herz hart oder ver­här­tet  ist, kann es  nicht auf ande­re ein­ge­hen. Auch in der ers­ten Schöp­fungs­ge­schich­te Gen 1 steht: Gott schuf sie als männ­lich und weib­lich. Dar­um wird er (bzw. sie) Vater und Mut­ter ver­las­sen und die zwei wer­den ein Fleisch sein (1. Mose Kapi­tel 2 Vers 24). Jesus ergänzt die ers­te durch die zwei­te Schöp­fungs­ge­schich­te.

Wie­so macht er das? (Das Gebot, das Mose gestat­tet hat, steht 5. Mose Kapi­tel 24 1-4)

Am Anfang der Bibel steht was ande­res, als das, was Mose gesagt hat. Mose hat sich nicht zu die­ser Posi­ti­on, die Jesus ver­tritt, ent­schlie­ßen kön­nen, weil er gewusst hat­te, dass die Pha­ri­sä­er hef­tig mit der Her­zens­här­te zu tun haben. So kann man alles zusam­men­fas­sen, das ist eine typi­sche Form der dyna­mi­schen Schrift-Aus­le­gung, die im Juden­tum mög­lich war, dass man Ele­men­te, die frü­her sind, gegen ande­re, die spä­ter gekom­men sind, aus­spie­len konn­te. Jesus hat recht, da der Sinn von Gen 2,24 so ist, wie er das meint. Schei­de­brief aus­stel­len ist in Gen 1 und Gen 2 nicht ange­mes­sen.

Wie­so ist es nicht ange­mes­sen, Jesus sagt nicht, dass es falsch ist. Wenn jemand sagt, der Schei­de­brief exis­tiert wegen eurer Her­zens­här­te.

Von den Leser/inne/n der Bibel wird erwar­tet, dass sie es mer­ken, wenn sie es lesen. Ein Mann und eine Frau las­sen sich auf­ein­an­der ein, des­we­gen wird die Tat­sa­che, dass sie als männ­lich und weib­lich erschaf­fen sind, betont. Jesus inter­pre­tiert, dass es ein sym­me­tri­sches Ver­hält­nis ist.

War­um blei­ben sie zusam­men? Ein-Fleisch-Sein ist eine sexu­el­le Meta­pher.

Dass Frau und Mann einen Bund schlie­ßen, steht in der Bibel über­haupt nicht.

Was bedeu­tet es mit der Her­zens­här­tig­keit?

Das Ein-Fleisch-Sein ist dann Lie­be, damit ver­ei­ni­gen die­je­ni­gen sich, die zuvor getrennt waren, in einem Paar wie­der. Löst sich auf, wenn man auf den ande­ren nicht ein­ge­hen kann. Es ist mög­lich eine Schei­dung zu ver­hin­dern, wenn die­se Pro­ble­me auf­tre­ten über ein wei­ches Her­zen, den ande­ren mit Ecken und Kan­ten zu akzep­tie­ren und das zu wei­te­ren Bezie­hun­gen füh­ren kann. Jesus legt es in die Ver­ant­wor­tung des Paa­res, kei­nes­wegs in die Hän­de der Kir­che.

Wie kann man zei­gen, dass Jesus das sym­me­trisch meint?

Die Her­zens­här­te kann von bei­den Sei­ten aus­ge­hen, falls es zur Schei­dung kommt, kann auch die Frau den Schei­de­brief aus­stel­len. Es gibt kei­ne Über­ord­nung des Man­nes, es ist eine abso­lu­te Gleich­be­rech­ti­gung gemeint. Wenn bei­de ein wei­ches Herz haben, sind sie in der Lage das Pro­blem der Schei­dung zu ver­mei­den.

Jesus ver­tritt ein roman­ti­sches Lie­bes­ver­ständ­nis, das Frau oder der Mann den einen gefun­den haben, an den/die sie sich bin­den und die Metho­de das Herz weich sein zu las­sen scheint zu rei­chen um die Schei­dung zu ver­mei­den.

 

 

 

 

 

 

14. Januar 2017

Trump twittert!

Bei den selbst­er­nann­ten „Qua­li­täts­me­di­en“ (um eine alber­ne Flos­kel der Medi­en­spra­che zu ver­wen­den) ist die Auf­re­gung groß: Trump twit­tert, gibt ansons­ten in sei­nem Tower eine Pres­se­kon­fe­renz, greift dabei die Ver­tre­ter der „vier­ten Gewalt“ an, ist „dünn­häu­tig“ usf. Man­che Journalist/inn/en sehen dadurch die Pres­se­frei­heit bedroht.
Wie gewöhn­lich wird dabei die kri­ti­sche Debat­te sei­tens Wiki­Leaks, Green­wald u. a. sou­ve­rän igno­riert – und ver­schwie­gen. Dem­ge­gen­über wer­den die Auf­fas­sun­gen HCLINTONS u. a. stark ver­viel­fäl­tigt.

Die ver­öf­fent­lich­ten Doku­men­te über die Pra­xis der Demo­kra­ten und ins­be­son­de­re Clin­tons im Wahl­kampf spre­chen dafür, dass es hier­bei um Mani­pu­la­ti­on und kei­nes­falls um „lupen­rei­ne“ Demo­kra­tie ging. Dass Trump damit in engen Staa­ten gewin­nen konn­te, ist wahr­schein­lich, zumal Clin­ton sozia­le Pro­ble­me igno­rier­te.
Die Ten­denz der Demo­kra­ten, rus­si­sches Hacking für die Ver­öf­fent­li­chung der Daten ver­ant­wort­lich zu machen, lenkt vom Demo­kra­tie­de­fi­zit Clin­tons ab – ist aber in der Sache abwe­gig.
Man ist gespannt, ob die nach­rich­ten­dienst­lich lan­cie­ren Gerüch­te über Trump Mos­kau­er Sex­le­ben und sei­ne mög­li­che Erpress­bar­keit durch Russ­land zutref­fen. Sie sind bis­lang nicht belegt.