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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Eine naive und arrogante Wahl: postfaktisch …

 

Die Wahl des Wor­tes „post­fak­tisch“ zum Wort des Jah­res 2016 ist eine trot­zi­ge, intel­lek­tu­ell hilf­lo­se Reak­ti­on. Sie senkt das Niveau der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che auf das Niveau von Medi­en wie der Zeit ab. Vgl. zur Begrün­dung Zitat der Woche, zwei­te Dezem­ber­wo­che. Sicher ist es für vie­le Men­schen unan­ge­nehm, dass Donald Trump die Prä­si­den­ten­wahl in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten gewon­nen hat. Was ich seit­dem beob­ach­te, ist der Sach­ver­halt, dass vie­le Men­schen, die sich dazu äußern, über das Wahl­män­ner-Sys­tem bei die­sem Wahl­typ nicht infor­miert sind.

Dass Trump gelo­gen hat, ist rich­tig. Aber was in der Begrün­dung der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che ärger­lich ist, ist der Gegen­satz von „Fak­ten“ und „Emo­tio­nen“ (iko­nisch durch den Alt-68er-Dual von „Kopf“ vs. „Bauch“ dar­ge­stellt).

Die Wähler/inn/en von Trump erle­ben für ihr Leben wesent­li­che Fak­ten, die bei ihnen Wut aus­lö­sen. Die­se Fak­ten wer­den aus ihrer Sicht in den Medi­en nahe­zu nicht reprä­sen­tiert. So ver­hält es sich auch mit PEGIDA und der AfD. Inso­fern ist die Ent­schei­dung der Gesell­schaft für deut­sche Spra­che m. E. eine alber­ne Fest­le­gung, die von einem Gefühl der Arro­ganz aus­ge­löst sein dürf­te. Sie ist aber bezo­gen auf die gesell­schaft­li­chen Pro­zes­se wahr­neh­mungs­arm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Info:
Eine naive und arrogante Wahl: postfaktisch … ist Beitrag Nr. 5787
Autor:
Martin Pöttner am 9. Dezember 2016 um 12:59
Category:
Alltagsphilosophische Kolumne
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