Zum Inhalt springen


Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Lenin und Kond­rat­jew (Kol­ping Heil­bronn)

 

Heu­te sol­len uns zwei wich­ti­ge Bei­trä­ge des rus­si­schen phi­lo­so­phi­schen Den­kens beschäf­ti­gen: Niko­lai Kond­rat­jew (Kond­ra­tieff) und Wla­di­mir Iljitsch Lenin.

Beim zwei­ten Ter­min bespre­che ich Dos­to­jew­ski und Tol­s­toi.

Falls Ihnen bestimm­te Namen und/oder Posi­tio­nen unbe­kannt sein soll­ten, kön­nen Sie die Such­funk­ti­on des Blogs benut­zen. Und ich beant­wor­te ger­ne Ihre Fra­gen!

1               Lenin (1870-1924)

Lenin gehört natür­lich zum The­ma Russ­land, aber sei­ne Posi­ti­on ist auch phi­lo­so­phisch auf­schluss­reich, weil er Karl Marx dar­in folg­te, dass die Phi­lo­so­phen die Welt bis­her inter­pre­tiert hät­ten. Es gel­te sie aber zu ver­än­dern, wie es in der „Deut­schen Ideo­lo­gie“ heißt.

 

1.1 Bio­gra­fie

Lenin

Lenin

Wla­di­mir Iljitsch Ulja­now ist sein rich­ti­ger Name, „Lenin“ ist ein Pseud­onym, das er als Revo­lu­tio­när ver­wen­de­te. Mög­li­cher­wei­se soll es besa­gen: „der vom (sibi­ri­schen) Fluss Lena stam­men­de Mann“ (vgl. den ein­schlä­gi­gen Wiki­pe­dia-Arti­kel).

Sein Bru­der plan­te ein Atten­tat auf den Zaren und wur­de danach hin­ge­rich­tet. Danach trat Lenin in die Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei Russ­lands ein und ver­such­te, die kom­mu­nis­ti­sche Revo­lu­ti­on zu beför­dern. In der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei beför­der­te er die Rätei­dee, was zur Bezeich­nung Bol­sche­wis­ten führ­te, die Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei Russ­lands und dann der spä­te­ren Sowjet­uni­on.

Im ers­ten Welt­krieg ver­lor das Zaren­re­gime an Zustim­mung, es ergab sich 1917 eine bür­ger­lich-demo­kra­ti­sche Revo­lu­ti­on. Die neue Regie­rung blieb im Krieg – und die Bol­sche­wis­ten erreich­ten im Okto­ber 1917 die Macht, unter Auf­lö­sung der Grund­rech­te. Im anschlie­ßen­den Bür­ger­krieg setz­te sich die bol­sche­wis­ti­sche Frak­ti­on durch und es kam zur Grün­dung der Sowjet­uni­on.

Lenin ent­stamm­te einer adli­gen Fami­lie und sein Kin­der­mäd­chen hieß Lena, sodass sich sein Pseud­onym auch dar­auf bezie­hen könn­te (er sei das Kind Lenas).

Sein Leben war durch Exil­zei­ten in Deutsch­land und der Schweiz gekenn­zeich­net, z. B. leb­te er in Mün­chen, Ber­lin und Zürich. Daher hat­te er auch Ein­fluss auf die SPD, aus der sich dann der Spar­ta­kus­bund bil­de­te, der Vor­läu­fer der KPD wur­de. Im Spar­ta­kus­bund war Rosa Luxem­burg aktiv, wel­che die dau­er­haf­te ter­ror­ori­en­tier­te Auf­lö­sung der Men­schen­rech­te ablehn­te:

Frei­heit ist immer die Frei­heit der Anders­den­ken­den.“

Luxem­burg akzep­tiert daher die Posi­ti­on Lenins, dass die Revo­lu­ti­on nicht natur­not­wen­dig kom­me, son­dern aktiv beför­dert wer­den müs­se – aber nicht unter Umge­hung von Frei­heit und Selbst­be­stim­mung durch (letzt­lich phy­si­schen) Zwang.

Dahin­ter ste­cken eini­ge phi­lo­so­phi­sche Pro­ble­me, die im Vor­der­grund der Betrach­tung ste­hen. Die nicht völ­lig von der Hand zu wei­sen­de The­se z. B. Rudi Dutsch­kes, dass der sys­te­ma­tisch orga­ni­sier­te Ter­ror der Bol­sche­wis­ten und die Ermor­dung gan­zer Bevöl­ke­rungs­schich­ten auf der noch nicht ent­wi­ckel­ten Struk­tur der rus­si­schen Gesell­schaft beru­he, die noch kei­ne demo­kra­ti­sche, bür­ger­li­che Mäßi­gung erfah­ren habe, scheint mir phi­lo­so­phisch zu vor­der­grün­dig. Ich nei­ge eher der Auf­fas­sung Han­nah Arendts zu, die meint, auch bei Lenin habe sich schon der phy­si­sche (natur­wis­sen­schaft­li­che) Geset­zes­be­griff durch­ge­setzt, sodass die Eli­mi­nie­rung von ein­zel­nen Per­so­nen hin­ge­nom­men wer­den muss, weil sie sich dem Gesetz wider­setz­ten. Für Sta­lin gilt das, aber es gibt Hin­wei­se dar­auf, dass Lenin das viel­leicht nicht so ein­deu­tig gese­hen hat.

1.2 Die leni­nis­ti­sche Posi­ti­on und ihre phi­lo­so­phi­schen Pro­ble­me

Zunächst ver­ge­gen­wär­ti­gen wir uns kurz Marx’ Posi­ti­on. Dem Kom­mu­nis­ti­schen Mani­fest zufol­ge ist die Geschich­te eine Geschich­te von Klas­sen­kämp­fen. Es gibt stets zwei Grup­pen, von denen die eine die ande­re beherrscht:

  • Frei­er Herr und Sklav/e/in.
  • Feu­da­lis­ti­scher Adel und Bau­ern.
  • Wirt­schafts­bür­ger und Arbeiter/innen.

Der letz­te Gegen­satz ist so extrem, der Arbei­ter wird so stark aus­ge­beu­tet, dass er nur sei­ne Ket­ten zu ver­lie­ren hat. Daher kommt es zu einem qua­li­ta­ti­ven Umschlag in der Geschich­te. Der kur­ze Ter­ror, den auch Marx in Erwä­gung zieht, geht schnell vor­über. Die klas­sen­lo­se Gesell­schaft ent­steht – und sogar der Staat stirbt in der kom­mu­nis­ti­schen Gesell­schaft ab.

Dabei ist vor­aus­ge­setzt, dass die wirt­schaft­li­che Pro­duk­ti­ons­wei­se letzt­lich nicht mehr auf Kon­kur­renz beru­hen kann, son­dern all­mäh­lich gesamt­ge­sell­schaft­li­che For­men annimmt. Wenn die Arbeiter/innen also die Macht über­neh­men, sind schon wich­ti­ge Pro­zes­se gelau­fen, die Wirt­schaft ist mono­po­li­siert – und die Kon­kur­renz­ge­sell­schaft exis­tiert nicht mehr. Marx sah das in Eng­land und Deutsch­land, auch Frank­reich und sogar den USA bald kom­men.

Arendt hat recht, das ist eine natur­ge­setz­li­che Inter­pre­ta­ti­on der Hegel­schen Dia­lek­tik. Den Pro­zess der Revo­lu­ti­on beschreibt der wis­sen­schaft­li­che Sozia­lis­mus. Das ist tat­säch­lich deskrip­tiv gedacht.

Lenin kommt aber aus einer feu­da­lis­ti­schen Gesell­schaft, in wel­cher der Adel noch einer gro­ßen Bau­ern­schaft gegen­über­steht, in der die kapi­ta­lis­ti­sche Wirt­schafts­wei­se nicht fehlt, aber bei Wei­tem nicht so domi­nant wie in Eng­land, Frank­reich, Deutsch­land und den USA ist. Lenin sah aus der rus­si­schen Per­spek­ti­ve mit­hin, dass der dia­lek­ti­sche Pro­zess nicht über­all so ver­läuft wie in Eng­land oder Deutsch­land. Lenin ver­steht den Geschichts­pro­zess nicht als deter­mi­nis­tisch, was bei Marx und Engels im Wesent­li­chen der Fall ist, nach der Hegel­schen Auf­fas­sung, Frei­heit sei die Ein­sicht in die Not­wen­dig­keit – ein heu­te z. B. bei Gehirnforscher/inn/en belieb­ter Gedan­ke.

Dage­gen ist Lenin davon über­zeugt, dass indi­vi­du­el­le Frei­heit geschicht­li­che Pro­zes­se bestim­men kann. Er liegt in die­ser Fra­ge auf der Ebe­ne der Neu­kan­tia­ner, aber nicht zuletzt der Prag­ma­tis­ten.

Daher lau­tet ein Lenin­scher Grund­satz:

Die Gesell­schaft ist durch indi­vi­du­el­les Han­deln erzeugt.

In Russ­land ist das anders gelau­fen als in Eng­land. Und selbst­ver­ständ­lich ist jedes indi­vi­du­el­le Han­deln von einem gesell­schaft­li­chen Kon­text geprägt, aber die Unter­schied­lich­keit gesell­schaft­li­cher Situa­tio­nen kann nur durch die­sen indi­vi­du­el­len, „sub­jek­ti­ven“ Fak­tor aus­rei­chend erklärt wer­den. Damit befin­det er sich auf dem Niveau etwa Max Webers oder von Charles Peirce. Es ist daher kein Wun­der, dass der Peirce-Schü­ler John Dew­ey Vor­le­sun­gen in Mos­kau hielt, wobei er die Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen der Bol­sche­wis­ten für falsch und ethisch ver­werf­lich hielt. Aber es ist klar sicht­bar, dass die Lenin­sche Posi­ti­on ein prag­ma­tis­ti­sches Ele­ment ent­hielt.

Wer ange­mes­sen und enga­giert han­delt, ist der/die Revolutionär/in. Dazu ent­wi­ckel­te Lenin das Kon­zept der Kader­par­tei, wel­che die Avant­gar­de der Arbei­ter­schaft sein soll. Wenn durch die­se Revolutionär/inn/e/n die Gesell­schaft ver­än­dert wird, dann lösen sich vie­le Pro­ble­me.

Die Geschich­te aller Län­der zeugt davon, dass die Arbei­ter­klas­se aus eige­nen Kräf­ten nur ein tra­de-unio­nis­ti­sches [d. h. gewerk­schaft­li­ches] Bewusst­sein her­vor­zu­brin­gen ver­mag (…). Die Leh­re des Sozia­lis­mus ist hin­ge­gen aus den phi­lo­so­phi­schen, his­to­ri­schen und öko­no­mi­schen Theo­ri­en her­vor­ge­gan­gen, die von den gebil­de­ten Ver­tre­tern der besit­zen­den Klas­sen, der Intel­li­genz, aus­ge­ar­bei­tet wur­den. (…) Das poli­ti­sche Klas­sen­be­wußt­sein kann dem Arbei­ter nur von außen gebracht wer­den, d. h. aus einem Bereich außer­halb des öko­no­mi­schen Kamp­fes, außer­halb der Sphä­re der Bezie­hun­gen zwi­schen Arbei­tern und Unter­neh­mern.“ (Was tun, 1902, 107f.)

D. h., Lenin sah, dass die Gewerk­schafts­be­we­gung eine Ände­rung der kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft zuwe­ge brin­gen wer­de, aber die­se blie­be grund­sätz­lich erhal­ten. Daher Kader­par­tei und Ter­ror, ein­schließ­lich Geheim­dienst.

M. E. kann man/frau an Lenins Posi­ti­on gut sehen, dass Geheim­diens­te nur des­we­gen exis­tie­ren, weil die mensch­li­che Frei­heit real ist – und die­se von den jeweils Mäch­ti­gen als aller­größ­te Gefahr gese­hen wird.

2               Niko­laj Kond­rat­jew (1892-1938)

Im „Kom­mu­nis­ti­schen Mani­fest“ wird die Ein­heit von Kapi­ta­lis­mus und Tech­nik her­vor­ge­ho­ben. Es ist klar, dass ins­be­son­de­re die „Bour­geoi­sie“ die Ein­sich­ten von Phy­sik und Che­mie nutzt, um das Leben zu erleich­tern und Gewin­ne zu erzie­len. Wei­ter wird dadurch die Geschwin­dig­keit vie­ler gesell­schaft­li­cher Pro­zes­se erhöht. Soweit ich sehe, war aber Her­bert Spen­cer der ers­te, der die­sen Zusam­men­hang wei­ter prä­zi­sier­te:

Den­ken Sie wei­ter an die noch mar­kan­te­ren Ver­än­de­run­gen, die sich beim Eisen­bahn­bau voll­zie­hen – die Tal­ein­schnit­te, Däm­me, Tun­nel, Ver­le­gun­gen von Stra­ßen; den Bau von Brü­cken, Via­duk­ten und Bahn­hö­fen; die Ver­le­gung des Unter­baus, von Schwel­len und Schie­nen; der Bau von Maschi­nen, Ten­dern, Per­so­nen- und Güter­wa­gen. Die­se Pro­zes­se wir­ken auf zahl­rei­che Geschäfts­zwei­ge, der Import von Holz, das Bre­chen von Stein, die Bear­bei­tung von Eisen, der Koh­le­berg­bau, die Zie­gel­bren­ne­rei wach­sen an. Es ent­steht eine Viel­zahl von Fabri­ken, die wöchent­lich in der Rail­way Times wer­ben. Und es ent­ste­hen neue Klas­sen von Arbei­tern: Fah­rer, Hei­zer, Put­zer, Schie­nen­le­ger, Bahn­wär­ter. Dar­über hin­aus gibt es noch zahl­rei­che­re und ver­wi­ckel­te­re Ver­än­de­run­gen, wel­che die Eisen­bah­nen in Akti­on auf die Gemein­schaft als sol­che aus­üben. Die Orga­ni­sa­ti­on jedes Geschäfts wird modi­fi­ziert. Die Leich­tig­keit der Kom­mu­ni­ka­ti­on ermög­licht es etwas direkt zu voll­zie­hen, was zuvor nur durch einen Bevoll­mäch­tig­ten mög­lich war. Es wer­den Agen­tu­ren auf­ge­baut, wo es sich frü­her nicht gelohnt hät­te. Die Waren wer­den von ent­fern­ten Groß­händ­lern statt von nahen Klein­händ­lern bezo­gen. Und Gebrauchs­gü­ter wer­den in Ent­fer­nun­gen ver­wen­det, die frü­her als unzu­gäng­lich gal­ten. Die Schnel­lig­keit und Wirt­schaft­lich­keit des Güter­ver­kehrs beför­dert stär­ker die Ten­denz zur Spe­zia­li­sie­rung der ver­schie­de­nen Distrik­te, die Her­stel­lung auf­grund loka­ler Vor­tei­le auf das Pro­dukt zu beschrän­ken, die dort am bes­ten geleis­tet wer­den kann. Die bil­li­ge Ver­tei­lung gleicht die Prei­se an und senkt im Durch­schnitt die Prei­se. Dadurch kön­nen ver­schie­de­ne Waren von jenen gekauft wer­den, die zuvor dazu nicht in der Lage waren. Zur sel­ben Zeit dehnt sich das Rei­sen unge­heu­er aus. Men­schen, die sich dies zuvor nicht leis­ten konn­ten, unter­neh­men jähr­lich Rei­sen zum Meer, besu­chen ihre ent­fernt leben­den Ver­wand­ten, tou­ren und zie­hen dar­aus für Kör­per, Gefüh­le und Intel­lekt Vor­tei­le. Die schnel­le­re Über­mitt­lung von Brie­fen und Zei­tun­gen ruft wei­te­re Ver­än­de­run­gen her­vor. Der Puls der Nati­on geht schnel­ler. Dar­über hin­aus ent­steht eine grö­ße­re Ver­brei­tung von bil­li­ger Lite­ra­tur durch Bahn­hofs­buch­lä­den und durch Wer­bung in Eisen­bahn­wa­gen. Bei­des ver­hilft zum im Hin­ter­grund ver­lau­fen­den Fort­schritt. Sodass jen­seits der Vor­stel­lungs­kraft die kurz dar­ge­leg­ten Ver­än­de­run­gen alle­samt auf der Erfin­dung der Loko­mo­ti­ve beru­hen. (Die ers­ten Prin­zi­pi­en der Phi­lo­so­phie, 391f)

Es ent­ste­hen also mit der Anwen­dung wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se indus­tri­el­le Ker­ne, die pro­duk­ti­ver pro­du­zie­ren als zuvor: schnel­ler und preis­güns­ti­ger. Dies zieht aber wei­te­re gesell­schaft­li­che Krei­se, sodass sich in den Zei­ten einer gro­ßen tech­nisch-wirt­schaft­li­chen Inno­va­ti­on auch ganz ande­re wirt­schaft­li­che und sozia­le Ent­wick­lun­gen erge­ben, etwa das Rei­sen und der Buch­han­del im Bei­spiel von Spen­cer. Für Spen­cer ist die „Erfin­dung der Loko­mo­ti­ve“ mit ihren gro­ßen wirt­schaft­li­chen und sozia­len Wei­te­run­gen ein in der Evo­lu­ti­on sich auch sonst fin­den­des Bei­spiel dafür, dass in ent­wi­ckel­ten Gesell­schaf­ten eine ein­zel­ne Ursa­che mit ihren Vor­gän­gern dyna­misch nur schwer über­schau­ba­re und sehr viel­fäl­ti­ge Wir­kun­gen aus­löst. Im Fall der Loko­mo­ti­ve sind sie wirt­schaft­lich und inge­samt sozi­al posi­tiv.

 Es war dann der rus­si­sche Öko­nom Niko­lai Kond­rat­jew, der sol­che Ide­en und Beob­ach­tun­gen zu einer neu­en Wirt­schafts­theo­rie kon­so­li­dier­te. Kond­rat­jew ent­stamm­te einer armen rus­si­schen Bau­ern­fa­mi­lie, sodass es ihm nicht leicht fiel, eine wei­ter­füh­ren­de Bil­dung zu erlan­gen. Doch dies gelang ihm unter Ent­beh­run­gen und 1915 schloss er in Peters­burg ein Jura­stu­di­um ab, wobei er eher ein „Stu­di­um gene­ra­le“ durch­ge­führt hat­te, dar­un­ter Öko­no­mie und Phi­lo­so­phie. Er enga­gier­te sich in der „Sozi­al­re­vo­lu­tio­nä­ren Par­tei“, wur­de zwei­mal ver­haf­tet, gelang­te aber nach der soge­nann­ten „Febru­ar­re­vo­lu­ti­on“ 1917 sei­ner Her­kunft ent­spre­chend in Regie­rungs- und Räte­po­si­tio­nen, die mit der agra­ri­schen Ent­wick­lung Russ­lands und der Ernäh­rung zusam­men­hin­gen. Mit der „Okto­ber­re­vo­lu­ti­on“ der Bol­schwe­ki war sein poli­tisch-öko­no­mi­scher Ein­fluss nicht völ­lig ver­schwun­den. Er arbei­te­te inten­siv an Fra­gen der Agrar­po­li­tik, ins­be­son­de­re an koope­ra­ti­ver Markt­ge­stal­tung, zuneh­mend aber auch an Kon­junk­tur­theo­ri­en der (kapi­ta­lis­ti­schen) Wirt­schaft ins­ge­samt. Er wur­de 1920 Lei­ter des neu gegrün­de­ten Kon­junk­tur­in­sti­tu­tes in Mos­kau. Dabei ging es stets zugleich um ein tie­fe­res Ver­ständ­nis der Wirt­schaft ins­ge­samt und um die Lösung prak­ti­scher Pro­ble­me. Da Kond­rat­jew ein recht unab­hän­gi­ger Geist war, neben der von ihm geteil­ten revo­lu­tio­nä­ren Umge­stal­tung (etwa der Ent­eig­nung des Lan­des) aber vor allem dem Gedan­ken der Huma­ni­tät ver­pflich­tet war, zudem die bol­sche­wis­ti­sche Wirt­schafts­po­li­tik vor allem nach der Zwi­schen­pha­se der „Neu­en Öko­no­mi­schen Poli­tik“ für völ­lig kon­tra­pro­duk­tiv hielt, kam es zu schwe­ren Kon­flik­ten. Er ver­lor 1928 sei­nen Pos­ten und geriet in die anschlie­ßen­de Pro­zess­wel­le der frü­hen 1930er Jah­re. Er wur­de ein Opfer des GULAG und starb erblin­det und nach einem Todes­ur­teil total iso­liert 1938. Ent­spre­chend ist zumin­dest ein fer­tig gestell­tes Buch bis heu­te ver­schol­len. Die Sowjet­uni­on hat ihn 1963 teil­wei­se unter Chrust­schow und ganz unter Gor­bat­schow 1987 reha­bi­li­tiert.

Wirt­schafts­theo­re­tisch begriff Kond­rat­jew, dass man die moder­ne Wirt­schaft nur dann ver­ste­hen kann, wenn man sie als dyna­mi­sches Sys­tem begreift. Dafür lobt er u. a. Karl Marx und kri­ti­sier­te die klas­si­sche Theo­rie, die bes­ten­falls dyna­mi­sche Gleich­ge­wich­te sta­ti­scher Grö­ßen wie Ange­bot und Nach­fra­ge beschrei­ben konn­te. Dabei mar­kier­te Kond­rat­jew den pro­duk­ti­ven Aspekt des Wirt­schaf­tens. Er unter­such­te die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Dampf­ma­schi­ne und der Eisen­bahn und ent­deck­te, dass ein tech­no­lo­gisch-wirt­schaft­li­ches Mus­ter, also ein indus­tri­el­ler Kern, ande­re Wirt­schafts­ent­wick­lun­gen nach sich zieht. Die beson­de­re Sorg­falt die­ses Den­kers zeigt sich dar­in, dass er klar erkann­te, die Ent­wick­lung sei in den unter­such­ten Gesell­schaf­ten nicht gleich. Mit­hin ist die Reso­nanz, die Auf­nah­me, die Rezep­ti­on einer pro­duk­ti­ven Ursa­che in ver­schie­de­nen Märk­ten, die natür­lich unter­schied­lich kul­tu­rell geprägt sind, kei­nes­wegs gleich. Auf recht kom­pli­zier­ten Umwe­gen kommt daher die kul­tu­rel­le Prä­gung der Kon­su­men­ten in die Wirt­schafts­theo­rie. Kond­rat­jew war also sehr weit von irgend­wel­chen Kon­struk­tio­nen des homo oeco­no­mi­c­us, des wirt­schaft­lich immer gleich ratio­nal han­deln­den und sei­nen Nut­zen maxi­mie­ren­den Men­schen, ent­fernt. Wer „Kon­junk­tu­ren“ unter­sucht, darf schon von den Fak­ten her kei­ne ein­li­ni­gen Pro­zes­se unter­stel­len. Es geht bei Kon­junk­tu­ren stets um

die gewöhn­li­che Ver­bin­dung mit rever­si­blen Pro­zes­sen. (Works I, 17)

Mit­hin gibt es kei­ne ein­fach auf­stei­gen­de Linie, einen irgend­wie gesteu­er­ten oder teleo­lo­gisch, auf ein Ziel hin, ver­lau­fen­den rei­nen evo­lu­tio­nä­ren Pro­zess. Immer bestim­men ande­re Ursa­chen, Prä­gun­gen, Inter­es­sen, Wün­sche usf. den kon­junk­tu­rel­len Pro­zess mit. Des­halb schreibt Kond­rat­jew dem „Ensem­ble der Umstän­de“ auf Märk­ten eine der­art gro­ße Bedeu­tung zu. Für eine wirt­schaft­li­che Initia­ti­ve gibt es eben güns­ti­ge­re oder ungüns­ti­ge­re Umstän­de. Folg­lich ver­tei­digt Kond­rat­jew das Prin­zip der Kon­su­men­ten­sou­ve­rä­ni­tät und damit die wesent­li­che Rol­le der Nach­fra­ge, auch wenn er für die Pro­duk­ti­vi­tät wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lun­gen den kos­ten- und zeit­spa­ren­den Fak­tor wirt­schaft­lich-tech­ni­scher Inno­va­tio­nen betont (posi­tiv rezi­piert ins­be­son­de­re von Schum­pe­ters Theo­rie des krea­ti­ven Kapi­ta­lis­ten, der frei­lich bedau­er­li­cher­wei­se abnimmt). Doch ohne die Zukunfts­er­war­tung von Unter­neh­men und an Märk­te ange­glie­der­ter Grup­pen im Sozia­lis­mus kann es kei­ne lang­fris­ti­ge Reso­nanz geben. Wir kön­nen zunächst fest­hal­ten, dass Kond­rat­jew eine moder­ne Theo­rie der Wirt­schaft ent­wor­fen hat, die mit den Unsi­cher­hei­ten, Unbe­re­chen­bar­kei­ten der Viel­zahl von mög­li­chen Initia­ti­ven sozi­al­ver­träg­lich umzu­ge­hen ver­such­te.

Heu­te stellt man Kond­rat­jews Theo­rie in didak­tisch ver­ein­fach­ter Wei­se häu­fig so dar:

Quel­le: Hän­de­ler, Die Geschich­te der Zukunft, 11)

Kond­rat­jew sah den Haupt­punkt sozi­al­ver­träg­li­chen wirt­schaft­li­chen Fort­schritts dar­in, dass Pro­duk­ti­vi­täts­hemm­nis­se einer tech­no­lo­gisch-wirt­schaft­li­chen Inno­va­ti­on durch eine neue Inno­va­ti­on aus­ge­gli­chen wer­den konn­ten. So kann man die Pro­duk­ti­vi­tät der Dampf­ma­schi­ne dann stei­gern, wenn die Trans­port­kos­ten sin­ken und Spen­cers Eisen­bahn ent­steht. Die Ratio­na­li­sie­rungs­ver­lus­te wer­den von den gesamt­wirt­schaft­li­chen Gewin­nen weit über­wo­gen. Wenn eine Wel­le ange­sichts der Tat­sa­che nach­lässt, dass es sich hier um rever­si­ble Pro­zes­se mit sehr vie­len inter­agie­ren­den wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Fak­to­ren han­delt, dann kommt nach durch­aus lan­ger Zeit eine neue Wel­le. Das hat bis zur New Eco­no­my im Com­pu­ter- und Infor­ma­ti­ons­be­reich eini­ger­ma­ßen funk­tio­niert, ver­langt aber nun ver­mut­lich nach neu­en Ent­wick­lun­gen – und auch einem beson­ne­nen Über­den­ken des Modells.

Kond­rat­jew war anders als Karl Marx nicht davon über­zeugt, dass der Kapi­ta­lis­mus mit Not­wen­dig­keit unter­ge­he – schloss es aber auch nicht aus. Ähn­lich hat im 20. Jahr­hun­dert vor allem Joseph Schum­pe­ter in kri­ti­schem Anschluss an Marx und Kond­rat­jew erwo­gen, es kön­ne doch zumin­dest sein, dass der Kapi­ta­lis­mus trotz vie­ler sozia­ler Ver­bes­se­run­gen durch den Sozia­lis­mus ersetzt wer­de. Ent­schei­dend ist für Schum­pe­ter dabei die ja auch von Kond­rat­jew fest­ge­stell­te mut­maß­lich unab­än­der­li­che Kri­sen­an­fäl­lig­keit des Kapi­ta­lis­mus. In den Kond­rat­je­wab­schwün­gen kommt es ohne Fra­ge zu gro­ßen Arbeits­lo­sen­zah­len. Schum­pe­ter glaub­te zwar, dass man hohe Arbeits­lo­sen­zah­len ver­kraf­ten konn­tet, weil der Kapi­ta­lis­mus stark genug war, ent­spre­chen­de sozia­le Sys­te­me auf­zu­bau­en. Doch er war vor allem skep­tisch dar­über, ob die meis­ten Men­schen dies hin­neh­men wür­den. Zudem glaub­te Schum­pe­ter, dass die von ihm als „schöp­fe­risch“ begrif­fe­nen Unter­neh­mer des 19. und begin­nen­den 20. Jahr­hun­derts durch grö­ße­re Orga­ni­sa­tio­nen abge­löst wür­den, was sich im Gro­ßen und Gan­zen auch bestä­tigt hat. Die „bür­ger­li­che“ Grund­la­ge des Kapi­ta­lis­mus, im Sin­ne des Besitz­bür­ger­tums, ver­schwin­det, damit auch bestimm­te Lebens­for­men, wie es Tho­mas Mann in den Bud­den­brooks am Nie­der­gang einer Lübe­cker Kauf­manns­fa­mi­lie lite­ra­risch so ein­drucks­voll beschrie­ben hat. Noch nüch­ter­ner als Marx begriff Schum­pe­ter die Groß­or­ga­ni­sa­ti­on als wich­tigs­ten Aspekt beim mög­li­chen Ende des Kapi­ta­lis­mus. So ist unter den Vor­zei­chen der Kond­rat­je­w­theo­rie kei­nes­wegs aus­ge­macht, ob eine sozia­lis­ti­sche oder eine kapi­ta­lis­ti­sche Zukunft die ein­deu­tig bes­se­re ist. Nur müss­te wohl auch im Sozia­lis­mus ein ent­spre­chen­des Pro­duk­ti­vi­täts­po­ten­zi­al häu­fig erneu­ert wer­den.

Kond­rat­jews Theo­rie ist wahr­schein­lich recht plau­si­bel. Sie hat – jen­seits mathe­ma­tisch-sta­tis­ti­scher Schein­ge­nau­ig­kei­ten – einen beacht­li­chen Teil des gesun­den Men­schen­ver­stands für sich, wenn man sich nicht in Details ver­liert. Sie wirft aber auch tat­säch­lich grund­le­gen­de Fra­gen auf, die neben wirt­schaft­li­cher Plau­si­bli­tät all­tags­prak­tisch-phi­lo­so­phisch rele­vant sind.

Zunächst ist an Kond­rat­jews Theo­rie über­aus sym­pa­thisch, dass er sei­ne Theo­rie in gesamt­ge­sell­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge ein­bet­ten will. Doch sind die Zusam­men­hän­ge mit dem Auf­stei­gen und Absin­ken der wirt­schaft­li­chen Wel­len, die er unter­stellt (Works I, 41-45), zumin­dest erklä­rungs­be­dürf­tig und har­ren einer genaue­ren geschicht­li­chen Unter­su­chung.

Kond­rat­jews Theo­rie (wohl über sein eige­nes Ver­ständ­nis hin­aus) führt also in das ambi­va­len­te Struk­tur­mus­ter der Moder­ne mit ihren Chan­cen und Ver­hee­run­gen und wirft die Fra­ge nach unse­rem Ver­hält­nis zur Tech­nik auf. Das gilt sowohl für kapi­ta­lis­ti­sche als auch für sozia­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­for­men.

Kond­rat­jews Theo­rie ist dar­in stark, dass sie über­haupt den Zusam­men­hang des Wirt­schaft­sys­tems mit ande­ren kul­tu­rel­len Gestal­tun­gen the­ma­ti­siert – und hier offen­bar nach Par­al­lel­ent­wick­lun­gen und nicht bloß ein­fa­chen Ablei­tun­gen sucht. Unge­löst ist dabei die Fra­ge, wie die unter­schied­li­chen Teil­sys­te­me der Gesell­schaft (Reli­gi­on, Wis­sen­schaft, Kunst, Poli­tik usf.) mit ihren ganz ver­schie­de­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mus­tern und -regeln sowie unter­schied­li­chen Pro­zess­ge­schwin­dig­kei­ten auf das Wirt­schafts­sys­tem zeit­ty­pisch reagie­ren. Das ist eine offe­ne Auf­ga­be, der man/frau sich auch im eige­nen All­tag stel­len soll­te.

Die Markt- und Erwar­tungs­ab­hän­gig­keit der soge­nann­ten Kond­rat­je­w­zy­klen hat sich gera­de in die­sem Bereich gezeigt. Eine Rei­he von Anhänger/inne/n der Theo­rie sahen in den unter­schied­li­chen Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten der Gen­tech­no­lo­gie bzw. Bio­tech­no­lo­gie den neu­en Kern eines indus­tri­el­len Kerns. Doch die­se Erwar­tung hat sich nicht erfüllt, weil vor allem in West­eu­ro­pa seit der zwei­ten Hälf­te der 1970er Jah­re eine beson­ne­ne­re Beur­tei­lung tech­no­lo­gi­scher Ent­wick­lun­gen statt­ge­fun­den hat, die durch die Kata­stro­phe von Tscher­no­byl empi­risch bestä­tigt wor­den ist. Hän­de­ler, 283, sagt uns dazu, dass es sich um ein „Alko­hol-Pro­blem“ gehan­delt habe, weil wich­ti­ge Leu­te damals betrun­ken waren. Doch die eigent­li­che Fra­ge lau­tet: Kön­nen wir dies tech­no­lo­gisch aus­schlie­ßen, dass sich Men­schen in sol­chen Posi­tio­nen betrin­ken – bzw. wenn das nicht geht, wie müs­sen wir unse­re Tech­nik aus­rich­ten, dass betrun­ke­ne Men­schen irrever­si­blen Scha­den anrich­ten? Natür­lich kann man sozi­al viel tun, um das Risi­ko zu mini­mie­ren.

Neue­re Ver­tre­ter der Kond­rat­je­w­theo­rie sehen z. T. sozi­al­mo­ra­lisch inspi­riert, die Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten nicht mehr so sehr in tech­no­lo­gi­schen Inno­va­tio­nen, son­dern in der Ver­bes­se­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­on in Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen. Vie­le plä­die­ren auch für eine Expan­si­on des Gesund­heits­sys­tems als posi­ti­vem Wachs­tums­markt, der ande­res nach sich zie­hen kann.

Wer län­ger in einer Orga­ni­sa­ti­on gear­bei­tet hat, weiß in der Regel, wel­che Zeit­ver­lus­te, auch finan­zi­el­le Ver­lus­te durch gra­vie­ren­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me inner­halb der Orga­ni­sa­ti­on ent­ste­hen. Die Stär­ke von Hän­de­lers Buch besteht dar­in, die­sen sozi­al-kom­mu­ni­ka­ti­ven Punkt stark zu machen. Ihm und ande­ren zufol­ge besteht der nächs­te gro­ße öko­no­mi­sche Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winn in der Ver­bes­se­rung der sozia­len Inter­ak­ti­on in Orga­ni­sa­tio­nen, ins­be­son­de­re Unter­neh­men. Es ist auch ein sitt­lich rele­van­ter Pro­duk­ti­ons­ge­winn. Ent­schei­dend ist an die­sem Gedan­ken, dass sich dann das Prin­zip des Kapi­ta­lis­mus, das Marx, Spen­cer und Kond­rat­jew erfasst hat­ten, ver­än­dern wür­de: Der wirt­schaft­li­che und sozia­le Fort­schritt, jeden­falls das eini­ger­ma­ßen ver­träg­li­che Wohl­erge­hen hin­ge ins­be­son­de­re von sitt­li­chen Stan­dards ab. Das klingt irgend­wie uto­pisch, ist es aber jeden­falls nicht stär­ker als das­je­ni­ge, was Marx behaup­tet hat­te.

Im Unter­schied zu vie­len wirt­schaft­li­chen Ansät­zen ist die­se Wirt­schafts­theo­rie ethisch reflek­tiert, auch wenn sie in die­ser Hin­sicht noch nicht aus­ge­ar­bei­tet ist. Sie the­ma­ti­siert expli­zit, wie gesell­schaft­li­che Pro­zes­se lau­fen kön­nen, was die Fra­ge auf­wirft, wie sie dann auch lau­fen sol­len. Der kul­tu­rel­le Kon­text des Wirt­schafts­sys­tems wird expli­zit the­ma­ti­siert, sodass auch ande­re Per­spek­ti­ven als wirt­schafts­steu­ernd oder jeden­falls -bestim­mend in den Blick kom­men. Auf unse­re Debat­ten im Phi­lo­so­phie-Kurs hin for­mu­liert: Die eige­ne Frei­heit soll­te kul­tu­rell genutzt wer­den, um ent­spre­chen­de Rah­men­be­din­gun­gen für das Wirt­schafts­sys­tem zu set­zen.

Die von Peirce auf­ge­stell­te Kon­zep­ti­on der stets zu beach­ten­den mög­li­chen Fol­gen eines Ent­wurfs oder einer Hand­lung wer­den prin­zi­pi­ell berück­sich­tigt. Vor allem ist der Ansatz nicht-deter­mi­nis­tisch, d. h., er ist frei­heits­ori­en­tiert.

 

« Die mög­li­chen Wir­kun­gen von achgut.com und tichyseinblick.de am Fall Kad­dor – Die Wie­der­ver­ei­ni­gung der aus­ein­an­der Genom­me­nen (Mk 10,1-12 [EfG Gries­heim]) »

Info:
Lenin und Kond­rat­jew (Kol­ping Heil­bronn) ist Beitrag Nr. 5532
Autor:
Martin Pöttner am 3. Oktober 2016 um 15:48
Category:
Was ist Philosophie?
Tags:
 
Trackback:
Trackback URI

Keine Kommentare »

No comments yet.

Kommentar-RSS: RSS feed for comments on this post.

Leave a comment