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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Die Schwie­rig­keit der Tole­ranz von kon­ser­va­ti­ven Men­schen

Fantasie ist angesagt!

Fan­ta­sie ist ange­sagt!

In der Bun­des­tags­de­bat­te ließ sich die geis­ti­ge Ver­wirr­rung sowohl des CDSU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den als auch sei­ner Stell­ver­tre­te­rin Ger­da Has­sel­feldt wahr­neh­men. Man muss dar­an erin­nern, dass sowohl die baden­würt­tem­ber­gi­sche CDU als auch die CSU deut­li­che Nie­der­la­gen vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt erlit­ten haben, weil sie das aus der Wei­ma­rer Ver­fas­sung stam­men­de Reli­gi­ons­recht der Bun­des­re­pu­blik falsch aus­leg­ten – und ent­spre­chend ver­fas­sungs­wid­ri­ge Prak­ti­ken ent­wi­ckel­ten („Kru­zi­fix“, „Kopf­tuch“).

Ver­fas­sung des Deut­schen Reichs

Art 137

(1) Es besteht kei­ne Staats­kir­che.

(2) Die Frei­heit der Ver­ei­ni­gung zu Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten wird gewähr­leis­tet. Der Zusam­men­schluß von Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten inner­halb des Reichs­ge­biets unter­liegt kei­nen Beschrän­kun­gen.

(3) Jede Reli­gi­ons­ge­sell­schaft ord­net und ver­wal­tet ihre Ange­le­gen­hei­ten selb­stän­dig inner­halb der Schran­ken des für alle gel­ten­den Geset­zes. Sie ver­leiht ihre Ämter ohne Mit­wir­kung des Staa­tes oder der bür­ger­li­chen Gemein­de.

(4) Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten erwer­ben die Rechts­fä­hig­keit nach den all­ge­mei­nen Vor­schrif­ten des bür­ger­li­chen Rech­tes.

(5) Die Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten blei­ben Kör­per­schaf­ten des öffent­li­chen Rech­tes, soweit sie sol­che bis­her waren. Ande­ren Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten sind auf ihren Antrag glei­che Rech­te zu gewäh­ren, wenn sie durch ihre Ver­fas­sung und die Zahl ihrer Mit­glie­der die Gewähr der Dau­er bie­ten. Schlie­ßen sich meh­re­re der­ar­ti­ge öffent­lich-recht­li­che Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten zu einem Ver­ban­de zusam­men, so ist auch die­ser Ver­band eine öffent­lich-recht­li­che Kör­per­schaft.

(6) Die Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten, wel­che Kör­per­schaf­ten des öffent­li­chen Rech­tes sind, sind berech­tigt, auf Grund der bür­ger­li­chen Steu­er­lis­ten nach Maß­ga­be der lan­des­recht­li­chen Bestim­mun­gen Steu­ern zu erhe­ben.

(7) Den Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten wer­den die Ver­ei­ni­gun­gen gleich­ge­stellt, die sich die gemein­schaft­li­che Pfle­ge einer Welt­an­schau­ung zur Auf­ga­be machen.

(8) Soweit die Durch­füh­rung die­ser Bestim­mun­gen eine wei­te­re Rege­lung erfor­dert, liegt die­se der Lan­des­ge­setz­ge­bung ob.

Die kon­ser­va­ti­ve Ansicht besteht dar­in, dass die Bun­des­re­pu­blik ein christ­lich gepräg­ter Staat sei, man bemüht sich heu­te dann zu sagen, es gebe eine jüdisch-christ­li­che Tra­di­ti­on. Dass das heu­te wie­der an Fra­gen der Kopf­be­de­ckung, des Schwimm­un­ter­richts usf. erör­tert wur­de, stimmt doch skep­tisch. Hier kön­nen m. E. jeweils prak­ti­ka­ble Lösun­gen gefun­den wer­den. Wenn eine Schü­le­rin oder Stu­den­tin voll­ver­schlei­ert auf­tritt, ist es eher wahr­schein­lich, dass sie das nicht mehr tut, wenn sie von den Ande­ren nicht aus­ge­grenzt wird. So ver­hält es sich auch bei der Bade­klei­dung. Die Argu­men­te von Man­sour und Özde­mir sind m. E. nicht stich­hal­tig, auf die sich Kau­der bezog. Im Zwei­fel ent­schei­den das in der Bun­des­re­pu­blik Gerich­te.

 

« Die 20, 8 % der AfD und das Pro­blem des Fein­staubs – Das „Auf­ste­hen“ des „ein­ge­schla­fe­nen“ Laza­rus (Joh 11 [EfG Gries­heim]) »

Info:
Die Schwie­rig­keit der Tole­ranz von kon­ser­va­ti­ven Men­schen ist Beitrag Nr. 5407
Autor:
Martin Pöttner am 7. September 2016 um 15:14
Category:
Menschenrechte
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