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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


TUD)">Ver­an­stal­tun­gen am 24.05. (TUD)

Sabri­na Hof­mann

2. Berg­pre­digt

 

Mat­thä­us 5 Ver­se 27-32 han­deln von Ehe­bruch und Ehe­schei­dung.

In Vers 27 wird erwähnt, dass zu den Alten Fol­gen­des gesagt wird:

Du sollst nicht ehe­bre­chen“.

Die­ser Appell ist auch eins der zehn Gebo­te, sie­he Exo­dus 20 Vers 14. Das letz­te Gebot (Exo­dus 20, 17) ver­langt, dass nichts von unse­ren Nächs­ten begehrt wer­den darf.Jesus geht dabei in sei­ner Pre­digt näher dar­auf ein. Für ihn fängt das Ehe­bre­chen bereits beim Anschau­en an. Aller­dings wird hier vor­aus­ge­setzt, dass ledig­lich der Mann begehrt. Jesus ver­deut­licht, dass das Ehe­bre­chen ähn­lich wie beim Zorn (Vers 22) auf die Gefühls­la­ge ver­legt wird. Jesus meint über­spitzt: Schon ein Blick ist schwie­rig und bricht mit der Frau im Her­zen die Ehe. Er schlägt daher vor, dass man sich sein Auge her­aus rei­ßen soll oder die Hand abha­cken soll, wenn die­se Anstoß zur Sün­de geben. Die­se Über­spit­zung soll die Schwe­re des Sach­ver­halts ver­deut­li­chen. Man soll sich näm­lich nicht der Frau eines ande­ren nähern. Hier wird deut­lich, dass die Frau als Eigen­tum des Man­nes ange­se­hen wird und kei­ne Gleich­be­rech­ti­gung herrscht. Im Gegen­satz zu Mat­thä­us 5 herrscht in Mar­kus 10 Gleich­be­rech­ti­gung zwi­schen Mann und Frau. Mat­thä­us 5 Ver­se 27-32 sind kei­ne Gegen­sät­ze zum zehn­ten Gebot, denn in Vers 28 wird das Ehe­bre­chen wie­der­holt und ver­schärft, um zu zei­gen, dass das Ehe­bre­chen bereits viel frü­her beginnt. Laut Prof. Dr. Pött­ner kann die Ver­hin­de­rung des Ehe­bre­chens durch bei­spiels­wei­se Medi­ta­ti­on geübt wer­den. Ein Pro­zess soll begin­nen, um das Ehe­bre­chen zu ver­hin­dern.

Mat­thä­us 5 und Mar­kus 10 sind sich bei­de einig, dass sich Mann und Frau nicht schei­den las­sen dür­fen. Der Punkt dahin­ter ist fol­gen­der: Frau und Mann sind eins und der Mensch darf dies nicht tren­nen, sie­he auch Gene­sis 2, 24. Die Schei­dung ist bei Mose aller­dings nicht abge­lehnt, sie­he 5. Mose 14,1.

Wer aber laut Mat­thä­us 5 einen Schei­de­brief sei­ner Frau gibt und eine geschie­de­ne Frau hei­ra­tet, bricht die Ehe die­ser Frau mit deren Mann. Anschei­nend hat die Ehe trotz Schei­de­brief wei­ter Bestand und somit bricht man trotz­dem die Ehe.

Es gibt aber eine Aus­nah­me­re­ge­lung: Falls die Frau fremd­ge­gan­gen ist, darf ein Schei­de­brief aus­ge­stellt wer­den.

Hier fin­det sich kein Gegen­satz, aber ab Vers 33. Hier heißt es, dass man nicht schwö­ren soll und das ist der Gegen­satz zu dem was Moses sag­te. Denn Mose woll­te nur nicht, dass der Eid gebro­chen wird. Jesus lehnt das Schwö­ren ab. Jesus möch­te nicht, dass man auf sein Haupt schwört, solang man nicht in der Lage ist Haar­far­ben dau­er­haft zu ver­än­dern (Vers 36). Der Grund ist fol­gen­der: Wenn ich auf etwas schwö­re, dann neh­me ich Anspruch auf etwas, dass ich nicht beein­flus­sen kann. Jesus ver­langt, dass man sich nicht auf ande­re Instan­zen ver­lässt, son­dern ein­fach bei der Wahr­heit blei­ben soll. Ein ja oder nein soll rei­chen und alles dar­über hin­aus ist vom Bösen.

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Info:
Ver­an­stal­tun­gen am 24.05. (TUD) ist Beitrag Nr. 5160
Autor:
Martin Pöttner am 28. Mai 2016 um 14:41
Category:
Bergpredigt
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