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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


TUD">Ver­an­stal­tun­gen am 26.04. an der TUD

 

2               Berg­pre­digt (Mt 5,1f/7,28f und 5,3-12, dazu Lk 6,20-26)

Die Teilnehmer/innen ver­such­ten zuerst, die Funk­ti­on von Mt 5,1f/7,28f zu ver­ste­hen. Sie beschrei­ben bzw. cha­rak­te­ri­sie­ren die kon­kre­te Situa­ti­on der Rede: Wer hört zu? Wer oder was ist der Spre­chen­de? Und war­um spricht er?

Schon dass Jesus sich setzt, ist eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­on (vgl. Mt 23,2). Er nimmt die typi­sche Leh­rer­hal­tung der Schrift­ge­lehr­ten ein. Ent­spre­chend äußert das Publi­kum („die Volks­men­ge“), dass er mit grö­ße­rer Kraft gelehrt habe als ihre Schrift­ge­lehr­ten. Aus die­sen Situa­ti­ons- und Reak­ti­ons­cha­rak­te­ri­sie­run­gen der Rede ergibt sich also, dass Mt die­se Rede im Kon­text der Schrift­aus­le­gung ver­stan­den wis­sen möch­te. Ach­ten Sie in der Fol­ge auf Text­si­gna­le, die sich mit die­sem The­ma befas­sen könn­ten.

Zwi­schen die­sen Tex­ten steht die Rede Jesu in Anfüh­rungs­zei­chen – und wir haben uns mit dem Pro­ömi­um befasst, den Selig­prei­sun­gen. Im Pro­ömi­um soll Aris­to­te­les, III. Buch der Rhe­to­rik, zufol­ge „alles“ schon ein­mal ange­spro­chen wer­den. Wir müs­sen das über­prü­fen, ob das für Mt 5,3-7,27 der Fall ist.

Wir haben uns vor allem mit der for­ma­len Struk­tur befasst:

Selig/glücklich sind die xy,

denn …

Dabei begrün­den 5,3 und 10 gleich, weil den Glück­lich­ge­prie­se­nen das Reich der Him­mel gehö­re. Auch „die Erde“ kann den Sanf­ten gehö­ren, sie erben es. Wir stell­ten fest, dass unse­re Rea­li­täts­er­fah­rung eher anders aus­sieht. Dann stellt sich die Fra­ge, ob so etwas nur in der Bibel steht – und was das bedeu­tet.

Ab 5,11 wech­selt der Anre­de­mo­dus, ange­re­det sind jetzt Anwe­sen­de mit der 2. Pers. Pl. Auf die unter­stell­te Ver­fol­gung müs­sen wir noch ein­ge­hen bzw. dies beach­ten.

Wir haben also den Text ele­men­tar geglie­dert, wobei Gleich­heit und Abwei­chung wich­ti­ge Glie­de­rungs­si­gna­le sind.

Im Luka­sevan­ge­li­um gibt es eine ande­re Ver­si­on des Mt-Tex­tes. Dabei wird stets in der 2. Pers. Pl. gere­det und neben die Selig- bzw. Glück­lich­prei­sun­gen tre­ten Ver­flu­chun­gen. Auch das wer­den wir wei­ter ver­fol­gen.

Frie­den, Armut (im [gött­li­chen] Geist), Krieg, Reich­tum, rei­nes Her­zen, Sanft­mut usf. sind wich­ti­ge The­men, die im Hori­zont des Rei­ches der Him­mel betrach­tet wer­den.

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Info:
Ver­an­stal­tun­gen am 26.04. an der TUD ist Beitrag Nr. 5073
Autor:
Martin Pöttner am 29. April 2016 um 21:05
Category:
Bergpredigt
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