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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Veranstaltungen am 01.12. in Darmstadt

2. Lk 2,1. 11-14; Lk 4, 1-5 (TUD)

Pro­to­kol­lan­tin: Medi­ne Hanilce

 

 

Am 1. Dezem­ber 2015 um 9:50 Uhr begann die Semi­nar­sit­zung Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Die Bedeu­tung des Alten Tes­ta­ments für das Neue Tes­ta­ment, wel­ches von Herrn Pro­fes­sor Dok­tor Mar­tin Pött­ner gelei­tet wur­de.

Das Luka­sevan­ge­li­um han­delt wird die Frau über­wei­e­gend positv dar­ge­stellt. Jedoch befin­den sich die weib­li­chen Per­so­nen meis­tens im Hin­ter­grund und leh­ren nicht.

Lk 2,1. 11-14:1 In jenen Tagen aber erließ Kai­ser Augus­tus den Befehl, dass sich der gan­ze Welt­kreis regis­trie­ren las­sen soll­te.“ In der Pro­vinz Judäa, etwa 6 nach Chr., wur­de zum ers­ten Mal die Steu­er­schät­zung ein­ge­führt. Der römi­sche Kai­ser Augus­tus führ­te die­se ein, damit die erbrach­te Leis­tung erfasst wer­den kann. Die­ses Herr­schafts­ge­biet war äußerst umfang­reich. Zu die­ser Zeit begab sich ein Gebot, indem es hieß, dass alle Welt, nicht nur das römi­sche Reich, geschätzt wer­den muss­te. Das bedeu­tet, dass die gesam­te Welt damit gemeint war.

Lk 4, 1-5 und Gen 12, 1-3 han­deln bedingt von zwei ähn­li­chen Geschich­ten. In Lk 4,1-5 geht es um die Ver­füh­rung von Jesus durch den Teu­fel, der ihm Macht ver­spricht, sobald Jesus ihm folgt. Der Satan kann hier teil­wei­se mit dem „Es“ gleich­ge­setzt wer­den.Er möch­te Jesus dazu ver­lei­ten, sei­ne welt­li­chen Bedürf­nis­se bezie­hungs­wei­se Wün­sche zu stil­len. Jedoch war er stand­haft und wider­setz­te sich dem Satan. Auf­grund die­ses Gesprä­ches zwi­schen dem Teu­fel und Jesus ergab sich die Bot­schaft, dass man nicht nach Macht­ver­hält­nis­sen stre­ben soll­te. Des Wei­te­ren ergibt sich aus der Geschich­te auch der Rück­schluss, dass die Men­schen mit den Gegen­kräf­ten, die sich in ihnen befin­den umge­hen müs­sen. Das „ES“ ähnelt einem Pferd, deren Zügel von dem Besit­zer selbst in der Hand genom­men wer­den müs­sen, damit das Pferd in die rich­ti­ge Rich­tung gelenkt wer­den kann. In Gen 12, 1-3 spie­len Abra­ham und Ado­naj die Haupt­rol­le. Gott gibt Abra­ham die Bot­schaft, er sol­le sein Eltern­haus ver­las­sen und ihm wird anschlie­ßend etwas ver­spro­chen. Hier ist jedoch der aus­schlag­ge­ben­de Unter­schied, dass die „Ver­füh­rer“ zum einen den Bösen und zum ande­ren den Guten wider­spie­geln. Da wir uns in der Semi­nar­sit­zung mit Lk 2, 11-14 beschäf­tig­ten, wer­de ich dar­auf noch genau­er ein­ge­hen. Im All­ge­mei­nen han­deln die­se Ver­se von der Weih­nachts­ge­schich­te, wel­ches wie­der­um mit Leid ver­bun­den ist. Auf­grund der Tat­sa­che, dass Jesus stän­dig die Lie­be pre­dig­te und danach in Jeru­sa­lem gekreu­zigt wur­de. Er lei­det, aber wen­det kei­ner­lei Gewalt an und spie­gelt somit die Frie­dens­fi­gur. Außer­dem fand hier eine Frie­dens­kün­di­gung statt, wie auch in Mari­as Lob­ge­sang ange­spro­chen. Vor und nach der Geburt Jesus kün­det sich eine fro­he Bot­schaft für die Armen an und die Gewalt auf Erden soll eben­falls auf­hö­ren. An die­ser Stel­le möch­te man auf die gewalt­lo­se Frie­dens­her­stel­lung auf­merk­sam machen. Zudem wur­den Fes­ti­vi­tä­ten, wie „Brot und Spie­le“ ver­an­stal­tet. Wäh­rend die Gla­dia­to­ren kämpf­ten und die Men­schen dadurch belus­tigt wur­den, wur­de par­al­lel dazu Brot an die Men­ge ver­teilt wur­de. Im Lau­fe der Semi­nar­sit­zung beschäf­tig­ten wir uns kurz mit dem Inhalt von Lk 8, 1-3. Hier wird die Frau als eine finan­zi­ell star­ke Per­son begrif­fen. Dies bezieht sich nicht nur auf das Ver­mö­gen einer Frau, son­dern auch auf ihre Fähig­kei­ten. Die got­tes­fürch­ti­ge Jüdin, namens Lydia, zähl­te zu den rei­chen Frau­en ihrer Zeit und woll­te zum Chris­ten­tum über­tre­ten. Sie gab einen Anteil ihres Besit­zes (Spen­de) an Chris­ten ab und half dadurch den Armen. Durch Spen­den soll die sozia­le Ungleich­heit zwi­schen den Men­schen beho­ben und mög­lichst eine Gleich­heit her­ge­stellt wer­den. Herr Pött­ner berich­te­te dar­auf­hin über die aktu­el­le Situa­ti­on und ging auf die Flücht­lings-Debat­te ein. Dar­aus ergab sich als Schluss­fol­ge­rung die Aus­sa­ge, dass Frie­den auf Erden nur herr­schen kann, wenn kei­ne Span­nung besteht. Das 21. Jahr­hun­dert ist stark von ego­is­ti­schen Gefüh­len geprägt und das schlech­te Gewis­sen wird durch Spen­den befrie­digt.

In Mk 1, 11-13 wird Jesus von der Geis­tes­kraft[1] in die Wüs­te geschickt, wo ihm dann Engel zur Ver­fü­gung ste­hen. Die Nah­rungs­aus­wahl schloss tie­ri­sche Nah­rungs­mit­tel aus. An die­sem Punkt wird deut­lich, dass Tie­re eben­falls wert­ge­schätzt wer­den und auschlag­ge­bend sind für den Frie­den. Eini­ge Kom­mi­li­to­nen hat­ten an die­ser Stel­le sehr inter­es­san­te Gedan­ken­gän­ge, bezüg­lich der bild­li­chen Bedeu­tung einer Wüs­te. Sie soll die Abkaps­lung von der Gesell­schaft, die Trost­lo­sig­keit, die Lee­re und die Tro­cken­heit aus­drü­cken, laut Kom­mi­li­to­nen. Die Wüs­te stellt sozu­sa­gen ein Gegen­bild zu der Kul­tur dar.

Aufgaben zur nächsten Sitzung

  1. Lesen Sie Gen 15,1-6 und Gen 22,1-13!
  2. Beschrei­ben Sie das Han­deln Got­tes in bei­den Tex­ten.
  3. Wie ver­hält sich Abra­ham bzw. wie wird es beschrie­ben?

[1] So die Über­set­zung in der „Bibel in gerech­ter Spra­che“.

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Info:
Veranstaltungen am 01.12. in Darmstadt ist Beitrag Nr. 4681
Autor:
Martin Pöttner am 5. Dezember 2015 um 10:28
Category:
Die Bedeutung des Alten Testaments für das Neue Testament
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