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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Zum Tod von Frank Schirr­ma­cher

Frank Schirr­ma­cher war durch­aus eine inter­es­san­te Figur. Er konn­te gut schrei­ben, das ist für einen Jour­na­lis­ten und Buch­au­tor wich­tig. Tief­sin­nig war er nicht. Der Her­stel­lungs­pro­zess sei­ner Dis­ser­ta­ti­on war jeden­falls nicht ruhm­reich.

Immer­hin hat er das Feuil­le­ton der FAZ für wesent­li­che The­men geöff­net. Sicher­lich war er ein bedeu­ten­der Ver­tei­di­ger der Frei­heit des Ein­zel­nen. Gele­gent­lich hat­te er aber auch ein zu schlich­tes Bild des Ein­zel­nen, den er im Inter­net unter­ge­hen sah – ein Man­gel an his­to­ri­scher und phi­lo­so­phi­scher Bil­dung. Die­se Sei­te war jeden­falls auch durch sei­ne Tätig­keit als FAZ-Her­aus­ge­ber geprägt. Journalist/inn/en, die bei Zei­tun­gen arbei­ten, sind hier oft unge­recht.

In der Pha­se der fälsch­lich soge­nann­ten „Euro-Kri­se“ wehr­te er sich gegen die „Alter­na­tiv­lo­sig­keit“ der post­de­mo­kra­ti­schen Ent­wick­lung und zuletzt – FAZ-typisch – gegen die US-Spio­na­ge, deren Bedeu­tung er vor allem öko­no­misch ansetz­te, ohne den tat­säch­li­chen Frei­heits­ver­lust für den Ein­zel­nen zu über­se­hen. Auch hier ver­kann­te er – anders als NSA und GCHQ – die Bedeu­tung des Inter­net. Als Nie­der­la­ge hat er viel­leicht erlebt, dass man die FAZ inzwi­schen etwas preis­güns­ti­ger auf einem E-Reader lesen kann.

 

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Info:
Zum Tod von Frank Schirr­ma­cher ist Beitrag Nr. 3380
Autor:
Martin Pöttner am 13. Juni 2014 um 08:33
Category:
Kultur,Wirtschaft und Philosophie
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