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NT? 1 (TUD/Uni HD)">Men­schen­rech­te im NT? 1 (TUD/Uni HD)

 

Wir haben jetzt die UNO-Men­schen­rechts­er­klä­rung und 1. Mose 1-3 bespro­chen.

Dabei stand die Gott­eben­bild­lich­keit bzw. genau­er die Erschaf­fung des Men­schen nach dem Bil­de Got­tes im Vor­der­grund, wobei 1. Mose 1 ein sym­me­tri­sches Ver­hält­nis von Frau­en und Män­nern ver­tritt, wäh­rend in 1. Mose 2-3 min­des­tens nach­dem Eva und Adam vom Baum der Erkennt­nis geges­sen hat­ten, sich eine Unter­ord­nung der Frau unter den Mann andeu­tet.

Das warf Pro­ble­me auf, wie die Text­ge­stalt zu erklä­ren ist:

(1)  Stellt 1. Mose 1, den Urzu­stand, stel­len 2-3 dann den geschicht­li­chen Ver­fall dar?

(2)  Wird im jüdi­schen Den­ken eigent­lich stets der Satz vom Wider­spruch außer Kraft gesetzt: Man behaup­tet zur sel­ben Zeit über den­sel­ben Sach­ver­halt genau das Gegen­teil?

(3)  Zei­gen sich die Men­schen­rech­te nicht gera­de dar­in, dass den Rezi­pie­ren­den zuge­mu­tet und zuge­traut wird, den logi­schen Wider­spruch der Schöp­fungs­hand­lun­gen Got­tes und der ent­spre­chen­den Lebens­ent­wür­fe der Men­schen zu erken­nen und selbst zu ent­schei­den, wel­cher Lebens­ent­wurf der ange­mes­se­ne ist?

Lösung (2) ist logisch unhalt­bar und zeigt z. T. Pro­ble­me an, die auf den Natio­nal­so­zia­lis­mus zurück­ge­hen.

Lösung (3) ist die inter­es­san­tes­te und eröff­net eine Mög­lich­keit, von den lite­ra­ri­schen bibli­schen Tex­ten aus die Men­schen­rechts­pro­ble­ma­tik zu rekon­stru­ie­ren. Die Lesen­den sind offen­bar als sol­che in den Tex­ten vor­aus­ge­setzt, die Frei­heit und Kom­pe­tenz besit­zen, selbst­ver­ant­wort­lich zu ent­schei­den.

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Info:
Men­schen­rech­te im NT? 1 (TUD/Uni HD) ist Beitrag Nr. 2604
Autor:
Martin Pöttner am 12. November 2012 um 16:53
Category:
TU Darmstadt,Uni Heidelberg
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