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Uni Hei­del­berg – Die Emer­genz der Pries­ter­re­li­gi­on

Wir haben uns in der letz­ten Sit­zung dem Text des Bischofs von Kar­tha­go, Cypri­an, zuge­wandt, der mit den Metho­den der dyna­mi­schen Schrift­re­li­gi­on den Beginn der Pries­ter­re­li­gi­on im Chris­ten­tum ins Werk setzt. Pries­ter müs­sen opfern – und in die­sem Sinn wird das Abend­mahl als Opfer erfasst. Im Unter­schied zu den neu­tes­ta­ment­li­chen Tex­ten ist die Distanz des Pries­ters vom Rest der Glau­ben­den spür­bar.

Der Hebrä­er­brief wird dazu genutzt, um ein effi­zi­en­tes Opfer zu sym­bo­li­sie­ren, wel­ches das alt­tes­ta­ment­li­che nicht ist, weil es stets nur die ver­gan­ge­nen Sün­den süh­nen kann. Hier ist es aber nicht das Ende aller Opfer, son­dern der Beginn der katho­li­schen und ortho­do­xen Opfer. Auf die alt­tes­ta­ment­li­chen Tex­te ist Cypri­an ange­wie­sen, um die Pries­ter über­haupt in der Schrift ver­an­kern zu kön­nen, auch im Kon­text der römi­schen Gesell­schaft um aus­schlie­ßen zu kön­nen, dass Frau­en Pries­te­rin­nen wer­den. Der Text nimmt auch auf Pau­lus und Lukas Bezug (Erin­ne­rung).

Die­se dyna­mi­sche Fort­schrei­bung des NT vor dem Hin­ter­grund des AT ist durch­aus eine Mög­lich­keit zur Öku­me­ne aus pro­tes­tan­ti­scher Per­spek­ti­ve. Es geht zwar sehr holp­rig zu, aber es ist durch­aus mög­lich, mit den Metho­den der dyna­mi­schen Schrift­re­li­gi­on vor dem Hin­ter­grund der prä­ka­no­ni­schen Edi­ti­on auch die Pries­ter­re­li­gi­on zu begrün­den.

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Info:
Uni Hei­del­berg – Die Emer­genz der Pries­ter­re­li­gi­on ist Beitrag Nr. 2559
Autor:
Martin Pöttner am 22. Juli 2012 um 19:40
Category:
Uni Heidelberg
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