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NT (Rich­ter 15 [TUD])">Krieg und Frie­den im NT (Rich­ter 15 [TUD])

Rich­ter 15 ist eine Geschich­te von Sim­son oder Sam­son, der ein über­aus star­ker jun­ger Mann ist – und sein Leben Gott geweiht hat, wie der Kon­text zeigt. Er gerät in einen Fami­li­en­streit, der sich dann zu einer Gewalt­spi­ra­le auf­baut, die gera­de nicht nach dem Prin­zip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ver­läuft, son­dern zu einer beacht­li­chen krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zung mit den Phi­lis­tern führt. U. a. in 15,14 wird das reli­gi­ös gerecht­fer­tigt, der Geist des Herrn nimmt an die­sen Gewalt­ta­ten teil. Der Gott der israe­li­ti­schen Stäm­me steht auf der glei­chen Ebe­ne wie der Gott der Phi­lis­ter, wel­cher Dagon heißt.

Das warf im Semi­nar Fra­gen auf, die Gott betref­fen. War er in sei­ner „Jugend“ ein Rabau­ke – und ist erst mit der Zeit anstän­dig gewor­den? Die­se Fra­ge ist berech­tigt, „der Herr“ oder JHWH (das unles­ba­re hebräi­sche Tetra­gramm) taucht ab 2. Mose bis 2. Köni­ge als Stam­mes­gott auf. Aber er wan­delt sich zum ein­zi­gen Gott über­haupt, des­sen Namens­be­zeich­nung nicht les­bar ist; JHWH. Mit dem Tetra­gramm, aber auch der Bildkon­zep­ti­on in 1. Mose 1,26f wer­den die Wider­sprü­che im AT nach Mei­nung des Dozen­ten pro­duk­tiv ange­gan­gen. Da Gott von sich selbst ein Bild hat, wird offen­bar unter­stellt, dass auch die mensch­li­che Rede von Gott bild­lich ist. Die­ses The­ma wird uns durch das Semes­ter beglei­ten.

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Info:
Krieg und Frie­den im NT (Rich­ter 15 [TUD]) ist Beitrag Nr. 2421
Autor:
Martin Pöttner am 18. April 2012 um 09:46
Category:
Religion und Mystik
Tags:
 
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