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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


In eigener Sache

 

Ich habe seit Juli gele­gent­lich an die­ser Stel­le über mich selbst geschrie­ben und mei­ne Leser/innen und Kund/innen über mei­nen Wer­de­gang nach mei­nem Schlag­an­fall am 11.04.2011 infor­miert. Dies war ein deut­li­cher Ein­schnitt in mei­nem Leben, ich habe wie ein Klein­kind erst Krab­beln und dann ganz lang­sam Lau­fen gelernt. Neben der Beglei­tung in der Kopf­kli­nik und den Schmie­der-Kli­ni­ken (Hei­del­berg) habe ich schon bald ver­sucht, Kon­takt zu Osteopath/inn/en zu suchen. Zum Einen, weil ich in der Fer­tig­stel­lung der Über­set­zung von Mar­ga­ret Sor­rels Buch über Char­lot­te Wea­ver durch den Schlag­an­fall unter­bro­chen wur­de. Hier traf ich auf gro­ßes Ent­ge­gen­kom­men. Da mei­ne Gene­sung noch fort­dau­ert, wird die Fer­tig­stel­lung bis Ende Febru­ar andau­ern – aber das Ende ist in Sicht. Zum Ande­ren, weil ich auf­grund mei­ner Beschäf­ti­gung vor allem mit Still und Litt­le­john durch­aus zu den Ken­nern der „klas­si­schen Osteo­pa­thie“ zäh­le, erhoff­te ich mir von Osteo­pa­then­sei­te wesent­li­che Unter­stüt­zung beim Reha­bi­li­ta­ti­ons- und Gene­sungs­pro­zess. Denn die recht ver­stan­de­ne Osteo­pa­thie ist eine (auch prag­ma­tis­tisch inspi­rier­te) Theo­rie der Ner­ven­sys­te­me, wel­che die­se zu beein­flus­sen unter­nimmt. Die­se Hoff­nung hat nicht getro­gen, drei Behand­lun­gen führ­ten zu Anstö­ßen für teils dra­ma­ti­sche Ver­bes­se­run­gen. Sodass ich jetzt begrün­det hof­fen kann, dass ich im Früh­som­mer 2012 wie­der zu einem Men­schen wer­de, der jenem stark ähnelt, wel­cher glaub­te, im März 2011 am bis­he­ri­gen Höhe­punkt sei­nes Lebens ange­kom­men zu sein. Dies wur­de am 11.04.2011 als wahr­schein­li­che Illu­si­on ent­larvt, zumal mir am Abend die­ses Tages in der Kopf­kli­nik deut­lich wur­de, dass mei­ne Frau sich mit hoher Wahr­schein­lich­keit schei­den las­sen wer­de. Die­se Abduk­ti­on traf zu, obgleich ich die Hoff­nung noch nicht ganz auf­ge­ge­ben habe.
Das führ­te im Novem­ber 2011 zu einer star­ken Iden­ti­täts­kri­se, die bis Mit­te Janu­ar anhielt. Seit eini­gen Tagen hat sich aber mei­ne Wahr­neh­mung auf­ge­hellt. Teil­wei­se habe ich wie­der ein nor­ma­les Kör­per­ge­fühl. Die Zei­ten als dis­em­bo­di­ed spi­rit schei­nen der Ver­gan­gen­heit anzu­ge­hö­ren. Mein Tages­lauf ist mir wie­der zugäng­lich, ich keh­re zu selbst­be­stimm­ten For­men des Lebens zurück. Aber es hat erheb­lich län­ger gedau­ert, als ich im Mai/Juni 2011 selbst erwar­tet hat­te.
Am 11. März 2011 wur­de auch für weni­ger ambi­tio­niert den­ken­de Men­schen deut­lich, dass die­je­ni­gen seit Peirce und Rus­sel Wal­lace, wel­che auf die mög­li­cher­wei­se desas­trö­sen Rück­kopp­lungs­pro­zes­se des tech­nisch-wirt­schaft­lich-wis­sen­schaft­li­chen Kom­ple­xes ver­wie­sen hat­ten, im Recht waren. Wie Peirce wohl spä­tes­tens 1904 gezeigt hat, ist die Ethik der Logik wis­sen­schafts­sys­te­ma­tisch vor­zu­ord­nen. Die­ser Gedan­ke beruht u. a. auf Ide­en des  „Ame­ri­ka­ni­schen Tran­szen­den­ta­lis­mus“, wel­cher die ame­ri­ka­ni­sche Roman­tik dar­stellt. Und ohne die­se ist auch die Osteo­pa­thie Stills nicht mög­lich gewe­sen. Ich wer­de die­sen Zusam­men­hang hier Mit­te Febru­ar aus­führ­lich dar­stel­len. Mit­hin wird sich zei­gen, war­um Phi­lo­so­phie der Osteo­pa­thie so wich­tig ist – und heu­te wie­der Zukunft hat.

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Info:
In eigener Sache ist Beitrag Nr. 2334
Autor:
Martin Pöttner am 18. Januar 2012 um 12:47
Category:
Administratormitteilungen,Gehirn,Kunstlehre,Technik
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