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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Grenz­erfah­run­gen in der Reli­gi­on bezeich­nen

Mk 5,35-43 ist im Mkev einer der­je­ni­gen Tex­te, der dar­über kom­mu­ni­ziert, wie über die Grenz­erfah­run­gen der Reli­gi­on zu kom­mu­ni­zie­ren ist. Natür­lich aus christ­li­cher Per­spek­ti­ve, aber es gilt all­ge­mein:

Und was ist Reli­gi­on? Sie ist eine Art Gefühls­re­gung in jedem ein­zel­nen Men­schen, oder auch: eine ver­bor­ge­ne Wahr­neh­mung – eine tie­fe Erkennt­nis von etwas im uns umge­ben­den All; und wenn wir ver­su­chen, die­sem Gefühl Aus­druck zu geben, so wird es sich in mehr oder weni­ger extra­va­gan­te For­men klei­den, und als mehr oder wenig zufäl­lig erschei­nen, immer aber wird es sich zu einem Ers­ten und Letz­ten, dem A und Ω, beken­nen und in der­sel­ben Wei­se auf jenes Abso­lu­te bezo­gen sein, dem das indi­vi­du­el­le Selbst eines Men­schen als rela­ti­ves Sein gegen­über­steht. Doch Reli­gi­on ist in ihrer Tota­li­tät nicht auf das ein­zel­ne Indi­vi­du­um beschränkt. Wie jede Gestalt von Rea­li­tät ist sie wesent­lich eine sozia­le und öffent­li­che Ange­le­gen­heit. Sie besteht in der Idee einer umfas­sen­den Kir­che, in der sich alle ihre Glie­der zu einer orga­ni­schen, sys­te­ma­ti­schen Wahr­neh­mung der Ehre des Höchs­ten ver­bin­den – einer Idee, die von Genera­ti­on zu Genera­ti­on wächst und einen Vor­rang in den Ent­schei­dun­gen über unser Ver­hal­ten, das pri­va­te wie das öffent­li­che, bean­sprucht“. (RPh, 208f)

Ent­schei­dend ist hier­bei der Dop­pel­sinn für „schla­fen“, der offen­siv offen gelegt und irri­tie­rend mit „schein­tot“ kon­fron­tiert wird. Dies ist im anti­ken Kon­text seit Dan 12,1f bekannt. Seit dem AT wird über die Über­win­dung des Todes bild­lich, meta­pho­risch bzw. sym­bo­lisch gespro­chen.
Wir haben uns ent­schlos­sen, die­sen Punkt an 1. Mose 1,26f exem­pla­risch zu dis­ku­tie­ren. Als wei­te­res offe­nes Pro­blem kam die Pan­the­is­mus­fra­ge hin­zu.

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Info:
Grenz­erfah­run­gen in der Reli­gi­on bezeich­nen ist Beitrag Nr. 2332
Autor:
Martin Pöttner am 17. Januar 2012 um 20:16
Category:
Religion und Mystik,Was ist der Mensch?,Wie wollen wir leben?,Zeichen und Philosophie
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