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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


TUD)">Kol 1,25ff (TUD)

Der Text stellt wahr­schein­lich teil­wei­se einen früh­christ­li­chen Hym­nus, also ein Lied dar. Ange­sichts des Gehalts ist es nicht nötig, sich offen­bar jüdi­schen Reli­gi­ons­sit­ten unter­zu­ord­nen. War­um nicht? Weil alles ver­söhnt ist. Der Los­kauf von der Skla­ve­rei des Todes ist durch den Tod des Erst­ge­bo­re­nen erfolgt (Blut des Kreu­zes, „Blut“ wahr­schein­lich Meta­pho­rik für gewalt­sa­men Tod). Der Erlö­sungs­vor­gang erfolgt dadurch, dass die Erlö­ser­fi­gur Chris­tus sowohl den nega­ti­ven als auch den posi­ti­ven Aspekt dar­stellt.
Für unser „Grenzen“-Thema ist der Text mehr­fach ein­schlä­gig:
•    uni­ver­sa­ler Hori­zont;
•    Mensch ist Teil der Schöp­fung;
•    Gren­ze zwi­schen Gott und Mensch ist durch Chris­tus über­wun­den;
•    Chris­tus ist das ent­schei­den­de Bild, an dem das wahr­ge­nom­men wer­den kann.
Wir haben das Autor­pro­blem erör­tert: rea­ler Autor vs. expli­zi­ter Autor. Ins­be­son­de­re die Auf­fas­sung vom „Haupt des Lei­bes“ (vgl. 1Kor 12) spricht dage­gen, dass der rea­le Autor Pau­lus ist.
Der reli­gi­ons­ge­schicht­li­che Hin­ter­grund ist Sprü­che 8, Sap­Sal 6-9; vgl. auch Joh 1. Der pan­the­is­ti­sche Hin­ter­grund wird mit der stoi­schen Phi­lo­so­phie geteilt; vgl. auch Act 17; 1Kor 15,20-28. Wir haben schon mit Psalm 8 und Röm 8 ver­ge­leich­ba­re Tex­te ken­nen­ge­lernt.
Zu den Tex­ten von Daw­kins und Matu­rana vgl. hier.

« Jah­res­ab­schluss – Pre­digt in Gries­heim – Phi­lo­so­phi­sche Ethik (Vhs Neckar­ge­münd) »

Info:
Kol 1,25ff (TUD) ist Beitrag Nr. 2322
Autor:
Martin Pöttner am 10. Januar 2012 um 16:30
Category:
Allgemein,Religion und Mystik
Tags:
 
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