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TUD)">Psalm 8 (TUD)

Psalm 8 (TUD)

 

Vielleicht entstammt der Text dem vierten oder dritten Jahrhundert v. d. Z. Es handelt sich um ein poetisch entworfenes Lied (Refrainstruktur). Im Refrain wird das Herr-Sein Gottes im Blick auf die Erde betont. Der Mensch wird vor dem Hintergrund der Schöpfungswerke wahrgenommen, die nicht zuletzt aus der Abendhimmel-Perspektive dargestellt werden. Der Text steht sicher in Parallele zu großen Texten der abendländischen Geschichte wie der Antigone des Sophokles, wie Herr Hettler betonte.

Sein Profil erhält der Text durch den Hinweis im Lied, dass der Lobpreis Gottes als Machtmittel von Kindern und gesellschaftlich nicht sehr angesehenen Menschen gesungen werde. Dies wird als Machterweis gegen Gottes Widersacher gedeutet. Nach längerer Diskussion erschien es uns möglich, diesen irritierenden Textbestandteil so zu deuten, dass es Menschen geben könnte, die selbst als Herr der Welt auftreten möchten, der Mensch wäre dann nicht nur als Bild Gottes verstanden, sondern selbst als Gott.

Der Mensch wäre mithin als aktiver Bewahrer in der Schöpfung verstanden, der freilich für die Schöpfung gefährlich werden kann. Insofern näherten wir uns einem Teilthema des Seminars, der Grenzen zu den Tieren, wobei uns wichtig erschien, dass es Wildtiere gibt, mit denen der Mensch lebt und auch Gott interagiert.

So verstanden könnte der Text durchaus der ökologischen Krise standhalten – uns auch noch nach ihrem Eintreten ansprechen.

Innerhalb des Seminars verweist der Text auf paulinische Text, offenkundig natürlich auf Röm 8.

 

Psalm 8 (TUD)

 

Vielleicht entstammt der Text dem vierten oder dritten Jahrhundert v. d. Z. Es handelt sich um ein poetisch entworfenes Lied (Refrainstruktur). Im Refrain wird das Herr-Sein Gottes im Blick auf die Erde betont. Der Mensch wird vor dem Hintergrund der Schöpfungswerke wahrgenommen, die nicht zuletzt aus der Abendhimmel-Perspektive dargestellt werden. Der Text steht sicher in Parallele zu großen Texten der abendländischen Geschichte wie der Antigone des Sophokles, wie Herr Hettler betonte.

Sein Profil erhält der Text durch den Hinweis im Lied, dass der Lobpreis Gottes als Machtmittel von Kindern und gesellschaftlich nicht sehr angesehenen Menschen gesungen werde. Dies wird als Machterweis gegen Gottes Widersacher gedeutet. Nach längerer Diskussion erschien es uns möglich, diesen irritierenden Textbestandteil so zu deuten, dass es Menschen geben könnte, die selbst als Herr der Welt auftreten möchten, der Mensch wäre dann nicht nur als Bild Gottes verstanden, sondern selbst als Gott.

Der Mensch wäre mithin als aktiver Bewahrer in der Schöpfung verstanden, der freilich für die Schöpfung gefährlich werden kann. Insofern näherten wir uns einem Teilthema des Seminars, der Grenzen zu den Tieren, wobei uns wichtig erschien, dass es Wildtiere gibt, mit denen der Mensch lebt und auch Gott interagiert.

So verstanden könnte der Text durchaus der ökologischen Krise standhalten – uns auch noch nach ihrem Eintreten ansprechen.

Innerhalb des Seminars verweist der Text auf paulinische Text, offenkundig natürlich auf Röm 8.

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Info:
Psalm 8 (TUD) ist Beitrag Nr. 2232
Autor:
Martin Pöttner am 26. Oktober 2011 um 08:05
Category:
Biologie,Mensch und Universum,Ökologie,Religion und Mystik,Was ist der Mensch?
Tags:
 
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