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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


Freiheitstexte (Vhs Neckargemünd 28.02.2011)

Aris­to­te­les: „Indes gehö­ren zum Glück doch auch die äuße­ren Güter, wie wir gesagt haben. Denn es ist unmög­lich, zum min­des­ten nicht leicht, durch edle Taten zu glän­zen, wenn man über kei­ne Hilfs­mit­tel ver­fügt. Lässt sich doch vie­les nur mit­hil­fe von Freun­den, von Geld und poli­ti­schem Ein­fluss, also gleich­sam durch Werk­zeu­ge, errei­chen.“ (Niko­ma­chi­sche Ethik)

GG:

Arti­kel 2

[Per­sön­li­che Frei­heits­rech­te]

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Ent­fal­tung sei­ner Per­sön­lich­keit, soweit

er nicht die Rech­te ande­rer ver­letzt und nicht gegen die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge

Ord­nung oder das Sit­ten­ge­setz ver­stößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit. Die

Frei­heit der Per­son ist unver­letz­lich. In die­se Rech­te darf nur auf Grund eines

Geset­zes ein­ge­grif­fen wer­den.

UNO-Men­schen­rechts­er­klä­rung:

(Prä­am­bel)

Da die Aner­ken­nung der ange­bo­re­nen Wür­de und der glei­chen und

unver­äu­ßer­li­chen Rech­te aller Mit­glie­der der Gemein­schaft der Men­schen die

Grund­la­ge von Frei­heit, Gerech­tig­keit und Frie­den in der Welt bil­det,

da die Nicht­an­er­ken­nung und Ver­ach­tung der Men­schen­rech­te zu Akten der

Bar­ba­rei geführt haben, die das Gewis­sen der Mensch­heit mit Empö­rung erfül­len,

und da ver­kün­det wor­den ist, dass einer Welt, in der die Men­schen Rede- und

Glau­bens­frei­heit und Frei­heit von Furcht und Not genie­ßen, das höchs­te Stre­ben

des Men­schen gilt …

Arti­kel 1

Alle Men­schen sind frei und gleich an Wür­de und Rech­ten gebo­ren. Sie sind mit

Ver­nunft und Gewis­sen begabt und sol­len ein­an­der im Geist der Brü­der­lich­keit

begeg­nen.

Arti­kel 2

Jeder hat Anspruch auf die in die­ser Erklä­rung ver­kün­de­ten Rech­te und Frei­hei­ten

ohne irgend­ei­nen Unter­schied, etwa nach Ras­se, Haut­far­be, Geschlecht, Spra­che,

Reli­gi­on, poli­ti­scher oder sons­ti­ger Über­zeu­gung, natio­na­ler oder sozia­ler Her­kunft,

Ver­mö­gen, Geburt oder sons­ti­gem Stand.

Arthur Scho­pen­hau­er: „Der Mensch kann tun, was er will. Aber er kann nicht wol­len, was er will.“

Imma­nu­el Kant: „Die tran­szen­den­ta­le Frei­heit besteht dar­in, eine Hand­lung von selbst zu begin­nen.“

Jean-Paul Sart­re: „Als mensch­li­ches Wesen bin ich not­wen­di­ger­wei­se Bewusst­sein von Frei­heit.“

Min­dest­be­din­gung: „Hand­lungs­frei­heit heißt, in einer Situa­ti­on immer auch anders han­deln zu kön­nen.“

Wolf Sin­ger: Was wir tun oder las­sen, ent­schei­det nicht unser unab­hän­gi­ger Wil­le, es hängt viel­mehr ab von ange­bo­re­nen Mög­lich­kei­ten, Erzie­hung und ande­ren Umwelt­fak­to­ren, die Struk­tu­ren und Ver­schal­tun­gen in unse­rem Gehirn prä­gen. »Was wir tun, ist Fol­ge des unmit­tel­bar vor­aus­ge­hen­den Zustands unse­res Gehirns, von dem wir nur weni­ge Varia­blen bewusst kon­trol­lie­ren«

Überlegen Sie, welche Bedeutung die Ausdrücke „Freiheit“ und „Wille“ in diesen Texten haben?

Stimmt dies mit Ihrer Lebenserfahrung überein?

« Die Frage des freien Willens (VHS Neckargemünd, ab 21.02.2011, 19.30 Uhr) – Aristoteles (Vhs Neckargemünd [07.03.2011]) »

Info:
Freiheitstexte (Vhs Neckargemünd 28.02.2011) ist Beitrag Nr. 2105
Autor:
Martin Pöttner am 19. Februar 2011 um 17:56
Category:
Alltag,Erfahrung,Gehirn,Homo oeconomicus,Wahrheit,Was ist der Mensch?,Was ist Philosophie?,Wie wollen wir leben?
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